Indira-Gandhi-Preis

Bill Gates für Engagement in Indien geehrt

Für den Einsatz seiner Stiftung, die sich dem Kampf gegen die Verbreitung von Aids und Armut verschrieben hat, bekam Bill Gates nun den Indira-Gandhi-Preis.

Sie benötigen einen Flashplayer, mindestens in Version 8 sowie aktiviertes JavaScript.

Alternativ können Sie sich die Medien-Inhalte (Bilder und Videos) über folgende Links direkt ansehen:

Bill Gates bekommt den Preis vom indischen Präsident Pratibha Devisingh Patil (l.) und Regierungschef Manmohan Singh für sein Engagement in Indien.
Der Zauberlehrling und sein Meister: Microsoft-Gründer Bill Gates (58 Milliarden Dollar Vermögen), Berkshire-Hathaway-Gründer Warren Buffet (62 Milliarden Dollar)
An zweiter Stelle auf der jährlichen Liste der wohlhabendsten Menschen steht mit 60 Milliarden Dollar der mexikanische Telekommunikations-Unternehmer Carlos Slim.
Mit 45 Milliarden Dollar Vermögen hat Indiens Stahl-Mogul Lakshmi Mittal gut lachen.
Anil und Mukesh Ambani - mit 42 Milliarden und 43 Milliarden Dollar liegen sie auf Platz 5 und 6 der diesjährigen Forbes-Liste der reichsten Menschen der Welt. Sie führen den von ihrem Vater gegründeten Reliance-Konzern, Indiens größtes Unternehmen.
Aus Holz und Mübeln Kohle machen: Ikea-Gründer Ingvar Kamprad weiß, wie es geht. Sein Vermögen beträgt laut Forbes auf 31 Milliarden Dollar.
Kushal Pal Singh, seine Freunde nennen ihn K. P., sein Vermögen liegt laut Forbes bei 30 Milliarden Dollar. Gemacht hat er es mit Immobilien. Seine Firma DLF ist 2007 an die Börse gegangen. Es war das größte IPO Indiens.
Aktionäre der Norddeutschen Affinerie kennen Oleg Deripaska nur zu gut. Mit seiner Firma A-Tec mischt er kräftig bei Europas größtem Kupferhersteller mit.
Aldi? Karl Albrecht, einer der beiden sogenannten Aldi-Brüder belegt auf der Forbes-Liste den zehnten Platz. Karl Albrecht ist der einzige Deutsche in den Top Ten.
Den Posten als Chef von Microsoft hat Bill Gates bereits vor acht Jahren aufgeben und in die Hände seines Kompagnons Steve Ballmer gelegt.
Nun zieht sich der Mitbegründer von Microsoft endgültig aus dem Tagesgeschäft des Softwaregiganten zurück.
Computergenie, Sonderling, "Nerd", Visionär und Business-Stratege - es gibt viele Namen für den Mann, der in den vergangenen 30 Jahren den Alltag von vielen Millionen Menschen radikal verändert hat.
Vom 1. Juli 2008 an will er sich auf seine gemeinnützige Arbeit in der milliardenschweren Bill & Melinda Gates Foundation konzentrieren, die sich vor allem für den Kampf gegen Krankheiten engagiert.
Keine Führungspersönlichkeit der IT-Branche hat so früh daran geglaubt und so entschlossen daran gearbeitet wie Bill Gates, dass Computer einmal ganz selbstverständlich von jedermann genutzt werden können.
Die Wende kündigte sich an, als Ende 1974 die Zeitschrift "Popuplar Electronics" mit dem Mikrocomputer "Altair 8800" auf dem Titel erschien.
Bill Gates (r) und sein Studienfreund Paul Allen waren wie elektrisiert. "Wir hatten keine Ahnung, wozu so ein Personal Computer zu gebrauchen wäre, und dennoch war uns schon bald klar, dass er uns und die Welt verändern würde."
Per Zufall erhielt er 1980 den Großauftrag, ein Betriebssystem für den ersten PC von IBM zu liefern - ein System, das er zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht besaß. Gates versprach der IBM-Delegation das Blaue vom Himmel.
Gelöst wurde die prekäre Situation, indem er von der klammen Firma Seattle Computers Products (SCP) für 50.000 Dollar die Rechte an einem System mit dem Namen "Qdos" kaufte, um IBM zu bedienen.
Gates benannte das System in MS DOS ("Microsoft Disc Operating System") um und entwickelte es weiter.
Auch später sah Gates sich immer wieder dem Vorwurf ausgesetzt, Innovationen nicht selbst entwickelt, sondern bei anderen abgekupfert zu haben.
Mit DOS legte Gates nicht nur den Grundstein für den überragenden Erfolg von Microsoft und seines persönlichen Vermögens, sondern begründete die Software-Industrie.
Mit dem Büroprogrammpaket "Office" und dem Betriebssystem "Windows" wuchs das Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten dann zu einem übergroßen Software-Imperium.
Noch heute erwirtschaftet Microsoft seinen Gewinn fast ausschließlich mit "Office" und "Windows", auch wenn die Produktpalette des Konzerns fast unüberschaubar geworden ist.
Obwohl Gates stets bereit war, den Erfolg von Microsoft mit Partnern zu teilen, schreckte er aber auch nicht davor zurück, die Marktmacht seines Unternehmens brutal einzusetzen.
