Licht am Ende

Musikindustrie hofft auf bessere Geschäfte

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Zwiespältig: Musikpiraterie im Internet verhagelt den Labels das Geschäft. Legale Downloads sind jedoch der Hoffnungsträger der Branche.

Mehr legale Musikdownloads, stabile Verkaufszahlen bei CD-Alben und der Ausbau neuer Erlösquellen lassen die gebeutelte deutsche Musikindustrie auf eine Trendwende hoffen. Mit einem Umsatzrückgang von 3,2 Prozent auf 1,65 Milliarden Euro setzte sich der Negativtrend der Branche im vergangenen Jahr noch fort, so der Bundesverband Musikindustrie.

Nach sieben harten Jahren sei 2008 jedoch eine Wende möglich. Entscheidend dafür bleibe aber der Kampf gegen illegale Musikdownloads aus dem Internet, hieß es. Ihre Zahl sinke zwar, übersteige die der legalen aber weiterhin um ein Vielfaches. Der Verband forderte, dass auch die Internetanbieter gegen das illegale Herunterladen vorgehen.

Seit 2000 hat die Branche beim Musikverkauf mehr als 37 Prozent ihres Umsatzes verloren. "Wir sind uns nicht einig, ob wir am Boden des Eimers stehen, oder ob wir ihn nur besser sehen", sagte Verbandschef Dieter Gorny. Er sei aber optimistisch für 2008. Für wachsende Erlöse sollen nun auch Künstler- und Konzertmanagement sowie der Verkauf von Lizenzen und Fanartikeln bringen. Diese gehen noch nicht in die Jahreszahlen ein. Das Potenzial liege aber bei 10 bis 20 Prozent.

Wichtigster Umsatzbringer bleiben CD-Alben, deren Verkaufszahl nach einem deutlichen Rückgang seit 2003 weitgehend konstant ist. Knapp 149 Millionen verkaufte Exemplare trugen im vergangenen Jahr mit 81 Prozent zum Umsatz bei. Die Single-CD ist dagegen weiter auf dem Rückzug, zugleich wuchs die Zahl legaler Musikdownloads von 27,1 Millionen auf 37,8 Millionen Titel. Zum Vergleich: Gleichzeitig gab es Schätzungen zufolge 312 Millionen illegale Downloads - rund 17 Prozent weniger als im Vorjahr.

Appell an Internetprovider

Die Branche war in den vergangenen Jahren von Appellen an die Internetnutzer zu juristischen Schritten übergegangen - rund 40.000 Anzeigen wurden 2007 erstattet - und sieht sich durch die Zahlen bestätigt. "Das schlimmste an dieser Diskussion ist der Begriff Bagatelle", bekräftigte Gorny die juristischen Schritte. "Denn die Addition der illegalen Downloads vernichtet massiv Arbeitsplätze." Der Verbandschef forderte die Internetprovider auf, sich gegen Internetpiraterie mit Warnhinweisen bis hin zur Abschaltung von Anschlüssen einzusetzen. Vorbilder gebe es in Frankreich und Großbritannien.

(dpa, N24)

13.03.2008 20:20 Uhr

Indizes

Aktiensuche

Tops & Flops im DAX

SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Wirtschaft & Börse