Opel-Übernahme

Magna will rasches Ergebnis

Die Verhandlungen zwischen Magna und GM zur Opel-Übernahme gestalten sich zäh. Nach Informationen der "Financiel Times" sind die Chancen des US-Finanzinvestors Ripplewood dadurch wieder gestiegen.

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Magna will unbedingt auf dem Wachstumsmarkt Russland mit Opel einsteigen.
Die Sicke, die der Insignia in der Vordertür hat, befindet sich beim Astra im hinteren Portal
Schickes Heck mit schnittigen Rückleuchten, aber relativ schmaler Kofferraumöffnung
Kompakt ist relativ: Opel hat den Astra auf 4,42 Meter verlängert
Im Gegensatz zum Insignia setzt der Astra auf weniger Chrom im Grill
Der neue Astra bekommt das Logo mit Firmen-Schriftzug
Die hakenförmigen Tagfahrlichter kennt man bereits vom Insignia
Zusammenspiel von Licht und Kanten am Astra-Heck
Gut zu sehen: Die formale Spannung zwischen Seiten- und Heckfenster
In Sachen Innenraumverarbeitung soll der neue Astra Maßstäbe setzen
Das Layout des Armaturenbretts kennt man bereits vom Insignia
Die Instrumente werden rot hinterleuchtet
Astra-Mittelkonsole mit vielen Knöpfen und indirekter Beleuchtung
Die Sicht nach hinten wird durch die breite C-Säule eingeschränkt
Auf den Zeichenbrettern sah das Astra-Cockpit noch geschwungener aus
Auf dieser Skizze erkennt man die sichelförmigen Elemente des Astra-Innenraums
Extrem schnittig: Die Designentwürfe zum neuen Astra
Die verlängerte Dachlinie soll den Abtrieb erhöhen
Komplett rote Gläser lassen die Rückleuchten wertvoller wirken
Designvorbild beim Übergang der C-Säule zum Heckfenster war das Kadett B Coupé von 1966
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Die vier Opel-Brüder mit dem "Quintuplet". Vier Jahre nach dem Tod des Vaters Adam Opel bauten die Söhne Carl und Wilhelm im Jahr 1899 den ersten Opel-Patent-Motorwagen.
Lange bevor Autos vom Band rollten, stellte die Firma Fahrräder her.
Als erster Opel rollt der "Lutzmann" im Jahre 1899 aus der Opel-Fabrik. 4 PS, Einzylinder-Heckmotor mit Wasserkühlung, nach den Plänen des Dessauer Hofwagenbaumeisters Friedrich Lutzmann ähnelt er einer Pferdekutsche.
Der "Opel Doktorwagen" vom Typ Torpedo aus dem Jahr 1911.
Ein Opel Laubfrosch aus dem Jahr 1924 läuft immer noch. Passend zum Namen ist auch die Farbe gewählt.
Fließbandproduktion im Jahr 1924 bei der Adam Opel AG.
Heute übernehmen Präzisionsroboter viele Aufgaben in der Autoproduktion.
Aus den Jahren 1933 und 1939 stammen das 1,2 Liter-Fahrzeug (links) und der "Admiral" mit 3,6 l-Motor (rechts).
Mit ihrem "Opel Super 6 Cabriolet" aus dem Jahre 1937 nehmen die Besitzer an Rallyes teil, die oft weit über 2000 km reichen.
Auf Ausstellungen immer ein Hingucker sind die Opel mit jeder Menge Chrom.
Mit seinem Opel Rekord aus dem Jahr 1956 fährt Hilmar Born vom Opel-Museum Herne am 18.10.2004 am Opel-Werk I in Bochum vorbei. Er brachte Brötchen und Getränke für die Mitarbeiter. Die Opelaner streiken gegen betriebsbedingte Kündigungen.
Der Opel Olympia aus dem Jahre 1964 im Gespann mit einem aufklappbaren historischen Wohnwagen Heiser-Austermann "Knospe".
Ohne Höhenangst - die sogenannte Hydra-Matic verbesserte auch die Bergsteigfähigkeit des Opel-Kapitän.
Mehr als nur ein Name: In den 60ern spiegelten die Modellbezeichnungen auch den sozialen Aufstieg wieder. Dem Opel-Modell Kadett etwa folgten in der Hierarchie der Kapitän, Commodore und Admiral.
Generationstreffen - vom Vorkriegskadett bis zum Opel Kadett E.
Große Klappe beim Kadett A.
Wagen wie der von 1972 bis 1977 gebaute Opel Commodore B GS/E wecken heute nostalgische Gefühle.
Den Commodore GS gab es auch mit verbreiterten Kotflügeln, das Auge fährt schließlich mit.
Der Auftritt des Opel Admiral wurde von dem mächtigen, chrombeladenen Kühlergrill bestimmt.
Up, and down. Der Admiral als Lowrider. Ein fast amerikanisches Auto.
Den Opel Ascona B in verschiedenen Motorisierungen für den Normalfahrer und . . .
. . . auf Basis des Ascona 400 als erfolgreiche Rallye-Version. Mit dem Wettbewerbsmodell gewann Walter Röhrl für Opel die Rallye-Weltmeisterschaft.
Der Manta in der Mitte - die Opel Coupe-Familie vom Rekord bis zum Tigra.
Der Manta mit "Kriegsbemalung" - für Fahrer, die es rasant mochten, gab es die stärkeren Versionen mit der schwarzen Kühlerhaube.
Gerade der Manta wurde gern “verbastelt“ und geriet dadurch eine Zeitlang zum Witz.
Wie hier beim Kadett älteren Baujahrs sind breite Schlappen und schickes Räderwerk oft die ersten Tuning-Maßnahmen.
Der Astra hat den Kadett abgelöst und war gerade als Cabrio-Version sehr begehrt.
Markante Schweller und Schürzen - den neuen Opel Astra OPC kennzeichnet eine im Vergleich zum Basis-Astra dynamischere Optik.
Zur Zeiten der Finanzkrise sitzt das Geld nicht so locker. Ob sich das Fahrzeug, ein Opel-Corsa mit 25.000 Kilometern, jedoch verkaufen lässt, ist fraglich.
Der Opel Corsa B lief in den Jahren 1993 bis 2000 vom Band.
Ein beliebtes Fahrzeug der Mittelklasse, der Opel Vectra in der zweiten Generation
Der Vectra in der Deutschen Supertourenwagen-Meisterschaft. Opel hat dort viele Erfolge erzielen können.
Auf Basis der Lotus Elise baut Opel den Speedster. Eine Hommage an den Opel GT.
Bei Bedarf auch oben ohne ist der TwinTop mit seinem faltbaren Metalldach.
Der Opel Insignia ist Auto des Jahres 2009 und . . .
. . . hat wie sein Vorgänger Vectra viel Platz für Familien.
Wem der kleine Corsa zu langsam ist, greift zum Corsa OPC und tief ins Portemonnaie.
So könnte die Zukunft aussehen. Eine Studie, angetrieben mit Brennstoffzellen, . . .
. . . damit unsere Kinder in einer sauberen Umwelt noch Spaß mit sauberen Autos haben.

