Zugunglück in der Toskana

Italien trauert um 20. Todesopfer

Drei Tage nach dem Flammeninferno von Viareggio steigt die Zahl der Todesopfer weiter an. Erst in der Nacht ist eine Frau an ihren schweren Verbrennungen gestorben. Sie ist das 20. Opfer.

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Der Bahnhof von Viareggio gleicht noch immer einem Trümmerfeld. Durch das Unglück sind bisher 20 Menschen ums Leben gekommen.
Video: Zugunglück in der Toscana - Berlusconi in der Kritik
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Mindestens 12 Tote und Dutzende teils schwer Verletzte: Das ist die traurige Bilanz eines Unglücks, das sich in der italienischen Hafenstadt Viareggio ereignete. Ein mit Flüssiggas beladener Wagon eines Güterzugs entgleiste, schlug Leck und explodierte.
Der Feuerball und die Druckwelle zerstörten Autos und Häuser in einem Umkreis von 300 Metern.
Viareggios Bürgermeister Luca Lunardini sprach von "apokalyptischen Szenen", die sich abspielten. Ein Großaufgebot an Rettungskräften ...
... war im Einsatz, um nach Toten und Verletzten zu suchen. 35 Menschen erlitten schwerste Brandverletzungen.
Die Sanitäter und Feuerwehrleute mussten zunächst befürchten, selbst zum Opfer weiterer Explosionen zu werden, da mehrere ebenfalls umgestürzte Wagons auch in Flammen aufgehen konnten.
Die Ursache für das verheerende Unglück ist bislang unklar. Einen Zusammenstoß mit einem anderen Zug schließen die Ermittler aber aus.
Möglicherweise war ein Materialfehler an dem entgleisten Wagon schuld an der Katastrophe, welche das idyllische Viareggio ...
... heimsuchte und "wie eine Bombe" verwüstete.

Die Zahl der Todesopfer nach dem Flammeninferno von Viareggio steigt weiter an. Eine Frau mit schwersten Verbrennungen ist nach Berichten der italienischen Nachrichtenagentur Ansa in der Nacht zum Freitag in einem Krankenhaus in Carrara gestorben. Sie ist das 20. Opfer der Explosion im Bahnhof des toskanischen Urlaubsortes. Ein weiterer Anstieg gilt als wahrscheinlich: So werden in den Krankenhäusern Norditaliens noch 26 Verletzte versorgt, mindestens fünf von ihnen schwebten laut italienischen Medienberichten noch in Lebensgefahr. Außerdem wird nach wie vor unter den Trümmern der eingestürzten Häuser nach Opfern gesucht.

Am Bahnhof von Viareggio war in der Nacht zum Dienstag ein mit Flüssiggas betankter Kesselwaggon aus noch unbekannter Ursache explodiert. Durch die Wucht der Explosion wurden etliche Häuser in der Umgebung in Schutt und Asche gelegt. Experten vermuten, dass ein Achsenbruch an dem Waggon das Inferno ausgelöst hat.

Unterdessen ist am Freitag der Zugverkehr wieder aufgenommen worden. Nachdem am Vortag die letzten Flüssiggas-Güterwagen des Unglückszuges ausgepumpt und abtransportiert werden konnten, wurde der kleine Bahnhof am frühen Morgen wieder geöffnet. Allerdings sei zunächst nur eines der acht Gleise des im Ortszentrum liegenden Bahnhofs wieder befahrbar, hieß es weiter.

(dpa, N24)

03.07.2009 10:36 Uhr

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