Präsident im Bistro
Obama kam mit Vorkoster
Die französische Küche ließ er doch lieber von einem Vorkoster unter die Lupe nehmen: US-Präsident Barack Obama brachte bei seinem Paris-Besuch die Köche eines Bistros aus dem Konzept.
Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.
Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:
Barack und Michelle Obama (r.) gaben sich bei ihrem Frankreich-Besuch, hier mit Staatschef Nicolas Sarakozy und seiner Frau Carla, eher skeptisch gegenüber der berühmten franzözischen Küche.
Barack Obama ist offenbar gut gelaunt, als er zu seinem Kurztrip durch Deutschland in Dresden eintrifft.
Von Verstimmungen zwischen ihm und Bundeskanzlerin Merkel, über die im Vorfeld der Reise viel spekuliert worden war, will er nichts wissen.
Da kann die auserlesene Journalistenschar noch so viel nachbohren, ...
... Obama und Merkel vermitteln - zumindest nach außen hin - den Eindruck, ...
... zwischen sie passe kein Blatt.
Deutschland sei ein "enger Freund" ...
... und Partner der USA, versichert der US-Präsident.
Die Bundeskanzlerin bedankt sich mit den Worten: "Es macht wirklich Spaß, mit dem amerikanischen Präsidenten zusammenzuarbeiten."
Und damit der Freundlichkeiten noch nicht genug: Er bedanke sich, in einer so "wunderschönen Stadt" wie Dresden sein zu können, meint Obama, ...
... möglicherweise ja eine Anspielung in Richtung derer, die einen deutsch-amerikanischen Streit aus der Tatsache ableiten wollten, dass er Dresden der deutschen Hauptstadt Berlin bei seinem Besuchsprogramm vorzog.
Klar, dass während des gesamten Obama-Besuchs die höchste Sicherheitsstufe gilt.
Nach dem Gespräch über die weltpolitische Lage im Grünen Gewölbe ...
... machen sich Obama und Merkel auf zu ihrem nächsten Programmpunkt - ...
... den Besuch der Dresdner Frauenkirche, wo sie von Landesbischof Jochen Bohl in Empfang genommen werden.
Ganz "wonderful" findet Obama die Kirche, ...
... die im Zweiten Weltkrieg zerstört und erst vor wenigen Jahren mit Spendengeldern wieder aufgebaut worden war.
Tatsächlich wird die barocke Kirche von Historikern als bemerkenswertes Beispiel der Sakralbaukunst bezeichnet.
Mit ihrer zentralen Anordnung von Kanzel, Taufstein, Altar und Orgel gilt sie als Sinnbild eines protestantischen Kirchenbaus.
Vor Ort entzündet Obama eine Kerze mit der Aufschrift "Friede sei mit Euch" und trägt sich in das Gästebuch des Gotteshauses ein.
Diese Passanten warten unterdessen vergebens auf den US-Präsidenten: Auf das erhoffte "Bad in der Menge" im Anschluss an den Besuch der Frauenkirche verzichtet Obama.
Aber halb so wild - die Dresdner können sich ja zum Beispiel mit diesem Angebot darüber hinwegtrösten, dass sie Obama nicht persönlich zu Gesicht bekamen, ...
... oder mit Fähnchen in den Haaren ...
... oder mit so einem Foto. Das sieht doch fast genauso aus, als hätte der US-Präsident wirklich neben einem gestanden ...
Nach dem Besuch in Dresden ging es für den US-Präsidenten per Helicopter nach Buchenwald.
Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, besuchte Obama das Nazi-Konzentrationslager zu einem einstündigen Rundgang.
Obama zeigte sich im Gespräch mit dem Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel (r), der selbst Insasse des Lagers war und dort seinen Vater verlor, sichtlich gerührt.
Wiesel (r) mahnte, dass die Menschen entschlossen sein müssten aufeinander zuzugehen, um dafür zu sorgen, dass das 21. Jahrhundert ein Jahrhundert des Neuanfangs sei.
Zum Gedenken an die von den Nazis in Buchenwald ermordeten Menschen legte Obama eine weiße Rose nieder.
In den Jahren von 1937 bis 1945 starben in Buchenwald 56.000 Menschen darunter 11.000 Juden.
Nach seinem Rundgang im Konzentrationslager Buchenwald betonte der US-Präsident: "Ich werde das, was ich hier gesehen habe, nicht vergessen."
"Das ist die Bedeutung unserer Freiheit und unserer Überzeugungen - der Grund dafür, dass Männer und Frauen und Kinder jeder Rasse und jedes Glaubens hier bei dieser Feier sind ...
... und dafür, dass ein Mann, dessen Vater vor weniger als 60 Jahren in einem Restaurant hier vielleicht nicht bedient worden wäre, ...
... jetzt vor Ihnen stehen kann, um diesen heiligen Eid zu sprechen." (in seiner Antrittsrede in Washington am 20. Januar)
"Heute sage ich Ihnen, dass die Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen, real sind. Sie sind schwerwiegend ...
