20 Jahre Wende
 

"Wo geht's zur Mauer"

Trennlinie in Berlin kaum mehr sichtbar

Tausende Touristen besuchen jedes Jahr Berlin. Die wenigsten finden, was sie suchen: Von der Berliner Mauer ist nicht mehr viel zu sehen. Zu groß das Bedürfnis nach 1989, das "Ding" loszuwerden.

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Die Berliner Mauer ist nur noch an wenigen Stellen der Stadt zu bewundern wie hier etwa an der "East Side Gallery".
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Vor 20 Jahren geschah das, was viele Deutsche der Nachkriegsgeneration nicht mehr für möglich gehalten hatten. Die Berliner Mauer - Symbol der deutschen Teilung - fällt.
Der Jubel ist grenzenlos, die Menschen in Ost und West können es nicht fassen.
Was fast 30 Jahre lang trennte ist nun dahin, mit einem Mal können sich Deutsche über die Grenzen hinweg wieder ohne Beschränkungen besuchen. Der Weg zu diesen atemberaubenden Bildern war ein langer, die unmittelbare Vorgeschichte ist jedoch ...
... eng mit diesem Mann verknüpft: Günter Schabowski, zu DDR-Zeiten Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der SED. Am Abend des 9. November 1989 antwortet er auf die Frage eines ausländischen Journalisten nach vorgesehenen Reiseerleichterungen: ...
... "Und deshalb haben wir uns dazu entschlossen, heute eine Regelung zu treffen, die es jedem Bürger der DDR möglich macht, über Grenzübergangspunkte der DDR auszureisen. [...] Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich."
Der Bann war gebrochen. Schabowskis Worte fielen kurz vor 19 Uhr. Nur kurze Zeit später strömten die Menschen an die Grenze und versuchten ihr Glück.
Gegen 22 Uhr gaben die ersten Grenzposten auf, ließen die Menschen von Ost nach West, um dem Massenansturm Herr zu werden.
Es war der Anfang vom Ende der Deutschen Demokratischen Republik.
Doch die Ausreiseströme der Nacht vom 9. auf den 10. November sollten nur ein Vorgeschmack dessen sein, was auf die DDR-Grenztruppen noch zukommen sollte. Viele Menschen hatten wegen der fortgeschrittenen Stunde nicht am Abend, sondern ...
... erst am folgenden Tag von der Botschaft erfahren. Die ersten Versuche, die Mauer als Symbol der Unterdrückung zu besteigen, konnten die Grenzer noch unterbinden. Doch der Wille des Volkes ...
... war einfach stärker. Die ersten Teile der Mauer wurden mit Hilfe von ...
... Drahtseilen niedergerissen. Hinter dem Betonwall warteten hilflose DDR-Grenzer und Volkspolizisten.
Auch auf Westseite waren Polizisten im Einsatz, um den wütenden Abbruch der Mauer unter Kontrolle zu halten. Doch sie konnten dem ...
... schwarz-rot-gelben Trubel keinen Einhalt Gebieten. Auch von offizieller Seite aus ...
... begann die DDR mit dem Rückbau von Mauerteilen. Bald mussten dringend weitere Grenzübergänge her. Denn ...
... in den ersten Tagen nutzten Tausende die neu gewonnene Freiheit.
Es entstehen diese Bilder, die den Menschen, die den Fall der Mauer miterlebt haben, nie mehr aus dem Kopf gehen werden.
Jeder Neuankömmling aus der DDR wird von den Westberlinern frenetisch begrüßt.
Die unverhofft wiedervereinte Stadt erlebt Tage im kollektiven Rausch.
Es ist die Zeit der "Mauerspechte". Viele Menschen ziehen mit Hammer und Meißel los und leisten ihren persönlichen, kleinen Beitrag ...
... zum Rückbau des "Antifaschistischen Schutzwalls" - denn als solchen bezeichnete die DDR-Führung das Bauwerk nach der Errichtung.
Dabei war die Berliner Mauer lange Zeit ein Staatsgeheimnis. Am 15. Juni 1961 antwortete der damalige Staatsratsvorsitzende Walter Ulbricht auf eine Journalistenfrage noch: "Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten."
Knapp zwei Monate später, am 13. August 1961, beginnen Maurer unter teils ungläubigen, teils noch belustigten Blicken der Westberliner mit dem Bau.
Zuvor waren die Sektorengrenzen komplett abgeriegelt worden.
Berliner, die wie bislang gewohnt, von einer Zone in die andere wollten, um einzukaufen oder zu arbeiten, werden zurückgehalten.
Panisch versuchen Menschen, teils erfolgreich, in letzter Minute von Ost nach West zu fliehen. Es spielen sich dramatische Szenen ab, denn mitunter führt der einzige Ausweg durch die Fenster von Grenzgebäuden - ein oft lebensgefährliches Unterfangen.
Mit einem Mal leben die Berliner mit einer Grenze aus Stein - und das für 28 Jahre. Im Laufe der Zeit versuchen viele Menschen, in den Westen zu gelangen. Viele von ihnen schaffen es nicht und werden an der Mauer abgefangen oder erschossen.
Das Bild zeigt Peter Fechter, der am 17. August 1962 nach seiner missglückten Flucht von DDR-Grenzern abtransportiert wird. Der 17-Jährige hatte 50 Minuten mit einem Beckendurchschuss im Todesstreifen gelegen, bevor er geborgen wurde. Er verblutete.
Für alle, die die Flucht nicht wagten, war die Mauer über Jahrzehnte zur grauen Realität geworden - ...
... bis zum 9. November 1989. Ein Datum, das alles änderte und den Lauf der Weltgeschichte auf den Kopf stellte.
Es markiert das Ende des Kalten Krieges, der Eiserne Vorhang war gefallen, der Weg geebnet für die weniger als ein Jahr später vollzogene Deutsche Einheit (Bild: Feiernde Berliner am Tag der Wiedervereinigung, dem 3. Oktober 1990).
