Nie wieder will Harald Schmidt eine tägliche Late Night Show machen. Denen, die das planen, gibt er mit auf den Weg: "Ich bin der einzige, der es kann und das wird auch so bleiben."
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Harald Schmidt wird nie mehr eine tägliche Late Night Show im deutschen Fernsehen machen. "Ich mache das nicht mehr", sagte der 51-jährige Entertainer und Schauspieler, der Jahre lang für Sat.1 werktäglich talkte. "Ich bin für kein Geld der Welt mehr bereit, das noch einmal zu machen. Das Leben möchte ich nicht mehr führen. Wobei ich der einzige bin, der es kann und das wird auch so bleiben, vor allem intellektuell. Es hat mir auch großen Spaß gemacht."
Wenn es wieder eine neue tägliche Late Night Show im Deutschen Fernsehen geben sollte, dann müsste sie nach seiner Ansicht aus Berlin kommen. Für Schmidt, der zum ersten Mal von Mathias Richling zum "Satiregipfel" eingeladen worden war, liegen die Themen auch für Satire in der Hauptstadt auf der Straße. "Berlin ist eine absolut großartige Stadt mit unglaublichen Energien, das spüre ich täglich, wenn ich hier auf den Straßen unterwegs bin, und hier lesen sogar türkische Taxifahrer den Philosophen Sloterdijk."
Nach dem Ende der gemeinsamen Show "Schmidt & Pocher" wandelt Schmidt wieder auf TV-Solopfaden. Am 17. September beginnt er in der ARD mit seiner neuen wöchentlichen Show jeweils mit einem Gast donnerstags um 22.45 Uhr. Einzelheiten will Schmidt noch nicht nennen, aber: "Jeder, der das Fernsehgeschäft kennt, kann sich doch an den fünf Fingern abzählen, wie die Show aussehen wird." Die Sendung werde "Harald Schmidt" heißen, verriet ARD-Programmchef Volker Herres den "Stuttgarter Nachrichten". "Harald Schmidt alleine ist in der jetzigen Phase genau richtig. Er wird eine Sendung machen, die deutlich politischer und aktueller ist als die bisherige. Das passt gut zu ihm", sagte Herres der Zeitung.
Außerdem kommt auch Schmidts Theater-Karriere nicht zu kurz. Neben der Schauspielarbeit im Stuttgarter Ensemble steht jetzt sogar eine Regiearbeit an: In Düsseldorf inszeniert er zusammen mit Christian Brey die Operette "Die Lustige Witwe" von Franz Lehar. Premiere ist am 4. Dezember.