Mit Karten Welten erobern

"Dominion" ist das Spiel des Jahres

"Dominion" ist zum Spiel des Jahres 2009 gekürt worden. Bei dem Kartenspiel muss eine mittelalterliche Welt aufgebaut werden. Bestes Kinderspiel wurde "Das magische Labyrinth".

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Das Kartenspiel "Dominion" spielt in einer mittelalterlichen Welt.

Das Kartenspiel "Dominion" (Verlag Hans im Glück, 25 Euro) ist das Spiel des Jahres 2009. Die Jury hob hervor, dass Erfinder Donald X. Vaccarino dem Genre neue Dimensionen erschlossen habe. Beim Kampf um Punkte seien flexibles Denken und jeweils auf das aktuelle Spiel zugeschnittene Strategien erforderlich. Zum Kinderspiel des Jahres 2009 wurde "Das magische Labyrinth" von Dirk Baumann (Verlag Drei Magier Spiel, 39 Euro) gekürt. Die Jury überzeugte hier die raffiniert ausgetüftelte Spieltechnik, bei der mit Hilfe von Magneten "Zauberlehrlinge" auf der Suche nach magischen Zeichen über einen Spielplan gezogen werden.

Bei dem Kartenspiel "Dominion" sollen zwei bis vier Spieler in einer mittelalterlichen Welt mit Hilfe einer abwechslungsreichen Strategie ihr eigenes Königreich (Dominion) aufbauen. Gewonnen hat am Ende, wer die meisten Provinzen und gefüllten Schatztruhen vorweisen kann. 500 Karten, die je nach Auswahl der Spieler immer nur in einer begrenzten Zahl zum Einsatz kommen, ermöglichen über viele Runden immer neue Varianten und Spielzüge.

Der Clou steckt im Spielboden

Beim Kinderspiel "Das magische Labyrinth" sind bis zu vier "Zauberlehrlinge ab sechs Jahren in einem dreidimensionalen Irrgarten des Spielplans auf der Suche nach magischen Zeichen unterwegs. Doch der Clou steckt unsichtbar unter dem Spielboden versteckt. Wer mit seiner Spielfigur an die unterirdischen Mauern stößt, verliert die magnetisch unter seiner Figur befestigte Kugel und muss von vorn anfangen. Gefragt ist also ein gutes Gedächtnis.

Beide Auszeichnungen sind in diesem Jahr zum letzten Mal gemeinsam verliehen worden, kündigte die aus Fachjournalisten bestehende Jury an. Von 2010 soll das Kinderspiel des Jahres an einem neuen Ort und zu neuem Zeitpunkt verkündet werden, hieß es.

Schenken spielen

Zwei Sonderpreise erhielt der Verlag Heidelberger Spiele. Mit dem Preis "Neue Spielewelten", wurde "Space Alert" ausgezeichnet. Bis zu fünf "Spielonauten" müssen hier gemeinsam unter Zeitdruck verschiedene Aufgaben im Weltall bewältigen. Als "Partyspiel 2009" wurde "Gift Trap" gewürdigt. Die nette Idee: Bis zu acht Spieler machen sich gegenseitig Geschenke. Es gewinnt derjenige, der am häufigsten die Wunschgeschenke seiner Mitspieler trifft.

Das "Spiel des Jahres" wird seit 1979 gekürt. Es gilt als begehrteste Auszeichnung der Branche. Mit dem Preis wolle die Jury noch stärker die Bedeutung des Spielens für die Gesellschaft fördern, sagte Sprecher Bernhard Löhlein. Spielen spreche alle Bereiche des Menschen an: "Gefördert werden Kopf, Herz, Hand und Bauch."

(dpa, N24)

29.06.2009 13:52 Uhr

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