Vertrag unterschriftsreif
Ballack hängt ein Jahr bei Chelsea dran
Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack bleibt ein weiteres Jahr beim FC Chelsea. Der Mittelfeldlenker bestätigt auch, dass bei den Londonern wohl bald Carlo Ancelotti auf der Bank sitzen wird.
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Michael Ballack hat gerade mit dem FC Chelsea den FA-Cup geholt.
Da ist es wieder, das alte Trauma des Michael Ballack. Der Kapitän der deutschen Nationalelf wird den Ruf des "ewigen Zweiten" einfach nicht los. Im Halbfinal-Rückspiel der Champions League fügte der Chelsea-Star ...
... der traurigen Geschichte ein weiteres Kapitel an. Seinem Team wurden mehrere glasklare Elfmeter nicht gegeben. Und in der Nachspielzeit erkannte Schiedsrichter Tom Henning Övrebö ein Handspiel nach einem Schuss Ballacks nicht. Ballack ...
... tickte komplett aus. Kurz wirkte es so, als wolle er dem Norweger an die Gurgel gehen. Er konnte sich gerade noch so kontrollieren. Für die Proteste gab's aber dennoch Gelb. Sieger des Abends war der FC Barcelona. Und es war ausgerechnet wieder ...
... ein Spanier, der Ballacks Finalträume zunichte machte. Andres Iniesta schoss die in Unterzahl spielenden Katalanen ins Endspiel. War da nicht was?
Genau! Auch bei der EM 2008 in Wien begruben die Spanier die Titelträume des Capitano. Deutschland unterlag Spanien im Finale mit 0:1.
Nur ein paar Wochen war es damals her, dass er mit dem FC Chelsea das Champions-League-Finale 2008 gegen Manchester United verlor.
Mehr als die Teilnehmermedaille konnte er nicht mit nach Hause nehmen - Ballack war tief enttäuscht.
Es war schon ein ManU-Trauma, das er mit Chelsea in der damaligen Saison erlebte. Auch die Meisterschaft 2008 in der englischen Premier League verpasste Chelsea knapp. Den Titel feierte Manchester.
Verlorenes Champions-League-Finale: Das kam Michael Ballack (hier mit Trainer Klaus Toppmöller) schon bekannt vor. Bereits 2002 war er mit Bayer Leverkusen nur zweiter Sieger im Endspiel gegen Real Madrid.
Auch damals musste er bedröppelt aus dem Stadion schleichen.
Das WM-Turnier 2002: Ballack sah bereits in der Vorrunde gegen Kamerun Rot...
... erreichte mit Deutschland aber später das Finale gegen Brasilien. Dieses fand aber ohne Ballack statt - nach dem Halbfinale gegen Südkorea (im Bild) war er fürs Finale gesperrt.
Wieder ein Platz auf der Bank: Vor dem WM-Eröffnungsspiel 2006 sorgte sich ganz Deutschland um die "Wade der Nation". Ballack musste im Auftaktmatch gegen Costa Rica verletzt passen.
Mit einem großen Finale wurde es für Ballack aber auch 2006 nichts. Deutschland schied gegen Italien im Halbfinale aus, ...
... Michael Ballack konnte es nicht fassen. Wieder war ein großer Traum geplatzt.
Das Fußball-Traumpaar: Michael Ballack heiratet am Starnberger See Simone Lambe. Die beiden haben drei Kinder.
Zur standesamtlichen Trauung erschien das Who is Who des Fußballs, unter anderen auch Franz "Kaiser" Beckenbauer.
Die Presse interessierte sich brennend für die Vermählung.
Doch die Fotografen mussten draußen bleiben. Ein Sichtschutz hielt die Objektive fern. Zeit, auf eine bewegte Fußballerkarriere zurückzublicken.
Michael Ballack gilt als einer der erfolgreichsten Kicker der Nation. Zahlreiche Titel kann er in seinem Lebenslauf eintragen (hier nach dem Gewinn des DFB-Pokals 2005).
