VW hat die Nase vorn
Die beliebtesten Unternehmen
Unternehmensranking im Zeichen der Krise: Während Aldi und Lidl Sympathie einbüßen mussten, haben die großen Autobauer die Nase vorn.
Die Beliebtheitsskala deutscher Unternehmen wird in diesem Jahr von Volkswagen angeführt. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS Emnid im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers. 22 Prozent der 1.003 befragten Bundesbürger sprachen sich für die Wolfsburger Autobauer aus.
Volkswagen löst damit den Stuttgarter Daimler-Konzern mit seiner Hauptmarke Mercedes ab, der in den beiden Vorjahren Spitzenreiter war. Danach behauptet sich Siemens wie in den Vorjahren auf Platz drei, knapp gefolgt von BMW. Fast gleichauf folgen Audi, Opel und Porsche mit je rund fünf Prozent der abgegebenen Stimmen.
Volkswagen im Osten und Westen beliebt
Für die positive Entwicklung der Marke VW hat Norbert Winkeljohann, Mitglied des Vorstands bei PwC, folgende Erklärung: "Volkswagen ist eine gesamtdeutsche Marke geworden. Im Osten entschieden sich sogar 23 Prozent für VW. Doch nicht nur im Osten haben die Wolfsburger die Nase vorn. Bei Abiturienten und Hochschulabsolventen ist Volkswagen absolut konkurrenzlos."
Aldi und Lidl nicht mehr in Top Ten
Die Sympathiewerte für Daimler und Porsche sind laut der Umfrage besonders in den alten Bundesländern deutlich höher. Daimler punktet hier vor allem bei Befragten zwischen 40 und 49 Jahren und lässt sogar VW knapp hinter sich. Unternehmen wie Aldi und Lidl, die in den vergangenen Jahren auch in den Top Ten waren, haben sich um einige Plätze verschlechtert.
Vertrauen in Firmen leicht gestiegen, aber weiter schwach
Trotz der Wirtschaftskrise hat sich das Vertrauen der Bundesbürger in deutsche Unternehmen leicht verbessert. Gaben im vergangenen Jahr 72 Prozent der Befragten an, dass die Firmen Vertrauen eingebüßt hätten, sind es 2009 65 Prozent. Bundesweit wird vor allem von den 30- bis 39-Jährigen eine Vertrauenskrise gesehen, jeder siebte äußerte sich entsprechend.
Die negative Grundhaltung vieler Befragter spiegelt sich auch in der Haltung zur Frage, ob einzelne Unternehmen in den letzten Monaten an Vertrauen hinzugewinnen konnten. 80 Prozent verneinten dies den Angaben zufolge. Eher bejaht wurde die Frage bei Unternehmen aus dem Automobilbereich. Immerhin 6,4 Prozent der Befragten sehen zum Beispiel bei VW einen Vertrauensgewinn in den letzten Monaten.
(N24, dpa, AP)
03.08.2009 12:37 Uhr









