Illegale Downloads

Frankreich führt Internetsperre ein

Frankreich führt Internetsperren für Raubkopierer ein: Wer häufiger beim illegalen Downloaden auffällt, dem wird der Web-Zugang für maximal ein Jahr gesperrt. Das Abo muss aber weiter bezahlt werden.

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Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Video: llegale Downloads - Frankreich führt Internetsperre ein
Video: Kinderporno-Sperren - Online-Petition gegen Web-Zensur erfolgreich
Fällt Ihnen etwas auf?
Richtig, die Köpfe wurden vertauscht und so sitzt Papa auf dem Arm des Sohnemanns.
Auf der Seite Manbabies.com findet man unzählige solcher Bildmanipulationen.
Und dann gibt es noch die Art von Bildern, ...
... die niemals den Weg aus dem Familienalbum ins Internet hätten finden sollen.
Aufregende Portraits und Familienfotos aus vergangen Jahren, bei Sexypeople-Blog.com findet man die "schönsten“ Fotos.
Suchen Sie noch eine ansprechende Kopfbedeckung für heiße Sommertage?
Dann lassen Sie sich doch von den Meatheads inspirieren.
Mehr Sicherheit auf den Straßen mit dem praktischen Truthahn-Helm.
Echte Fleischmützen, keine haarlosen Männer, sondern echte Kerle und Damen mit einer Kopfbedeckung aus Fleisch. Oder wie in diesem Fall mit Wurst-Rastas, all das finden Sie auf hatsofmeat.com.
Bleiben wir kurz beim Thema Essen und schauen uns an, was das Netz zum Thema Mett bietet.
"Mett It Be" - Sogar britische Klassiker werden kurzerhand neu aufgelegt.
Und auch die Zahnreinigungsindustrie hat sich Gedanken über die fleischverzehrende Kundschaft gemacht.
Da war nach dem Frühstück wohl noch etwas Speck übrig. Warum also nicht eben mal schnell ein AK47 aus Bacon basteln?
Aber kommen wir wieder zurück zur Wurst.
Es gibt Momente, in denen man lieber nicht fotografiert werden sollte. Wenn der Kopf mal wieder etwas blutleer ist zum Beispiel.
Oder wenn man sich aus Versehen im Dunkeln Klamotten aus dem falschen Kleiderschrank anzieht.
Aber auch die Kollegen vom Fernsehen haben es nicht immer leicht!
Fail, das heißt übersetzt soviel wie misslungen, verfehlt oder auch gescheitert.
Ob es eine gute Idee war, dieses Trampolin mit Stacheldraht zu sichern?
Es kommt nicht immer nur auf Sicherheit an. Auch der Style muss stimmen!
Zählen wir noch einmal gemeinsam: Eins, zwei, drei, vier, fünf ... sechs!!??
Sie nannten ihn König Bär – den Dritten.
Auch in unserem Unternehmen wird viel Wert auf Sauberkeit gelegt.
Schon mit dem Rauchen aufgehört? Nein? Hier dürfen Sie noch rauchen, aber bitte nur im Rauchereck!
Wenn ihnen nach all diesen Absurditäten noch nicht schlecht sein sollte, …
… schauen Sie sich doch diesen visualisierten LSD-Trip auf der Webseite einmal genauer an.

Frankreich führt gegen Bedenken des EU-Parlaments Internetsperren für hartnäckige Raubkopierer ein: Die Nationalversammlung in Paris billigte am Dienstag ein von der Opposition hart bekämpftes Gesetz, das die Einführung einer neuen Behörde zur Verfolgung von Internetpiraten vorsieht. 296 Abgeordnete stimmten für, 233 gegen die Initiative, mit der Staatspräsident Nicolas Sarkozy sein Land zum Vorreiter im Kampf gegen das illegale Downloaden von Musik und Filmen machen will.

Vor Inkrafttreten des Gesetzes muss am Mittwoch noch der Senat zustimmen, was wegen der deutlichen Mehrheit von Sarkozys konservativer Partei UMP aber als Formsache gilt. In einer ersten Abstimmung vor einem Monat war der Text überraschend durchgefallen, weil der Großteil der UMP-Abgeordneten schon im Parlamentsurlaub war.

Angriff auf die Bürgerrechte

Die oppositionellen Sozialisten, Verbraucherschützer und das EU-Parlament sehen in dem Gesetz "zur Verbreitung und zum Schutz kreativer Inhalte im Internet" einen Angriff auf die Bürgerfreiheit. Die Musikindustrie erhofft sich dagegen einen wirksamen Schutz vor der Verletzung der Urheberrechte.

Mit dem Gesetz wird Frankreich zum ersten Land, das eine eigene Behörde ("Hadopi" für Haute Autorité pour la Diffusion des Oeuvres et la Protection des Droits sur Internet) einführt. Sie soll Hinweisen der Industrie auf illegale Downloads nachgehen. Erhärten sich die Verdächtigungen gegenüber Internetpiraten, warnt die Behörde die Betroffenen zunächst mit zwei E-Mails, dann per Einschreiben. Wer dann weiter illegal Musik oder Filme herunterlädt, verliert den Zugang zum Internet für zwei Monate bis zu einem Jahr.

Provider sitzen mit im Boot

Im Vermittlungsausschuss war das Gesetz noch verschärft worden: Nun müssen die Internetpiraten während der Zeit ihrer Netzsperre ihr Abonnement weiter bezahlen. Die Provider werden mit in die Verantwortung genommen: Sie müssen sicherstellen, dass der User bei keinem anderen Internetanbieter einen Zugang erhält.

Viele Sozialisten, aber auch einige Abgeordnete der Partei UMP von Staatspräsident Nicolas Sarkozy halten die Initiative für gefährlich. Nach ihrer Ansicht darf in der modernen Kommunikationsgesellschaft niemand vom Netz ausgesperrt werden. Umstritten ist zudem, dass private Fahnder der Industrie Zugang zu den individuellen Nutzerdaten der Verdächtigen erhalten sollen. Das EU-Parlament forderte vergangene Woche das Verbot derartiger Maßnahmen. Internetsperren dürften nicht ohne einen Gerichtsbeschluss verhängt werden. Paris will sich aber über die Bedenken hinwegsetzen.

Kulturministerin Christine Albanel verteidigte den Gesetzentwurf. Es gehe nicht um die Einschränkung der Freiheit, sondern um die erzieherische Wirkung. Nur Raubkopierer mit "extremer Ausdauer" riskierten eine befristete Internetsperre.

(Tobias Schmidt, AP/N24)

13.05.2009 06:37 Uhr

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