Köttbullar und Billy

35 Jahre Ikea in Deutschland

Fleischbällchen im Kaufhausrestaurant, Nervenzusammenbrüche in der Accessoire-Abteilung und der Stolz über das erste Billy-Regal - seit 35 Jahren prägen die Schweden von Ikea deutsche Wohnkultur.

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Schwedisches Möbel-Design begleitet die Menschen auf der ganzen Welt schon seit Jahrzehnten. In Deutschland eröffnete am 14. Oktober 1974 die erste Filiale. Die günstigen Pressspan-Stücke ...
... verkaufen sich aber unter anderem auch in Japan gut.
Seit 1947 verkauft das Unternehmen Ikea, das im schwedischen Agunnaryd gegründet wurde, Möbel - wahre Exportschlager und ewige Gleichmacher in den Studentenbuden rund um den Globus.
Dennoch: Der Schwede ist stolz auf den Erfolg und so hat die renommierte Liljevalchs Konsthall in Stockholm jüngst eine Ausstellung organisiert: Ikea-Design aus den letzten sechs Jahrzehnten.
Herzstück der Schau: Dieser grüne Sessel, ein Originalstück von 1951. Entgegen der sonst sehr lautmalerisch bezeichneten Stücke der heutigen Zeit, trägt er keinen Namen.
Ikea-Gründer Ingvar Kamprad hat ihn eigens aus seinem Privatbestand zur Verfügung gestellt.
Und so beginnt der Besucher einen Ritt durch die Wohnzimmer der letzten Dekaden.
Von den Sechzigern über ...
... die Siebziger hin zu ...
... den Achtzigern und ...
... Neunzigern.
Spiegelbild des Geschmacks sind die jährlich erscheinenden Kataloge des Möbel-Multis.
Auch die finden sich in der Ausstellung in Stockholm wieder.
Der erste wurde im Jahr 1951 gedruckt und kommt noch recht bieder daher.
Doch im Lauf der Jahre entwickelte sich das Nachschlagewerk, das auch in keinem deutschen Haushalt fehlt, zum farbenfrohen Appetitmacher.
Was 1969 die Menschen zum Kauf anregte, würde heute wohl niemanden mehr hinterm Ofen vorlocken.
Historische Fotografien der Stockholmer Ausstellung belegen im Übrigen auch, dass das Problem des Transports ...
... der zwar relativ praktisch verpackten Möbel, schon immer ...
... relativ schwierig gewesen ist.
Bleibt dem geneigten Betrachter des Mobiliars eigentlich nichts mehr, als ...
... den Museumsbesuch bei original schwedischen Fleischklopsen ausklingen zu lassen oder ...
... doch lieber in die klassische Hot-Dog-Falle zu tappen.
Das Bremer Architekturbüro baumraum plant experimentelle Konstruktionen auf dem Boden, in Bäumen sowie am und auf dem Wasser.
Seit 2003 entwickelt das Planungsbüro moderne und zeitlose Erlebnisräume für Kinder und Erwachsene.
Egal, ob Spielorte für die Kleinen oder durchgängig bewohnbare und exklusive Domizile.
Die Entwürfe sind geprägt durch einen hohen und phantasievollen gestalterischen Anspruch.
Sicherheit und Langlebigkeit der Konstruktion sind dabei wichtige Grundanforderungen.
Der Hersteller entwickelt individuelle Konzepte für private Kunden und für das Hotel- und Gastronomiewesen.
Die für die Baumhäuser verwendeten Materialien werden mit größtmöglicher Rücksicht auf Natur und Umwelt ausgewählt.
Auf Schrauben und Bolzen wird bei der Befestigung der Baumhäuser komplett verzichtet.
Stattdessen werden abgespannte Seilkonstruktionen und Textilgurte verwendet.