Der erste große: Der Meistertitel mit dem 1. FC Kaiserslautern im Jahr 1998.
In dieser Saison kam der gerade erst vom FC Chemnitz verpflichtete Sachse groß raus. Kaiserslautern war gerade erst aufgestiegen, der Titel eine absolute Sensation.
1999 wechselte Ballack von Lautern nach Leverkusen. Sein Trainer dort: Christoph Daum.
In den drei Jahren beim Werksclub erzielte der Mittelfeldmann insgesamt 36 Pflichtspieltore.
Doch auch diese Momente begleiten Michael Ballacks Karriere wie ein Fluch: Im Jahr 2000 reicht ein Remis gegen Unterhaching, um Leverkusen zum Meister zu machen. Und dann das: Eigentor Ballack, Bayer verliert, Titel futsch.
Auch das darauf folgende Jahr war symptomatisch: Vizemeister, Verlierer im DFB-Pokalfinale und im Champions-League-Finale. Ballack - der ewige Zweite?
Bei seinem neuen Verein, FC Bayern München, sollte alles besser werden. Mit den "Roten" hat man schließlich Titel gebucht.
Und tatsächlich: In den vier Jahren wurde er mit den Bayern drei Mal Meister und drei Mal Pokalsieger. Nur international wollte es nie klappen.
Hier, in London, solle alles besser werden. Im Mai 2006 ging Michael Ballack zum FC Chelsea.
Neben seiner Vereinskarriere ist Michael Ballack auch Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Auch hier verfolgt ihn der Fluch: Bei der WM 2002 sah er im Halbfinale Gelb, war damit fürs Finale gesperrt.
Trotzdem schoss er noch das entscheidende Tor, dass sein Team ins Endspiel brachte.
Gegen Brasilien verlor Deutschland ohne Ballack.
Ein Höhepunkt von Ballacks Karriere: Das Sommermärchen 2006. Keiner traute den Deutschen beim Turnier im eigenen Land so richtig was zu.
Doch das Team schlug sich großartig, belegte am Ende den dritten Platz.
Zwei Jahre später: EM in Österreich und der Schweiz. In der Vorrunde ist es Michael Ballack, der seine etwas tranigen Kollegen aufweckt. Mit diesem Hammer sorgte er für den wichtigen Sieg gegen Österreich.
Viertelfinale gegen Portugal. Die starken Iberer drohten, nach der 2:0-Führung der Deutschen noch einmal zurück zu kommen. Beim Stand von 2:1 war es Ballack, der die Pille ins portugiesische Tor wuchtete.
Aber da war er dann wieder, der Finalfluch. Im Endspiel gegen Spanien verlor Deutschland - verdient - mit 1:0. Ballack wieder nur Vize.
Wie gut, dass er da seine Simone hat. Für die ist er immer die Nummer Eins.
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Philipp Lahm ist während der WM 2010 Kapitän der Nationalmannschaft. Michael Ballack - etatmäßiger Mannschaftsführer - ist verletzt. Damit steht Lahm in einer Reihe großer Fußball-Idole in Deutschland. Ein Rückblick in Bildern:
Wer an die WM 1954 und das „Wunder von Bern“ denkt, dem fällt sofort Fritz Walter ein. Der Pfälzer führte Deutschland damals als Kapitän zum ersten Weltmeistertitel. Bei dem Triumph war auch …
… Hans Schäfer (r) mit dabei. Acht Jahre später, bei der WM 1962 in Chile, war der Kölner dann selbst Spielführer.
Uwe Seeler gilt als legendärer Mittelstürmer – einen großen internationalen Titel gewann der Hamburger allerdings nie. 1966 musste sich die Elf um „Uns Uwe“ im WM-Finale nach dem berühmten „Wembley-Tor“ gegen England geschlagen geben.
