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Beliebteste Ente der Welt

75 Jahre Donald Duck

Partystimmung in Entenhausen: Der wohl berühmteste Einwohner der Stadt, der ewig schnatternde und nörgelnde Donald Duck, feiert am 9. Juni seinen 75. Geburtstag.

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Er ist ein cholerischer Erpel im Matrosenanzug, immer laut, trotz seines hohen Alters - und darum lieben ihn seine Fans: Am 9. Juni 2009 wird Donald Duck 75 Jahre alt. Happy Birthday!
Wer kennt ihn nicht? Den Enterich im Matrosenanzug mit zwei Knopfreihen. Mit 75 hat der Comicheld aus dem Hause Walt Disney ...
die statistische Lebenserwartung eines in Deutschland geborenen Mannes schon fast erreicht. Aber wenn jemand so rüstig, so munter, so fidel und ...
... so voll strotzender Lebenskraft ist wie die Ente, dann hat er wohl eine Lebenserwartung, an der sich die Statistiker die Zähne ausbeißen werden.
Offiziell gibt Disney den 9. Juni 1934 als Donalds Geburtstag an. Zumindest erblickte er damals das (Rampen)licht der Welt in Form einer Projektorlampe, die der Zeichentrickfigur in dem Film "A Little Wise Hen" (eine kleine kluge Henne) ...
... auf Zelluloid die ersten Schritte beibrachte. Erste Hinweise auf seine Existenz aber finden sich schon ...
... 1931 in den "Adventures of Mickey Mouse". Donald zählte damals zu den namentlich genannten Bewohnern des fiktiven Bauernhofes, auf dem Micky lebte. (hier Mickey Mouse im Jahr 1938 mit Walt Disney)
Der Erpel, dessen jahrzehntelange Jagd nach materiellem Wohlstand, …
… nach irdischem Glück, …
… nach Erfüllung seiner Liebe zur …
… ebenso scheuen …
… wie resoluten Entendame Daisy und …
… nach dem Respekt seiner Neffen Tick, Trick und Track zig-Millionen Zeichentrickfreunde in aller Welt mit Spannung begleiteten, fand seine Stimme 1933.
Ein Stimmenimitator wurde bei Disney eingestellt, obwohl es noch gar keinen Film gab. Der folgte am 9. Juni 1934, und die Fans konnten des Erpels ansichtig werden - bereits ausgewachsen und im nach wie vor zeitlosen Matrosenanzug.
Es waren die US-Zeichner Al Taliaferro und Carl Barks (Foto), die Donald Duck zu dem entwickelten, was er heute noch ist: Zu einer Kultfigur, um die sich eine ganze Subkultur von Donaldisten verschiedener Grade gebildet hat.
Die Kultfigur, die erforscht und gedeutet wurde, und der auch der flüchtige Betrachter ein Schmunzeln meist nicht verweigern kann. Sogar der Brockhaus kommt an dem ewig jungen, ewig streitsüchtigen und ewigen Verlierer nicht vorbei.
Samt Aussprachehilfe "donld dak" würdigt es den Star als "anthropomorph gestalteter Enterich aus der Disney-Produktion", und fährt fort: "Erscheint als Typ des jähzornigen, kleinbürgerlichen Pechvogels, gerade in seinen Schwächen lebensnah."
Der Siegeszug der Ente ging von den Zeichentischen der Disney-Mannschaft rund um die Welt. In Italien heißt sie "Paperino", in Spanien "Pato", in Dänemark "Anders And", in Polen "Kaczor Donald".
In Deutschland trat die Ente 1951 unter ihrem amerikanischen Namen auf. Seither hat allein der Egmont-Ehapa-Verlag fast 9.000 Donald-Geschichten unter die Fan-Gemeinde gebracht.
Und - bei Donald hieße es wohl: Aller Anfang ist schwer - längst ist die Zeit vergessen, als von einer Druckauflage von 300.000 Heften noch 150.000 als Remittenden zurückkamen.
Hätte man sie aufgehoben, (was Donalds ewiger Widersacher, der gnadenlos glückliche Gustav Gans - hier rechts -, wohl gemacht hätte) wären sie heute ein Vermögen wert. Heute gibt es Nachdrucke, die ebenfalls schnell Sammlerwert erreichen.
Donalds Erfolg in Deutschland ist nicht zuletzt ein Erfolg von Erika Fuchs. Die promovierte Kunsthistorikerin übersetzte die Sprechblasen und schuf im Laufe der Jahre eine unverwechselbare Donald-Sprache, …
… die viel subtilen Witz und viele Wortspiele, Alliterationen und Stiledelsteine bietet, die Donalds Abenteuer weit über das Niveau anderer "Groschenheftchen" hinaushebt.
So ist es nicht verwunderlich, dass sich Stars wie Sängerin Christina Aguilera gern mit der Ente schmücken. Und die ist so berühmt, dass ...
... sie sich schon einen Stern auf dem "Hollywood Walk of Fame" verdient hat.
