Streit beigelegt

NATO beschließt Einsatz von AWACS in Afghanistan

Die NATO hat beschlossen AWACS-Aufklärungsflugzeuge nach Afghanistan zu entsenden, um Lufttransporte abzusichern. Ein vorangegangener Streit um die Finanzierung der Flüge wurde beigelegt.

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Die AWACS sind derzeit im nordrhein-westfälischen Geilenkirchen stationiert. Rund ein Drittel der Besatzung wird von Deutschland gestellt.

Nach monatelangem Streit hat die NATO die Entsendung von AWACS-Aufklärungsflugzeugen nach Afghanistan beschlossen. Die Verteidigungsminister des Bündnisses besiegelten den Einsatz von bis zu vier Maschinen für zunächst ein Jahr, wie ein NATO-Militärvertreter mitteilte.

Jung will Luftaufklärer entsenden

Für die geplante Bundeswehr-Beteiligung mit bis zu 100 Soldaten muss die Regierung in Berlin die Zustimmung des Bundestags einholen. Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) geht davon aus, dass die Luftaufklärer "einen zusätzlichen Beitrag leisten können für die Flugsicherheit in Afghanistan", wie er am Rande des NATO-Rats in Brüssel sagte.

Bundestagsmandat noch nötig

Deutschland soll bis zu 40 Prozent der insgesamt 250 Einsatzkräfte stellen, also bis zu 100 Soldaten. AWACS-Hauptstützpunkt ist Geilenkirchen bei Aachen. Das nötige Bundestagsmandat könnte bis Anfang Juli eingeholt werden. Frankreich hatte sich monatelang gegen die zusätzlichen Kosten gewehrt. Präsident Nicolas Sarkozy lenkte aber dem Vernehmen nach am Donnerstag gegenüber Bundeskanzlerin Merkel (CDU) bei deren Paris-Besuch ein.

(dpa, AFP, N24)

12.06.2009 09:57 Uhr

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