May-Blog, 05.06.09
Obama-Besuch - wie bewerten Sie das deutsch-amerikanische Verhältnis?
Einen wunderschönen guten Morgen aus Berlin,
na, dachten Sie schon ich sei verschollen? War ich ja auch - auch die widerstandsfähigste Chefkorrespondentin haut es mal um. Nun bin ich wieder an Bord, sitze im Büro, Otto liegt zu meinen Füßen und schläft, ehrlich gesagt schnarcht er leise vor sich hin. Er war schon drei, vier Mal mit im Büro, kennt die Abläufe und wenn das so ist, dann ist der Hund der bravste der ganzen Welt. Müde hob er eben mal ein Auge, um eine Kollegin zu beäugen, mit der ich mich kurz unterhielt. Wussten Sie eigentlich, dass Hunde etwas 2/3 des Tages verschlafen? Ganz schön schlau.
Eigentlich würde ich heute gar nicht in Berlin im Büro sitzen. Eigentlich stünde ich jetzt in Dresden, wenn nicht alles anders gekommen wäre diese Woche. Beim Obama-Besuch. Solche Live-Übertragungen machen immer besonders viel Spaß, weil man ja nicht weiß, wie sich alles entwickelt, wie lange man On-air ist, man muss spontan reagieren, auch mal "Strecke machen", also eine Zeit überbrücken, in der nicht viel passiert, aber jeden Moment etwas passieren könnte. Da muss man sich schon gut vorbereiten und sich ad hoc was einfallen lassen.
Deshalb verfolge ich das Thema heute mit Ihnen gemeinsam. Gerade ist Frau Merkel in Dresden vorgefahren zum Treffen mit Obama. Es hieß hier in Berlin immer, die Kanzlern wisse nicht so recht was mit Obama anzufangen, hielte ihn für schwer berechenbar. Ein wenig Distanz also ist oder war schon da. Denken Sie mal an den Knatsch als Obama letzten Jahr in Berlin reden wollte am Brandenburger Tor. Oder die Sache mit den Guantanamo-Häftlingen. Oder das Gezerre um eine Entscheidung in Sachen Opel. Alles nicht soooo einfach.
Wie sehen Se den amerikanischen Präsidenten, den wir doch hier vor einem Jahr so bejubelt haben. Warum, glauben Sie ist er "nur" nach Dresden gefahren diesmal? Und: Es heißt, angela Merkel wolle Obama im November zum 20. Jahrestages des Mauerfalls einladen.....
Also, es ist Freitag - noch einmal ran an die Tasten, ran an den virtuellen Redaktionstisch!
Und noch ein "Geständnis" :-) : Ab nächste Woche habe ich auch noch 2 Wochen Urlaub, der dieses Jahr vor allem aus der Motorrradtour mit dem Bundestag besteht. Nächsten Mittwoch geht es in die Schweiz. Auf die Pässe freue ich mich schon. Otto guckt gerade beleidigt hoch - er muss die Tage beim Dogsitter "fristen" :-) - obwohl es ihm da blendend geht, nur die anderen Hunde sind nicht so seins, er ist lieber Solostar ;-)
Michael Wüllenweber übernimmt den Blog. Ich hoffe, Sie schreiben fleißig - ich bin ab dem 22.6 wieder in der Redaktion und dann steuern wir gemeinsam durch die Wahlkampfzeiten. Also, wappnen Sie sich schon mal! :-)
(N24)
05.06.2009 08:56 Uhr



