Sprachforschung
Sächsisch bleibt unbeliebtester Dialekt
Deutschen lieben ihre Sprache und pflegen Dialekte: Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage. Nur das Sächsische fällt wieder einmal durch: Es ist nach wie vor der unbeliebteste Dialekt.
Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.
Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:
Warum eigentlich unsympathisch? "Nu, mir gönn!" ist die sächsisch-kreative Übersetzung des Obama-Wahlspruchs "Yes, we can".
Wenn sich die Szene unterhält, kann man schon ganz schön dumm aus der Wäsche gucken. Vor allem, wenn man nichts versteht. Macht man dazu noch ein Gesicht wie Ross Anthony läuft man Gefahr als "crank", also geistesgestört, bezeichnet zu werden.
Also erstmal in den "Assitoaster" oder nach "Münzmalloca". Hauptsache schön braun. Manch einer sieht zwar aus wie ein Brathähnchen, aber egal.
Am Abend schaudert man vor dem Fernseher, weil die allgemeine "Volksverbohlung" keine Grenzen kennt.
Richtig herbe wird es dann beim "Brain-Fuck".
Um dem Abend eine positive Wendung zu geben bleibt noch das "Armchairshopping".
Wenn es am nächsten Tag ins Büro geht sollte man ordentlich "wichteln". Nee, nicht etwa klein machen. Ganz im Gegenteil: Immer schön wichtig tun.
Und wenn man mit dem "wichteln" fertig ist gibt's den "Egoboost", das Lob vom Chef für die getane Arbeit. Vielleicht ist es aber auch nur ein Kompliment vom Freund für die neue Frisur oder ...
... man ist am "dissen" - was? nein, nicht jemanden anschwärzen! - man schreibt seine Dissertation und wird dafür gelobt.
Eine andere Möglichkeit beim Chef zu punkten ist das "Bullshit-Bingo". Immer schön die englischen Pseudo-Termini bemühen. Das hilft, wenn man glänzen will.
Notwendige Accessoires dabei sind natürlich der "Klapprechner" und ...
... das "Jesusphone".
Ach so. Nicht zu vergessen ist das "Datenzäpfchen".
Jetzt kann man auch getrost mal einen "Biobreak" machen. Immerhin war das schon der sechste Kaffee vor dem Mittagessen.
Apropos Mittagessen. Erst mal schön in die Kantine und dann ins Meeting. Der Zustand der sich dann einstellt wird im übrigen als "Suppenkoma" bezeichnet.
Während des "Suppenkomas" neigt man in der Sitzung dann auch zum "Gesichtsfasching". In der Regel ist diese Entgleisung der Gesichtsmuskulatur nichts anderes als Müdigkeit. Kann aber vom Vorgesetzten durchaus missverstanden werden, so dass der einen ...
... erstmal ordentlich "anpaulen" muss. Nicht genug damit, dass der Boss einen von der Seite angemacht hat, ...
... dann kommt bestimmt auch noch so ein "Knowbie", der glaubt sich mit allem auszukennen, zu allem etwas zu sagen hat und alle Kollegen ständig auf Fehler hinweist.
Das ist dann der Punkt, wo aus dem Yuppie ein "Fruppie" wird.
Frustriert wünscht man sich jetzt ein "Proki" zu sein. Einer, der als Sohn oder Tochter eines Prominenten zu größtem Erfolg kommt.
Um seinen Frust öffentlich zu machen wird erstmal getwittert. Schließlich ist man ein "Tweeple" und der hat immer etwas mitzuteilen.
Nach der Arbeit geht's erst mal "dönern".
Aber Achtung. Nicht zuviel essen, sonst droht eine "Fressnarkose" vom Feinsten.
Jetzt tut sich die Frage auf: Was soll man mit dem angebrochenen Nachmittag anfangen? Einfach nur "olfen"? Gar nichts tun, sich sozial abkapseln?
Oder lieber rein in die "Schnellfickerhose" und in die Muckibude?
Och nee, lieber mit ein paar Leuten ein wenig "buffen".
Vielleicht könnte man aber auch dieses super Ballerspiel am Computer weiter machen und dabei ein wenig "campen", also einfach nur auf die Gegner warten, um sie dann ...
Aber bei genauer Überlegung wäre "zweizeln" doch ganz schön. Ja, nicht alleine abhängen, sondern etwas zu zweit tun.
