Clinton will Freilassung politischer Gefangener im Iran
Nach den Protesten gegen die Wiederwahl des iranischen Präsidenten Ahmadinedschad sind immer noch etwa 250 Demonstranten inhaftiert. US-Außenministerin Clinton fordert die sofortige Freilassung.
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US-Außenministerin Hillary Clinton hat die iranische Regierung aufgefordert, die bei den Protesten gegen die umstrittene Präsidentenwahl festgenommenen Demonstranten freizulassen. Es sei "zwingend" für die iranischen Behörden, die politischen Gefangenen freizulassen, sagte Clinton auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem britischen Außenminister David Miliband in Washington.
Die Berichte über die andauernde Haft und die Misshandlungen politischer Gefangener zeige, dass die politische Krise im Iran noch nicht gelöst sei. Nach Berichten amtlicher Medien wurden bei den Protesten gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmud Ahmadinedschad zwischen 1000 und 2000 Menschen verhaftet, die meisten von ihnen wurden jedoch wieder freigelassen.
Etwa 250 Menschen sind noch inhaftiert
Rund 250 sind nach offiziellen Angaben weiter im Gefängnis. Die iranischen Oppositionsführer Mir-Hossein Mussawi und Mehdi Karubi wollten am Donnerstag die Gräber der Demonstranten besuchen, die bei den Protesten gegen den Ausgang der Präsidentenwahl getötet wurden. Die beiden Politiker wollten einem Medienbericht zufolge zusammen mit den Familien der Opfer einen Friedhof in Teheran aufsuchen.
Trauerfeier von Behörden verboten
Eine Trauerfeier für die Toten der Demonstrationen hatten die Behörden verboten. Nach dem Willen Mussawis und Karubis sollten bei der Zeremonie lediglich Koran-Verse verlesen werden. Nach offiziellen Angaben wurden bei den Protesten gegen das Ergebnis der Präsidentenwahl rund 30 Menschen getötet.