Neues Milliardenpaket
US-Kriegskosten bei einer Billion Dollar
Das US-Repräsentantenhaus hat einem 100-Milliarden-Finanzpaket für die Militäreinsätze im Irak und in Afghanistan zugestimmt. Damit steigen die Gesamtkosten seit 2001 auf rund eine Billion Dollar.
Das US-Repräsentantenhaus hat nach einer kontroversen Debatte die weitere Finanzierung der Kriegseinsätze im Irak und in Afghanistan freigegeben. In dem am Dienstag beschlossenen Paket in Höhe von 106 Milliarden Dollar (76 Milliarden Euro) sind rund 80 Milliarden Dollar für das Militär vorgesehen, knapp acht Milliarden Dollar sollen zur Bekämpfung der Schweinegrippe bereitgestellt werden, zudem sind darin auch Hilfsgelder für Pakistan, den Irak und Georgien enthalten.
Die Fortführung der Militäreinsätze ist damit bis zum Herbst finanziert. Das Pentagon hatte gewarnt, dass ohne die zusätzlichen Mittel schon im Juli das Geld ausgehen könnte. Der Senat sollte noch in dieser Woche über das Paket abstimmen.
Eine Billion Dollar Kriegskosten
Im Repräsentantenhaus fiel die Entscheidung mit 226 zu 202 Stimmen vergleichbar knapp aus: Alle Republikaner und auch 32 Demokraten hatten gegen den Haushaltsplan der Regierung von Präsident Barack Obama gestimmt. Zahlreiche Demokraten kritisierten die anhaltend hohen Ausgaben für die Kriege. Die Republikaner hingegen kritisierten einen Budgetposten des Pakets in Höhe von fünf Milliarden Dollar, der eine Rückstellung für eine Kreditlinie an den Internationalen Währungsfonds (IWF) über 108 Milliarden Dollar ist.
Nach einer Zustimmung durch den Senat würden sich die Kosten für die Kriege im Irak und in Afghanistan sowie weitere Sicherheitsprogramme seit Ende 2001 damit auf knapp eine Billion Dollar summieren. Mehr als 70 Prozent des Geldes flossen laut einer Analyse des wissenschaftlichen Dienstes des US-Kongresses in den Irak-Einsatz.
(AP, N24)
17.06.2009 10:26 Uhr









