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Parlament will Opfern französischer Atomtests entschädigen

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Frankreichs erster Atomwaffentest in Algerien

Die französische Nationalversammlung hat der Entschädigung der Opfer von Frankreichs Atomwaffentests in Algerien und Polynesien zugestimmt. Für den Gesetzentwurf stimmte in erster Lesung die Regierungsmehrheit, die sozialistische Opposition enthielt sich wegen der ihrer Meinung nach ungenügenden Einbeziehung der Opferverbände. Die Abgeordneten der Kommunistischen Partei stimmten gegen den "rein symbolischen Gesetzestext", der noch den Senat passieren muss.

Frankreich hatte zwischen 1960 und 1996 insgesamt 210 Atomwaffentests in Algerien und auf den zu Frankreich gehörenden Inseln Muroroa und Fangataufa in Polynesien vorgenommen. Daran waren rund 150.000 Militärangehörige und zivile Angestellte beteiligt; hinzu kommt die Bevölkerung um die Testgebiete. Seit Jahren klagen viele Opfer über gesundheitliche Folgen wie Leukämie und andere Krebsarten. Verteidigungsminister Hervé Morin schätzt, dass "mehrere hundert" Menschen betroffen sind. Die französische Regierung hatte einen Zusammenhang zwischen den Tests und den gehäuften Erkrankungen lange Zeit zurückgewiesen.

(AFP)

30.06.2009 21:54 Uhr

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