Das Netzwerk von Terroristen ist weltweit verzweigt. Die Mitglieder der "Sauerland"-Zelle sollen der Islamischen Dschihad-Union (IJU) in Usbekistan angehören. Doch wie sehen deren Kontakte aus?
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Die ursprünglich aus Usbekistan stammende Terrorgruppe Islamische Dschihad-Union (IJU) operiert im afghanischen-pakistanischen Grenzgebiet. Sie unterstützt das Terrornetzwerk El Kaida und die radikalislamischen Taliban. Die IJU ist eine Abspaltung der Islamischen Befreiungsfront Usbekistans (IBU), die sich auf die Bekämpfung des usbekischen Staates konzentriert. Die 2002 gegründete IJU dagegen fordert die Ausweitung des "Heiligen Krieges" (Dschihad) auch gegen den Westen.
Die IJU verübte im Jahr 2004 Anschläge in Usbekistan und erklärte 2007 Afghanistan zu ihrem Hauptkampfgebiet. Der IJU gehören nach Schätzung von Experten zwischen 100 und 200 Kämpfer an - sie ist damit relativ klein. Der Anführer der IJU, Najmiddin Jalolov, wurde im Herbst 2009 in den Bergen Waziristans beim Angriff einer unbemannten US-Drohne getötet.
Kein Zweifel an Existenz der IJU nach "Sauerland"-Prozess
An der Existenz der IJU hatten Sicherheitsbehörden lange gezweifelt. Sie wurde als Inszenierung des usbekischen Geheimdienstes oder als Internet-Erfindung bezeichnet. Der baden-württembergische Verfassungsschutz nahm seine Bedenken im Verlauf des Prozesses gegen die "Sauerland"-Gruppe zurück. Die Angeklagten hatten vor Gericht minutiös über ihre Terrorausbildung bei der IJU berichtet und gestanden, im Auftrag der Terrorvereinigung Bombenanschläge in Deutschland geplant zu haben.