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Der Formel-1-König

Schumi is back!

Michael Schumacher hat Formel-1-Geschichte geschrieben wie kein zweiter Pilot. Im Jahr 2006 verabschiedet er sich aus der Formel 1. Doch drei Jahre später packt ihn wieder das Rennfieber.

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Die meisten WM-Titel, die meisten Siege, die meisten Punkte, die meisten Pole Positions. Das alles hat nur ein Formel-1-Pilot erreicht: Michael Schumacher. Eigentlich genug für eine Karriere. Doch Schumi will mehr.
Der 40-Jährige will es noch einmal wissen - und startet als "Renn-Opa" für Mercedes in die kommende Saison. Es wird ein langfristiges Vergnügen für seine Fans. Denn Schumi will drei Jahre ...
... im Silberpfeil um die WM-Krone kämpfen. Über viele Jahre war Schumi das Maß aller Dinge in der Königsklasse des Motorsports. Die Konkurrenten sahen ihn in der Regel von hinten und ...
... kein anderer durfte sich bis dato so häufig den Sieger-Schampus einfüllen wie Schumi.
Er ist in einer Reihe zu nennen mit Rennfahrergrößen wie Ayrton Senna, ...
... Alain Prost, ...
... oder Niki Lauda: Doch keiner von ihnen hat die Geschichte der Formel 1 ...
... so sehr geprägt wie der Mann aus dem Kölner Umland.
Alles begann auf der heimischen Kartbahn in Kerpen, auf der Schumi bereits als Sechsjähriger die schnellsten Runden drehte.
Vater Rolf erkannte die Qualitäten des Sprösslings und begann ihn zu fördern. So wurde Schumi 1984 deutscher Kartmeister der Junioren, 1987 Kart-Europameister und 1990 deutscher Formel-3-Meister.
Doch wer hätte gedacht, dass sich hier die große Karriere eines Seriensiegers anbahnt?
Wenn überhaupt jemand, dann Manager Willi Weber. Er ebnete Schumacher den Weg in die Formel 1: 1991 bekam Schumi den freigewordenen Platz im Jordan-Cockpit und gab am 25. August im belgischen Spa sein Debüt - dank eines kleinen Tricks seines Managers.
Willi Weber hatte Teambesitzer Eddie Jordan gesteckt, Schumi sei schon oft in Spa gefahren und kenne die Strecke sehr gut. Das war natürlich glatt gelogen - der Neuling fiel bereits in der ersten Runde aus.
Doch er hatte den Fuß in der Formel-1-Tür. Manager Weber zeigte ihm wo es langging und so bekam der Kerpener einen Vertrag bei Benetton.
Schumacher genoss das Vertrauen von Teamchef Flavio Briatore (r.), das sich schon bald auszahlte. Wieder in Spa feierte Schumi 1992 seinen ersten Grand-Prix-Sieg und landete auf Anhieb auf Rang drei der Weltmeisterschaftswertung.
Nach einem weiteren Formel-1-Lehrjahr legte Schumacher 1994 richtig los: Er holte mit Benetton den WM-Titel, ...
... und zwar mit einem Punkt Vorsprung vor Dauer-Konkurrent Damon Hill. Schumi ist damit der erste deutsche Formel-1-Weltmeister.
1995 geht die Erfolgsgeschichte weiter: Schumacher verteidigt als jüngster Fahrer seit WM-Beginn 1950 den Titel, gewinnt zudem als erster Deutscher die beiden Heimrennen in Hockenheim und auf dem Nürburgring.
Danach hätte er es einfach haben können: Die damals dominierenden Teams Williams Renault oder McLaren Mercedes versuchten, ihn zu sich zu locken.
Doch Schumi entschied sich für die eine lange Durststrecke fristende Scuderia Ferrari. 1995 wechselte er für die Rekordgage ...
... von 40 Millionen Mark zum italienischen Rennstall. Es folgten durchwachsene Jahre mit etlichen Siegen - genauso wie mit zahlreichen Ausfällen.
Schumacher war einige Male nah dran am WM-Titel, musste sich aber am Ende doch Jacques Villeneuve (1997) ...
... oder Mika Häkkinen (1998) geschlagen geben.
Doch Ferrari hielt an ihm fest, verlängerte seinen Vertrag sogar vorzeitig - was sich schon bald bezahlt machen sollte.
Zuvor musste Schumi allerdings die schwierigste Situation seiner Rennfahrerkarriere überstehen. Beim Grand Prix in Silverstone ...
... raste er fast ungebremst frontal in einen Reifenstapel. Bei dem Unfall erlitt er einen doppelten Beinbruch.
Er musste für sechs Rennen pausieren, die WM war gelaufen.
