Verschärftes Vorgehen gegen Nordkorea: Der Weltsicherheitsrat hat auf die jüngsten Atomtests reagiert. Auch China, engster Verbündeter des kommunistischen Nachbarn, stimmte der Resolution zu.
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Als Reaktion auf den Atomwaffentest vom 25. Mai hat der das höchste UN-Gremium, der UN-Sicherheitsrat, das Waffenembargo gegen Nordkorea enger gefasst und die Auflagen für Finanzgeschäfte erhöht. Die amerikanische UN-Botschafterin Susan Rice, sagte, die US-Regierung sei "sehr zufrieden". Sie lobte ausdrücklich die Unterstützung der Resolution durch die Vetomächte Russland und China. Der Sicherheitsrat sei so zu eine beispiellosen Haltung gekommen.
Allerdings müsse mit einer "unverantwortlichen Reaktion" des isolierten kommunistischen Staats gerechnet werden, sagte Rice weiter. Sie erklärte die Bereitschaft der USA, Schiffe mit mutmaßlicher Schmuggelware für Nordkorea zu stoppen. Sollte die Durchsuchung auf hoher See abgelehnt werden, sollte sie zum nächsten Hafen eskortiert und dort inspiziert werden, sagte Rice. Insgesamt bevorzuge Washington einen multilateralen Ansatz bei der Durchsetzung der Sanktionen.
Waffenexpoerte verboten
Die Inspektion von Schiffen, in denen Material für das nordkoreanische Atomprogramm vermutet wird, gehört zu den neuen Sanktionen gegen Pjöngjang. Auch Waffenexporte sollen Nordkorea verboten werden.
Der chinesische UN-Botschafter Zhang Yesui erklärte, die Resolution zeige die klare Ablehnung des Atomtests vom 25. Mai, der den Frieden in der Region in Gefahr gebracht habe. Nordkorea solle an den Verhandlungstisch zurückkehren.
Die bisherigen UN-Resolutionen haben das abgeschottete Regime allerdings nicht von seinem Kurs abgebracht. Anfang der Woche erklärte die Regierung in Pjöngjang, neue Sanktionen würden als Kriegserklärung aufgefasst. Man werde bei einer Provokation mit einer «gnadenlosen Offensive» antworten und auch Atomwaffen einsetzen, hieß es.
Washington: Pjöngjang könnte weiteren Atomtest vorbereiten
Ausgearbeitet wurde der jüngste Resolutionsentwurf in zweiwöchigen Verhandlungen von den fünf ständigen Sicherheitsratsmitgliedern - USA, Russland, China, Großbritannien und Frankreich - sowie von Südkorea und Japan. Er wurde den übrigen Mitgliedern des 15 Staaten umfassenden Gremiums am Freitag zur Entscheidung vorgelegt. Damit wurden die 2006 nach dem ersten nordkoreanischen Atomtest verhängten Sanktionen verschärft.
Aus Washington hieß es zuvor, dass Nordkorea möglicherweise einen dritten Atomtest vorbereite. Darauf gebe es einige Hinweise darauf, verlautete aus Regierungskreisen. Ein Sprecher des südkoreanischen Verteidigungsministeriums erklärte, die provokante Verhaltensweise Nordkoreas in der Vergangenheit könne einen weiteren Atomtest vermuten lassen. Dies sei "wahrscheinlich möglich", sagte Won Tae Jae.