Auf einen Streich

"Hau-drauf-Obama" erschlägt Fliege

Fliegen sind klein, schnell und überaus lästig. So lästig, dass selbst US-Präsident Barack Obama nicht mehr an sich halten kann und zum "Mörder" wird. Und das mit nur einem Schlag.

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Video: "Fliegen-Killer" - Reaktionsschnell: US-Präsident Barack Obama
Barack Obama ist offenbar gut gelaunt, als er zu seinem Kurztrip durch Deutschland in Dresden eintrifft.
Von Verstimmungen zwischen ihm und Bundeskanzlerin Merkel, über die im Vorfeld der Reise viel spekuliert worden war, will er nichts wissen.
Da kann die auserlesene Journalistenschar noch so viel nachbohren, ...
... Obama und Merkel vermitteln - zumindest nach außen hin - den Eindruck, ...
... zwischen sie passe kein Blatt.
Deutschland sei ein "enger Freund" ...
... und Partner der USA, versichert der US-Präsident.
Die Bundeskanzlerin bedankt sich mit den Worten: "Es macht wirklich Spaß, mit dem amerikanischen Präsidenten zusammenzuarbeiten."
Und damit der Freundlichkeiten noch nicht genug: Er bedanke sich, in einer so "wunderschönen Stadt" wie Dresden sein zu können, meint Obama, ...
... möglicherweise ja eine Anspielung in Richtung derer, die einen deutsch-amerikanischen Streit aus der Tatsache ableiten wollten, dass er Dresden der deutschen Hauptstadt Berlin bei seinem Besuchsprogramm vorzog.
Klar, dass während des gesamten Obama-Besuchs die höchste Sicherheitsstufe gilt.
Nach dem Gespräch über die weltpolitische Lage im Grünen Gewölbe ...
... machen sich Obama und Merkel auf zu ihrem nächsten Programmpunkt - ...
... den Besuch der Dresdner Frauenkirche, wo sie von Landesbischof Jochen Bohl in Empfang genommen werden.
Ganz "wonderful" findet Obama die Kirche, ...
... die im Zweiten Weltkrieg zerstört und erst vor wenigen Jahren mit Spendengeldern wieder aufgebaut worden war.
Tatsächlich wird die barocke Kirche von Historikern als bemerkenswertes Beispiel der Sakralbaukunst bezeichnet.
Mit ihrer zentralen Anordnung von Kanzel, Taufstein, Altar und Orgel gilt sie als Sinnbild eines protestantischen Kirchenbaus.
Vor Ort entzündet Obama eine Kerze mit der Aufschrift "Friede sei mit Euch" und trägt sich in das Gästebuch des Gotteshauses ein.
Diese Passanten warten unterdessen vergebens auf den US-Präsidenten: Auf das erhoffte "Bad in der Menge" im Anschluss an den Besuch der Frauenkirche verzichtet Obama.
Aber halb so wild - die Dresdner können sich ja zum Beispiel mit diesem Angebot darüber hinwegtrösten, dass sie Obama nicht persönlich zu Gesicht bekamen, ...
... oder mit Fähnchen in den Haaren ...
... oder mit so einem Foto. Das sieht doch fast genauso aus, als hätte der US-Präsident wirklich neben einem gestanden ...
Nach dem Besuch in Dresden ging es für den US-Präsidenten per Helicopter nach Buchenwald.
Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel, besuchte Obama das Nazi-Konzentrationslager zu einem einstündigen Rundgang.
Obama zeigte sich im Gespräch mit dem Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel (r), der selbst Insasse des Lagers war und dort seinen Vater verlor, sichtlich gerührt.
Wiesel (r) mahnte, dass die Menschen entschlossen sein müssten aufeinander zuzugehen, um dafür zu sorgen, dass das 21. Jahrhundert ein Jahrhundert des Neuanfangs sei.
Zum Gedenken an die von den Nazis in Buchenwald ermordeten Menschen legte Obama eine weiße Rose nieder.
In den Jahren von 1937 bis 1945 starben in Buchenwald 56.000 Menschen darunter 11.000 Juden.