In den letzten beiden Saisorennen meldete er sich mit jeweils Platz zwei eindrucksvoll zurück.
2000: wahrscheinlich die spannendste Saison. Schumacher lag nach fünf Siegen klar auf Titelkurs, doch Mika Häkkinen verdrängte ihn von der Spitzenposition.
Doch Schumi wollte sich den Titel auf keinen Fall mehr nehmen lassen. Er legt zwei Siege drauf und holte sich im japanischen Suzuka den WM-Titel.
Als erster Ferrari-Pilot seit Jody Scheckter 1979 sicherte er sich damit die Fahrerkrone.
Die Scuderia, ganz Italien und Deutschland waren außer sich. Es folgen Titel im Jahrestakt: 2001 steht Schumi nach 13 Saisonrennen, ...
... ein Jahr später schon nach dem elften Grand Prix als Weltmeister fest.
Die Schar der Ferrari-Fans wurde größer und bunter, ...
... Schumi macht die Formel 1 in Deutschland zum beliebten Sonntagnachmittagsvergnügen.
Auch Schumi II, Michaels Bruder Ralf, stieg in die Königsklasse ein, debütierte ebenfalls bei Jordan. Zwar gelangen ihm insgesamt sechs Grand-Prix-Siege - an die Erfolge des älteren Bruders kam er allerdings nie heran.
Michael Schumacher fuhr unterdessen unbeirrt die WM-Titel sechs (2003) ...
... und sieben (2004) nach Hause.
Insgesamt holt er in seiner Karriere 91 Grand-Prix-Siege, 72 davon allein für Ferrari. Damit krönte er sich zum König der Rennfahrer, ...
... der von den Fans verehrt wurde.
Schumachers Erfolge sprachen sich auch andernorts herum.
2005 kam das Seuchenjahr, Schumi gelang nur ein Sieg. Und der ausgerechnet beim Skandalrennen von Indianapolis, bei dem nur sechs Autos ins Ziel kamen.
Schumi musste dem neuen Weltmeister Fernando Alonso den Vortritt lassen, belegte in der WM-Wertung sogar nur den dritten Platz.
Doch 2006 meldete er sich noch einmal zurück: Nachdem er zwischenzeitlich bereits 25 Punkte Rückstand auf Alonso hatte, holt er den Spanier drei Rennen vor Saisonschluss noch ein. Doch im vorletzten Rennen seiner Karriere ...
... scheidet er mit Motorschaden aus. Wiederum holt sich Alonso den Titel.
Ob nun sieben oder acht Titel: Die Fans können es verschmerzen.
Weniger gut zu verdauen ist allerdings der Rücktritt von Michael Schumacher. Am 22. Oktober 2006 fährt er sein - vorerst - letztes Rennen und wird danach gebührend von den Fans ...
... und seinem Team verabschiedet (hier mit Teamchef Jean Todt und Kollege Felipe Massa).
So sagten ihm die Fans auf Wiedersehen.
Wirklich Abschied vom Motorsport hat Schumi allerdings nie genommen. Egal ob als Beobachter an der Rennstrecke ...
... oder als Berater des Ferrari-Teams mit guten Tipps für Felipe Massa: Schumi ist seinem Sport treu geblieben. Ein Comeback im Cockpit schloss er aber bis heute immer aus.
Nun könnte er sein sportliches Rentnerdasein in Vufflens am Genfer See mit seiner Familie und einem geschätzten Vermögen von mehr als einer halben Millionen Euro genießen, stattdessen ...
... lässt ihn der Rausch der Geschwindigkeit nicht los. Inzwischen geht Schumacher auf zwei Rädern ...
... bei der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft an den Start.
Auch wenn er dort sicher nicht mit weniger Ehrgeiz auf die Strecke geht, musste er in dieser Saison ...
... jede Menge Lehrgeld zahlen. Bei einigen Rennen war er als Bruchpilot unterwegs.
Das Wichtigste aber : Schumi blieb unverletzt, sodass er auch weiterhin sein sportliches Multitalent ...
... unter Beweis stellen kann. Etwa beim Fußball, wo er bei zahlreichen Benefizturnieren ...
... leidenschaftlich gern dem Leder hinterherjagt.
Auch auf anderen Plätzen macht Schumi eine gute Figur.
Ebenso ist er noch im Kart anzutreffen, ...
... oder beim Race of Champions, dem traditionellen Saisonabschluss der Formel 1. Hier gewann er gemeinsam mit Nachwuchshoffnung Sebastian Vettel (2.v.l.) kurz vor Weihnachten.
Und Babyface Vettel hat sich bestimmt noch ein paar gute Tipps vom Superstar geholt. Der 21-jährige Vettel könnte übrigens fast als Schumis Sohn durchgehen: Michael Schumacher feierte am 3. Januar seinen 40. Geburtstag.
Der wurde allerdings ganz abgeschieden mit Frau Corinna, den Kindern Mick und Gina-Maria sowie ein paar guten Freunden ...