Also ab nach Hause, raus aus dem Anzug und die coolen Baggys angezogen. Aber Achtung! Wenn dabei das sogenannte "Bauarbeiterdekollté" zu sehen ist, soll das Frauen schon mal extrem abturnen.
Vielleicht kann man ja noch den "Beanie" aufsetzen, die Kopfbedeckung für besonders coole Säue.
Jetzt ab ins Restaurant mit ihr und dem "Tellertaxi" mal ordentlich Beine gemacht.
Während der Gespräche mit ihr immer schön den "Chickflick", den Frauenversteher, raushängen lassen.
Ja, natürlich mag ich "Hausfrauenrock"! (Für mich kann es gar nicht schnulzig genug sein.)
Alles läuft wunderbar bis sie erzählt, dass sie "Feuchtgebiete" von Charlotte Roch ganz doll mag. Vor dem geistigen Auge taucht sofort dieser "Achselhamster" auf.
Dann erzählt sie von ihrer "ABF", ihrer "allerbesten Freundin". Das war's dann auch.
Völlig deprimiert muss man feststellen, dass sie eine "Vulkanette" ist.
Die Hoffnung aufs "knötern" ist hin und ...
... einen "Zungentango" bekommt man von ihr garantiert nicht.
Also ab vor die Tür, um zum "Smirthing" vielleicht überhaupt noch was für den Abend klar zu machen, aber ...
... die einzige Frau, die einem Hoffnungen macht, ist diese "Büffelhüfte".
Am Ende ist man am Boden zerstört und kommt sich vor, wie das letzte "Castingopfer".
Also ab nach Hause in den "shabbychick" und liebevoll den alten Tisch gestreichelt.
Schnell noch einen "Blockfisch" in den Ofen und dann zum gemütlichen Teil des Abends.
Zur Entspannung gibt es noch eine Runde "Guerilla-Knitting".
Enttäuscht im Bett angekommen träumt man dann vom "Fernverkehr", aber selbst den wird es heute nicht geben.
Na ja, vielleicht geht ja im Winter beim "snöbeln" was.
Ist jetzt auch egal. Am Wochenende machen wir erst mal weiter mit dem "Groundhopping".
Sie konnte von Namen nicht genug kriegen: Die in den 90er Jahren erfolgreiche Biathletin Simone Greiner-Petter-Memm. Dass sie zur Strafe für den Namen immer mit Gesichtsmaske an den Start gehen musste, ist aber nur ein Gerücht. Böse Zungen sagten ...
Sandy Meyer-Wölden hat nochmal Glück gehabt. Nachdem ihr Kurzzeitverlobter ...
... damals aber, ihr Name klinge wie eine komplette Biathlon-Staffel. Damit ist sie die Vorreiterin in Sachen Kreation von Mehrfachnamen. An den Mädchennamen Greiner-Petter hängte sie den Namen ihres Mannes an.
... ihr im letzten Moment einen Korb verpasste, bleibt ihr und der Klatschpresse der schlagzeilensprengende Dreifachname Meyer-Wölden-Becker erspart. Weil aber gerade ...
Für Rundfunk-Kommentatoren ein wahrer Stolperstein, aber auch Zeitungsjournalisten mühten sich oft vergeblich, den Namen in die Überschrift zu quetschen. Sehr hilfreich, dass ihr jemand irgendwann das Kürzel GPM verpasste.
... unter Personen des öffentlichen Interesses schon jede Menge Namensungetüme (im Bild Frau Leutheuser-Schnarrenberger) kursieren, hat ...
Bei einer ihrer Nachfolgerinnen, Martina Glagow, stand im Sommer 2008 die Entscheidung ins Haus: Doppelname oder nicht. Glagow entschied sich gegen ihren Mädchennamen und heißt seitdem einfach Martina Beck.
... das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eine behördenfreundliche Entscheidung getroffen. Sollte sich Ex-Botschafter-Gattin Shawne Borer-Fielding nochmal trauen, gibt es keinen weiteren Namenszusatz. Dreifachnamen ...
Auch bei Kollegin Simone Denkinger stellte sich das Problem. Doch sie fürchtete ebensowenig um den Wiedererkennungswert, ist nun als Frau Hauswald unterwegs. Eine kurzzeitige Umstellung für die Fans - man gewöhnt sich aber schnell um.
... sind auch in Zukunft in Deutschland nicht möglich - was sicher auch den künftigen Nachwuchs Thorsten Schäfer-Gümbels im Falle von Heiratsplänen freuen wird.
