Wirtschaftsexperten

Illegaler Autohandel ökonomisch sinnvoll

Wirtschaftsexperten kritisieren die Abwrackprämie, weisen aber auf den ökonomischen Nutzen des illegalen Autohandels hin. "Juristisch ist es kriminell, ökonomisch macht der illegale Verkauf Sinn."

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Vor der Abwrackprämie wurden Autos im Wert von 5 bis 10 Milliarden Euro ins Ausland verkauft.

Angesichts des Betrugsverdachtes im Zusammenhang mit der Abwrackprämie für alte Autos haben Experten die staatliche Hilfe kritisiert. "Wirtschaftlich gesehen ist die Abwrackprämie eine Vernichtung von Vermögen", sagte der Konjunkturexperte Joachim Scheide vom Kieler Institut für Weltwirtschaft der Tageszeitung "Die Welt". Es sei Unsinn, die Leute dazu zu zwingen, ihre alten Autos zu verschrotten.

Verkauf ins Ausland ist ökonomisch sinnvoll

Sogar der illegale Verkauf ins Ausland ist Experten zufolge zumindest ökonomisch sinnvoll. "Juristisch ist es natürlich Urkundenfälschung, aber ökonomisch macht es Sinn, die Autos illegal ins Ausland weiterzuverkaufen", wurde der hannoversche Finanzwissenschaftler Stefan Homburg zitiert. Früher seien Altautos im Wert von 5 bis 10 Milliarden Euro ins Ausland verkauft worden, im Zuge der Abwrackprämie aber deutlich weniger.

Bis zu 50.000 Fahrzeuge illegal ins Ausland

Der Bund Deutscher Kriminalbeamter schätzt, dass bis zu 50.000 in Deutschland abgewrackte Fahrzeuge illegal ins Ausland verkauft wurden. 5 bis 10 Prozent der bisher verschrotteten Fahrzeuge wurden demnach nach Afrika und Osteuropa transportiert.

(AP, N24)

06.08.2009 09:16 Uhr

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