Donald Duck hat sich in den 75 Jahren weit über die rein unterhaltsame Comic-Figur emanzipiert. Pop-Art-Künstler wie Roy Lichtenstein nahmen sich seiner an, sein Konterfei ziert Briefmarken aus aller Welt, und schon 1936 forderte ein Plakat: ...
... "Donald Duck for President". Dazu wird es wohl auch in der Nach-Obama-Zeit nicht kommen, obwohl dieser ja erstmals Schranken vor diesem Amt überwand.
Aber auch jener "letzte Wille", den Donald im "Lied vom rührseligen Cowboy" anstimmt und der da lautet: "Und lieg' ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitarre und gebt sie mir mit in mein Grab" wird auf absehbare Zeit nicht erfüllt werden.
Helden sterben nicht - sie werden höchstens Geschichte. Viel eher schon könnte die Forderung der Donaldisten aller Welt erhört werden, die auch nach 75 Jahren unüberhörbar lautet: "Donald forever!"
Video: Choleriker & Pechvogel - Donald Duck feiert 75. Geburtstag
Die wohl bekannteste Comic-Figur der Welt feiert Geburtstag. Micky Maus wird 80 Jahre alt. Eine Umfrage in den USA ergab, dass der Mäuserich bekannter ist als der Weihnachtsmann. Kaum zu glauben, aber ...
... auch egal. Jedenfalls gibt es kaum jemanden, der nicht mit Micky und seinen Freunden aufgewachsen ist.
Die Geburt von Micky Maus kam so zustande: Für Papa Walt Disney (Bild aus dem Jahr 1941) lief es vor 80 Jahren nicht so gut. Die Rechte für sein bisher erfolgreiches Zeichentrick-Häschen Oswald hatte er verloren. Ersatz musste her.
Auf einer Zugfahrt die rettende Idee: "Eine Maus hat einen sympathischen Charakter", dachte sich Disney.
A mouse - pardon - a star was born.
Dass Micky Micky heißt, verdankt die Comic-Welt übrigens Walt Disneys Frau Lillian. Walt wollte die neue Figur Mortimer nennen. Lillian fand das etwas altbacken und überzeugte ihren Gatten von Micky. Ob Mortimer Maus den selben Erfolg gehabt hätte?
Seinen ersten Auftritt hatte Micky in dem Streifen "Steamboat Willie", der am 18. November 1928 uraufgeführt wurde - seine offizielle Geburtsstunde. Anfangs war Micky noch recht ....
... spärlich bekleidet, trug lediglich eine Hose. Auch war er ansonsten recht einfach gehalten, hatte etwa nur vier Finger. Das sollte den Zeichenaufwand minimieren.
Erst später kleidete sich Micky etwas eleganter. Das war auch bitter nötig, ...
... umgarnte er doch schon vom ersten Film an seine Freundin Minnie, die ...
... nicht immer ganz pflegeleicht war. Widersacher von Micky ist ebenfalls von Anfang an ...
... Bösewicht Kater Karlo, den er gemeinsam mit seinem tollpatschigen Kumpel Goofy (hier zwischen Minnie und Micky) bekämpft. (Rechts im Bild: Disneys zweiter Coup, Donald Duck)
Seit seiner Geburt geht in den USA und in weiten Teilen der Welt nichts mehr ohne Micky. Er war sogar bei den Olympischen Spielen 1932 in Los Angeles dabei.
Und mit Themenparks in Anaheim (im Bild kurz nach der Eröffnung 1955), Orlando, Tokio, Paris und Hong Kong sind Resorts entstanden, in denen sich alles um die Maus dreht.
Übrigens auch alles Orte, an denen das Andenken des Micky-Erfinders Walt Disney (im Bild wenige Monate vor seinem Tod) ...
... gehegt und gepflegt wird (Bild: in Orlando).
Und auch Mickys Geburtstag wird schon seit Jahren gefeiert, wie hier sein 70. in Tokio oder ...
... hier sein 75. in Paris.
Ob seiner Beliebtheit sehen die Menschen Micky überall: auf T-Shirts der angesagtesten Mode-Designer (Prudence-Todd-Kollektion des Jahres 2003) oder ...
... in diesem Fresko in einer Kirche auf Malta. Das ist aber deutlich vor Micky Maus entstanden, nämlich um 1300. Bis heute gibt das Gemälde Rätsel auf.
Auch für politische Zwecke wurde Micky schon unfreiwillig eingespannt. Diese der Disney-Gestalt sehr ähnliche Figur trat 2007 in einer von der Hamas betriebenen TV-Station auf, um den Kindern den Widerstand gegen Israel schon früh einzuimpfen.
Und auch sonst zählt Micky Maus zu den am häufigsten kopierten, ...
... zu Verkleidungszwecken missbrauchten, aber ...
... nie erreichten Figuren.
Jeder will ein Freund der Maus sein. Ob Politiker wie Barack Obama, ...
... sein Vorgänger George W. Bush und ...
... Kaliforniens Gouvernator Arnold Schwarzenegger oder ...
