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Obama in Riad

Botschaft Bin Ladens an US-Präsidenten

El-Kaida-Chef Osama bin Laden hat laut Medienberichten eine Audiobotschaft zum Besuch von Barack Obama in Nahost veröffentlicht. Der US-Präsident ist unterdessen in Riad angekommen.

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Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Osama bin Laden (Archivbild) nutzt die Reise des US-Präsidenten Barack Obama, um eine neue Botschaft zu senden.
"Das ist die Bedeutung unserer Freiheit und unserer Überzeugungen - der Grund dafür, dass Männer und Frauen und Kinder jeder Rasse und jedes Glaubens hier bei dieser Feier sind ...
... und dafür, dass ein Mann, dessen Vater vor weniger als 60 Jahren in einem Restaurant hier vielleicht nicht bedient worden wäre, ...
... jetzt vor Ihnen stehen kann, um diesen heiligen Eid zu sprechen." (in seiner Antrittsrede in Washington am 20. Januar)
"Heute sage ich Ihnen, dass die Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen, real sind. Sie sind schwerwiegend ...
... und zahlreich. Sie werden nicht leicht und nicht in kurzer Zeit zu bewältigen sein. Aber wisse Amerika: Wir werden sie meistern." (am 20. Januar)
"An die muslimische Welt: Wir suchen einen neuen Weg nach vorn, der auf gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt aufbaut." (in der Antrittsrede am 20. Januar)
"Ich weigere mich, unseren Kindern Schulden zu überlassen, die sie nicht zurückzahlen können." (auf einem "Etatgipfel" im Weißen Haus am 23. Februar angesichts gigantischer Staatsschulden)
"Wenn Länder wie der Iran bereit sind, ihre Faust zu öffnen, werden sie unsere ausgestreckte Hand finden." (in einem Interview des arabischsprachigen TV-Senders Al-Arabija am 26. Januar)
"Das ist beschämend." (zu milliardenschweren Bonus-Zahlungen an Manager von in Not geratenen Banken am 29. Januar in Washington)
"Der heutige Tag markiert nicht das Ende unserer Wirtschaftsprobleme, aber er markiert den Anfang vom Ende." (unmittelbar vor der Unterzeichnung des milliardenschweren Konjunkturpakets am 17. Februar)
"Wir werden uns wieder erholen, und die USA werden stärker sein als zuvor." (vor dem Kongress am 24. Februar)
"Wir lebten in einer Ära, in der zu oft kurzfristige Gewinne höher geschätzt wurden als langfristiges Wachstum." (am 24. Februar)
"Nein." (Zur Frage, ob die USA derzeit den Krieg in Afghanistan gewinnen. Interview mit der "New York Times" vom 8. März)
"Ejde Schoma Mobarak." (Neujahrsgruß Obamas auf persisch, in einer Video-Botschaft am 20. März)
"Wir müssen ein Ende machen mit rücksichtsloser Spekulation und Ausgaben, die über unsere Mittel gehen; ...
... mit faulen Krediten, mit überschuldeten Banken und fehlender Aufsicht." (in einem Positionspapier in der Tageszeitung "Die Welt" vom 23. März)
"Wir sind in Afghanistan, um die Operationen von El Kaida zu stören, zu stoppen und sie zu besiegen." (am 27. März in Washington)
"Ich übernehme die Verantwortung, auch wenn ich damals noch gar nicht Präsident war." (auf dem G20-Gipfel in London laut "Spiegel" zur Finanzkrise, im Bild: Obama (v.l.n.r.) mit Italiens Ministerpräsident Berlusconi und Russlands Präsident Medwedew)
"Das Angebot lautet: Länder mit Nuklearwaffen rüsten ab, Länder ohne Atomwaffen streben nicht nach ihnen, und alle Länder ...
... können Zugang zur friedlichen Nutzung von Atomenergie bekommen." (am 5. April in Prag)
"Lasst mich das so klar wie nur möglich sagen: Die USA sind nicht in einem Krieg mit dem Islam, und werden es nie sein." (vor dem türkischen Parlament am 6. April)
Barack Obama ist zum 44. Präsident der USA vereidigt worden. Vor dem Kapitol in Washington verfolgten Millionen Zuschauer die Zeremonie.
Für den Amtseid legte Obama seine linke Hand auf die Bibel des ehemaligen Präsidenten Abraham Lincoln.
