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UN-Vollversammlung verurteilt Putsch in Honduras

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Proteste in Honduras
VIDEO: Staatsstreich in Honduras - umstrittene Absetzung von Präsident

Die UN-Vollversammlung hat sich für die "umgehende und bedingungslose" Wiedereinsetzung von Manuel Zelaya als Staatschef von Honduras ausgesprochen. In einer in Zelayas Anwesenheit per Akklamation angenommenen Resolution verurteilte die UN-Vollversammlung den Staatsstreich vom Sonntag, durch den die "demokratische und verfassungsmäßige Ordnung" in dem zentralamerikanischen Staat "unterbrochen" worden sei. Die 192 UN-Mitgliedsstaaten wurden aufgefordert, "keine andere Regierung als die des verfassungsmäßigen Präsidenten Zelaya anzuerkennen".

Zelaya sagte vor der UN-Vollversammlung, er strebe keine zweite Amtszeit an. Das Militär hatte Zelaya am Sonntag abgesetzt und nach Costa Rica ausgeflogen. Der ursprünglich konservative Staatschef durch eine Reihe von Sozial- und Wirtschaftsreformen die Unternehmerschaft gegen sich aufgebracht. Die Armee begründete ihren Putsch offiziell mit Zelayas Streben nach einer in der Verfassung nicht vorgesehenen weiteren Amtszeit als Präsident im November.

Zelaya wollte nach eigenen Angaben am Mittwoch zu Gesprächen nach Washington weiterreisen. US-Präsident Barack Obama hatte erklärt, für ihn bleibe Zelaya, der sein Mandat noch nicht vollendet habe, Honduras' demokratischer Präsident. Für Donnerstag kündigte Zelaya seine Rückkehr nach Honduras an. Ein Richter in Tegucigalpa kündigte für diesen Fall Zelayas Festnahme an.

In der honduranischen Hauptstadt Tegucigalpa und in anderen Städten des Landes gingen erneut mehrere tausend Menschen für und gegen Zelaya auf die Straße. In Tegucigalpa solidarisierten sich tausende Demonstranten mit dem vom putschenden Militär und dem Parlament eingesetzten Übergangspräsidenten Roberto Micheletti. An einer Gewerkschaftskundgebung für Zelaya in der Hauptstadt nahmen ebenfalls tausende Menschen teil. Am Montag waren bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Soldaten und Anhängern Zelayas in Tegucigalpa zahlreiche Menschen verletzt worden.

(AFP)

30.06.2009 21:14 Uhr

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