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Im Schatten des Gatten

Student erzürnt Hillary Clinton

"Mein Mann ist nicht der Außenminister": Bei ihrer Afrikareise stellte sich Hillary Clinton Fragen von Studenten. Der Wissenschaftsnachwuchs interessierte sich aber mehr für deren Ehemann.

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Inzwischen ist der ehemalige US-Präsident Bill Clinton der Mann im Hintergrund - oder sollte es zumindest sein.
Das amerikanische "Forbes Magazine" hat die mächtigsten Frauen der Welt gesucht - und gefunden. Deutschland schaffte es mit Bundeskanzlerin Angela Merkel als Regierungschefin der größten Volkswirtschaft Europas unangefochten auf Platz Eins.
Auf Platz Zwei liegt Sheila Bair, die Chefin der "Federal Deposit Insurance Corporation". Der Einlagensicherungsfonds der US-Banken sorgt dafür, dass amerikanische Sparer auch nach Bankenpleiten ihr Erspartes bekommen. Und das ist heute wichtiger denn je.
Die Drittplatzierte, Indra Nooyi, ist Chefin des Brausekonzerns PepsiCo und damit von rund 300.000 Angestellten. Ihre Firmenpolitik sorgt dafür, dass das Unternehmen dem Platzhirsch Coca Cola in den letzten Jahren ordentlich Marktanteile streitig macht.
Angela Braly ist die Chefin von WellPoint, einer der größten amerikanischen Krankenversicherungen. Ihr unterstehen mehr als 40.000 Angestellte und sie sorgt für das Wohlergehen von mehr als 34 Millionen US-Bürgern. Bei Forbes kam sie damit auf Rang Vier.
Die Geologin Cynthia Carroll schaffte es bis an die Spitze des drittgrößten Bergbaukonzerns Anglo American - und auf Rang Fünf bei Forbes. Mit ihren mehr als 200.000 Mitarbeitern sorgt sie für den Gold- und Diamanten-Nachschub für die Schmuckindustrie.
Unter der Führung von Irene Rosenfeld wurde der Lebensmittelkonzern Kraft Foods erfolgreicher denn je. Mit ihren mehr als 100.000 Angestellten erwirtschaftete sie im Jahr 2007 einen Gewinn von 10 Milliarden Dollar und kommt bei Forbes auf Platz Sechs.
Als Außenministerin ist Condoleezza Rice die rechte Hand von US-Präsident George W. Bush und Nummer Sieben der Forbes-Liste. In Anbetracht ihrer steilen Politkarriere sagt man ihr selbst Ambitionen aufs Oval Office nach.
Ho Ching (Bildmitte) ist die Ehefrau des Premierministers von Singapur Lee Hsien Loong. Zudem steht sie dem Unternehmen Temasek Holdings vor, welches Unternehmen des Kleinstaates mit Fördermitteln unterstützt. Ho Ching liegt bei Forbes auf Rang Acht.
Anne Lauvergeon schaffte es bei Forbes auf Platz Neun. Die Managerin steht an der Spitze des französischen Nuklearkonzerns Areva mit 61.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von rund 11 Milliarden Euro.
Die Zehntplatzierte, Anne Mulcahy, ist die Chefin der Xerox Corporation. Das amerikanische Unternehmen stellt unter anderem Drucker und Kopierer her und hat rund 60.000 Mitarbeiter.
Gail Kelly ist seit Februar 2008 die Chefin von Westpac, der drittgrößten Bank Australiens. Ihr unterstehen dort rund 27.000 Mitarbeiter in 12 Ländern. Ihren alten Arbeitgeber, die australische St. George Bank, will die Managerin jetzt aufkaufen.
Patricia A. Woertz ist die Vorstandsvorsitzende von Archer Daniels Midland, eines der größten Konzerne für Lebensmittel-Vorprodukte wie Mehl und Öl. Rund 27.000 Mitarbeiter arbeiten für Frau Woertz und halfen ihr auf Rang Zwölf bei Forbes.
Cristina Fernandez, auf Platz 13, ist die erste Präsidentin Argentiniens und die Amtsnachfolgerin ihres Ehemannes Néstor Kirchner. Eines der Hauptziele der Politikerin ist der wirtschaftliche Wiederaufstieg Argentiniens nach dem Staatsbankrott von 2001.
Christine Lagarde ist die französische Wirtschaftsministerin und in den G8-Staaten die erste Frau in diesem Amt. Sie sorgt dafür, dass der Wohlstand der 65 Millionen Franzosen auch in Zukunft gesichert ist und kam so auf Platz 14.
Platz 15: Safra Catz ist die Präsidentin des mit rund 84.000 Mitarbeitern weltweit drittgrößten Softwarekonzerns Oracle.