... Musiker wie Michael Jackson (gemeinsam mit seiner damaligen Gattin Lisa Marie Presley), ...
... No-Angels-Tröte Lucy Diakowska und ...
... Christina Aguilera. Sie alle lassen sich gerne mit Micky ablichten. Auch Sportler tun es ihnen gleich, wie ...
... hier Fußball-Star Ronaldo.
Wer in Filmen auftritt, wie etwa Lindsay Lohan oder ...
... Melanie Griffith und Antonio Banderas, hat von Berufs wegen ein nahes Verhältnis zu Micky.
Verdiente sich die Maus doch seine ersten Lorbeeren als Film-Star (im Bild mit Keira Knightley).
Bei der großen Popularität ist es kein Wunder, dass Micky-Maus-Merchandise-Artikel weg gehen wie warme Semmeln.
Schon in frühen Jahren setzte Disney auf die Plüsch-Maus als Geldquelle.
Für dieses Souvenir sollte man aber vorher noch einmal am Geldautomaten vorbei. Diese zwölf Zentimeter große, ein Kilo schwere Micky Maus aus purem Gold kostet schlappe 32.000 Dollar.
So viel muss man gar nicht ausgeben, um Micky an seinem Jubeltag Tribut zu zollen. An dieser Stelle sollen ein "Herzlichen Glückwunsch, Mäuserich" und ...
... ein paar Kilo Käse genügen.
New York, 1985. Die Welt wird von Furcht und Untergangsstimmung beherrscht. Die Vereinigten Staaten sind im Besitz einer Superwaffe: dem allmächtigen Übermenschen Dr. Manhattan. Mit seiner Hilfe gewannen die USA den Vietnamkrieg.
Außerdem ist Richard Nixon gerade zum dritten Mal als Präsident wiedergewählt worden. Ansonsten prägen gigantische Luftschiffe das Bild, wie hier vor der Skyline Manhattans.
Und es gibt Superhelden, die es aber vorgezogen haben, ihre Kostüme abzulegen und sich zu verbergen. Doch plötzlich wird der einsame Detektiv Rorschach (Jackie Earle Haley) wieder auf den Plan gerufen.
Comedian (Jeffrey Dean Morgan), einer seiner ehemaligen Superhelden-Kollegen sowie maskierter Rächer und Auftragskiller für die US-Regierung, wird ermordet.
Trotz heroischer Gegenwehr wird Comedian überwältigt, der Mörder schleudert ihn durch das geschlossene Fenster seiner Wohnung und er stürzt 30 Stockwerke tief in den sicheren Tod.
Willkommen in der Welt der Watchmen: Einer etwas anderen Welt, die aber mit der uns bekannten zwei Gemeinsamkeiten hat: Es gibt dieselben Popsongs, wie etwa Nenas "99 Luftballons" - und Amerika steht kurz vor einem Krieg mit der Sowjetunion, ...
... der die Auslöschung der Menschheit bedeuten würde. Der hinter einer Gesichtsmaske mit sich bewegenden Tintenflecken verborgene Rorschach beginnt nun als letzter, noch aktiver maskierter Rächer die Suche nach Comedians Mörder.
Er erinnert sich an seine früheren Mitstreiter und Kämpfer gegen das Verbrechen. Diese haben sich ins Privatleben zurückgezogen, seit die Selbstjustiz der maskierten Superhelden per Gesetz verboten wurde.
Doch nun stöbert er sie wieder auf: Dan Dreiberg alias Nite Owl II (Patrick Wilson), der zum reichen Nichtstuer geworden ist, ...
... Adrian Veidt alias Ozymandias (Matthew Goode), der als alleiniger Inhaber von Veidt Enterprises inzwischen einer der reichsten und einflussreichsten Geschäftsmänner der Welt ist, ...
... und schließlich Laurie Jupiter alias Silk Spectre II (Malin Akerman), sowie ...
... Dr. Manhattan (Billy Crudup). Die beiden leben als Paar in einem militärischen Hochsicherheitslabor, ...
... wo Manhattan an neuen Energieformen forscht. Einst war er durch einen Unfall bei einem Experiment in seine Atome zerlegt worden und als Übermensch wiederauferstanden.
Rorschach stößt aber zunächst auf Desinteresse bei seinen alten Kollegen. Dr. Manhattan erscheint das Anliegen des Ex-Kollegen angesichts des drohendes Atomkrieges so banal, ...
... dass er ihn kurzerhand wieder aus dem Militärlabor hinaus teleportiert.
Kurz darauf überschlagen sich die Ereignisse. Laurie trennt sich von Dr. Manhattan, da er als übermenschliches Wesen nicht zu Emotionen fähig ist. Nach einem Fernsehinterview, in dem ...
... Manhatten beschuldigt wird, bei den Menschen in seiner Umgebung Krebs auszulösen, verlässt er kurzerhand die Erde und beamt sich auf den stillen und (fast) menschenleeren Mars.