... und zahlreich. Sie werden nicht leicht und nicht in kurzer Zeit zu bewältigen sein. Aber wisse Amerika: Wir werden sie meistern." (am 20. Januar)
"An die muslimische Welt: Wir suchen einen neuen Weg nach vorn, der auf gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt aufbaut." (in der Antrittsrede am 20. Januar)
"Ich weigere mich, unseren Kindern Schulden zu überlassen, die sie nicht zurückzahlen können." (auf einem "Etatgipfel" im Weißen Haus am 23. Februar angesichts gigantischer Staatsschulden)
"Wenn Länder wie der Iran bereit sind, ihre Faust zu öffnen, werden sie unsere ausgestreckte Hand finden." (in einem Interview des arabischsprachigen TV-Senders Al-Arabija am 26. Januar)
"Das ist beschämend." (zu milliardenschweren Bonus-Zahlungen an Manager von in Not geratenen Banken am 29. Januar in Washington)
"Der heutige Tag markiert nicht das Ende unserer Wirtschaftsprobleme, aber er markiert den Anfang vom Ende." (unmittelbar vor der Unterzeichnung des milliardenschweren Konjunkturpakets am 17. Februar)
"Wir werden uns wieder erholen, und die USA werden stärker sein als zuvor." (vor dem Kongress am 24. Februar)
"Wir lebten in einer Ära, in der zu oft kurzfristige Gewinne höher geschätzt wurden als langfristiges Wachstum." (am 24. Februar)
"Nein." (Zur Frage, ob die USA derzeit den Krieg in Afghanistan gewinnen. Interview mit der "New York Times" vom 8. März)
"Ejde Schoma Mobarak." (Neujahrsgruß Obamas auf persisch, in einer Video-Botschaft am 20. März)
"Wir müssen ein Ende machen mit rücksichtsloser Spekulation und Ausgaben, die über unsere Mittel gehen; ...
... mit faulen Krediten, mit überschuldeten Banken und fehlender Aufsicht." (in einem Positionspapier in der Tageszeitung "Die Welt" vom 23. März)
"Wir sind in Afghanistan, um die Operationen von El Kaida zu stören, zu stoppen und sie zu besiegen." (am 27. März in Washington)
"Ich übernehme die Verantwortung, auch wenn ich damals noch gar nicht Präsident war." (auf dem G20-Gipfel in London laut "Spiegel" zur Finanzkrise, im Bild: Obama (v.l.n.r.) mit Italiens Ministerpräsident Berlusconi und Russlands Präsident Medwedew)
"Das Angebot lautet: Länder mit Nuklearwaffen rüsten ab, Länder ohne Atomwaffen streben nicht nach ihnen, und alle Länder ...
... können Zugang zur friedlichen Nutzung von Atomenergie bekommen." (am 5. April in Prag)
"Lasst mich das so klar wie nur möglich sagen: Die USA sind nicht in einem Krieg mit dem Islam, und werden es nie sein." (vor dem türkischen Parlament am 6. April)
Video: Gedenken an "D-Day" - Obama zu Gesprächen in Nordfrankreich
Video: Obama in Dresden - Im Studio: Dieter Kronzucker
Video: First Lady unverhüllt - Aktfoto von Carla Bruni für 13.090 Euro verkauft
Zu seinem Besuch in einem traditionellen Pariser Bistro hat US-Präsident Barack Obama einen Vorkoster mitgebracht. "Was besonders beeindruckend war: Sie hatten einen Vorkoster", sagte am Sonntag Gabriel de Carvalho, Kellner im "La Fontaine de Mars", dem französischen Nachrichtensender iTélé über den Besuch der Familie Obama am Vorabend.
Mehr zum Thema
Für die Köche sei es zunächst ein wenig unangenehm gewesen, dass ein Begleiter des US-Präsidenten jedes Gericht probiert habe. "Aber er ist ein sehr angenehmer und entspannter Mensch, also ist es sehr gut gelaufen", führte der Kellner aus. Das Restaurant bestätigte die Angaben, das Weiße Haus hält sich in solchen Fragen grundsätzlich bedeckt.
Obama hatte nach dem Nahen Osten und Deutschland auch Frankreich besucht. Er nahm in der Normandie an den "D-Day"-Feierlichkeiten zum Jahrestag der Landung der Allierten 1944 teil. In Paris besuchte er mit seiner Frau Michelle und seinen Töchtern Sasha und Malia unter anderem die Kathedrale Notre Dame und das Museum Centre Georges Pompidou. Während der Präsident am Sonntag aus der Pariser Hauptstadt abreiste, wollten seine Frau und Töchter noch bis Montag bleiben, um in der Stadt an der Seine Zeit für weitere Sehenswürdigkeiten und zum Shoppen zu haben.
( AFP, N24)
07.06.2009 13:05 Uhr
Mehr Panorama-Nachrichten
N24 in den Sozialen Netzwerken:
Diskussionen bei wer-weiss-was.de
Archiv