Platz 16: Carol Tome ist die Vizepräsidentin der größten amerikanischen Baumarktkette Home Depot. Das Unternehmen mit mehr als 350.000 Mitarbeitern ist nach Wal-Mart der zweitgrößte US-Einzelhändler überhaupt.
Platz 17: Julija Tymoschenko ist die Regierungschefin der Ukraine und regiert damit an der Seite von Präsident Wiktor Juschtschenko über rund 45 Millionen Menschen.
Platz 18: Mary Sammons ist die Chefin der amerikanischen Apothekenkette Rite Aid mit mehr als 5.000 Filialen und rund 116.000 Mitarbeitern.
Platz 19: Andrea Jung steht dem amerikanischen Kosmetik-Konzern Avon vor, der seine Produkte über den Direktvertrieb an die Frau bringt und damit im vergangenen Jahr rund 10 Milliarden Dollar umsetzte.
Platz 20: Marjorie Scardino ist die Chefin des britischen Medienkonzerns Pearson mit etwa 30.000 Mitarbeitern.
Platz 21: Sonia Gandhi ist die Ehefrau des ermordeten indischen Premierministers Rajiv Gandhi (1944-1991). 1998 übernahm sie den Vorsitz der Kongresspartei, der wichtigsten politischen Partei Indiens.
Platz 22: Risa Lavizzo-Mourey ist die Präsidentin der Robert-Wood-Johnson-Stiftung. Mit dem Stiftungskapital von rund 10 Milliarden Dollar setzt diese sich für die Verbesserung der Gesundheitsversorgung der US-Bürger ein.
Platz 23: Sri Mulyani Indrawati ist die indonesische Finanzministerin. Sie hat sich dem Kampf gegen Korruption und Bürokratie verschrieben und der indonesischen Wirtschaft seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2005 zum Aufschwung verholfen.
Platz 24: Julie Gerberding ist die Direktorin des amerikanischen "Center for Disease Control and Prevention". Die staatliche Behörde setzt sich für die Bekämpfung und Prävention von Krankheiten, insbesondere Infektionskrankheiten ein.
Platz 25: Michelle Bachelet ist seit 2006 die erste Präsidentin Chiles. Zuvor war sie bereits Gesundheits- und Verteidigungsministerin.
Platz 26: Ellen Alemany ist die Chefin der Royal Bank of Scotland Amerikas und damit verantwortlich für das Nordamerikageschäft der weltweit zehntgrößten Bank der Welt mit mehr als 220.000 Mitarbeitern.
Platz 27: Carol Meyrowitz ist die Chefin des amerikanischen Einzelhandelskonzerns TJX mit 125.000 Angestellten.
"Nur" auf Rang 28 der Forbes-Liste ist die demokratische Senatorin Hillary Clinton zu finden. Die Ex-First-Lady war in diesem Jahr mit ihren US-Präsidentschaftsambitionen gescheitert.
Platz 29: Hynd Bouhia ist die Präsidentin der Wertpapierbörse in Casablanca (Marokko), der nach Johannesburg zweitwichtigsten Börse Afrikas.
Platz 30: Anne Sweeney ist die Chefin des Disney-ABC TV-Konzerns und Vizepräsidentin des Disney-Konzerns mit 137.000 Angestellten und einem Jahresumsatz in Höhe von rund 35 Milliarden Dollar.
Platz 31: Walentina Matwijenko ist die Gouverneurin von Sankt Petersburg und eine enge Freundin des russischen Regierungschefs Wladimir Putin, der ihr auch zu ihrer Macht verhalf.
Platz 32: Nancy Tellem ist die Präsidentin der amerikanischen CBS-Paramount TV-Gruppe. Im Jahr 2003 wurde sie vom US-Magazin "Hollywood Reporter" bereits zur drittmächtigsten Frau im Unterhaltungssektor gekürt.
Platz 33: Ann Livermore ist die Vizepräsidentin des amerikanischen Computer- und Druckerherstellers Hewlett-Packard und die Chefin der Technologiesparte des Unternehmens mit mehr als 100.000 Beschäftigten.
Platz 34: Marina Berlusconi , die Tochter des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi, leitet die beiden Unternehmen ihres Vaters, die Finanzholding Fininvest und die Verlagsgruppe Mondadori. Sie ist Chefin von rund 27.000 Mitarbeitern.
Platz 35: Die Demokratin Nancy Pelosi ist die Vorsitzende des amerikanischen Abgeordnetenhauses und damit eine der einflussreichsten Politikerinnen ihres Landes. Sie ist eine vehemente Gegnerin vieler politischer Entscheidungen des US-Präsidenten.
Platz 36: Oprah Winfrey wurde hauptsächlich durch ihre beliebte Talkshow bekannt, die sie bis heute moderiert. Die Obama-Unterstützerin ist mit einem geschätzten Vermögen von 2,5 Milliarden Dollar die erste schwarze Frau, die Milliardärin wurde.