Allen Schwierigkeiten zum Trotz ist Magna-Chef Siegfried Wolf zuversichtlich, bei der Opel-Übernahme zum Zug zu kommen. "Wir wollen am 15. Juli zum Abschluss kommen", sagte Wolf in Erfurt: "Wir wollen aus Opel ein Unternehmen machen, das gemeinsam mit Partnern und Zulieferern für Erfolg, Wachstum und Innovation steht."

Chancen von Ripplewood sind gestiegen

Allerdings sind die Chancen des US-Finanzinvestors Ripplewood im Rennen um Opel nach einem Zeitungsbericht deutlich gestiegen. Wie die "Financial Times" berichtete, hat die Ripplewood-Tochter RHJ International ihr Angebot für Opel verbessert und könnte innerhalb weniger Tage einen Vorvertrag mit dem bisherigen Mutterkonzern General Motors abschließen. Das verbesserte Angebot von RHJ werde von GM sehr ernst genommen, zitierte die Zeitung eine mit den Verhandlungen vertraute Person, wie die "Financial Times" berichtete.

Zähe Verhandlungen zwischen Magna und GM

Die Verhandlungen zwischen GM und Magna verlaufen offenbar zäh. GM fordert nach Medienberichten eine Rückkaufoption für Opel, was Magna ablehnt. Der Autozulieferer dagegen würde gerne das gesamte GM-Russlandgeschäft einschließlich der Marke Chevrolet übernehmen, worauf sich wiederum General Motors nicht einlassen will.

Wolf betonte die Bedeutung des russischen Marktes. Es wäre töricht, auf den Wachstumsmarkt in Russland zu verzichten, der in den nächsten Jahren größer sein werde als der gesamte deutsche Markt, sagte der Magna-Vorstandschef. Magna will gemeinsam mit der russischen Sberbank 55 Prozent an Opel übernehmen. Als industrieller Partner ist auf russischer Seite zudem der Autohersteller Gaz im Boot.

Gespräche am 22. Juli

Unterdessen hat der europäische Verband der Opel-Händler (Euroda) angekündigt, dass er seine Gespräche mit Magna über eine Beteiligung an dem deutschen Autohersteller am 22. Juli fortsetzen wird. Bei einem ersten Gespräch am 16. Juni habe der kanadische Zulieferer signalisiert, dass er kein Interesse an einer Beteiligung der Händler an den Produktiveinrichtungen von Opel habe. Vorstellbar sei aber eine Beteiligung im Vertriebsbereich.

Euroda betonte, der Händlerverband sei auch bereit, mit anderen an Opel ernsthaft interessierten Investoren zu verhandeln. Der europäische Opel-Händlerverband hatte am 15. Mai in Wien beschlossen, in den kommenden drei Jahren pro verkauftem Neufahrzeug 150 Euro in einen Fonds einzuzahlen. Dieser Fonds sollte nach dem Willen von Euroda mit bis zu 500 Millionen Euro rund 20 Prozent der Anteile an Opel erwerben. In dem Verband sind rund 4.000 Opel-Händler aus 25 europäischen Ländern organisiert.

(AP, N24)

30.06.2009 17:09 Uhr

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