Nach seinem Rundgang im Konzentrationslager Buchenwald betonte der US-Präsident: "Ich werde das, was ich hier gesehen habe, nicht vergessen."
"Das ist die Bedeutung unserer Freiheit und unserer Überzeugungen - der Grund dafür, dass Männer und Frauen und Kinder jeder Rasse und jedes Glaubens hier bei dieser Feier sind ...
... und dafür, dass ein Mann, dessen Vater vor weniger als 60 Jahren in einem Restaurant hier vielleicht nicht bedient worden wäre, ...
... jetzt vor Ihnen stehen kann, um diesen heiligen Eid zu sprechen." (in seiner Antrittsrede in Washington am 20. Januar)
"Heute sage ich Ihnen, dass die Herausforderungen, denen wir uns gegenübersehen, real sind. Sie sind schwerwiegend ...
... und zahlreich. Sie werden nicht leicht und nicht in kurzer Zeit zu bewältigen sein. Aber wisse Amerika: Wir werden sie meistern." (am 20. Januar)
"An die muslimische Welt: Wir suchen einen neuen Weg nach vorn, der auf gemeinsamen Interessen und gegenseitigem Respekt aufbaut." (in der Antrittsrede am 20. Januar)
"Ich weigere mich, unseren Kindern Schulden zu überlassen, die sie nicht zurückzahlen können." (auf einem "Etatgipfel" im Weißen Haus am 23. Februar angesichts gigantischer Staatsschulden)
"Wenn Länder wie der Iran bereit sind, ihre Faust zu öffnen, werden sie unsere ausgestreckte Hand finden." (in einem Interview des arabischsprachigen TV-Senders Al-Arabija am 26. Januar)
"Das ist beschämend." (zu milliardenschweren Bonus-Zahlungen an Manager von in Not geratenen Banken am 29. Januar in Washington)
"Der heutige Tag markiert nicht das Ende unserer Wirtschaftsprobleme, aber er markiert den Anfang vom Ende." (unmittelbar vor der Unterzeichnung des milliardenschweren Konjunkturpakets am 17. Februar)
"Wir werden uns wieder erholen, und die USA werden stärker sein als zuvor." (vor dem Kongress am 24. Februar)
"Wir lebten in einer Ära, in der zu oft kurzfristige Gewinne höher geschätzt wurden als langfristiges Wachstum." (am 24. Februar)
"Nein." (Zur Frage, ob die USA derzeit den Krieg in Afghanistan gewinnen. Interview mit der "New York Times" vom 8. März)
"Ejde Schoma Mobarak." (Neujahrsgruß Obamas auf persisch, in einer Video-Botschaft am 20. März)
"Wir müssen ein Ende machen mit rücksichtsloser Spekulation und Ausgaben, die über unsere Mittel gehen; ...
... mit faulen Krediten, mit überschuldeten Banken und fehlender Aufsicht." (in einem Positionspapier in der Tageszeitung "Die Welt" vom 23. März)
"Wir sind in Afghanistan, um die Operationen von El Kaida zu stören, zu stoppen und sie zu besiegen." (am 27. März in Washington)
"Ich übernehme die Verantwortung, auch wenn ich damals noch gar nicht Präsident war." (auf dem G20-Gipfel in London laut "Spiegel" zur Finanzkrise, im Bild: Obama (v.l.n.r.) mit Italiens Ministerpräsident Berlusconi und Russlands Präsident Medwedew)
"Das Angebot lautet: Länder mit Nuklearwaffen rüsten ab, Länder ohne Atomwaffen streben nicht nach ihnen, und alle Länder ...
... können Zugang zur friedlichen Nutzung von Atomenergie bekommen." (am 5. April in Prag)
"Lasst mich das so klar wie nur möglich sagen: Die USA sind nicht in einem Krieg mit dem Islam, und werden es nie sein." (vor dem türkischen Parlament am 6. April)
Trotz heftiger Proteste sind in Köln sogenannte Käfigkämpfe ausgetragen worden. Hier kämpft der Brasilianer Silva Wanderlei (l) in Köln gegen den US-Amerikaner Rich Franklin.
Es war das erste Mal, dass diese Kampfsportart in Deutschland zu sehen war.