Platz 37: Gulzhan Moldazhanova ist die Präsidentin des russischen Mischkonzerns Basic Element der im Energie-, Bau- und Produktionssektor sowie auf dem Finanzmarkt tätig ist und rund 600.000 Menschen beschäftigt.
Platz 38: Aung San Suu Kyi ist die bekannteste birmesische Oppositionspolitikerin. Die Friedensnobelpreisträgerin (1991) und letzte demokratisch gewählte Premierministerin Birmas wird seit Jahren vom Militärregime unter Hausarrest gehalten.
Platz 39: Lynn Laverty Elsenhans ist die Chefin des amerikanischen Mineralölkonzerns Sunoco mit etwa 15.000 Mitarbeitern. Sie ist die zweite Frau an der Spitze eines Mineralölunternehmens.
Platz 40: Melinda Gates ist die Ehefrau des Microsoft-Gründers Bill Gates. Zusammen mit diesem gründete sie die Bill & Melinda Gates Foundation, eine international tätige Wohltätigkeitsorganisation.
Platz 41: Gloria Arroyo ist die Präsidentin der Phillipinen und regiert über rund 91 Millionen Menschen. Arroyos Popularität litt in letzter Zeit erheblich unter den rasant steigenden Energiepreisen und Korruptionsvorwürfen gegen ihren Ehemann.
Platz 42: Jane Mendillo ist seit Sommer 2008 die Präsidentin der Harvard Management Company, der milliardenschweren Stiftung der Harvard Elite-Universität.
Platz 43: Linda Cook ist Vorstandsmitglied des Mineralölunternehmens Royal Dutch Shell mit 112.000 Mitarbeitern. Zudem ist sie die Präsidentin der Shell-Tochter Shell Gas & Power.
Platz 44: Laura Bush, die Ehefrau des US-Präsidenten, engagiert sich für bessere Bildungschancen für Kinder, die AIDS-Bekämpfung in Afrika und für Programme gegen Brustkrebs.
Platz 45: Brenda Barnes ist die Chefin des amerikanischen Konsumgüterherstellers Sara Lee mit rund 137.000 Angestellten. Zu dem Konzern gehören u.a. die Marken Senseo, Duschdas, Natreen und Wonderbra.
Platz 46: Christine Poon ist die Vizepräsidentin des amerikanischen Pharmazie- und Konsumgüterherstellers Johnson & Johnson (Bebe, O.B., Listerine, Penaten). Der Konzern beschäftigt weltweit etwa 122.000 Mitarbeiter.
Platz 47: Neelie Kroes ist ein Wettbewerbskommissarin der Europäischen Union. In dieser Funktion legte sie sich mit einigen der größten Unternehmen der Welt an, darunter Microsoft und Intel.
Platz 48: Amy Brinkley ist eine Top-Managerin der Bank of America. Bei der größten Bank der Vereinigten Staaten ist sie für das Risikomanagement verantwortlich und hat aufgrund der Finanzkrise derzeit ihre große Stunde.
Platz 49: Susan Arnold ist Vizepräsidentin des Konsumgüter-Konzerns Procter & Gamble (Wella, Gillette) mit 138.000 Mitarbeitern. Zudem gehört sie dem Direktorium der Walt Disney Company (138.000 Mitarbeiter) an.
Platz 50: Susan Decker ist die Präsidentin von Yahoo! mit einem Jahresumsatz von 7 Milliarden Dollar. Im Zuge der Übernahmeversuche durch Microsoft baute sie das Unternehmen erfolgreich um und schloss strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen.

US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei ihrer Afrika-Reise empört auf die Frage eines Studenten nach den politischen Ansichten ihres Mannes, Ex-Präsident Bill Clinton, reagiert. Bei einem Meinungsaustausch mit Studenten in Kinshasa fragte der junge Mann Clinton nach den Ansichten des früheren US-Präsidenten zum Engagement Chinas und der Weltbank in der Demokratischen Republik Kongo. Mit lauter Stimme antwortete die Chefdiplomatin ihm: "Sie wollen wissen, was mein Mann denkt? Mein Mann ist nicht der Außenminister, das bin ich. Fragen Sie mich nach meiner Meinung, dann sage ich sie Ihnen." Für ihren Mann dagegen spreche sie nicht, betonte Clinton.

Clinton, deren Mann Bill von 1993 bis 2001 US-Präsident war, ist eine entschiedene Befürworterin der Frauenrechte. Sie hat das zu einem ihrer Kernthemen bei ihrem Afrika-Besuch gemacht. Im Anschluss wollte sie nach Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo reisen, wo sie sich mit Überlebenden sexueller Gewalt treffen wollte.

(AFP, N24)

10.08.2009 22:10 Uhr

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