Nur so ist, nach Auffassung vom baumraum, ein schonender und zwängungsfreier Umgang mit den Bäumen, …
… ein zügiger Aufbau und eine gute Justierbarkeit zu gewährleisten.
Der Werkstoff Holz, mit seinen hervorragenden Eigenschaften wie Nachhaltigkeit, Witterungsbeständigkeit und Farbgebung, …
… stellt bei diesen Objekten den zentralen Grundbaustoff dar.
Aber auch Materialien wie Metall, Textilien und Kunststoffe sind mögliche Baustoffe für Baumhäuser.
Von der Planung bis zur vollständigen Umsetzung werden die gestalterischen und konstruktiven Fähigkeiten von Architekten vereint.
Hinzu kommt die Kompetenz von innovativen Handwerksbetrieben, Außenraumplanern und Baumfachleuten.
Baumhaus-Objekte werden im naturnahen sowie urbanen Umfeld geplant und umgesetzt.
Bisher wurden mehr als 25 Projekte in Deutschland, Österreich, Italien, Ungarn, Brasilien und den USA realisiert.
Soweit Baumhäuser professionell gefertigt sind und eine gewisse Größe überschreiten, …
… werden sie rechtlich als bauliche Anlagen definiert und fallen so, …
… wie alle anderen Bauten auch, unter das Baurecht.
Die Grenzen hierfür sind fließend.
Kleine Baumhäuser, wie die von Kindern gebauten, fallen wegen ihrer geringen Bedeutung dabei nicht in diese Definition.
Da alle Baumhäuser individuell geplant und den örtlichen Gegebenheiten angepasst werden, …
… sind die Kosten von Baumhaus zu Baumhaus verschieden.
Die Preisspanne liegt zwischen 18.000,- und 150.000,- Euro.
Diese Preise beinhalten Planung, Material, Montage und Innenausbau.
Kleinere, ungedämmte Konstruktionen sind ab 5.000,- Euro zu realisieren.
Ein Baumhaus kann für nahezu jeden Baum konstruiert werden.
Die Festigkeit, die Gesundheit und Beschaffenheit der Bäume haben Einfluss auf die Größe und die Höhe des Baumhauses.
Das Verwenden von zwei oder mehreren Bäumen bietet oftmals größere Spielräume.
Zusätzliche Stützen können eine eventuell mangelnde Festigkeit der Bäume ausgleichen ...
... und unter Umständen größere Gestaltungsspielräume ermöglichen.
Sollten aber keine geeigneten Bäume für das gewünschte Baumhausvorhaben zur Verfügung stehen, …
… so kann auch mit einer vollständig auf dem Boden abgestützten Konstruktion beinahe jede erdenkliche Größe und Bauform realisiert werden.
Gut geeignete Bäume sind z.B. Eichen, Linden, Eschen, Buchen, Kastanien …
… und ausgewachsene Obstbäume, aber auch größere Nadelbäume wie Zedern, Kiefern und Tannen.
Die meisten Baumhäuser sind kleine Einheiten, vergleichbar mit der Größe eines kleinen Wohnmobils.
Jedes Baumhaus ist mit einer Massivholzschalung außen und innen, umfangreichen Verglasungen, …
… Oberlicht, Dämmung, Schubkästen, Bett und Bankebene sowie Stromanschlüssen ausgestattet.
Es besteht die Möglichkeit, einen Flat-Screen, Hi-Fi Anlage, Minibar oder Telefonanschluss in den Innenausbau zu integrieren.
Ob der Einbau eines kleinen Badezimmers mit Toilette möglich ist, hängt von der Konstruktion, der Höhe der Kabine …
… und den Anschlussmöglichkeiten auf dem Grundstück ab.
Baumhaus-Variationen von horizontal gestalteten bis zu vertikal ausgerichteten Baukörpern …
… mit zwei oder mehreren Ebenen sind ebenso möglich, …
… wie der Bau mehrerer Körper in unterschiedlichen Höhen.