... irgendwo im Schnee gefeiert. Nun kommt Schumi zurück, die Fans sind begeistert: ...
"Schumi: Nur du bist der Beste."
Er ist der Rekordweltmeister: Michael Schumacher dominierte Mitte der 90er und Anfang der 2000er Jahre die Formel1 wie kein anderer. Sieben WM-Titel, davon fünf mit Ferrari, hat er zu Buche stehen.
Der letzte Ferrari-Weltmeister war aber ein anderer. Brasilien, 21. Oktober 2007: Kimi Räikkönen weiß gar nicht, wohin mit sich. Der WM-Titel war im letzten Saisonrennen für Konkurrent Lewis Hamilton praktisch nur noch Formsache, ...
... doch der Brite vergab seinen Sieben-Punkte-Vorsprung tatsächlich. So war der Finne Räikkönen plötzlich Weltmeister - und gönnte sich eine ausgiebige Siegerdusche.
2006 jubelte der Spanier Fernando Alonso mit seinem Renault-Team, ...
... genauso wie im Jahr zuvor: Alonso lieferte sich einen spannenden Zweikampf mit Michael Schumacher über die ganze Saison - am Ende durfte er sich aber den Weltmeisterschafts-Champagner einflösen.
Die Ära Schumi und Ferrari: 2004 holte der Kerpener den WM-Titel, ...
... genauso wie 2003, ...
... 2002, ...
... 2001,...
... und im Jahr 2000. Fünfmal in Serie bescherte der Ausnahmepilot Ferrari den WM-Titel, dazu gabs noch zwei Weltmeisterschaften in den 90ern. Fast überflüssig zu erwähnen, dass dies vorher noch keinem Fahrer gelungen ist.
Ende der 1990er Jahre lieferte sich Mika Häkkinen mit Schumi spannende Duelle auf der Rennstrecke. Sowohl 1999 ...
... als auch 1998 war der Finne im McLaren-Mercedes am Saisonende der Bessere.
1998 war ein Kanadier nicht zu schlagen: Jacques Villeneuve (Williams-Renault) ließ sich als Champion feiern. An diese Zeiten konnte er 2006, als er ein Comeback bei BMW-Sauber startete, aber nicht mehr anknüpfen.
Jaqces Villeneuves (r.) Teamkollege Damon Hill (l). war auch sein Vorgänger in der WM-Wertung: Hill holte 1996 den Titel und tat es damit Vater Graham Hill gleich, der 1962 und 1968 der schnellste Formel1-Fahrer war.
Mitte der 90er war Schumi unschlagbar: Sowohl 1995 mit Benneton-Renault ...
... als auch 1994 mit dem eigentlich als unterlegen eingeschätzen Benetton-Ford-Team setzte sich Michael Schumacher als erster Deutscher die Formel1-Krone auf.
Schumi war damit der legitime Nachfolger von Alain Prost (r.), der vor allem in den 80er Jahren die Rennserie dominierte. 1993 wurde er Weltmeister mit Williams-Renault (hier mit Teamkollegen Damon Hill).
Nur ein Mal stand Nigel Mansell am Saisonende ganz oben: Der Brite wurde 1992 Formel1-Champion.
Seinen letzten WM-Titel holte sich Ayrton Senna 1991.
Auch im Jahr zuvor stand er schon ganz oben. Der Brasilianer gewann mit McLaren-Honda insgesamt drei Mal den Titel.
Beim Großen Preis von San Marino am 1. Mai 1994 endete die glanzvolle Karriere des Ayrton Senna jäh: Einen schweren Unfall auf der Rennstrecke überlebte er nicht.
1989: Es war die dominante Zeit von McClaren-Honda. Alain Prost (im Bild) und Teamkollege Ayrton Senna wechselten sich bei der Titeljagd munter ab.
Im Jahr '89 sicherte sich Alain Prost die WM-Trophäe, ein Jahr zuvor ließ sich Senna als WM-Held feiern.
Lediglich Nelson Piquet gelang es, in den 80er Jahren die Dominanz von Prost und Senna zu durchbrechen. 1987 wurde er mit Williams-Honda Weltmeister.
Die Jahre 1985 und 1986 gehörten Alain Prost: Zweimal hintereinander war er im McLaren-Porsche der schnellste Formel1-Pilot.
1984 holte sich Niki Lauda (l.) noch einmal den Titel, nachdem er ihn bereits 1977 gewonnen hatte. Sein Vorgänger im Jahr 1983 war Nelson Piquet (r.), damals noch im Brabham-Ford unterwegs.
Der erste Finne, der Formel1-Champion wurde: Keke Rosberg im Williams Ford 1982. Inzwischen versucht Sohn Nico bei AT&T Williams in seine Fußstapfen zu treten.
1981: Nelson Piquet feiert seinen ersten WM-Titel mit Brabham-Ford. Insgesamt gelang ihm der große Coup drei Mal.