Rorschach wird unterdessen von der Polizei gefasst und durch fingierte Beweise unter Mordverdacht ins Gefängnis gebracht. Dort warten schon dutzende Insassen, die ihm ihre Festnahme zu verdanken haben, darauf, Rorschach zu töten.
Nach einer Aussprache, bei der Dan und Laurie ihre Zuneigung füreinander entdecken, werden die beiden von einer Straßengang in einen Kampf auf Leben und Tod verwickelt.
Ihre alten Superhelden-Reflexe erwachen wieder zum Leben: Gemeinsam schalten sie die Gruppe brutaler Schläger aus.
Dan reaktiviert sein Luftfahrzeug, das Owl Ship, das den Watchmen schon zu ihrer großen Zeit als Transportmittel gedient hat.
Sie befreien Rorschach mit Hilfe des Owl Ship aus dem Gefängnis, wo eine Revolte der Insassen begonnen hat.
Veidt ist unterdessen abgetaucht: In seiner verlassenen Firmenzentrale finden Rorschach und Dan Hinweise darauf, dass ihr ehemaliger Mitstreiter mehr mit den mysteriösen Vorgängen zu tun hat, als bisher zugegeben.
So müssen sie ihm in Richtung Antarktis nachreisen, ...
... wo sich Veidt einen verborgenen Palast errichtet hat. Er sieht sich als Wiedergänger des ägyptischen Pharaos Ramses II. und des Eroberers Alexander der Große.
Nun müssen sie herausfinden, welchen geheimen Plan Adrian Veidt wirklich verfolgt.
Der Kinofilm hat einen der meistgerühmten Comicromane neu zum Leben erweckt. Der Film hält sich an die Vorlage: Hier die Szene, in der Rorschach in die Wohnung des toten Comedian einsteigt im Comic, ...
... und hier die Szene im Film.
Der Comic von Alan Moore (Text) und Dave Gibbons (Zeichnungen) erschien 1986 und 1987. Es war eine zwölfteilige Serie, die zahlreiche Preise erhielt.
Regisseur Zack Snyder hat den düsteren Comic in ein visuelles Filmspektakel verwandelt, das nun in den deutschen Kinos zu sehen ist.
Vor allem aber geht er einer Frage nach: Wer überwacht eigentlich die Watchmen?
Kleist in Kuba: Staunen wechselte sich mit Kopfschütteln ab. Der Comic-Autor gewährt einen Einblick in sein wunderschön gezeichnetes Comicbuch.
Auf Havannas Straßen herrscht hektisches Treiben. Lärm, Abgase, Hitze – das erschlägt anfangs sogar einen waschechten Berliner, wie Kleist.
Flucht in die Seitenstraßen: Aber auch dort findet man keine Ruhe. Fahrrad-Rikschas sind nämlich mit leistungsstarken Musikboxen ausgestattet.
Autos mit Katalysator? Fehlanzeige. So schön die alten Straßenkreuzer sein mögen, ihre Abgase nehmen einem die Luft.
Hupen löst für Kubaner irgendwie jedes Problem.
Das Leben in Kuba spielt sich auf der Straße ab. Immer und überall sind Menschen, die diskutieren, organisieren und feilschen.
Als Reinhard Kleist in Havanna ein paar Euro in die kubanische Währung Pesos Nacionales wechseln will, sprengt er beinahe die Bank. Ja, wer kann ahnen, dass der so wenig wert ist?
"Are you crazy man?": Internet ist Mangelware. In Touristen-Hotels wird Kleist aber fündig. Seine Bekannte kann’s nicht fassen. Für Kubaner werden dort horrende Preise verlangt.
Dem Berliner tut eher die lahme Web-Verbindung weh: Kleist schafft es, während des Versendens einer Mail die gesamte Hotellobby zu zeichnen.
Interessantes Experiment: kubanische Pizza. Ein dicker Fladen mit einem Hauch Tomate.
Sozialistische Wolkenkratzer auf dem Plaza de la Revolución.
FOCSA, das höchste Gebäude Havannas.
Ein Überbleibsel der Völkerfreundschaft zwischen Kuba und der DDR: die Bar "El Creollo".
Zurück auf der Straße geht’s in Richtung "Coppelia".
Die berühmte Eisdiele "Coppelia", bekannt aus dem Film "Erdbeer und Schokolade".
Ein süßes Leben haben die Kubaner aber nicht. Der Sozialismus versorgt sie nur mit dem Nötigsten.
Die Kubaner lassen sich aber nicht unterkriegen – die Revolution auch nicht.
Spidey meets the president! Der Marvel-Verlag hat Barack Obama einen großen Gefallen getan.
Er lässt ihn im Spiderman # 583 auftreten. Dazu muss man wissen: Obama ist ein Riesen-Fan des Comichelden.
Die Story: Ein Feind von Spiderman versucht, die Amtseinführung Obamas zu verhindern.
Klar, dass Spiderman einschreitet. Er fasst den Bösewicht und übergibt ihn den Behörden.
So werden die beiden Freunde. Nun kann Obama ...
... beruhigt zur Amtseinführung schreiten.
Beruhigt ist auch Spiderman. Denn Washington liegt nun in guten Händen. Der Comic erscheint Mitte Januar in den USA.