Die Größe für eine komplett hängende Konstruktion …
… richtet sich dabei nach den Möglichkeiten des Baumes.
Ein Traumhaus für kleine und große Kinder.
So sieht der Rohbau eines Baumhauses aus, ...
... der die Fertigungsahllen noch nicht verlassen hat.
Ein Kran hieft das fertige Baumhaus zur Endmontage auf die auf dem Boden abgestützten Konstruktion.
Mehr Informationen zu diesen Baumhäusern finden Sie auf www.baumraum.de
Luigi Colani hat das Design in vielen Lebensbereichen durch innovative Formgebung und revolutionäre Konzepte neu gestaltet. Eigentlich heißt Luigi Colani mit Vornamen Lutz und wurde am 2. August 1928 in Berlin geboren.
Der Designkünstler ist als schwierig und eigenwillig bekannt. Sein Bart wurde zu seinem Markenzeichen. Für diesen gewann er auch schon den Titel "Bart des Jahres 2005".
1995 stellte Colani auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin das neue Fernsehgerät vor, das er für das ostdeutsche Unternehmen RFT-Stassfurt entwickelte. Colani gilt als Meister der Rundungen. Ecken und Kanten sind verpönt.
1996 stellte er das Piano "Pegasus" auf der Musikmesse in Frankfurt vor. Musiker, wie Lenny Kravitz und Prince, besitzen so ein Piano.
Auch vor dem Tod schreckt Colani nicht zurück. Einen von ihm kreierten Sarg stellte er 2000 auf der weltgrößten Fachmesse des Bestattungswesens in Düsseldorf aus.
Seine außergewöhnliche Karriere er nach dem Studium der Aerodynamik an der Sorbonne in Paris. Damals wie heute beschäftigen ihn Entwürfe für Autos. So auch 2002, als Colani seinen aerodynamischen Lastwagen vorstellte.
Sein "Lebenswerk und Vermächtnis" aber ist das umweltfreundliche Projekt "Eco-City". Seit Jahren arbeitet er am Modell einer Stadt, die einen auf den Rücken liegenden Menschenkörper darstellt und in den kommenden Jahren in Südchina entstehen soll.
Schon 2004 entwarf er ein Haus mit drehbaren Räumen. Je nach Bedarf lässt sich das Bad, die Küche oder das Schlafzimmer nach vorne in einen Wohnraum mit breiter Fensterfront drehen.
Selbst Kleidung hat Luigi Colani schon entworfen. Und das für die Gesetzeshüter in Hamburg. 2003 präsentierte er die neuen, blauen Polizeiuniformen, die er mit der Modefirma "Tom Tailor" entworfen hat.
2005 designte Colani Kaffetassen und ließ sie in der Porzellanmanufaktur in Lichte produzieren. Die Stücke gehören zu einer Serie, bestehend aus Kaffeebecher, Kaffeetasse, Espressotasse mit passendem Teller, Eierbecher und Vase.
Bei so viel Rundungen ist Erotik nicht weit. 2006 waren Colanis erotische Kunstwerke in einer Ausstellung in Halle zu sehen. Darunter auch diese Ballettänzer aus Kunststein.
Selbst für die Kleinsten hat Luigi Colani schon Spielzeug gebastelt. Auf der Spielwarenmesse in Nürnberg stellt er 2008 sein von ihm entworfenes Spielzeugauto vor.
Ein Jahr zuvor gab es auf der gleichen Messe schon Kinder-Ferngläser von Colani. Sie sind ergonomisch speziell auf Kinder ab sieben Jahren abgestimmt. Bleibt jetzt nur noch mit Blick auf die Zukunft zu sagen: …
… 80 Jahre sind kein Alter. Erst recht nicht für Luigi Colani. Also: Auf viele weiter Jahre voller Ideen, Inspiration und jede Menge Rundungen.

(N24)

28.07.2009 12:35 Uhr

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