"Für kein Geld der Welt"

Schmidt: Nie mehr tägliche Late Night Show

Nie wieder will Harald Schmidt eine tägliche Late Night Show machen. Denen, die das planen, gibt er mit auf den Weg: "Ich bin der einzige, der es kann und das wird auch so bleiben."

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Harald Schmidt hat keinen Bock mehr auf eine tägliche Late Night Show.
Video: Oliver Pocher - Comedian wechselt von der ARD zu SAT.1
Was seit langem als Gerücht gehandelt wurde, ist nun offiziell: Zwischen Oliver Pocher und Monica Ivancan ist es Aus. Ob nun…
... sie den Schlussstrich zog oder …
... er wird die Öffentlichkeit wohl nie erfahren. Dabei hatte alles so schön angefangen: Im März 2005 verliebten sich die "Bachelorette" und der Komiker ineinander. (beim Boxkampf im Juli 2008)
Vier Jahre lang waren sie auf den roten Teppichen zu sehen. Doch jetzt ist die Luft raus. (bei der Filmpremiere "Vollidiot" im April 2007)
Angeblich ist das 31-jährige Model schon aus der gemeinsamen Wohnung in Köln ausgezogen. (beim Deutschen Filmball im Januar 2008)
Warum? Beide vertrauten einer großen deutschen Tageszeitung an, dass sie immer weniger Zeit füreinander hatten. Auch … (beim der Echo-Verleihung im Februar 2008)
… ihre Zukunftspläne waren schließlich zu unterschiedlich. Vielleicht lag es aber auch an Pochers Vorliebe für … (bei der Bond-Premiere im November 2008)
… Frauenkleidung?! Unvergessen sein Auftritt beim "Echo" 2008. Dort nahm er Pop-Star Britney Spears auf die Schippe.
Bei "Deutschland sucht den Superstar“ mimte er im April 2009 Bill Kaulitz, den androgynen Sänger der Band "Tokio Hotel“.
Auch der feminin wirkende Bruce Darnell hatte es ihm angetan. So blieb der Ex-Juror von "Germany’s Next Topmodel“ bei der Bravo Supershow 2008 nicht verschont.
Ebenfalls unvergessen, aber umstritten war seine Verwandlung in den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg bei "Schmidt & Pocher“. Bei so vielen Terminen, fragt man sich: Lebte Oliver zu rasant für eine Frau wie Monica?
Viel Zeit kann er im vorigen Jahr nicht für sie gehabt haben. Ein kleiner Rückblick zeigt: Im Mai 2008 saß er lieber bei Günther Jauch, löste …
… grandios das Promiquiz und gewann als erster Promi eine Million Euro.
Im Juni fröhnte er seinem Lieblingshobby, dem Fußball. In dem Fan von Hannover 96 scheint …
… Fußballerblut zu fließen, sonst wäre seine EURO-Hymne garantiert nicht so gut angekommen. (hier mit der Nationalmannschaft auf der Fanmeile in Berlin)
Im Januar 2009 saß er in der Show von Johannes B. Kerner, um Hollywoodstar Will Smith zu treffen.
Im Februar moderierte er mit Barbara Schöneberger den "Echo“ 2009. Dabei kam er …
… dem Vollweib ganz schön nah.
Im März probte er schon für seine neue Bühnenshow "Gefährliches Halbwissen", mit der er ab Mai auf Tour geht.
Und wenn er schon mal auf der Couch saß, dann nicht auf der seiner Liebsten, sondern in der "Schillerstraße“. (Gastauftritt im März 2009)
Im April schlug sich Pocher mit den Herren der TV-Serie "Alarm für Cobra 11“ herum. Im Herbst wird er in der Actionserie zu sehen sein.
Dann musste der Comedian die Trennung von Harald Schmidt verkraften: Ihre letzte, gemeinsame TV-Show "Schmidt & Pocher“ fand am 16. April 2009 statt. Wer so beschäftigt ist, der …
… muss sich nicht wundern, warum Monica jetzt viel lieber Zeit mit ihrer Schwester Miriam verbringt als mit ihm.

Harald Schmidt wird nie mehr eine tägliche Late Night Show im deutschen Fernsehen machen. "Ich mache das nicht mehr", sagte der 51-jährige Entertainer und Schauspieler, der Jahre lang für Sat.1 werktäglich talkte. "Ich bin für kein Geld der Welt mehr bereit, das noch einmal zu machen. Das Leben möchte ich nicht mehr führen. Wobei ich der einzige bin, der es kann und das wird auch so bleiben, vor allem intellektuell. Es hat mir auch großen Spaß gemacht."

Wenn es wieder eine neue tägliche Late Night Show im Deutschen Fernsehen geben sollte, dann müsste sie nach seiner Ansicht aus Berlin kommen. Für Schmidt, der zum ersten Mal von Mathias Richling zum "Satiregipfel" eingeladen worden war, liegen die Themen auch für Satire in der Hauptstadt auf der Straße. "Berlin ist eine absolut großartige Stadt mit unglaublichen Energien, das spüre ich täglich, wenn ich hier auf den Straßen unterwegs bin, und hier lesen sogar türkische Taxifahrer den Philosophen Sloterdijk."

Nach dem Ende der gemeinsamen Show "Schmidt & Pocher" wandelt Schmidt wieder auf TV-Solopfaden. Am 17. September beginnt er in der ARD mit seiner neuen wöchentlichen Show jeweils mit einem Gast donnerstags um 22.45 Uhr. Einzelheiten will Schmidt noch nicht nennen, aber: "Jeder, der das Fernsehgeschäft kennt, kann sich doch an den fünf Fingern abzählen, wie die Show aussehen wird." Die Sendung werde "Harald Schmidt" heißen, verriet ARD-Programmchef Volker Herres den "Stuttgarter Nachrichten". "Harald Schmidt alleine ist in der jetzigen Phase genau richtig. Er wird eine Sendung machen, die deutlich politischer und aktueller ist als die bisherige. Das passt gut zu ihm", sagte Herres der Zeitung.

Außerdem kommt auch Schmidts Theater-Karriere nicht zu kurz. Neben der Schauspielarbeit im Stuttgarter Ensemble steht jetzt sogar eine Regiearbeit an: In Düsseldorf inszeniert er zusammen mit Christian Brey die Operette "Die Lustige Witwe" von Franz Lehar. Premiere ist am 4. Dezember.

(dpa, N24)

18.06.2009 20:06 Uhr

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