Serienmäßig? Langweilig!
Tuning World eröffnet
Getreu dem Motto "serienmäßig ist langweilig" pilgern Tuning-Fans an den Bodensee um heiße Karren und die neue "Miss Tuning" zu bestaunen.
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Video: Serienmäßig? Langweilig! - Tuning World am Bodensee eröffnet
Schon letztes Jahr gab's auf der Tuning World eine Menge zu sehen - zum Beispiel die amtierende "Misses Germany", Jessica Seiffert auf einem Toyota Celica T23 S (Bild vom 04.05.2008).
Das Mekka für Tuning- und Motorsportfans? Die Essen Motor Show! Rund 500 Aussteller aus 19 Ländern zeigen ihre Modelle. In den Hallen werden historische und moderne Autos von der Luxuskarosse ...
... bis zum Sportwagen gezeigt.
Dazu bieten die Händler alles von der chromblitzenden Stoßstange bis zum leistungssteigernden Motorchip.
Aus der Reihe fallen auf der Motormesse Sportwagen vom Typ eines Tesla Roadster am Stand des Tuners Brabus.
Das kalifornische Wechselstromauto bezieht seine Energie aus 6.831 wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Akkus, die für eine Strecke von 400 Kilometer reichen sollen.
Der Tesla beschleunigt mit Hilfe eines 248 PS starken Elektromotors in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 220 km/h. Da können Objekte im Rückspiegel schon mal größer erscheinen, als sie wirklich sind.
Die Edel-Tuningschmiede Brabus "überarbeitete" den Tesla Roadster ...
... und machte ihn so zum ersten getunten Elektroauto.
Eher zum Mitnehmen sind dagegen wohl diese Sondermodelle der Tuningschmieden. Zielgruppe dürften die ...
... Autofahrer von Morgen sein.
Auf der Essen Motor Show gibt es neben gepimpten Autos auch getunte Motorräder zu sehen, wie das Zweirad des nordhessischen Motorradbauers Fred Kodlin.
Die Zweiräder können dann auch schon einmal vierrädrig daherkommen, wie das Motorrad der Marke Sbarro Pendolauto des Schweizer Designers Franco Sbarro.
Sbarro zeichnet auch für das Modell Aero verantwortlich.
Etwas größer ist dagegen das Bike von Gregory Dunham. "Big Dream" steht als größtes fahrbares Motorrad im "Guinness Buch der Rekorde". Es ist 6,20 Meter lang und wird von einem 8,2-Liter-Motor mit 500 PS angetrieben.
Dieses Bike stammt dagegen wieder aus Nordhessen, genauer aus dem Haus Fred Kodlin. Das Model, ...
... mit Namen Marina, gehört nicht zur Ausstattung.
Frauen sind auf der Essen Motor Show ein genauso beliebtes Fotoobjekt wie die getunten Maschinen auf zwei und vier Rädern. Hier posiert Model Xenia zwischen mehreren Bugatti-Modellen.
Auch am Stand der Firma ATS locken nicht nur ...
... getunte Teile.
Die Felge im Bild gehört übrigens zu einem Fiat 500 Abarth.
Hier wiederum ist die Felge an einem Modell der Firma Irmscher zu sehen.
Model Marina fährt im mit 48,26 Zentimeter flachsten Auto, das für den Strassenverkehr zugelassen ist.
All das soll in diesem Jahr mehr als 400.000 Besucher auf die Essen Motor Show locken.
New York Auto Show: Krise war gestern - ...
... heute ist schon wieder ...
... Luxus angesagt. Immerhin:
... Bio-Luxus aus Großbritannien. Bentley zeigt den Continental Supersports auf der Auto Show. Er schluckt herkömmlichen Sprit und Biokraftstoff (E85)
Es ist der schnellste je gebaute Bentley mit Spitzenwerten von 329 km/h, 3,9 Sekunden von 0 auf 100 und fast unglaublichen 630 PS.
Der neue, hecklastige Allradantrieb und ein besser abgestimmtes ESP sollen die Fahreigenschaften, vor allem in Extremsituationen, erheblich verbessern.
Für Extremsituation eher weniger geeignet ist dieses Gefährt. Das ist das Ergebnis einer Kooperation von General Motors und Segway: Ein elektrisch angetriebener Zweisitzer für den Stadtverkehr.
Bislang war Segway mit dem Elektroroller für eine Person auf dem Vormarsch, ...
... nun starten die beiden Hersteller ein gemeinsames Projekt und entwickeln die Zweipersonenvariante mit Sitz.
Seine mit Spannung erwartete Weltpremiere feierte das Fahrzeug auf der Auto Show in New York. Das Gefährt ist nicht einmal halb so groß wie ein Smart ...
... und fährt mit einer Lithium-Ionen-Batterie sowie je einem Elektromotor pro Rad.
Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei knapp 60 km/h, die Reichweite beträgt 56 Kilometer. Ob und in welcher Form das Fahrzeug in Serie geht, ließen GM und Segway aber noch offen.
Nach den vergangenen US-Automessen, die im Zeichen der Autokrise nur wenige Highlights zu bieten hatten, ...
... soll in New York wieder deutlich positivere Stimmung in der Autobranche verbreitet werden.
Aus allen Lagen nahmen die ersten Besucher die Neuheiten unter die Lupe.
Gespanntes Warten etwa auf die Neuverstellung von Honda, ...
... mit der vielversprechenden Front.
Es ist das Honda Acura ZDX Sport Coupe, ...
... das die Japaner im Herbst in Serie schicken wollen.
Der ZDX wird von einem V6-Benziner angetrieben, der mit einer neuen Sechsgangautomatik kombiniert ist.
