Der Hoffnungsträger, das neue Smartphone Palm Pre, soll es richten: Mit einem direkten Zugang zu Apples iTunes Store kann es als erster Fremdanbieter auf Musik- und Filmtitel zugreifen.
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Palms neues Smartphone Palm Pre soll sich als erstes Gerät eines Konkurrenzherstellers mit Musik und Videos aus Apples iTunes Store versorgen können. Angeschlossen an einen PC oder Mac verbinde sich das Gerät über eine Software direkt in den iTunes Store und könne dort auf nicht geschützte Musik- und Filmtitel zugreifen, kündigte das Unternehmen an.
Das Palm Pre ist der große Hoffnungsträger des einstigen Taschen-PC- und Smartphone-Pioniers Palm. Das Gerät, das bereits mit vielen Vorschuss-Lorbeeren und Auszeichnungen bedacht wurde und als ernsthafter Herausforderer für Apples iPhone gilt, soll am 6. Juni auf den Markt kommen, vorerst nur in den USA. Branchenbeobachter erwarten allerdings, dass Apple wenige Tage später mit einem neuen iPhone-Modell nachlegen wird. Für den Anschluss an Apples Online-Plattform muss der Palm Pre den Angaben zufolge über eine USB-Schnittstelle mit einem Mac oder PC verbunden werden.
Kein Vertrag mit Apple?
Die Software "Palm Media Sync" sorge dann für den direkten Zugriff. Fraglich ist allerdings, ob Palm die Funktion in Kooperation mit dem Konkurrenten Apple entwickelt hat. Für den sonst nur Apples iPods und iPhones vorbehaltenden Zugang dürfte Palm einen Trick anwenden, vermuten Branchenexperten.
Palm Pre simuliert Einwahlnummer
Jeder iPod übermittelt bei der Einwahl eine spezifische Erkennungs-Nummer, über die er als bestimmtes Hardware-Modell erkannt werden kann. Der Palm Pre simuliere vermutlich bei der Verbindung eine solche Nummer und gebe sich als iPod aus, schreibt der norwegische Software-Spezialist Jon Lech Johansen in seinem Blog. Auf absehbare Zeit werde Apple den Palm Pre auf die Schliche kommen und sie mit einem Update der iTunes-Software wieder aussperren.