Als Microsoft Anfang der neunziger Jahre die Bedeutung des Internets verschlafen hatte, zettelte Gates den "Browser-Krieg" gegen Netscape an.
Diese Episode steht stellvertretend für die wiederholt angeprangerten Geschäftspraktiken des Konzerns.
Nach dem Wahlsieg von George W. Bush gegen Al Gore im Jahr 2001entging Microsoft jedoch einer drohenden Zerschlagung.
Gates tat sich in dieser Phase schwer, die Rolle des Konzernführers auszufüllen. In endlosen Meetings musste er mit seinem Juristenstab die Abwehrstrategie für Microsoft entwerfen, anstatt sich auf neue Produkte konzentrieren zu können.
Die Unzufriedenheit von Bill Gates mit seiner eigenen Rolle dürfte auch den Ausschlag gegeben haben, dass er im Januar 2000 als Chief Executive Officer (CEO) zurücktrat, um sich auf die Rolle des "Chief Software Architects" zu fokussieren.
Die Querelen um das Kartellverfahren beeinträchtigten aber insbesondere in den USA die öffentliche Wertschätzung für Gates Lebensleistung kaum.
Wer beim Börsengang am 13. März 1986 hundert Microsoft-Aktien für insgesamt 2800 Dollar gekauft und sie bis heute behalten hätte, besäße nach den verschiedenen Aktiensplitts inzwischen 28.800 Microsoft-Aktien im Gesamtwert von knapp 830.000 Dollar.
Bill Gates wurde vom US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" in der Zeit zwischen 1996 und 2007 dreizehn Mal als reichster Mann der Welt gelistet. In diesem Jahr rutschte er mit einem geschätzten Vermögen von 58 Milliarden Dollar auf Platz drei ab.
Knallige Farben, fröhliche Tänze und feierliche Gebete: Mit dem traditionellen Holi-Fest …
… verabschieden die Inder den Winter und begrüßen den Frühling.
Ob Pink, Rot, Grün, Gelb oder Blau: …
Die Menschen auf den Straßen feiern ausgelassen, …
… beschmieren und bewerfen sich sich gegenseitig mit …
… farbenprächtigem Pulver. Und sie …
… bespritzen sich mit Wasser.
Holi soll eines der ältesten Feste Indiens überhaupt sein. Und es ist das wohl …
… am sehnlichsten erwartete Fest des hinduistischen Kalenders.
Das Fest beginnt am Vollmondtag des Monats Phalguna (Februar/März).
Es dauert normalerweise zwei Tage.
Kinder haben besonderen Spaß daran. Sie spielen schon Tage vor …
… dem eigentlichen Fest mit Wasserpistolen - und -flaschen. Da werden auch Touristen nicht verschont. Aber auch Erwachsene ...
… haben ihren Spaß an dem Farbspiel.
So unterschiedlich die Regionen Indiens, so unterschiedlich ist auch die Name des Festes in den Landesteilen.
Im Norden nennt man es Holi, …
… im Süden Kamadahana, …
... in manchen Regionen heißt es "Holi-Phagva“ oder "Fest der Farben“.
Denn der zweite Tag des Festes wird …
… "Rangapancami“ ("Raga“ bedeutet Farbe, "Pancami“ ist der fünfte lunare Tag) genannt.
An diesem Tag feiert jeder mit jedem. Indien kennt am "Rangapancami“ keine sozialen Unterschiede.
Alle Schranken durch Kasten, Geschlecht, Alter und …
… gesellschaftlichem Status sind aufgehoben. Stattdessen regiert …
… bei Holi die Freude.
Der Ursprung von Holi findet sich in der indischen Mythologie.
Wie bei anderen Festen auch feiert man den Triumph von Gut über Böse. Die Geschichte besagt, dass sich ...
.. der Dämonenkönig Hiranyakashipu einst gegen seinen eigenen Sohn Prahlad gewendet hat, weil ...
… dieser den Gott Vishnu anbetet. Prahlads Glaube schützt ihn vor allen tödlichen Fallen, die sein Vater ihm stellt.
Schließlich befiehlt Hiranyakashipu Prahlad, neben seiner Schwester Holika auf dem Scheiterhaufen zu sitzen, …
… die durch einen Zauberumhang geschützt ist. Prahlad beugt sich dem Willen seines Vaters, …
… bittet aber Vishnu im Gebet um Hilfe, und so fliegt Holikas Umhang zu ihm und rettet ihn, während Holika verbrennt.
Und so beginnt das Holi-Fest bei Vollmond mit Feuern, die an das Verbrennen von Holika auf dem Scheiterhaufen erinnern sollen.
Erst am zweiten Tag geht es im übertragenen Sinn darum, die bösen Wintergeister mit …
… möglichst viel knalliger Farbe zu vertreiben. Und diese wird …
… meist vorher auf dem Altar geweiht.
Dabei überbringen die Menschen ihre Segenswünsche.
Ursprünglich entstanden die Farbpulver aus bestimmten Blüten, …
… Wurzeln und Kräutern, die heilend wirken gegen Fieber und Erkältungen.
Krankheiten, die vor allem beim Übergang vom Winter zum Frühling auftreten. Heute kommen häufig synthetische Farben zum Einsatz.
Nach der Farborgie wird ein langes Bad genommen. Der Rest des Tages …
… wird mit gutem Essen und vielen Süßigkeiten im Kreise der Familie oder mit Freunden verbracht.