Lediglich ein Bilddokument aus dem Jahr 1996 war von Alan Jones (l.) zu bekommen. Seinen WM-Titel gewann er bereits 1980. Rechts im Bild übrigens der Australier Jack Brabham, der den Titel 1959, 1960 und 1966 gewann.
Und hier noch der erste Weltmeister der Formel1 überhaupt: Es war der Italiener Dr. Giuseppe "Nino" Farina 1950 im Alfa Romeo, hier auf der Rennstrecke in Monza.
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Schumi kehrt zurück! Ferrari hat ihn gerufen und er gehorcht. Ein Knüller. (Corriere dello Sport, Italien)
Der Größte gibt sein Comeback. Schumacher folgt mit 40 Jahren dem Ruf Ferraris und ersetzt den verletzten Felipe Massa. (El País, Spanien)
Der Kaiser kehrt zurück. (Sport, Spanien)
Schumacher ist zurück. Bis Massa wieder fahren kann, ist Schumi-Time (Telegraph, Großbritannien)
Der große alte Meister sagte ja. Nach Lance Armstrong im Radsport feiert nun auch Michael Schumacher in der Formel 1 sein Comeback. (El Mundo, Spanien)
Die Rückkehr des Grand-Prix-Superstars: The Schu goes on. (Sun, Großbritannien)
Sensationell: Schumacher kehrt in der WM hinters Ferrari-Lenkrad zurück. Die F 1 dankt ihm. (Tuttosport, Italien)
Ein sensationelles Comeback - Schumacher kehrt zurück!. Das schönste Paar der Formel 1 ist wieder zusammen. (La Gazzetta dello Sport, Italien)
Die einen kommen, die anderen gehen. Während BMW sich aus der Formel 1 zurückzieht, gibt Michael Schumacher sein Comeback...
... Dies ist eine mutige Entscheidung des siebenmaligen Weltmeisters. Für Valencia ist die Rückkehr ein Glückslos. (As, Spanien)
Was für ein Ferrari-Knüller: Der Mythos Schumacher kehrt zurück. Er bringt Erfahrung und Instinkt mit. (Corriere della Sera, Italien)
Schumacher schnappt sich wieder seinen Ferrari. Nach drei Jahren trügerischer Ruhe ...
... hat der Renn-Dämon gewonnen. Er riskiert alles, aber er ist ein Geschenk für die Formel 1. (La Repubblica, Italien)
Der Mythos kehrt zurück. Michael Schumacher verhilft dem Großen Preis von Europa in Valencia zu neuem Interesse. Die spanische Hafenstadt hat das große Glückslos gezogen. (Marca, Spanien)
Für die Formel 1 gab es nur eine Gewissheit, einen Grundpfeiler, der unantastbar dastand. Sein Name war Michael Schumacher...
... Sich also an Schumacher zu wenden, ist kein risikoreiches Spiel, sondern ein automatischer Reflex. (Independent, Großbritannien)
Michael Schumacher hat die Bühne für das bemerkenswerteste Comeback in der Motorsport-Geschichte bereitet. (Times, Großbritannien)
Schumacher auf der Ehrenrunde. (Daily Mail, Großbritannien)
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Ferrari-Pilot Felipe Massa ist im zweiten Qualifikations-Durchgang zum Großen Preis von Ungarn schwer verunglückt. Ursache dafür war eine aufgewirbelte Stahlfeder.
Das Teil hatte sich aus bislang ungeklärter Ursache vom dritten Dämpfer an der Hinterradaufhängung an Rubens Barrichellos Brawn-Mercedes gelöst. Es prallte auf Massas Helm, der mehrere Zentimeter eingedrückt wurde.
Massa verlor offenbar das Bewusstsein und die Kontrolle über seinen Rennboliden. Dieser raste mit fast 200 Stundenkilometern in die Reifenstapel.
Der Rettungswagen fuhr nach dem heftigen Unfall sofort an die Unglücksstelle.
Auf der Trage bewegte sich Massa. Zuvor hatte der Brasilianer keinerlei Reaktionen gezeigt.
Er wurde vom Medical Center an der Strecke aus...
... mit dem Helikopter ...
... in ein Krankenhaus gebracht.
Massa erlitt einen Schnitt an der Stirn, einen Knochenbruch am Schädel und eine Gehirnverletzung. Er wurde operiert und liegt auf der Intensivstation.
Massas Wagen wurde aus den Reifen befreit und ...
... mit Totalschaden ...
... von der Strecke transportiert.
Der neueste Ferrari hört auf den Namen 458 Italia
Große fünfspeichige Aluräder dominieren die Seitenansicht
Am Heck gibt`s runde Rückleuchten und drei mittig platzierte Endrohre
Unter der gläsernen Motorhaube verrichtet ein V8-Direkteinspritzer mit 570 PS seine Arbeit
Der Vorgänger F430 wird seit dem Jahr 2004 gebaut
Der F430 mit runden Doppelrückleuchten, vier Endrohren und einem prägnanten Heckdiffusor

