Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat im Berliner Martin-Gropius-Bau eine Ausstellung über 60 Jahre Kunst aus der Bundesrepublik eröffnet.
Der Blick zurück könne auch in wirtschaftlich schweren Zeiten wie diesen Hoffnung und Zuversicht spenden, sagte die Kanzlerin zum Start der Schau mit dem Titel «60 Jahre - 60 Werke». Man könne «Kraft schöpfen für die Aufgaben, die jetzt vor uns liegen.» Merkel betonte, wie wichtig die Freiheit von Kunst, Wissenschaft, Forschung und Lehre sei.
Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus Malerei, Skulptur, Fotografie und Installationskunst, die seit 1949 entstanden sind. Für jedes Jahr seit Gründung der Bundesrepublik steht ein Schlüsselwerk. «Eigentlich eine ganz einfache Idee - die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland erzählt in ihren Kunstwerken», sagte der Chefredakteur der «Bild»-Zeitung, Kai Diekmann, in dessen Zeitung die Bilder in einer Serie vorgestellt wurden.
Darunter sind Arbeiten von Georg Baselitz, Joseph Beuys, Ruprecht Geiger, Jörg Immendorff und Gerhard Richter. Der mit Filz überzogene Konzertflügel von Joseph Beuys sei nur durch den Einsatz der Kanzlerin nach Deutschland gekommen, sagte Diekmann. Sie habe den französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy persönlich darum gebeten. Der Flügel steht sonst im Pariser Centre Pompidou. «Es ist ein Stück deutsch-französischer Freundschaft», sagte Merkel.
Vor ihrem Beginn hatte es Kritik an der Ausstellung gegeben, weil keine DDR-Kunst vertreten ist. Die Verantwortlichen sagten dazu, es gehe um Kunst, die frei und im Sinne des Grundgesetzes entstanden sei. Die Ausstellung sei eine «Hommage an die Freiheit der Kunst», sagte der Vorsitzende der Stiftung für Kunst und Kultur, Walter Smerling bei der Eröffnung. Die Schau ist bis zum 14. Juni zu sehen.
(DPA)
01.05.2009 11:05 Uhr








