Zivilisten bombardiert

US-Militär räumt fatale Fehler ein

Probleme bei Taktik, Technik und Durchführung: Das US-Militär hat eingeräumt, bei einem Luftangriff in Afghanistan schlecht vorbereitet gewesen zu sein. Das kostete über 100 Zivilisten das Leben.

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Statt Aufständischer wurden bei einem US-Luftangriff in Afghanistan mehr als 100 Zivilisten getötet.

Eigentlich sollte es ein Schlag gegen die Taliban werden. Doch der Luftangriff des US-Militärs im Mai in Afghanistan war so schlecht vorbereitet, dass nach Angaben aus Kabul über 100 Zivilisten ums Leben gekommen waren. Der Einsatz sei nicht wie vorgeschrieben ausgeführt worden, so das Pentagon. Es habe "einige Probleme" in Taktik, Technik und Durchführung des Angriffs am 4. Mai in der südwestafghanischen Provinz Farah gegeben, sagte Pentagon-Sprecher Geoff Morrell in Washington.

Wie die "Washington Post" berichtete, kamen US-Bomber einer afghanischen Einheit bei einem Einsatz gegen Taliban-Kämpfer zu Hilfe. Der Einsatz in einem dicht besiedelten Gebiet sei jedoch schlecht vorbereitet gewesen. So habe einer der B1-Bomber einen 1.000-Kilogramm-Sprengsatz auf ein Gebäude abgeworfen, ohne zuvor notwendige Informationen über das Ziel von Bodeneinheiten erhalten zu haben.

Die hohe Zahl ziviler Opfer bei Luftangriffen führt immer wieder zu Spannungen zwischen Washington und Kabul. Präsident Barack Obama hatte nach dem Zwischenfall versprochen, die Militärs würden, alle Anstrengungen unternehmen, um das Sterben Unschuldiger zu verhindern.

(dpa, N24)

09.06.2009 12:44 Uhr

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