Der Gründer des Computerriesen Microsoft, Bill Gates, ist in Neu Delhi mit dem Indira-Gandhi-Preis ausgezeichnet worden. Er habe den Preis, der für besondere Leistungen im Kampf für Frieden, Entmilitarisierung und Entwicklung vergeben wird, für die Arbeit seiner "Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung" erhalten, teilten die Organisatoren mit. Die Stiftung setzt sich in Indien besonders im Kampf gegen die Armut und gegen die Verbreitung von Aids ein und hat fast eine Milliarde Dollar für die Gesundheit der Bevölkerung ausgegeben.

Gates sei der erste Wirtschaftsführer, der den nach Indiens früherer Premierministerin benannten Preis erhält, sagte der heutige Regierungschef Manmohan Singh. Gates Stiftung habe aber Geschäftsleute auf der ganzen Welt positiv beeinflusst.

Den Indira-Gandhi-Preis hatten in früheren Jahren unter anderem die Organisation "Ärzte ohne Grenzen", der afghanische Präsident Hamid Karzai und der frühere US-Präsident Jimmy Carter erhalten.

(dpa, N24)

25.07.2009 14:56 Uhr

N24 in den Sozialen Netzwerken:

N24 auf Facebook N24 auf Twitter N24 auf Google+
SchließenSchließen Artikel versenden

Name des Absenders*:

E-Mail-Adresse des Empfängers*:


Ihre Mitteilung an den Empfänger:

Es gelten unsere Allgemeinen Nutzungsbedingungen

Sie befinden sich in: Nachrichten » Leute