Konzern aus VW und Porsche könnte "Auto Union" heißen

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Konzern aus VW und Porsche könnte "Auto Union" heißen

Der künftige neue Autokonzern aus VW und Porsche könnte nach Angaben von VW-Chef Martin Winterkorn den traditionsreichen Namen "Auto Union" tragen. "Es gibt einige Überlegungen wie etwa Auto Union, aber noch keine Entscheidung", sagte Winterkorn der "Bild"-Zeitung. Die Tradition des Firmennamens "Auto Union" geht in die 1930er Jahre zurück und ist eng mit dem VW-Konzern verbunden. Der Top-Manager erklärte, Europas größten Autobauer künftig lenken zu wollen.

Die "Auto Union" wurde 1932 in Sachsen als Zusammenschluss der vier Marken Horch, Audi, DKW und Wanderer in Chemnitz gegründet. Durch die Fusion wurde der Konzern zum größten deutschen Autobauer nach Opel. Firmen-Emblem waren die vier Ringe, die noch heute Markenzeichen der VW-Tochter Audi sind.

Bis zu einer Festlegung auf den künftigen Namen des Gemeinschaftskonzerns müssten noch weitere Gespräche geführt werden, sagte Winterkonzern. Derzeit sei es noch "viel zu früh" für eine abschließende Entscheidung.

Nach einem zähen Machtkampf in den vergangenen Monaten hatten sich die beiden Autokonzerne letzte Woche auf eine Verschmelzung geeinigt. Porsche hatte sich bei der geplanten Übernahme von VW übernommen und war in massive finanzielle Schwierigkeiten geraten. VW-Aufsichtsratschef und Porsche-Miteigentümer Ferdinand Piëch hatte bereits im Mai Auto Union als Namen für einen fusionierten Konzern ins Gespräch gebracht.

Nach Kriegsende und der Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen wurde die Auto Union in Westdeutschland neu gegründet. Als Unternehmenssitz wurde der heutige Audi-Stammsitz Ingolstadt gewählt. In der sowjetischen Besatzungszone wurden die Produktionsanlagen demontiert, das Unternehmen enteignet. Die Auto Union wanderte von 1958 bis 1964 in den Besitz von Daimler. Ende 1964 wurde das Unternehmen von VW übernommen. Die Umbenennung in Audi AG erfolgte 1985.

VW-Chef Winterkorn erklärte, nach einer Fusion mit Porsche den neuen Konzern führen zu wollen. "Na klar wäre das eine sehr reizvolle Aufgabe", sagte Winterkorn der "Bild". Der neue Konzern will laut Winterkorn Toyota an der Weltspitze ablösen. "Mit Porsche bin ich mehr denn je davon überzeugt, dass wir alle Möglichkeiten und alle Kraft haben, die neue Nummer 1 der Welt zu werden", sagte der VW-Chef.

(AFP)

29.07.2009 14:55 Uhr

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