Seit dem Vorabend versammelten sich vor dem Kapitol die Menschen, um bei dem historischen Ereignis dabei zu sein. Obama ist der erste schwarze Präsident in der US-Geschichte.
Der Tag begann für Obama und seine Familie mit einem Gottesdienst. Anschließend begrüßte der scheidende Präsident George W. Bush die Familie im Weißen Haus. Gemeinsam begaben sich Bush und Obama auf den Weg zum Kapitol.
Die First Ladies folgten auf dem Fuß: Michelle Obama und Laura Bush. Viele waren gespannt, in welchem Kleid Michelle Obama bei der Amtseinführung ihres Mannes auftritt.
Die Präsidenten-Kolonne auf dem Weg zum Kapitol.
Am Rande der Straße fanden sich tausende Zuschauer ein.
Der Jubel und die Begeisterung für Barack Obama zeigten keine Grenzen.
Die Massen warteten gespannt auf die offizielle Zeremonie. Millionen versammelten sich bei Minustemperaturen auf der National Mall.
Amerikaner wissen sich zu helfen, wenn es kalt wird.
Auf der Tribüne fanden sich währenddessen die Gäste ein.
Dick Cheney, Vize-Präsident unter George W. Bush, musste wegen einer Muskelzerrung im Rollstuhl kommen.
Beyonce Knowles, die schon auf dem Konzert für Barack Obama am 18. Januar auftrat, kam gemeinsam mit ihrem Ehemann und Rapper Jay-Z.
Auch US-Talkmasterin Oprah Winfrey, …
… Schauspieler Dustin Hoffman und …
… US-Sänger Sean Combs fanden sich unter den prominenten Gästen.
Einige ehemalige Präsidenten gaben sich auch die Ehre, wie Jimmy Carter mit seiner Frau Rosalynn, …
…, George Bush senior mit Ehefrau Barbara, sowie …
… Bill Clinton, der seinen ehemaligen Vizepräsidenten Al Gore begrüßte. Clinton kam natürlich in Begleitung …
…seiner Ehefrau Hillary, die in Obamas Kabinett das Außenministeramt übernehmen wird.
Jean Biden, die Mutter von Vize-Präsident Joe Biden, ließ es sich auch nicht nehmen an den Feierlichkeiten teilzunehmen.
Obamas republikanischer Gegner im Wahlkampf John McCain, der wohl gerne an Obamas Stelle gewesen wäre.
Die US-Senatoren John Kerry und Edward Kennedy.
Colin Powell, der ehemalige Außenminister unter George W. Bush.
Wem steckt Rahm Emanuel, Obamas neuer Stabschef, da wohl die Zunge raus?
Auch wenn viele keinen direkten Blick auf die Haupttribüne hatten, war die Begeisterung frenetisch.
Man wartete darauf, dass Barack Obama an das Rednerpult treten würde, um den Amtseid zu leisten.
Als Obama ankam, musste er die vielen wartenden Gäste begrüßen.
Michelle Obama wurde ebenfalls stürmisch begrüßt.
Mit dabei die beiden Töchter: Sasha und Malia. Dahinter steht Obamas Schwester Maya Soetoro.
Barack Obama begrüßte seine Familie.
Lockere Atmosphäre herrschte vor der Vereidigung zwischen Barack Obama und George W. Bush.
Bald wurde es ernst: Barack Obama und Joe Biden tauschten sich vor der Vereidigung noch mal aus.
Die Menge wartete gespannt. Jeder versuchte diesen Augenblick festzuhalten.
Vor der Vereidigung sprach der Priester Dick Warren die Fürbitte.
Soul-Diva Aretha Franklin sang "My Country, 'Tis Of Thee", eine patriotische Hymne aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Als erstes wurde Joe Biden von John Paul Stevens, Richter am Supreme Court, zum Vize-Präsidenten vereidigt.
Um 18 Uhr amerikanischer Zeit war es dann so weit: Barack Obama legte vor dem obersten Richter des Supreme Court, John G. Roberts, seinen Eid ab.
Michelle Obama hielt die Bibel und beglückwünschte ihren Mann als Erste.
George W. Bush ließ es sich auch nicht nehmen seinem Nachfolger seine Glückwünsche zu überbringen.
Die Zuschauer waren sehr ergriffen in diesen Minuten.
Es folgte die Antrittsrede des neuen Präsidenten.
Laut Verfassung darf die Rede nur 20 Minuten dauern. Barack Obama forderte zu Geschlossenheit angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise auf.
Obama wurde gefeiert. Die Amerikaner jubelten und hoffen, dass eine neue Ära anbricht.

