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Do-it-yourself-Winzer

Per Mausklick zum eigenen Wein

Wer träumt nicht davon, seinen eigenen Wein zu keltern? Eine Idee aus den USA macht es jetzt möglich: Vom Weintrinker zum Do-it-yourself-Winzer - via Internet.

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Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Ein himmlisches Tröpfchen: Der eigene Bordeaux-Wein - im Internet ist alles möglich. (Archivbild)
Bier ist für viele Menschen der Inbegriff für Genuss und Geselligkeit. "Bier ist gesund, sagt der Arzt" - heißt es in einer Bierwerbung. Das liegt vor allem an den Inhaltsstoffen.
Bier besteht in der Regel aus Wasser, Hopfen, Gerste und Malz - der Seele des Bieres. Vor allem darin sind Vitamine, Kohlenhydrate und Mineralstoffe enthalten. Kohlenhydrate gelten als Fitmacher, da der Körper aus ihnen sehr schnell Energie gewinnen kann.
Malz liefert aber auch B-Vitamine. Die sind beispielsweise wichtig für gesundes Haar, …
… für eine reine Haut und ...
… für die Nerven. Aber genauso gut …
… wird die Blutbildung angeregt und der Butdruck gesenkt, …
… das Hörvermögen im Alter kann verbessert werden, ...
… das Sehvermögen und das gesamte …
… Immunsystem gestärkt werden. Schnupfen? Bei Biertrinkern demnach eine Seltenheit.
Außer Vitaminen enthält Bier natürlich auch Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium. Diese werden vom Körper für Muskel- und Nerventätigkeit benötigt. Kalium ist beispielsweise wichtig für Herz- und Muskelfunktion.
Magnesium dagegen unterstützt die Muskeltätigkeit und die Reizübertragung der Nerven.
Zudem hilft Kalium auch bei der Wasserausscheidung. Das reduziert nicht nur den Blasendruck, …
… es hilft auch dabei, Magengeschwüren, Nieren- und Gallensteinen vorzubeugen.
Hopfen verleiht dem Bier schließlich die Würze. Seine Inhaltsstoffe wirken aber auch als mildes, weil natürliches, Beruhigungsmittel. Man fühlt sich entspannt, relaxt, einfach wohl und ...
… das Einschlafen fällt leichter.
Gleichzeitig kann Bier helfen, das Erinnerungsvermögen zu verbessern und …
… Osteoporose, Parkinson und - neueren Studien zufolge - auch Diabetes vorzubeugen.
Biergenuss hat eine günstige Wirkung auf den Cholesterin- und Fettstoffwechsel. Der Anteil an herz- und gefäßschützendem sogenannten HDL-Cholesterin im Blut wird erhöht ("gesundes Cholesterin") - das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko gesenkt.
Das Leben kann so verlängert werden.
Alkoholfreies Bier wiederum ist nicht nur bei Sportlern als isotonischer Durstlöscher beliebt. Es …
… fördert auch die Milchbildung und erleichtert so das Stillen: Dafür verantwortlich sind Hopfen und Gerste. Hopfen hilft zu entspannen und Gerste fördert die Produktion des Hormons Prolactin, das die Milchbildung anregt.
Bier und Gesundheit schließt sich also nicht aus. Voraussetzung ist natürlich: Maßvoller Genuss.
Wissenschaftlern zufolge gilt eine durchschnittliche Aufnahme von 20 bis 40 Gramm Alkohol pro Tag als "maßvoll".
Dies entspricht etwa einem halben ...
... bis einem Liter Bier am Tag.
Mehr sollte es dann doch nicht sein. Sonst ist die "gesundheitsfördernde Wirkung" dahin und man endet so oder ...
... so. Prost!

Weinliebhaber in aller Welt können künftig ihren eigenen Bordeaux-Wein keltern - und dies ganz einfach per Mausklick. Zu verdanken haben sie dies der amerikanischen Firma Crushpad, die sich nach einem erfolgreichen Experiment in Kalifornien nun anschickt, auch die Weinberge um Bordeaux im Südwesten Frankreichs für "Cyber-Winzer" zu erobern.

Das Prinzip ist einfach: Winzer in spe bestellen bei Crushpad mindestens ein Barriquefass, in dem sie via Internet 225 Liter eigenen Wein keltern können. Dabei wirken sie mit Hilfe einer speziellen Software bei jeder Phase mit - von der Weinlese über die Zusammenstellung der unterschiedlichen Traubenarten, die Gärung bis zur Abfüllung in Flaschen. Jeder Kunde kann so seinem eigenen Wein eine ganz persönliche Note verleihen. Gekeltert wird der Wein der Cyber-Winzer in den Kellereien des renommierten Château Teyssier im Anbaugebiet St. Emilion.

In den USA, wo Crushpad-Gründer Michael Brill das Experiment vor vier Jahren gestartet hat, hat die Firma mittlerweile 5.000 Kunden. Sie wohnen oft Tausende von Kilometern vom kalifornischen Napa Valley entfernt, in dem die Trauben für ihren Wein wachsen.

Kühne Idee

Ermutigt durch diesen Erfolg gründete Crushpad vor einigen Wochen eine Niederlassung in Bordeaux - im wohl renommiertesten Weinanbaugebiet Europas. Geleitet wird die Filiale vom franko-amerikanischen Geschäftsmann Stephen Bolger. Er reiste mehrere Monate lang kreuz und quer durch die Weinberge der Region und suchte nach Partnern für seine kühne Idee.

Obwohl viele Besitzer der traditionellen, alteingesessenen Weingüter dem Vorhaben misstrauisch gegenüberstanden, wurde Bolger fündig: Er fand sechs Weingüter, die Crushpad kleine Parzellen zwischen 0,45 und 2 Hektar verpachten. Einige befinden sich in den bekannten Herkunftsgebieten Saint-Emilion, Margaux und Haut-Médoc, andere in den etwas weniger renommierten Weinbergen Côtes de Castillon und Canon Fronsac.

In jeder dieser Parzellen könnten "große Weine" gekeltert werden, versichert Weinhändler Eric Echaudemaison. Das Projekt betreffe zwar nur einen kleinen Nischenmarkt. Es sei aber ein "exzellentes Schaufenster" für das Anbaugebiet Bordeaux.

"Demokratisierung" der Bordeaux-Weine?

Bolger zufolge haben sich schon zahlreiche Interessenten gemeldet. Etwa Taavet Hindrikus - ein Lette, der in London lebt. Er ist bereits Kunde von Crushpad und hat im vergangenen Jahr per Internet ein Fass Pinot Noir aus dem Napa Valley gekeltert. Dass die US-Firma nun auch in Bordeaux ansässig ist, freut ihn. "Damit habe ich jetzt Zugriff auf einige der besten Trauben der Welt und kann einen exzellenten Wein herstellen".

Der Besitzer des Château Teyssier, der den Hobby-Winzern im Web seine Keller und Fässer zur Verfügung stellt, sieht in der Initiative sogar eine "Demokratisierung" der Bordeaux-Weine. Damit könnten sich Liebhaber nun selber einen besonders edlen Wein keltern, etwa einen Saint-Emilion Grand Cru, sagt John Maltus.

Der Demokratisierung sind freilich Grenzen gesetzt, denn auch der selbstgekelterte Wein ist nicht billig: Der Preis für ein Barrique-Fall kann je nach Lage bis zu 9.000 Euro betragen, eine Flasche des edlen Rebensafts kostet damit bis zu 30 Euro.

(AFP, N24)

20.06.2009 10:30 Uhr

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