Erdbeben in Italien

Immer wieder viele Todesopfer

In Italien ereignen sich immer wieder verheerende Erdbeben mit vielen Todesopfern. 1908 kamen bei einem Beben mehr als 100.000 Menschen ums Leben. Diesmal sind es mehr als 20.

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Bei einem Beben nahe Gibellina auf Sizilien kamen 1968 rund 200 Menschen ums Leben.
Italienische Rettungskräfte arbeiten sich in fieberhafter Eile auf der Suche nach Überlebenden durch die Trümmer eingestürzter Häuser. In der Nacht ...
... bebte um das Epizentrum L'Aquila die Erde.
Im Zentrum der Rettungsbemühungen: ein eingestürztes Studentenwohnheim, in dem sich ein halbes Dutzend Menschen befinden soll.
"Es ist die schlimmste Katastrophe seit Beginn des Jahrtausends", sagte Guido Bertolaso, Leiter des Zivilschutzes.
Bereits in den vergangenen Tagen gab es mehrfach Erschütterungen in der Region.
Mit bloßen Händen gruben Bewohner und Einsatzkräfte nach Verschütteten - die oft ...
... nur tot geborgen werden konnten.
Der Erdstoß riss die Menschen in der Region Abruzzen in der Nacht um 03.32 Uhr aus dem Schlaf.
"Wir sind beim ersten Zittern aus der Wohnung geflüchtet", berichtet ein Augenzeuge.
Tausende Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Häuser.
Agostino Miozzo vom Zivilschutz sagte dem Sender Sky Italia: "Unser Ziel ist es, allen heute Abend ein Dach über dem Kopf zu geben."
Der Zivilschutz sprach von 10.000 bis 15.000 beschädigten Häusern.
Die frühen Morgenstunden ...
... bringen das ganze Ausmaß ...
... der Zerstörung ...
... ans Tageslicht.
Nach Angaben des Bürgermeisters Massimo Cialente wurden auch zahlreiche Häuser ...
... im historischen Kern der Stadt beschädigt.
Die Aufräumarbeiten sind zwar bereits in vollem Gange ...
... die Anwohner der Stadt L'Aquila, in der 70.000 Menschen leben, stehen aber noch immer unter Schock.
Video: Beben in Mittelitalien - Dutzende Tote und Verletzte
Video: Erdbeben in Italien - Im Studio: Albrecht Broemme, THW

Italien wurde schon oft von heftigen Erdstößen erschüttert. Beim folgenschwersten Beben seit Menschengedenken in Europa starben 1908 in Messina (Sizilien) und Süd-Kalabrien mehr als 100.000 Menschen. Einige schwere Erdbeben der vergangenen Jahre:

31. Oktober 2002: Unter Erdstößen der Stärke 5,4 bricht das Gebäude der Grundschule in der Kleinstadt San Guiliano di Puglia zusammen. Unter den 30 Toten sind 27 Erstklässler und eine Lehrerin, die unter Beton begraben wurden.

26. September 1997: Ein Beben der Stärke 5,7 in den Apenninen- Regionen Umbrien und Marken beschädigt in 77 Orten etwa 9000 Gebäude. Betroffen ist auch die Basilika von Assisi. Zwölf Menschen sterben in den Trümmern oder bei Herzinfarkten.

13. Dezember 1990: Erdstöße der Stärke 5,9 reißen 19 Einwohner in Ost-Sizilien in den Tod und machen 500 obdachlos. Besonders stark betroffen sind Syrakus und Carlentini.

11. Mai 1984: L'Aquila und benachbarte Provinzen werden von einem Erdbeben der Stärke 5,2 heimgesucht. Drei Menschen kommen ums Leben, und 27 000 werden obdachlos. Rund 150 Kirchen und andere historische Baudenkmäler werden schwer beschädigt.

23. November 1980: Mindestens 3000 Menschen sterben, als in Neapel und 100 weiteren Orten der Region Kampanien die Erde bebt. Die Erdstöße erreichen die Stärke 6,5.

6. Mai 1976: Ein verheerendes Beben mit der Stärke 6,5 erschüttert die Region Friaul im Nordosten des Landes. Etwa 980 Menschen werden getötet. Unter den rund 30 verwüsteten Orten ist besonders Valneria betroffen.

(dpa, N24)

06.04.2009 11:24 Uhr

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