Mit dem Beginn der Nahost-Reise von US-Präsident Barack Obama meldet sich der islamische Extremistenführer Osama bin Laden in einer Botschaft zu Wort. Der arabische Nachrichtensender El Dschasira berichtete von der bevorstehenden Veröffentlichung einer Tonaufnahme, in der Bin Laden die Politik des US-Präsidenten gegenüber der islamischen Welt kritisiert. Die Ankündigung erfolgte unmittelbar, nachdem Obama in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad eingetroffen war.

Zuvor hatte bereits El-Kaida-Vize Aiman el Sawahiri die geplante Rede von US-Präsident Barack Obama zu einem Neubeginn der Beziehungen zwischen den USA und der muslimischen Welt als PR-Auftritt bezeichnet, wie das auf die Überwachung radikalislamischer Websites spezialisierte US-Unternehmen SITE mitteilte.

Mit der US-Politik in Nahost und den Kriegen in Afghanistan und Irak habe Obama den Muslimen bereits "blutige Botschaften" übermittelt. "Seine blutigen Botschaften wurden empfangen und werden weiterhin von den Muslimen empfangen und sie werden nicht von Public Relation-Operationen oder lächerlichen Besuchen und eleganten Worten verschleiert werden können", hieß es demnach in der Botschaft Sawahiris. Das Video trage den Titel "Der Folterknecht von Ägypten und seine amerikanischen Agenten begrüßen Obama". Es wurde vom El-Kaida-Mediendienst As Sahab veröffentlicht, wie SITE mitteilte.

Treffen mit Mubarak

Unterdessen traf Obama in Riad ein, wo ein Gespräch mit dem saudischen König Abdullah auf dem Programm stand. Zwischen dem Westen und den Muslimen gebe es "mehrere große Missverständnisse", erklärte Obama vor seiner Abreise in einem Interview der BBC. Auf der Tagesordnung seiner Gespräche steht unter anderem der Nahost-Konflikt und der Kampf gegen die Taliban in Pakistan und Afghanistan.

US-Verteidigungsminister Robert Gates hat Saudi-Arabien bei einem Besuch im Mai bereits um Hilfe beim Vorgehen gegen die Islamisten gebeten. Das Königreich habe großen Einfluss in der er Region und langjährige Beziehungen zu Pakistan, hatte Gates erklärt. Riad könnte nach Einschätzung von Experten eine wichtige Rolle in einem Versöhnungsprozess spielen und helfen, den Fluss von Finanzmitteln an die Extremisten zu unterbinden. Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat Saudi-Arabien mehrfach um Vermittlung zwischen seiner Regierung und den Taliban gebeten.

Für den Donnerstag ist die Grundsatzrede Obamas in Kairo zum Verhältnis zur muslimischen Welt angekündigt. Die Rede werde so umfassend wie möglich verbreitet, hieß es in Washington. Rasche Veränderungen erwartet Obama demnach aber nicht. "Wir erwarten nicht, dass sich nach einer Rede alles verändert", sagte der Sprecher des Weißen Hauses, Robert Gibbs, am Dienstag. Obama sei sich bewusst, dass vielmehr "anhaltende Bemühungen" notwendig seien.

Treffen mit Barak im Weißen Haus

Wenige Stunden vor dem Beginn seiner Nahostreise traf Obama im Weißen Haus mit dem israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak zusammen und forderte Israel erneut zu einem Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland auf. Er hatte hatte bei einem Treffen mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor zwei Wochen deutlich gemacht, dass für einen Frieden im Nahen Osten ein palästinensischer Staat sowie ein Stopp des jüdischen Siedlungsbaus unausweichlich seien.

Ein Besuch Israels steht nicht auf dem Reiseprogramm Obamas. Im Anschluss an seine Nahostreise kommt Obama dann nach Deutschland: Am Freitag wird er Dresden besuchen, außerdem das frühere Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar sowie das amerikanische Militärkrankenhaus in Landstuhl.

(AFP, AP, N24)

03.06.2009 14:27 Uhr

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