Heute, 20 Jahre später, ist die Berliner Mauer fast komplett aus dem Stadtbild verschwunden. Nur noch vereinzelt erinnern ...
... Bruchstücke an die leidvolle Zeit der Teilung. An vielen Stellen sind die Brachflächen, die einst durch den Todesstreifen entstanden waren, ...
... modernen Stadtvierteln und Bauten gewichen. Geschichtsinteressierte können entlang des ...
... stadtweit ausgeschilderten Mauerwegs wandern oder radeln und nach den letzten Spuren suchen.
Eine davon findet sich in der Bernauer Straße, wo eine Mauergedenkstätte entstanden ist. Dort ist neben einem Museum auch ein Stück Mauer und Grenzstreifen originalgetreu belassen worden.
Anders ein Stück Mauer nahe der Oberbaumbrücke, die die Stadtteile Friedrichshain und Kreuzberg voneinander trennt. Hier haben sich im Frühjahr 1990 Künstler eines Teils des Bauwerks bemächtigt und die "East Side Gallery" ins Leben gerufen.
Die Werke von 118 Künstlern aus aller Herren Länder sind im Laufe der Jahre stark verwittert und werden ...
... derzeit restauriert - als Zeichen der lebendigen Erinnerung an die Tage der Teilung. Der Fall der Berliner Mauer ist heute auch ...
... Zeichen der Hoffnung für alle Völker, die - wie in Korea - unter einer Trennung zu leiden haben.
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Die Botschaftsflüchtlinge von Prag sind Wende-Legende geworden. Das Schicksal der tausenden DDR-Bürger, die über die Tschechoslowakei ihren Weg in den Westen fanden, bewegte die Menschen. Es ist die Geschichte von Verzweiflung, Hoffnung und Freude.
Die DDR wankte im Sommer 1989 in ihren Grundfesten. Immer mehr Menschen wollten nicht mehr mit dem System leben. Eine vielversprechende Chance war die Ausreise über die bundesdeutsche Botschaft in Prag. Im August kamen ...
... täglich mehr und mehr Menschen. Schon bald wurde die Botschaft geschlossen. Tschechische Sicherheitskräfte versuchten, die DDR-Bürger von der Botschaft fernzuhalten. Doch der Ansturm wurde immer gewaltiger.
Über den hinter dem Gebäude liegenden Zaun verschafften sich immer mehr Menschen Zutritt.
Die tschechischen Polizisten wurde nachlässiger.
Es war eine Zeit der ungewissen Trennungen. Manche konnten oder wollten nicht mit über den Zaun (Bild: Eine Mutter verabschiedet ihre Tochter mit einem letzten Kuss).
Im Garten der Botschaft wurden Zelte aufgestellt, um die Menschenmassen zu beherbergen. Eine kleine ...
... Infrastruktur wurde geschaffen. Sanitäre Anlagen wurden herbeigeschafft, für die Kinder gab es einen notdürftigen Schulunterricht.
Doch die Zustände wurden mit steigender Flüchtlingszahl immer schlechter. Nicht alle fanden Zuflucht in den Zelten, die Toiletten waren ständig belegt.
Die Stimmung unter den Flüchtlingen war wegen der Lebensbedingungen und der ungewissen Zukunft gereizt. Manche wurden der Stasi-Spitzelei bezichtigt, es kam zu Auseinandersetzungen.
Die Botschaftsflüchlinge wurden zunehmend zum Politikum. Die Bundesregierung verhandelte auf höchster Ebene über eine Ausreise der DDR-Bürger. Am 30. September 1989 trafen Außenminister Hans-Dietrich Genscher und Kanzleramtschef Rudolf Seiters ein.
Interviews verwehrten die beiden. Am Rande einer UN-Versammlung gelang im Gespräch mit dem sowjetischen Außenminister Eduard Schewardnadse der Durchbruch. Das wollte Genscher zuerst den Menschen im Botschaftsgarten mitteilen.
So kam es zu diesem historischen und bewegenden Moment: "Liebe Landsleute, wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise ..." Das Ende des Satzes wurde von grenzenlosem Jubel verschluckt.
Allen war klar, was Genscher meinte: Das bange Warten hatte ein Ende, die zu diesem Zeitpunkt 4.000 Flüchtlinge würden in die Bundesrepublik fahren können. Per Zug sollten sie nach Hof in Bayern gebracht werden.
Letzte Schikane der DDR-Führung: Der Weg musste über DDR-Territorium führen. So sollte die Fassade einer regulären Ausreise aufrechterhalten bleiben. Der große Aufbruch begann: Die 4.000 Menschen wurden nach und nach ...
... an den Prager Bahnhof gebracht.
Von Westdeutschen wurden die Ausreisenden in Hof empfangen.
Die Botschaftsflüchtlinge konnten ihr Glück kaum fassen. Sie hatten es tatsächlich geschafft.
Doch ihr Weg in den Westen war mehr als nur das glückliche Ende eines Abenteuers. Es war der erste große Riss im Eisernen Vorhang.
Die DDR lockerte daraufhin die Visumsbedingungen, wenig später konnte von Prag aus jeder auf eigene Faust und ohne Bedingungen in die Bundesrepublik. Am 9. November schließlich ...
... teilte Günter Schabowski verblüfften Journalisten mit, dass Ausreisegenehmigungen gar nicht mehr nötig seien. Die Berliner Mauer fiel.
Heute erinnert eine Skulptur des Künstlers David Cerny an diese bewegten Tage. Sie trägt den Namen "Quo Vadis" und soll den ungewissen Weg der tausenden DDR-Bürger symbolisieren.
Auf dem legendären Balkon, auf dem Hans-Dietrich Genscher die entscheidenden Worte sagte, prangt heute ein Schild: "Wir sind zu Ihnen gekommen, um Ihnen mitzuteilen, dass heute Ihre Ausreise möglich geworden ist."

