Verkaufsstart
Indisches Billigauto Nano rollt vom Band
Der Autokonzern Tata nimmt Bestellungen für das knapp 1.500 Euro teure Auto an. Wer zu den Ersten gehören will, kann sich in den nächsten zwei Wochen anmelden. 100.000 Käufer werden ausgelost.
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Der Nano ist 3,10 Meter lang. Ein Scheibenwischer macht die Frontscheibe sauber. Der Kofferraum hat Platz nur für wenig Gepäck. Klimaanlage, Radio oder Servorlenkung kosten extra.
Der "Nano" des indischen Autokonzerns Tata ist das billigste Auto der Welt. Im Januar 2008 wurde er angekündigt. Jetzt kommt er in seiner Heimat auf den Markt.
Mobilität sieht in Indien noch immer überwiegend so aus.
In dem boomenden Entwicklungsland sind Fahrräder und ...
... Motoräder die verbreitetsten Verkehrsmittel.
Weite Reisen werden mit der Bahn unternommen und sind nicht immer komfortabel.
Tata will mit dem Nano die Fortbewegung in Indien revolutionieren und den Alltag der Menschen erleichtern.
Firmenchef Ratan Tata kündigte auf der 9. New Delhi Auto Expo am 10. Januar 2008 nichts geringeres an als einen echten indischen "Volkswagen", ein Auto ...
... das für möglichst viele der mehr als eine Milliarde Inder bezahlbar sein sollte.
Inzwischen steht fest, der Sparwinzling wird in den indischen Autohäusern rund 100.000 Rupien (etwa 1700 Euro) kosten.
Der Nano ist 3,10 Meter lang und mit 1,60 Metern höher als breit (1,50 Meter). Das Gewicht beträgt rund 700 Kilogramm.
Der Nano wird mit einem 33-PS-Benzinmotor oder einem 28-PS-Diesel angeboten. Das Getriebe hat nur vier Gänge.
Die Höchstgeschwindigkeit des Nano beträgt mehr als 100 km/h. Im Schnitt verbraucht der Wagen in der Benzinvariante rund 5 Liter Sprit auf 100 Kilometer.
Der niedrige Preis des Nano wird durch den konsequenten Verzicht auf Komfort (Servolenkung, Klimaanlage, Fensterheber) erreicht. Auch bei der Sicherheit haben die Inder gespart.
Der Nano besitzt in der indischen Billigversion weder ABS noch Airbags. Auch die geringen indischen Produktionskosten drücken den Preis.
Deutlich teurer, dafür aber mit mehr Komfort und den wichtigsten Sicherheitsausstattungen, soll es der Nano irgendwann nach Europa schaffen. Hier soll er etwa dem Ka von Ford, ...
... dem Aygo von Toyota, ...
... dem Fiat 500 oder dem ...
... Smart von Daimler Konkurrenz machen.
Charakteristisch für das Aussehen des Autozwerges Nano sind seine ovalen Scheinwerfer mit Blinker sowie ...
... die dreieckigen Zusatzscheinwerfer im Frontspoiler. Die extrem klein dimensionierten Räder haben eine Größe von nur 12 Zoll.
Auch die beiden Lufteinlässe am Heckspoiler sind ein unverwechselbares Kennzeichen des Nano. Sie dienen auch der Kühlung des kleinen Heckmotors.
Um an den Motor zu gelangen, muss die Heckklappe geöffnet werden.
Auch die nach oben gezogenen Rückleuchten prägen das Aussehen des Nano.
Unter der Frontklappe befinden sich neben dem Ersatzrad auch die Einfüllstutzen für die Betriebsflüssigkeiten einschließlich des Benzins.
Laut Hersteller ist hier auch noch Platz für einen kleinen Koffer. Weiteren, ebenfalls knapp bemessenen, Stauraum gibt es im Wageninneren hinter der Rückbank.