Und eins gab es für die mehr als 10.000 Zuschauer reichlich: Blut
Viele Besucher verteidigen das Ultimate Fighting.
Sie sehen, in der vor allem in den USA sehr populären Sportart, die Technik und die harte Arbeit die hinter den Kämpfen steckt. Der deutsche Kämpfer Peter Sobotta (unten) kämpft in Köln gegen den Briten Paul Taylor.
Und ganz abwegig sind diese Ansichten nicht. Zum einen wissen die Kämpfer worauf sie sich einlassen, ...
..., zum anderen ist Ultimate Fighting eine Kombination aus allen Kampfsportarten und daher in seiner Anwendung enorm vielfältig.
Es gibt kaum einen Kampfsport, der näher an den realistischen Auseinandersetzungen der Straße ist als die Mixed-Martial-Arts-Kämpfe.
95 Prozent aller Kämpfe enden am Boden. Aber nicht alle Kampfkünste bereiten ihre Sportler darauf vor.
Anders beim Ultimate Fighting. Hier geht es um die Kombination von Bodenkampf, ... (Denis Stojnic (oben) im Kampf mit seinem niederländischen Landsmann Stefan Struve.)
... Schlag- und ...
... Tritt-Techniken.
Dass es dabei auch zu Verletzungen im gut durchbluteten Gesichtsbereich kommt, muss nicht verwundern, ...
... da die Kämpfer mit dünnen, an den Fingern offenen Handschuhen kämpfen. Diese speziellen Handschuhe dienen aber in erster Linie dazu, sich selbst zu schützen.
Es dürfen keine Schuhe, T-Shirts, lange Hosen oder ein Gi im Ring getragen werden.
Regeln: Athleten kämpfen drei Runden à fünf Minuten, in Titelkämpfen fünf Runden à fünf Minuten. Die Punktevergabe erfolgt, wie beim Boxen, in einem Punktesystem, wobei der Gewinner der Runde zehn Punkte erhält, der Verlierer neun Punkte oder weniger.
Anders als beim Boxen werden Punkte im Ultimate Fighting nicht nur für erfolgreiche Angriffe und Treffer vergeben, sondern für Effektivität im Bodenkampf, für Clinch- und Wurfversuche sowie für geschickte Verteidigung oder Ringbeherrschung.
Es gibt neun verschiedenen Gewichtsklassen, die offiziell laut Unified Rules erlaubt sind, wovon die UFC aber nur fünf nutzt. Ab 94 Kilogramm beginnt das Schwergewicht.
Ein Kampf kann auf vier verschiedenen Wegen enden: Aufgabe, Knock-out, Technischer Knock-out und Kampfrichterentscheidung. (Der Niederländer Denis Stojnic (l) hat im Kampf gegen Stefan Struve einiges einstecken müssen.)
Und eins steht fest: Für die Kämpfer zählt am Ende nur der Sieg. Und der ist am Ende ...
... einfach nur hart erkämpft.
Wer während der Kämpfe nicht hinsehen kann, der hat in der Pause die Gelegenheit die Augen zu beruhigen, wenn die Nummerngirls die nächste Runde ankündigen.
Auf dem Bild lebt die Fliege noch ... Eine Artgenossin musste in den USA jüngst ihr Leben lassen, weil sie US-Präsident Barack Obama belästigte.

US-Präsident Barack Obama ist ein Mann der Tat. Er fackelt nicht lange - da muss schon mal eine Fliege dran glauben, und sei es vor laufender Kamera. "Verschwinde hier", zischte Obama während eines Fernsehinterviews im Weißen Haus eine Fliege an. Das Tier war jedoch hartnäckig und ließ sich vom Groll des wohl mächtigsten Mannes der Welt nicht beeindrucken.

Dann nahm Obama die Sache selbst in die Hand: Er wartete, bis die Fliege sich setzte, dann schlug er zu. Tot. Auf einen Schlag. "Wo waren wir jetzt?" fragte er daraufhin seinen Gesprächspartner, den CNBC-Korrespondenten John Harwood. Der Präsident war sichtlich stolz auf seine zielgenaue Leistung: "Das war ziemlich beeindruckend, oder?"

(AP, N24)

17.06.2009 08:05 Uhr

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