25. August 1991: Michael Schumacher gibt in Spa am Steuer eines Jordan-Ford sein Formel-1-Debüt. Ein Kupplungsschaden stoppt ihn, wenige hundert Meter nach dem Start. Nach nur einem Rennen wechselt er zu Benetton-Ford.

4. September 1991: Beim ersten Rennen im neuen Auto in Imola wird Schumacher Fünfter und holt seine ersten zwei WM-Punkte.

30. August 1992: In Spa gelingt erstmals ein Grand-Prix-Sieg. Am Ende seiner ersten kompletten Saison wird Schumacher Dritter. 1. Mai 1994: Schwarzes Wochenende in Imola: Ayrton Senna rast in eine Betonmauer und stirbt kurz darauf im Krankenhaus. Das Rennen wird fortgesetzt und endet mit einem Schumacher-Sieg.

10. Juli 1994: "Flaggen-Skandal" in Silverstone: Schumacher überholt Damon Hill in der Einführungsrunde und kassiert eine Zeitstrafe. Als er diese nicht rechtzeitig "absitzt", wird er disqualifiziert, ignoriert auf Anweisung seiner Teamleitung die "Schwarze Flagge" aber zunächst. Folge: Sperre für zwei Rennen.

28. August 1994: Der Sieg beim Grand Prix in Belgien wird Schumacher aberkannt. Grund: bei einer Kontrolle nach dem Rennen waren an einer Holzplatte am Unterboden seines Benettons Abschleifungen festgestellt worden. Der Rennstall führte die Unregelmäßigkeiten auf einen Dreher Schumachers zurück. Erstmals taucht der Begriff "Schummel-Schumi" auf.

13. November 1994: Jubel trotz Unfalls: In Adelaide kommt es zur Kollision der Titelaspiranten Schumacher und Hill. Da beide ausscheiden, wird der Deutsche erstmals Weltmeister. Einige Zeitungen geben dem Kerpener zu Unrecht die Schuld an dem Crash. Schumacher gewinnt den Titel, obwohl nur 12 von 16 Rennen von ihm gewertet wurden. In der Stunde des Triumphs erinnert er an Senna. Es wäre sein Jahr geworden, sagt der neue Weltmeister.