Er ist tollpatschig, jähzornig und stinkfaul - und dennoch international ein Star. Donald Duck, der beliebteste Pechvogel der Welt, hat mit seinen Missgeschicken und Wutausbrüchen Millionen Menschen zum Lachen gebracht. Die Comic-Ente aus dem Hause Disney spielt in zahllosen Büchern und Filmen die Hauptrolle, ist mit einem Stern auf dem Hollywood Walk of Fame verewigt und hat sogar einen Oscar. Am Dienstag feiert der Erpel seinen 75. Geburtstag - am 9. Juni 1934 erschien in den USA der erste Zeichentrickfilm, in dem die Figur mit der blauen Matrosenjacke auftaucht.

In dem Streifen "Die kluge kleine Henne" hat Donald Duck zwar nur eine Nebenrolle, aber sein Siegeszug rund um die Welt ist fortan unaufhaltsam. Schon bald läuft der Enterich seinem lebenslangen Konkurrenten Micky Maus den Rang ab und mausert sich vom "Underduck" zur Kultfigur. 1936 erhält er seine eigene Comic-Serie, 1937 ist er erstmals Titelheld in einem Kurzfilm. In Deutschland erscheint seit 1951 die Zeitschrift "Micky Maus", in der das cholerische Energiebündel von Anfang an eine größere Rolle spielt als die süße, brave Titelmaus.

