Mexiko-Reise: Veranstalter verlängern Umbuchungsfrist

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Mexiko-Touristen mit Mundschutz: Reiseveranstalter TUI und Thomas Cook haben wegen der Schweinegrippe Reisen nach Mexiko-Stadt vorerst gestoppt. (Bild: dpa)

Führende deutsche Reiseveranstalter haben wegen der Schweinegrippe in Mexiko jetzt Rundtouren durch das Land abgesagt. Das Auswärtige Amt rät weiter dringend «von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Mexiko» ab.

Außerdem verlängerten mehrere Anbieter am Mittwoch (29. April) die Fristen für das kostenlose Umbuchen oder Stornieren von Aufenthalten in Mexiko zum Teil bis Ende Mai. Die neuen Regelungen einzelner Anbieter im Überblick:

TUI: Beim Branchenprimus können Mexiko-Reisende seit Mittwoch auf ein anderes Ziel umschwenken oder ihren Urlaub ganz absagen, wenn ihre Anreise bis zum 31. Mai erfolgen soll. Davor war der 4. Mai der Stichtag. Die Regelung gilt für die Marken TUI Deutschland, 1-2-Fly, Airtours, Berge & Meer, Gebeco und L'tur. Bislang halte die Mehrheit der Gäste aber an bestehenden Mexiko-Buchungen fest, teilte das Unternehmen in Hannover mit. Diejenigen, die nicht mehr fliegen wollen, entschieden sich stärker für Umbuchungen als für Stornos.

THOMAS COOK: Bei den Marken Neckermann, Thomas Cook Reisen und Bucher Last Minute sind jetzt Mexiko-Umbuchungen von Reisen mit Antrittsdatum bis zum 7. Mai möglich. Die Frist wurde damit um drei Tage verlängert, Stornos sind dagegen weiter nicht möglich. Nach der Schließung der mexikanischen Nationalparks hat der Konzern aus Oberursel (Hessen) außerdem alle seine Rundreisen durch das Land «bis auf Weiteres» abgesagt.

DERTOUR, MEIER'S WELTREISEN, ITS, JAHN REISEN: Bei den vier Marken der Rewe-Touristik wird jetzt differenziert zwischen Badeaufenthalten auf der Halbinsel Yucatán einerseits sowie Rundreisen andererseits. Yucatán-Urlauber können von Abflügen bis zum 7. Mai kostenlos zurücktreten oder sich umbuchen lassen. Die Rundreisen würden bis zum 15. Mai komplett abgesagt - davon sind bei Dertour und Meier's sechs Reisegruppen betroffen. Rundreisegäste mit Abflügen zwischen dem 16. und 31. Mai können gebührenfrei umbuchen oder stornieren, wie die Unternehmen in Frankfurt/Main und Köln am Mittwoch mitteilten. In Mexiko-Stadt werden vorläufig keine Aufenthalte mehr angeboten.

FTI: Der Anbieter aus München hat seine Mexiko-Rundreisen bis zum 31. Mai abgesagt. Badeurlaub in Yucatán ist jetzt bei Abflügen bis zum 10. Mai umbuchbar oder stornierbar. Das ist eine Verlängerung der Frist um sechs Tage. Bei allen Reisen, bei denen ein Aufenthalt in Mexiko-Stadt geplant war, können Gäste umbuchen oder zurücktreten, wenn ihre Anreise im Zeitraum bis zum 31. Mai geplant ist.

ALLTOURS: Hier blieb am Mittwoch die Umbuchungsfrist bis zum 10. Mai bestehen. Stornos ermöglicht der Anbieter aus Duisburg nicht.

Auch Mexiko-Reisende, die nicht über Veranstalter gebucht haben, können sich umbuchen lassen, berichtet der Branchendienst «fvw.de» aus Hamburg. Für Lufthansa-Kunden gelte dies bis zum 6. Mai, bei der Condor und bei der zur Air Berlin gehörenden LTU bis zum 7. Mai.

Wegen der Schweinegrippe laufen derzeit mehrere Kreuzfahrtanbieter aus den USA keine mexikanischen Häfen mehr an. Die Reedereien Royal Caribbean International (RCI), Carnival und NCL haben nach eigenen Angaben Schiffe umgeroutet, die Städte wie Cozumel, Progreso und Cabo San Lucas besuchen sollten. Sie steuern stattdessen jetzt Ziele wie Key West in Florida, die Bahamas, die Cayman-Inseln oder im Pazifik die US-Westküste an. Einige verbringen auch zusätzliche Tage auf See.

Bei RCI sind unter anderem die «Freedom of the Seas» und die «Liberty of the Seas» betroffen, zwei der größten Kreuzfahrtschiffe weltweit mit Platz für jeweils bis zu 4375 Urlauber. Für die meisten europäischen Reedereien ist die Karibiksaison mit Mexiko-Aufenthalten dagegen schon beendet. Aida Cruises in Rostock zum Beispiel hatte nach Angaben von Firmensprecher Hansjörg Kunze im Winter zwei Schiffe in der Karibik, die aber bereits nach Europa zurückgekehrt sind.

(DPA)

30.04.2009 11:38 Uhr

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