16. Juli 1995: Hill misslingt in Silverstone ein Überholmanöver gegen den führenden Schumacher. Für beide ist das Rennen vorbei. Knapp zwei Monate später endet das Duell nach einer erneuten Attacke des Briten in Monza im Kiesbett. "Schumi" ignoriert Hils Entschuldigung. Am Ende der Saison holt er sich seinen zweiten Titel.

2. Juni 1996: Nachdem Schumacher vor der Saison zu Ferrari gewechselt ist, feiert er in Barcelona den ersten Sieg in Rot. Zwei weitere folgen in Spa und Monza. Allerdings schafft er es nicht, in Titelkampf einzugreifen.

26. Oktober 1997: Unrühmliches Saisonfinale: Das Titelrennen endet in Jerez, als Schumacher seinem Konkurrenten Jacques Villeneuve (Williams-Renault) in die Seite fährt. Villeneuve kann im Gegensatz zu Schumacher weiterfahren und holt den Titel. Der Kerpener wird wegen Unsportlichkeit aus der WM-Wertung gestrichen.

30. August 1998: Im Regen von Spa fährt Schumacher in das Heck des zur Überrundung anstehenden David Coulthard, Teamkollege des WM- Führenden und späteren Weltmeisters Mika Häkkinen, und scheidet aus. In der Boxengasse kommt es fast zu Handgreiflichkeiten, da Coulthard nach Ansicht Schumachers unnötig vom Gas gegangen ist. Jahre später entschuldigt sich der Schotte für die Aktion.

11. Juli 1999: In Silverstone rast Schumacher wegen eines Bremsdefekts in einen Reifenstapel und bricht sich das rechte Schien- und Wadenbein. Es bleibt sein bisher einziger schwerer Unfall.

17. Oktober 1999: Schumacher feiert ein großartiges Comeback in Malaysia. Er wird Zweiter, da er seinem Teamkollegen Eddie Irvine wegen dessen Chancen im Titelrennen mit Mika Häkkinen den Vortritt lassen muss.

10. September 2000: Tränen in Monza: Schumacher gewinnt seinen 41. Grand Prix und holt damit in der ewigen Rangliste Ayrton Senna ein. In der Siegerpressekonferenz übermannen ihn die Gefühle.

8. Oktober 2000: Schumacher siegt in Suzuka und holt den dritten WM-Titel. Für Ferrari ist es der erste Triumph seit 1979.

10. Juni 2001: Familien-Erfolg: In Montréal wird Schumacher hinter seinem Bruder Ralf Zweiter. Erstmals stehen in der Formel 1 zwei Brüder oben auf dem Treppchen.

19. August 2001: Schumacher siegt in Ungarn und macht den vierten WM-Titel vier Rennen vor dem Saisonende perfekt. Zugleich stellt er den Rekord von Alain Prost ein, der 51 Grand Prix gewann.

16. September 2001: Wegen der Anschläge auf das World Trade Center in New York spricht sich Schumacher für einen Startverzicht beim Großen Preis von Italien aus. Der Wunsch wird ignoriert. Er wird absichtlich Vierter, um in der Siegerpressekonferenz nicht Rede und Antwort stehen zu müssen.

12. Mai 2002: Ärger in Austria: In Spielberg führt Rubens Barrichello bis zur letzten Runde. Als er Teamkollege Schumacher kurz vor der Ziellinie auf Anweisung der Ferrari-Leitung passieren lässt, gibt es Pfiffe von den Rängen.

21. Juli 2002: Mit einem Sieg in Magny-Cours macht Schumacher sechs Rennen vor Saisonende den fünften Weltmeistertitel perfekt. Er zieht damit mit der argentinischen Rennfahrer-Legende Juan Manuel Fangio gleich.

20. April 2003: Sieg mit Trauerflor: Schumachers Mutter stirbt im Alter von 55 Jahren. Wenige Stunden später fährt Schumacher in Imola den ersten Saisonsieg ein. Bei der Pressekonferenz erscheint stellvertretend für ihn sein Teamchef Jean Todt.