Viel Platz ist im Inneren des Nano nicht. Billiges Plastik dominiert die bieder wirkende Optik.
Indien war bis 1947 eine britische Kolonie. Daher gilt noch heute Linksverkehr und das Lenkrad des Nano befindet sich rechts.
Der Tacho ist in der Mittelkonsole untergebracht. Daneben befinden sich dort nur noch ...
Luftauslässe, die Lüfterregelungen und der Einschub für ein Autoradio (nicht serienmäßig).
Im Innenraum ist an vielen Stellen die billige aber zweckmäßige ...
Verarbeitung des Nano unübersehbar. Neben dem Fahrer finden dort noch drei weitere Mitfahrer Platz.
Bei einer geplanten Produktionszahl von rund einer Millionen Autos pro Jahr könnten die Transportprobleme in Indien damit bald gelöst sein.
New York Auto Show: Krise war gestern - ...
... heute ist schon wieder ...
... Luxus angesagt. Immerhin:
... Bio-Luxus aus Großbritannien. Bentley zeigt den Continental Supersports auf der Auto Show. Er schluckt herkömmlichen Sprit und Biokraftstoff (E85)
Es ist der schnellste je gebaute Bentley mit Spitzenwerten von 329 km/h, 3,9 Sekunden von 0 auf 100 und fast unglaublichen 630 PS.
Der neue, hecklastige Allradantrieb und ein besser abgestimmtes ESP sollen die Fahreigenschaften, vor allem in Extremsituationen, erheblich verbessern.
Für Extremsituation eher weniger geeignet ist dieses Gefährt. Das ist das Ergebnis einer Kooperation von General Motors und Segway: Ein elektrisch angetriebener Zweisitzer für den Stadtverkehr.
Bislang war Segway mit dem Elektroroller für eine Person auf dem Vormarsch, ...
... nun starten die beiden Hersteller ein gemeinsames Projekt und entwickeln die Zweipersonenvariante mit Sitz.
Seine mit Spannung erwartete Weltpremiere feierte das Fahrzeug auf der Auto Show in New York. Das Gefährt ist nicht einmal halb so groß wie ein Smart ...
... und fährt mit einer Lithium-Ionen-Batterie sowie je einem Elektromotor pro Rad.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp 60 km/h, die Reichweite beträgt 56 Kilometer. Ob und in welcher Form das Fahrzeug in Serie geht, ließen GM und Segway aber noch offen.
Nach den vergangenen US-Automessen, die im Zeichen der Autokrise nur wenige Highlights zu bieten hatten, ...
... soll in New York wieder deutlich positivere Stimmung in der Autobranche verbreitet werden.
Aus allen Lagen nahmen die ersten Besucher die Neuheiten unter die Lupe.
Gespanntes Warten etwa auf die Neuverstellung von Honda, ...
... mit der vielversprechenden Front.
Es ist das Honda Acura ZDX Sport Coupe, ...
... das die Japaner im Herbst in Serie schicken wollen.
Der ZDX wird von einem V6-Benziner angetrieben, der mit einer neuen Sechsgangautomatik kombiniert ist.
Ein Export nach Europa ist laut Honda aber unwahrscheinlich.
Mercedes wartet zum einen mit seinem Smart fortwo Cabriolet auf, ...
... aber noch mehr Interesse zieht die M-Klasse auf sich - und zwar in der sparsamen Variante.
Es ist die Hybrid-Variante des Geländewagens ML 450. Angetrieben wird der äußerlich unveränderte Allradler von einem V6-Motor mit 3,5 Litern Hubraum und 205 kW/279 PS, ...
... sowie zwei Elektromotoren mit 62 kW/84 PS und 60 kW/82 PS. Diese können den Wagen auf Kurzstrecken alleine bewegen ...
... und unterstützen den Benziner beim Beschleunigen. Allerdings wird es das gute Stück vorerst nur in Amerika geben.
