Im Schatten des Gatten
Student erzürnt Hillary Clinton
"Mein Mann ist nicht der Außenminister": Bei ihrer Afrikareise stellte sich Hillary Clinton Fragen von Studenten. Der Wissenschaftsnachwuchs interessierte sich aber mehr für deren Ehemann.
US-Außenministerin Hillary Clinton hat bei ihrer Afrika-Reise empört auf die Frage eines Studenten nach den politischen Ansichten ihres Mannes, Ex-Präsident Bill Clinton, reagiert. Bei einem Meinungsaustausch mit Studenten in Kinshasa fragte der junge Mann Clinton nach den Ansichten des früheren US-Präsidenten zum Engagement Chinas und der Weltbank in der Demokratischen Republik Kongo. Mit lauter Stimme antwortete die Chefdiplomatin ihm: "Sie wollen wissen, was mein Mann denkt? Mein Mann ist nicht der Außenminister, das bin ich. Fragen Sie mich nach meiner Meinung, dann sage ich sie Ihnen." Für ihren Mann dagegen spreche sie nicht, betonte Clinton.
Clinton, deren Mann Bill von 1993 bis 2001 US-Präsident war, ist eine entschiedene Befürworterin der Frauenrechte. Sie hat das zu einem ihrer Kernthemen bei ihrem Afrika-Besuch gemacht. Im Anschluss wollte sie nach Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo reisen, wo sie sich mit Überlebenden sexueller Gewalt treffen wollte.
(AFP, N24)
10.08.2009 22:10 Uhr