12. Oktober 2003: Herzschlag-Finale in Suzuka: Schumacher wird Achter und gewinnt mit zwei Punkten Vorsprung vor McLaren-Mercedes- Pilot Kimi Räikkönen seine sechste WM. Damit setzt er sich in der ewigen Rangliste vor Fangio.

20. Juni 2004: Schock für Schumacher: Sein Bruder Ralf verunglückt in Indianapolis im Williams-BMW schwer. Als das Rennen wieder freigegeben wird, siegt Michael Schumacher dennoch souverän.

29. August 2004: Ein zweiter Platz in Spa bringt vorzeitig den siebten Titel. Die Rekord-Saison beendet Schumacher mit 148 Punkten.

22. Mai 2005: Bruderzwist in Monaco: Michael Schumacher versucht, seinen Bruder noch auf der Ziellinie zu überholen, um Sechster zu werden. Schumi II tobt: "Manchmal schaltet er sein Gehirn nicht ein."

19. Juni 2005: "Farce-Rennen" in Indianapolis: Im Training verunglückt Ralf Schumacher wegen eines Reifenschadens. Der Pneu- Hersteller Michelin findet den Fehler nicht und kann nicht für die Sicherheit der Fahrer der von ihm ausgestatten Teams garantieren. Daraufhin gehen nur die Bridgestone-Rennställe Ferrari, Jordan und Minardi an den Start. Das Rennen endet mit Schumachers erstem und einzigem Saisonsieg. Am Ende der für ihn verkorksten Saison wird er WM-Dritter.

22. April 2006: Schumacher holt in Imola die 66. Pole Position seiner Karriere und überbietet die langjährige Bestmarke Sennas.

27. Mai 2006: Im Qualifying in Monaco sorgt Schumacher mit einem "Park-Manöver" für Wirbel. Als Zeitschnellster bleibt er kurz vor dem Ende der Qualifikation an einer der engsten Stellen des Kurses stehen. Die anderen Fahrer müssen ausweichen und können die Bestzeit nicht unterbieten. Weil er auf den letzten Platz strafversetzt wird, wird er nur Fünfter und verliert wertvolle WM-Punkte.

10. September 2006: Schumacher siegt in Monza, verkürzt den Rückstand auf Fernando Alonso auf nur noch zwei Punkte und gibt seinen Rücktritt zum Saisonende bekannt.

8. Oktober 2006: Nach dem ersten Motorschaden seit sechs Jahren beim Großen Preis von Suzuka gibt Schumacher den Kampf um seinen achten WM-Titel auf. Beim Saisonfinale in Sao Paulo am 22. Oktober will er sich zumindest mit dem Konstrukteurs-Titel für Ferrari nach 16 Jahren aus der Formel 1 verabschieden.

21. Oktober 2006: In seiner letzten Qualifikation zum Großen Preis von Brasilien erlebt Schumacher einen technischen K.o. Wegen einer defekten Benzinzufuhr kann er im dritten und letzten Qualifikations- Abschnitt keine gewertete Runde mehr absolvieren und geht in das letzte und 250. Rennen seiner Karriere von Platz zehn aus. Seine Chancen auf den achten Titel sind vor dem Grand Prix nahe dem Nullpunkt.

22. Oktober 2006: Der grandiose Schlussakt einer einzigartigen Karriere: Nach einem Reifenplatzer in der neunten Runde fällt Schumacher bis an das Ende des Feldes. Doch er gibt nicht auf. Zwar hat er keine Chance mehr auf den WM-Titel, der an Alonso geht, aber er wird immerhin noch Vierter.

29. Juli 2009: Schumacher erklärt seine Bereitschaft, für den beim Großen Preis von Ungarn verunglückten Felipe Massa bereits beim Rennen in Valencia am 23. August einzuspringen.

11. August 2009: Schumacher erklärt den Rücktritt von seinem Comeback. Seine Nackenverletzung ist zu schwer, um noch einmal als Profi in den Formel-1-Zirkus zurückzukehren.

23. Dezember 2009: Die Gerüchte um ein Comeback halten sich hartnäckig. Einen Tag vor Heiligabend dann das Weihnachtsgeschenk für Formel-1-Fans. Schumi bestätigt seine Rückkehr. Drei Jahre lang will der nun schon 40-Jährige für Mercedes um die WM-Krone kämpfen.

(dpa, N24)

11.08.2009 13:50 Uhr

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