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2008 im Irak drastisch weniger Terrorattacken

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Auch weniger Gewalt ist noch zu viel: Schauplatz eines Selbstmordanschlags in Bagdad (Archiv).

Die Zahl der Terroranschläge im Irak ist 2008 drastisch zurückgegangen und damit entsprechend auch die der Attacken weltweit.

Wie aus einem am Donnerstag in Washington veröffentlichten Jahresbericht der Regierung hervorgeht, gab es im vergangenen Jahr im Irak 3258 Anschläge, fast 3000 weniger als 2007 mit noch 6210. Zurückgeführt wird dies auf eine wachsende Stabilisierung der Lage dank einer verstärkten US-Truppenpräsenz und zunehmend einsatzfähiger irakischer Sicherheitskräfte.

Insgesamt ging dem Report zufolge die Zahl der Attacken weltweit von 14 506 im Jahr 2007 auf 11 770 zurück. 15 765 Menschen kamen durch Terroranschläge ums Leben, fast 6 800 oder 30 Prozent weniger als im Vorjahr.

In dem Bericht des US-Außenministeriums wird darauf verwiesen, dass die USA und andere Staaten ihre Zusammenarbeit und den Informationsaustausch bei der Terrorabwehr verstärkt hätten. Das gelte besonders für Bemühungen, den Terroristen den Geldhahn abzudrehen.

«Dank der Kooperation mit Verbündeten und Partnern in aller Welt haben wir ein weniger gefälliges Umfeld für Terroroperationen geschaffen, haben Terroristen zum Ortswechsel oder in Verstecke gezwungen und ihre Fähigkeit zum Planen und Ausführen von Attacken beeinträchtigt», heißt es in dem Report.

Zum Terrornetz El Kaida stellt das Ministerium fest, es habe international an Boden verloren und im Irak Abwanderungen und Verluste an finanzieller Unterstützung hinnehmen müssen. Verwiesen wird dabei auf sunnitische Stammesführer, die mit den amerikanischen und irakischen Kräften gegen die Terrororganisation gearbeitet hätten. «Die Bedrohung der El Kaida im Irak hat sich weiter verringert», heißt es in dem Bericht.

Zugleich warnt das Ministerium jedoch, dass die Organisation die größte Terrorbedrohung für die USA und andere Länder bleibe. Sie habe unregierbare Regionen in Pakistan an der afghanischen Grenze zum «Auftanken» genutzt. Von dort aus würden Anschläge geplant und die Aufständischen in Afghanistan unterstützt. In Pakistan selbst habe sich die Zahl der Anschläge durch Taliban-Rebellen und andere Extremisten 2008 im Vergleich zu 2007 nahezu verdoppelt.

(DPA)

30.04.2009 20:59 Uhr

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