Filmreifer Ausbruch

Sektenguru mit Hubschrauber befreit

Auf der französischen Insel La Réunion ist einem Sektenführer ein spektakulärer Gefängnisausbruch gelungen. Anhänger des wegen Kindesmissbrauchs Inhaftierten hatten ihn mit einem Heli "abgeholt".

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Mit diesem Hubschrauber entkam Juliano Verbard. Anhänger seiner Sekte hatten vorgegeben, einen Touristenflug zu machen.

Filmreifer Gefängnisausbruch eines französischen Sektengurus: Der wegen Kindesmissbrauchs verurteilte Juliano Verbard und zwei Komplizen entkamen mit einem Hubschrauber aus einer Haftanstalt in Saint-Denis auf der Insel La Réunion. Der von Anhängern gekaperte Hubschrauber landete am Vormittag im Innenhof des Gefängnisses, wie die Präfektur mitteilte. Nachdem der Sektenführer an Bord war, hob der Helikopter wieder ab und flog davon.

Verbard gründete vor sieben Jahren die Sekte Coeur douloureux et immaculé de Marie (Schmerzhaftes und unbeflecktes Herz Maria). Er war im Februar 2008 wegen Missbrauchs von zwei Kindern verurteilt worden. Mehrere hundert Sektenmitglieder glauben, die Jungfrau Marie spreche jeden Monat mit Verbard.

Anhänger der Sekte hatten den Hubschrauber für einen vermeintlichen Touristenflug gechartert. Nach Präfekturangaben zwangen sie den Piloten mit vorgehaltenen Waffen, das Gefängnis anzufliegen. Mit den Flüchtigen an Bord landete er wenige Kilometer außerhalb des Gefängnisses, wo die Befreiten in einen bereitstehendes Fluchtauto stiegen und in Richtung Saint-Denis entkamen.

(AP, N24)

27.04.2009 13:12 Uhr

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