Ganz anders ihre schwedische Konkurrentin Anna Carin Olofsson, die aus der Babypause gleich noch einen weiteren Namen mitbrachte und nun als Anna Carin Olfosson-Zidek die Ergebnistafeln sprengt.
Bei manchen Stars fungiert der Doppelname als Gedächtnisstütze - oder würde sich, hieße Pamela nicht Anderson-Lee, noch jemand an Prügel-Prolo Tommy erinnern?
Auch Langläuferin Claudia Künzel zeigte sich experimentierfreudig: Nach ihrer Heirat mit dem Trainer Trond Nystad startete sie längere Zeit unter dem Doppelnamen Künzel-Nystad.
Auffällig ist in jedem Fall: Während Leinwandstars meist ihren Künstler- bzw. Mädchennamen behalten, tummeln sich bei Deutschlands Politprominenz die Namensketten (im Bild: Hildegard Hamm-Brücher). Das kann nur die Sportelite toppen.
Ihr Mädchenname hat inzwischen ausgedient: Jetzt heißt sie nur noch Claudia Nystad.
Ihre Kollegin Evi Sachenbacher ist da weniger trennungsfreudig: Seit ihrer Heirat ist sie als ...
... Evi Sachenbacher-Stehle unterwegs - und will es auch bleiben.
Auffällig, dass besonders Wintersportlerinnen derart experimentierfreudig mit ihren Namen umgehen: So auch die ehemalige Skirennläuferin Martina Ertl, die sich nach der Hochzeit ...
... mit Sven Renz dessen Namen anhängte und zum Ende ihrer Karriere als Martina Ertl-Renz über die Pisten fegte. Hier blieb die Namenskette wenigstens noch überschaubar.
Ihre Kollegin Monika Bergmann schreckte dagegen vor einem Ungetüm nicht zurück ...
... und schnallte sich als Monika Bergmann-Schmuderer wieder die Skier unter.
Eine wahre Namenskarriere hat Ex-Eisschnelläuferin Gunda Niemann hingelegt. Geboren als Gunda Kleemann übernahm sie zunächst den Namen ihres ersten Mannes und feierte als Gunda Niemann ihre größten Erfolge.
Schließlich heiratete sie ihren Manager Oliver (hier mit der gemeinsamen Tochter Victoria) und heißt seither Gunda Niemann-Stirnemann.
Ein Name wie in Stein gemeißelt: Die neu erbaute Eishalle in ihrer Heimat Erfurt wurde zur Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle (sprich: GNS-Halle) getauft. Große Namensexperimente kann sie sich damit nun nicht mehr leisten.
Konsequenz auf zwei Kufen: Auch Kollegin Monique Garbrecht entschied sich für die Namenserweiterung zu Monique Garbrecht-Enfeldt.
Die schnelle Frau im Eiskanal, Silke Kraushaar, mochte ihren Mädchennamen ebensowenig hergeben ...
... und fuhr schließlich als Silke Kaushaar-Pielach zu den nächsten Erfolgen.
Eine Herausforderung für jeden Sportreporter wurde das Namensungetüm, dass sich die mehrfache Olympiasiegerin im Rudern, Katrin Rutschow, in den Pass eintragen ließ.
Ab 1999 saß sie als Katrin Rutschow-Stomporowoski im Boot. Nur der Vollständigkeit halber: Ihre Kinder heißen Kiro Gerome und Caspar Vinzenz.
Als Expertin im Namensammeln entpuppte sich auch die ehemalige Weltklasse-Hochspringerin Heike Henkel. Geboren mit dem Namen Redetzki, legte sie diesen ab, als sie den Ex-Schwimmer Rainer Henkel heiratete.
Die Ehe zerbrach, den Namen behielt sie. Als sie dann den ehemaligen Zehnkämpfer Paul Meier ehelichte, sackte sie auch dessen Namen ein und heißt heute Heike Meier-Henkel . Immerhin: Der Name des neuen Mannes durfte vorn stehen.
Auch Justine Henin-Hardenne, ehemalige Nummer eins im Tennis, hatte durch Heirat den zweiten Namen hinzugewonnen.
Mit der Scheidung gab's dann nicht nur die Trennung vom Mann, sondern auch vom Namen: Sie heißt jetzt wieder Justine Henin.
Die Doppelnamen - in jedem Fall ein weibliches Phänomen im Sport. Mithalten kann da eigenltich nur einer: Nationaldoc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.
