Wiedeking muss gehen

Wiedeking verlässt Porsche

Nach wochenlangen Querelen und Spekulationen ist es nun amtlich: Wendelin Wiedeking gibt seinen Posten als Porsche-Boss auf. Belohnt wird er dafür mit einer Abfindung in Höhe von 50 Millionen Euro.

Lange wurde darüber spekuliert, nun wurde der Wechsel an der Spitze der Porsche AG vollzogen. Auf Wendelin Wiedeking folgt Michael Macht.

50 Millionen Euro Abfindung

Neben Wiedeking wird auch sein Vertrauter, der bisherige Finanzvorstand Holger Härter das Unternehmen verlassen. Das teilte der Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding SE mit. Beide sollen aber den Gesellschaften beratend zur Verfügung stehen. Zugleich legen Wiedeking und Härter ihre Aufsichtsratsmandate bei VW und Audi nieder. Der offiziellen Verlautbarung nach wollen sie "mit diesem Schritt einen wichtigen Beitrag zur Befriedung der Situation leisten und die Bemühungen um einen integrierten Automobilkonzern fördern." Letzterer Punkt betrifft die Eingliederung von Porsche als Marke in den VW-Konzern. Als Kompensation für die vorzeitige Auflösung seines bis 2012 geltenden Vertrags bekommt Wiedeking 50 Millionen Euro, von denen die Hälfte an eine soziale Stiftung geht. Diese Summe liegt unter den 100 oder sogar 250 Millionen Euro, über die spekuliert wurde. Härter wird mit 12,5 Millionen Euro abgefunden.

Nachfolger bereits gefunden

Nachfolger von Wiedeking als Porsche-Vorstandsvorsitzender wird der bisherige Produktionsvorstand Michael Macht. Der 49-jährige Macht ist seit 1990 bei Porsche tätig. Thomas Edig, bisheriger Vorstand für Personalwesen, soll sein Stellvertreter werden. Beide wurden darüber hinaus zu Vorständen der Porsche SE ernannt.

23.07.2009 09:44 Uhr

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