Ein Export nach Europa ist laut Honda aber unwahrscheinlich.
Mercedes wartet zum einen mit seinem Smart fortwo Cabriolet auf, ...
... aber noch mehr Interesse zieht die M-Klasse auf sich - und zwar in der sparsamen Variante.
Es ist die Hybrid-Variante des Geländewagens ML 450. Angetrieben wird der äußerlich unveränderte Allradler von einem V6-Motor mit 3,5 Litern Hubraum und 205 kW/279 PS, ...
... sowie zwei Elektromotoren mit 62 kW/84 PS und 60 kW/82 PS. Diese können den Wagen auf Kurzstrecken alleine bewegen ...
... und unterstützen den Benziner beim Beschleunigen. Allerdings wird es das gute Stück vorerst nur in Amerika geben.
Auch BMW rüstet in der SUV-Oberklasse auf und erweitert das Modellangebot der M GmbH.
Die werkseigene Tuning-Sparte wird im Sommer erstmals auch Geländewagen der X-Baureihe aufrüsten, wie auf der Auto Show in New York bereits zu sehen ist.
Die beiden Geländewagen X5 und X6 (im Bild) werden von einem 4,4-Liter-V8 mit Benzindirekteinspritzung und Doppelturbo angetrieben. Er kommt auf 408 kW/555 PS.
Damit beschleunigen beide knapp 2,5 Tonnen schweren Allradler in 4,7 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 250 km/h begrenzt.
Auf Wunsch kann die Begrenzung aber auch auf 275 km/h angehoben werden. Den Verbrauch gibt BMW mit je 13,9 Litern an.
Auch in der Hybrid-Variante gibt es den Geländewagen.
Seine Weltpremiere für den US-Markt feiert der neue Golf, der ab Herbst in Amerika zu kaufen sein wird.
Ab dem kommenden Jahr gibt's dort auch die Sportvariante GTI - 210 PS stark, 239 km/h schnell.
In Deutschland ist der Sechser GTI ab Mai bereits zu haben.
Weitere schon bekannte, aber immer beliebte Hingucker sind der Lamborghini Gallardo, genauso wie der ...
... Porsche 911, der in New York auch als Cabrio mit einem verschleißfesteren Verdeck gezeigt wird.
Nur kleine Details wurden am neuen 911er-Modell verändert, ...
... die der Liebhaber aber sicher sofort entdecken wird.
Keine Neuheit, aber immer wieder gern gezeigt ist der quadratisch, praktisch, gute Würfel ...
... von Nissan: der Cube. Maximale Raumausnutzung ohne jegliche Rundungen zeichnen das Fahrzeug aus - ...
... bleibt abzuwarten, ob der Quader auf Rädern bei den Amerikanern auch so gut ankommt wie in Japan.
Toyota-Tochter Scion präsentiert mit dem micro Concept Car iQ einen Mini-Stadflitzer.
Scion ist die Toyota-Trendmarke in den USA, ...
... mit der zielgerichtet jüngeres Publikum angesprochen werden soll und das auch auf das Mini-Car abfahren könnte.
Auch Chrysler und Fiat stehen da nicht nach und zeigen ...
... ihr Parklückenwunder: den Fiat 500. GM dagegen protzt noch einmal mit dem ...
... H2. Wer weiß, wie lange noch.
Ihr Motto heißt: Serienmäßig ist langweilig. Rund 100.000 Fans heißer Autos werden zur Messe Tuning World Bodensee erwartet, die am Donnerstag in Friedrichshafen am Bodensee startete. 220 internationale Tuning-Unternehmen zeigen den meist männlichen Autonarren, was man aus einem serienmäßigen Fahrzeug alles machen kann. Mehr als 1000 veredelte oder aufgemotzte Autos werden auf dem Messegelände bis zum 3. Mai gezeigt. Weil sich auch auf den Straßen rund um Friedrichshafen allerlei tiefergelegte Spaßmobile tummeln, hat die Polizei ein wachsames Auge und kontrolliert nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch die Legalität von Umbaumaßnahmen.
Die Tuning-Branche, die Friedrichshafen nach Angaben der Messe zu ihrer europäischen Leitmesse erkoren hat, ist in Deutschland ein prosperierender Wirtschaftszweig mit großen Exporterfolgen. Tuner wie Brabus oder Abt sind in der ganzen Welt bekannt. Allerdings trübt die Wirtschaftskrise auch hier die Stimmung. Der Verband Deutscher Automobil Tuner (VDAT) rechnet in diesem Jahr mit einem Erlösrückgang von 10 bis 15 Prozent auf 3,8 bis 4 Milliarden Euro. Im Vorjahr waren es noch 4,6 Milliarden, die die rund 1000 deutschen Tuner weltweit umsetzten, davon allein 2,7 Milliarden Euro im Export. Trend der diesjährigen Messe sind unter anderen Tagfahrlichter und das Eco-Tuning, bei dem der Benzinverbrauch reduziert wird.
Am Bodensee ist bis Sonntag aber auch Party angesagt. Allein 154 Szeneclubs haben ihr Kommen zugesagt und präsentieren sich teilweise auf eigenen Ständen. Driftshows beleben das Programm ebenso wie die beliebte Wahl der Miss Tuning. Aus den USA hat sich mit Eddie Paul ein Star der Tuningszene angemeldet. Paul schuf Kultautos für Filme wie "E.T." oder "The Fast and the Furios". Abends übertönt auf den Messepartys laute Musik den Sound getunter Motoren.
(dpa, N24)
30.04.2009 12:15 Uhr
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