Danke liebe Verfassungsrichter: Nicht auszudenken, was herausgekommen wäre, wenn seine Tochter Maren ihren Ex Lothar Matthäus geheiratet hätte (Maren Matthäus-Müller-Wohlfahrt?)
Oh la la: Die Gesellschaft für deutsche Sprache veröffentlicht jedes Jahr eine Liste der beliebtesten deutschen Vornamen. Aufgeführt sind jeweils zehn Jungen- und Mädchennamen. Und hier sind die Gewinner:
Men first: Platz 10 für Tim. Ein Name nicht nur für Comichelden ("Tim und Struppi").
Auf Rang 9 landet David. Einige berühmte Namenspatronen: Fußballstar David Beckham, ...
... Kultregisseur David Lynch oder auch ...
... der "Sänger der deutschen Einheit" David Hasselhoff.
Eine Position besser platziert ist Lukas. Noch-Bayern-Profi Podolski macht dem Vornamen alle Ehre.
Auf Platz 7 liegt Elias. Ex-Tennis-Profi Boris Becker gab einem seiner Söhne (M) diesen Namen.
Felix schafft es auf Rang 6 der beliebtesten Jungennamen Deutschlands. Herr Magath, seines Zeichens Fußballtrainer in Wolfsburg, muss mit diesem Vornamen klarkommen, denn auch eine Katzenfutter-Marke heißt so.
"Italien-Bomber" Luca Toni netzt nahezu jede Torchance ein. Ein sicherer Treffer ist auch Luca als Vorname. Platz 5.
Nicht Peter, nicht Mary, sondern Paul ist mit Platz 4 knapp am Treppchen vorbeigeschrammt. Schauspieler Paul Walker (im Bild mit Jessica Alba, Filmpartnerin in "Into the blue") ist einer von vielen berühmten Pauls.
In die Top 3 hat es Leon geschafft. Jean Reno machte den Vornamen zum "Profi". Im vergangenen Jahr war Leon noch der beliebteste männliche Vorname.
Alexander, 2007 noch auf Platz 3, holt sich den Vize-Titel. Der größte Alexander war wohl ... Feldherr Alexander der Große (r.)
Kaum zu fassen: Beliebtester Vorname bei Jungen 2008 ist Maximilian. Er trägt ihn schon etwas länger: Schauspieler Maximilian Schell.
Und nun zur holden Weiblichkeit. Platz 10 für Charlotte. Ein Name, bei dem sich spätestens seit dem Bestseller "Feuchtgebiete" von Charlotte Roche, jede Anspielung verbietet.
Platz 9 geht an Mia. Neben der deutschen Pop-Gruppe trägt auch eine Ex von Regie-Altstar Woody Allen diesen Vornamen: Mia Farrow.
Etwas zum Nachdenken? Hannah oder auch Hanna belegt Rang 8. Vor allem unter Jugendlichen hat diesen Vornamen die Serie Hannah Montana mit Miley Cyrus in der Hauptrolle bekannt gemacht.
Hannah ist aber auch etwas für ernsthafte Gemüter. Hannah Arendt, Philosophin.
Lena (wie "Germany's Next Topmodel 2006" Lena Gercke) landet auf Platz 7 bei den beliebtesten Mädchen-Vornamen 2008.
Plaz 6 für Leonie. Mit diesem Vornamen schaffte es Fräulein Gerner 2005 bis zur "Miss Berlin".
Johanna ist laut Gesellschaft für deutsche Sprache der fünftbeliebteste Mädchenvorname 2008. Pro7- und MTV-Moderatorin Johanna Klum ist eine Vertreterin der Johannas.
Wie 2007 auch 2008 auf Rang 4: Anna/Anne. Berühmte Namensträgerin ist etwa Ex-Tennisprofi Anna Kurnikova.
Ski-Alpin-Weltmeisterin Riesch macht dem Vornamen Maria alle Ehre. Platz 3 - wie 2007.
Auf dem Treppchen eine Stufe über Maria landet Marie. Die schöne Schauspielerin Bäumer heißt beispielsweise so.
Und der beliebteste Mädchen-Vorname 2008 ist: Sophie/Sofie. Frau Schütt, ...
... Sängerin Ellis-Bextor oder auch ...
... die französische Mimin Marceau tragen zur ungebrochenen Beliebtheit dieses Vornamens bei. Gratulation! Aber sollte ihr nächstes Kind ein Junge werden, dann nennen sie ihn Waldemar!
