Mongolei

Opposition gewinnt Präsidentschaftswahl

Machtwechsel in der Mongolei: Oppositionskandidat Tsakhilganiin Elbegdorj hat sich zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Der Kandidat der demokratischne Partei feierte den Triumph mit seinen Fans.

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Siegesfeier in Ulan Bator: Anhänger jubeln Tsakhiagiin Elbegdorj zu.

Bei der Präsidentschaftswahl in der Mongolei hat der frühere Ministerpräsident und Oppositionskandidat Tsakhiagiin Elbegdorj einen Sieg errungen. Amtsinhaber Nambaryn Enkhbayar räumte am Montag seine Niederlage ein, wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Elbegdorj hatte im Wahlkampf versprochen, die Lücke zwischen Arm und Reich in dem zentralasiatischen Staat zwischen China und Russland zu verringern.

Amtsinhaber räumt Niederlage ein

Noch vor der amtlichen Bekanntgabe der Wahlergebnisse vom Sonntag verkündete das mongolische Staatsfernsehen den Sieg des 46-jährigen Elbegdorj von der Demokratischen Partei. Nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Bürger für Gerechtigkeit vereinigte der frühere Journalist und zweimalige Ministerpräsident des Landes 53,7 Prozent der Stimmen auf sich.

Amtsinhaber Enkhbayar von der postkommunistischen Revolutionären Volkspartei (MRVP) räumte ein, dass sein Herausforderer einen "knappen Sieg" errungen habe, wie Xinhua berichtete. Elbegdorj selbst hielt sich zunächst zurück. "Das Volk verkündet den Sieger", sagte er. Auf den Straßen der mongolischen Hauptstadt Ulan Bator feierten seine Anhänger.

Kein großer Unterschied

Der Wahlkampf war von Wirtschaftsfragen dominiert worden. Obwohl sich Elbegdorj dabei für mehr Gerechtigkeit zwischen Arm und Reich stark gemacht hatte, verbinden zahlreiche Mongolen mit seinem Sieg keine Hoffnung. Für sie unterschieden sich die Programme der Demokratischen Partei und der MRVP nicht deutlich genug. Beide Parteien sind im Parlament Verbündete und verfolgen nahezu dieselbe Politik. In der Mongolei lebt jeder dritte Einwohner unter der Armutsgrenze.

Nachdem die Parlamentswahlen im vergangenen Sommer von Betrugsvorwürfen und heftigen Ausschreitungen überschattet worden waren, fand der Urnengang am Sonntag unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen statt. Um Wahlbetrug vorzubeugen, erhielten die Wahlberechtigten der noch jungen Demokratie in Zentralasien erstmals Wahlberechtigungsscheie und mussten bei der Stimmabgabe ihren Ausweis vorzeigen. Zudem waren internationale Beobachter in den Wahllokalen im Einsatz. Einer Umfrage zufolge rechnete die Mehrheit der insgesamt 2,7 Millionen Mongolen mit Manipulationen.

(AFP, N24)

25.05.2009 16:09 Uhr

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