Nach Seeler streifte sich Franz Beckenbauer die Kapitänsbinde über. Mit dem „Kaiser“ begann eine goldene Ära des deutschen Fußballs, gekrönt durch den Weltmeistertitel 1974. Der „Lichtgestalt“ …
… folgte Defensiv-Haudegen Berti Vogts als Kapitän nach. Bei der WM 1978 führte er jene Elf aufs Feld, die durch die „Schmach von Cordoba“, der Niederlage gegen Österreich, zweifelhaften Ruhm erlangte.
Bernhard Dietz gehörte nie zu den schillernden Rasen-Stars Deutschlands. Doch mit „Ennatz“, dem eisenharten Verteidiger, wurde die DFB-Elf 1980 Europameister.
Karl-Heinz Rummenigge (l) zählte in den 80er Jahren zu den besten Stürmern der Welt. In seine Ära als DFB-Kapitän fielen die Vize-Weltmeisterschaften 1982 und 1986. Den ganz großen Triumph …
… durfte Lothar Matthäus bei der WM 1990 in Italien nachholen. Der Franke drückte dem Turnier eindrucksvoll seinen Stempel auf, wurde anschließend zum „Weltfußballer des Jahres gekürt“. Weil Matthäus …
… bei der EM in Schweden zwei Jahre später verletzt ausfiel, erlangte Andreas Brehme Kapitänsweihen. An das verlorene Finale gegen dänische Urlauber wird er sich sicherlich nicht so gerne erinnern.
Zwölf Jahre ist es her, dass Deutschland einen Titel gewann: 1996 stemmte Kapitän Jürgen Klinsmann den EM-Pokal in den Londoner Nachthimmel. Da applaudierte sogar die Queen (im Hintergund). Den Erfolg möglich gemacht hatte …
… Oliver Bierhoff (l) mit seinem berühmten „Golden Goal“ im Finale. Bei der EM 2000 wollte er sich wieder zum Protagonisten aufschwingen. Trainer Ribbeck ließ ihn jedoch trotz Spielführerbinde häufig auf der Ersatzbank schmoren.
Es ist das vielleicht berühmteste Bild seiner langen Karriere: Oliver Kahn trauert nach dem WM-Finale 2002. Als Kapitän hatte der Torwart ein überragendes Turnier gespielt – und dann ausgerechnet im Endspiel gegen Brasilien folgenschwer gepatzt.
Jürgen Klinsmann machte ihn zum „Capitano“ - und auch für Jogi Löw ist er Deutschlands wichtigster Führungsspieler: Auf Michael Ballacks Schultern ruhten die Hoffnungen auf eine erfolgreiche WM 2010 - bis er sich verletzte.
Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack wird auch im kommenden Jahr für den neuen FA-Cup-Sieger FC Chelsea spielen. "Ich habe noch nicht unterschrieben, aber ich habe mich mit dem Verein auf einen Einjahresvertrag geeinigt", sagte der 32-Jährige dem BBC-Fernsehen nach dem 2:1-Sieg seines Klubs im englischen Cup-Final im Londoner Wembleystadion gegen den FC Everton.
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Der Mittelfeldstar, der vom scheidenden Teammanager Guus Hiddink erst in der 61. Minute gebracht worden war, bestätigte auch, dass Carlo Ancelotti der Favorit auf den Posten des sportlichen Leiters ist. "Es ist noch nicht perfekt, aber es sieht so aus, dass er der neue Trainer wird", sagte Ballack.
Ancelotti ist derzeit noch Trainer des AC Mailand, wird die Rossoneri wohl aber nach acht Jahren und zwei Champions-League-Siegen (2007 und 2003) verlassen. Hiddink sprang im Februar nach der Entlassung von Luiz Felipe Scolari ein und wird sich nun wieder voll auf seine Aufgabe als Nationaltrainer Russlands konzentrieren. Der EM-Halbfinalist spielt in einer Gruppe mit Deutschland um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika.
(sid, N24)
31.05.2009 14:26 Uhr
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