Studio Friedman
Michel Friedman
Jeden Donnerstagabend diskutiert er in "Studio Friedman" meinungsstark und polarisierend mit Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Ausreden haben keine Chance!
Michel Friedman wurde am 25. Februar 1956 als Sohn einer polnisch-jüdischen Familie in Paris geboren. Seine Eltern haben den Holocaust überlebt - ein Thema, das Friedman zeitlebens prägt. 1965 siedelt die Familie nach Frankfurt am Main über. Nach dem Abitur (1974) studiert Michel Friedman zunächst Medizin, später Rechtswissenschaften. 1988 lässt er sich in Frankfurt als Rechtsanwalt nieder und wird Partner in einer internationalen Kanzlei, die sich auf Wirtschafts- und Medienrecht spezialisiert hat. 1994 promoviert er an der Universität Mainz zum Dr. jur.
Parallel zu seiner beruflichen Karriere engagagiert sich der Anwalt für gesellschaftliche, kulturelle und vor allem politische Belange. 1983 tritt Friedman in die CDU ein, zwei Jahre später wird er Stadtverordneter in Frankfurt. Ab 1995 ist er im Bundesvorstand der CDU.
Zum Jahreswechsel 1999/2000 wird Friedman erst zum Präsidiumsmitglied des Zentralrats der Juden in Deutschland und kurze Zeit später zum Vizepräsidenten gewählt. Im November 2001 beruft ihn schließlich die Vollversammlung des European Jewish Congress zum Präsidenten (ab 2003) - als zweiten Deutschen überhaupt.
Am 8. Juli 2003 gibt Michel Friedman eine öffentliche Erklärung ab: Er tritt von allen Ämtern zurück. Zuvor hat er einen Strafbefehl wegen Kokainbesitzes in Höhe von 17.400 Euro erhalten. Er habe "einen Fehler gemacht" und bittet die Öffentlichkeit um eine "2. Chance". Gleichzeitig gibt er seinen Moderatorenposten bei der ARD auf. Seine eigene Talkshow "Friedman" lief bis dahin erfolgreiche zweieinhalb Jahre; davor hatte er bereits beim Hessischen Rundfunk vor der Kamera gestanden ("Vorsicht! Friedman", ab Oktober 1998).
Sein Comeback als TV-Moderator hat der überzeugte Journalist zunächst beim Abo-Sender 13th Street auf Premiere mit "Im Zweifel für...Friedmans Talk". Seit Oktober 2004 moderiert er beim Nachrichtensender N24 wieder eine eigene Talkshow im Free-TV: "Studio Friedman". Zudem fungiert er als Kommentator aktueller politischer Themen.
2001 erhält der TV-Talker den deutschen Fernsehpreis für "Friedman" als "beste Informationssendung". Im gleichen Jahr wird er mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. 2004 heiratet Friedman seine Lebensgefährtin, die Fernsehmoderatorin Bärbel Schäfer, mit der er zwei Söhne hat.
Der Jurist und Journalist Michel Friedman ist derzeit Aufsichtsrat der Wall AG und Herausgeber der Reihe "Politisches Buch" im Berliner Aufbau-Verlag. Ende Mai 2005 veröffentlicht er seinen ersten Roman: "Kaddisch im Morgengrauen".
Hier gelangen Sie zu den Videos aus der Sendung "Studio Friedman".
(N24)
08.10.2009 15:54 Uhr