Auch BMW rüstet in der SUV-Oberklasse auf und erweitert das Modellangebot der M GmbH.
Die werkseigene Tuning-Sparte wird im Sommer erstmals auch Geländewagen der X-Baureihe aufrüsten, wie auf der Auto Show in New York bereits zu sehen ist.
Die beiden Geländewagen X5 und X6 (im Bild) werden von einem 4,4-Liter-V8 mit Benzindirekteinspritzung und Doppelturbo angetrieben. Er kommt auf 408 kW/555 PS.
Damit beschleunigen beide knapp 2,5 Tonnen schweren Allradler in 4,7 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt.
Auf Wunsch kann die Begrenzung aber auch auf 275 km/h angehoben werden. Den Verbrauch gibt BMW mit je 13,9 Litern an.
Auch in der Hybrid-Variante gibt es den Geländewagen.
Seine Weltpremiere für den US-Markt feiert der neue Golf, der ab Herbst in Amerika zu kaufen sein wird.
Ab dem kommenden Jahr gibt's dort auch die Sportvariante GTI - 210 PS stark, 239 km/h schnell.
In Deutschland ist der Sechser GTI ab Mai bereits zu haben.
Weitere schon bekannte, aber immer beliebte Hingucker sind der Lamborghini Gallardo, genauso wie der ...
... Porsche 911, der in New York auch als Cabrio mit einem verschleißfesteren Verdeck gezeigt wird.
Nur kleine Details wurden am neuen 911er-Modell verändert, ...
... die der Liebhaber aber sicher sofort entdecken wird.
Keine Neuheit, aber immer wieder gern gezeigt ist der quadratisch, praktisch, gute Würfel ...
... von Nissan: der Cube. Maximale Raumausnutzung ohne jegliche Rundungen zeichnen das Fahrzeug aus - ...
... bleibt abzuwarten, ob der Quader auf Rädern bei den Amerikanern auch so gut ankommt wie in Japan.
Toyota-Tochter Scion präsentiert mit dem micro Concept Car iQ einen Mini-Stadflitzer.
Scion ist die Toyota-Trendmarke in den USA, ...
... mit der zielgerichtet jüngeres Publikum angesprochen werden soll und das auch auf das Mini-Car abfahren könnte.
Auch Chrysler und Fiat stehen da nicht nach und zeigen ...
... ihr Parklückenwunder: den Fiat 500. GM dagegen protzt noch einmal mit dem ...
... H2. Wer weiß, wie lange noch.
Der Verkauf des indischen Billigautos Nano hat begonnen: Seit Donnerstag nimmt der Autokonzern Tata Bestellungen für das umgerechnet knapp 1.500 Euro teure Fahrzeug an. Rund zwei Wochen lang werden Orders angenommen, dann werden 100.000 Käufer ausgelost, die das Auto als erstes bekommen sollen. Dabei wird allerdings ein bisschen Geduld nötig sein, denn die Produktion läuft derzeit nur auf Sparflamme - eine Fabrik ist noch im Bau. Tata hofft langfristig, Millionen Inder, die sich bisher kein Auto leisten konnten, als Kunden zu gewinnen.
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Unter den ersten Bestellern war R. Sampathkumar. Der 30-jährige Goldschmied strahlte, als er bei einem Tata-Autohändler im südindischen Coimbatore einen Scheck für die Anzahlung unterschrieb. Für ihn sei der Wagen ein Statussymbol. "Dann kommen automatisch auch die Frauen", sagte Sampathkumar. Der Wagen ohne Airbag oder Antiblockiersystem soll nur 100.000 Rupien (knapp 1.500 Euro) kosten. Geboten wird wenig Komfort: Das 3,10 Meter lange Fahrzeug verfügt nur über einen Scheibenwischer, einen Heckmotor und einen winzigen Kofferraum. Klimaanlage, Radio oder Servolenkung kosten extra.
(AP, N24)
09.04.2009 20:28 Uhr
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