Erst Donald, dann Entenhausen

Für den Welterfolg des Erpels sind sein Erfinder Walt Disney, der langjährige Sprecher Clarence Nash mit seiner lustig quäkenden Stimme und besonders der legendäre US-Zeichner Carl Barks verantwortlich. Mit viel Fantasie und Liebe zum Detail schuf er nach und nach das trubelige Reich von Entenhausen ("Duckburg"): die drei Neffen Tick, Trick und Track, die wimpernklimpernde Dauerverlobte Daisy, den reichen Geizkragen-Onkel Dagobert Duck, die Panzerknacker-Bande, Gustav Gans, Daniel Düsentrieb, Gundel Gaukeley - und natürlich das knallrote Flitze-Auto mit der Pechnummer 313.

"Donald habe ich immer am liebsten gezeichnet, denn mit ihm ließ sich eine Menge anstellen", verriet Barks einmal. "Jeder Mensch unterliegt Stimmungsschwankungen. Auch ich bin an einem Tag euphorisch, am anderen eher depressiv gestimmt. Und Donald ging es ebenso. Ihn konnte ich fühlen. Er war ein Stück von mir selbst und verhielt sich oft so, wie auch ich es tue." Weitere wichtige Zeichner waren Al Taliaferro und Barks Nachfolger Don Rosa.

Viele deutsche Fans

Seinen Höhenflug im Kino hatte der Enterich ausgerechnet während des Krieges. Wie andere Disney-Figuren auch diente er zur moralischen Rückenstärkung der US-Soldaten. In dem Zeichentrickfilm "The Fuehrer's Face" (Das Gesicht des Führers) sieht er sich wie in einem Alptraum nach "Nutzi"-Land versetzt, wo er als einfacher Fließbandarbeiter für die Nazis im Akkord Granaten montieren muss. 1943 wurde der notorische Faulenzer dafür mit einem Oscar reich entlohnt. Nach dem Krieg blieb der Film jedoch wie zahlreiche andere Propagandastreifen jahrzehntelang unter Verschluss, bis Disney ihn 2004 wieder freigab.

In Deutschland hat Donald Duck seine vielleicht größten Verehrer. Die lautmalerischen Übersetzungen von Erika Fuchs im Auftrag des Ehapa-Verlags gelten Comic-Fans bis heute als Bibel. 1977 gründete sich D.O.N.A.L.D., die "Deutsche Organisation der nichtkommerziellen Anhänger des lauteren Donaldismus", die das Leben in Entenhausen und seine mögliche metaphysische Verankerung in einem Parallel-Universum bis ins Detail wissenschaftlich erforscht. Daneben gibt es die Forschungsgruppe "InterDuck" mit Sitz in Berlin, die unter anderem für die Wanderausstellung "Duckomenta" verantwortlich ist.

In die Jahre gekommen

Doch auch ein Temperamentbündel wie Donald Duck kommt in die Jahre. In Zeiten von Internet-Hype und Computerspielen nimmt das Interesse am Entenleben spürbar ab. Neue Zeichentrickfilme fürs Kino gibt es schon längst nicht mehr. Und das deutsche "Micky Maus"-Heft hat trotz seines Publikumslieblings allein in den vergangenen zwei Jahren fast ein Drittel seiner Auflage verloren. Uff, ächz, seufz.

Zahlreiche Sonderhefte und ein Jubiläumsband über den "Superstar" sollen zum 75. Geburtstag für neuen Schwung sorgen. "Es ist wichtig, dass Donald so wenig wie möglich verändert wird", sagte sein Zeichner Vicar einmal. "Er ist unsterblich, damit unsere Kinder und Enkel über seine Geschichten ebenso lachen können wie wir."

(Nada Weigelt, dpa, N24)

05.06.2009 16:15 Uhr

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