Australien dreht am Hahn
Bundanoons Kampf gegen die Wasserpulle
Weltweit hat sich eine Bewegung gebildet, die Wasser aus Flaschen verbieten will. Im australischen Bundanoon ist es schon so weit. Dort müssen sich die Bewohner ans Trinken aus dem Hahn gewöhnen.
Zum Schutz der Umwelt und zur Schonung ihrer Geldbeutel haben die Bewohner der australischen Stadt Bundanoon den Verkauf von Wasser in Flaschen in ihrer Gemeinde jetzt verboten. Sie sind die ersten in Australien und vermutlich sogar weltweit, die diesen drastischen Schritt gegangen sind.
Für die Flaschenwasserindustrie in Australien war es am Mittwoch die zweite Niederlage innerhalb weniger Stunden. Zuvor hatte der Regierungschef des Staates New South Wales es allen Behörden verboten, in Flaschen abgefülltes Wasser zu kaufen. Er nannte es eine Verschwendung von Ressourcen.
Protest gegen ein Abfüllwerk
Ähnliche Kampagnen gibt es inzwischen in vielen Ländern, so auch in den USA unter dem Motto "Think Outside the Bottle". Ein Sprecherin erklärte, es gehe darum zu erkennen, dass sicheres Trinkwasser auch aus dem Wasserhahn kommt. Für die Herstellung der Flaschen, den Transport und die Entsorgung des Mülls entstehen riesige Kosten.
In Bundanoon begann der Protest, als eine in Sydney ansässige Firma ein Abfüllwerk für Wasser in ihrer Stadt bauen wollte. Die Aussicht, dass diese Firma ihr Wasser abpumpt, in Flaschen füllt und in das 160 Kilometer entfernte Sydney fährt, empörte sie so sehr, dass sie beschlossen, dem Wasser in Flaschen den Kampf anzusagen.
(AP, N24)
09.07.2009 12:32 Uhr