Sächsisch ist nach einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Deutsche Sprache weiterhin der unbeliebteste Dialekt in Deutschland. 30 Prozent der befragten Bundesbürger gaben an, Sächsisch als "besonders unsympathisch" zu empfinden. Schwer beliebt ist dagegen das Norddeutsche. 24 Prozent der Interviewten empfanden den herben Klang des Nordens als sympathisch, berichteten die Sprachforscher. Positiv überrascht stellten sie darüber hinaus fest, dass die Deutschen ihre Sprache lieben, Dialekte pflegen und ausländische Akzente tolerieren. Sie lesen auch gern Zeitung oder Bücher. Sorge macht den Forschern nur, wie schwer sich viele Deutsche bei der Verständigung mit Ausländern tun.
Mehr zum Thema
Für die Untersuchung zu aktuellen Spracheinstellungen in Deutschland wurden im Oktober 2008 etwa 2000 Menschen befragt. "Wir hatten wirklich nicht mit so positiven Gefühlen gerechnet", sagte Sprachforscher Ludwig Eichinger. Statt der erwarteten Nörgelei empfanden viele Befragte "Liebe" (47 Prozent) und "Stolz" (56 Prozent) gegenüber ihrer Muttersprache. Sie beschrieben sie als schön, anziehend und logisch, nur eben auch ein bisschen schwierig.
Auch Schwäbisch und Badisch mit Prädikat "sympathisch" So manches Vorurteil gegenüber Dialekten dürfte mit dieser Studie dahinschwinden. 60 Prozent der Deutschen gaben an, einen Dialekt zu sprechen - völlig unabhängig vom Bildungsgrad. Die meisten von ihnen leben im Süden und Südwesten Deutschlands. Im Rest der Republik halten vor allem die Berliner im Ostteil der Hauptstadt ihr Fähnchen hoch: 83 Prozent berlinern mit Leidenschaft.
Darüber hinaus ist eine Unterscheidung zwischen "Ostdeutsch" und "Westdeutsch" 20 Jahre nach dem Mauerfall jedoch kein Thema mehr. Die meisten Interviewten nehmen heute allein ein sprachliches Nord-Südgefälle wahr. Als sehr sympathisch wird neben dem norddeutschen Klang das Bayerische sowie das Schwäbische und Badische (Alemannisch) bewertet. Unsympathisch klang in den Ohren vieler Befragter neben Sächsisch aber auch Bayerisch. Dass Bayern und Sachsen ihre Dialekte innig lieben, überrascht als Ergebnis weniger.
In der Wissenschaft regiert Englisch Unter den ausländischen Akzenten hören die Deutschen den französischen am allerliebsten. 48 Prozent sagen, dass sie gar keinen Akzent unsympathisch finden. Weniger gern lauscht der Rest allerdings einem russischen (14 Prozent) und türkischen Akzent (11 Prozent). Bei den jüngeren Erwachsenen bis 29 Jahren wird eine türkische Satzmelodie aber auch als sympathisch gewertet (27 Prozent). Je mehr Kontakte es in der Schule oder im Alltag mit Fremdsprachen gibt, desto positiver wirkt nach Einschätzung von Sozialpsychologen auch ihr Klang.
Insgesamt tun sich viele Bundesbürger in der Begegnung mit Einwanderern, die noch wenig oder kein Deutsch sprechen, jedoch schwer. 43 Prozent finden das schwierig oder sehr schwierig. Dass Immigranten im Privatleben in ihrer Muttersprache reden, lehnen vor allem Befragte mit einem niedrigen Bildungsgrad ab.
Sorgen um die Zukunft der deutschen Sprache machen sich die Forscher allein im Wissenschaftsbereich. Dort hat das Englische die Herrschaft übernommen. An der Leselust der Deutschen zweifeln sie dagegen nicht: 70 Prozent der Interviewten gaben an, täglich Zeitung zu lesen, ein Drittel - vor allem Frauen - griff gern zum Buch. Auch Internetfreunde lesen laut Studie gern Zeitung oder Bücher.
Deutsch-Gesetz stößt auf Ablehnung Viele Befragten legten auch Wert auf ein gepflegtes Deutsch und eine korrekte Rechtschreibung. Die Mehrheit möchte, dass mehr für die deutsche Sprache getan wird. Ein Gesetz, dass das Deutsche vor negativen Einflüssen schützt, lehnen aber fast zwei Drittel ab.
(dpa, N24)
17.06.2009 15:21 Uhr
Mehr Panorama-Nachrichten