Fragen von Touristen in Berlin haben häufig direkt mit den Trümmern der beiden deutschen Diktaturen zu tun. "Wo, bitte, geht's zur Mauer?" und "Wo stand Hitler bei der Eröffnung der Spiele 1936?", lauten sie. Die meisten Besucher reagieren auf Antworten von Reiseführern und Einheimischen enttäuscht. Sie akzeptieren, dass es Hitlers Platz auf der Haupttribüne des Olympiastadions nach der Totalsanierung der Arena einfach nicht mehr gibt. Doch dass ihnen Berlin 20 Jahre nach dem Mauerfall vom geschichtsträchtigen "Denkmal" Mauer nur mehr wenige Überreste zu bieten hat, nehmen Touristen aus aller Welt meist mit Unverständnis, teils sogar verärgert auf.

Der Biologe Kenneth Frick (52), vom Zoo San Francisco mit Familie auf Berlin-Besuch wegen Eisbär Knut, sagt es bei der Besichtigung des Brandenburger Tors in gutem Deutsch drastisch: "Eine gute Mauer-Show könnte jedes Jahr Millionen bringen, der Flughafen Tempelhof ist zu, nur Knut ist noch da, ich weiß nicht, was mit euch hier los ist." Seine Frau Barbara meint dazu: "Wir stellten uns wirklich viel mehr zum Sehen und zum Anfassen vor."

Deutlich in der Minderheit sind Berlin-Besucher, die Verständnis und teils sogar Mitgefühl aufbringen für die kurz nach dem Fall der Mauer 1989 weit verbreitete Haltung der Berliner: Das Ding muss weg und zwar möglichst schnell und komplett, hieß es damals kategorisch.

Der Sprecher der Berlin Tourismus Marketing GmbH (BTM), Christian Tänzler, erklärt das damalige Verhalten heute so: "Es war klar, dass die Menschen, die jahrzehntelang unter der Mauer gelitten haben, nun das Bedürfnis hatten, sich radikal von ihr zu befreien." Jetzt müsse die Balance für ein "nachhaltiges Gedenken" wieder gefunden werden. Das Luxushotel Westin Grand in der Friedrichstraße hat im Mauer-Gedenkjahr mit Geschäftssinn ein Mauer-Segment in die Lobby gestellt. Wer ein Arrangement bucht, bekommt einen Helm, Hammer und Meißel, und darf sich als "Mauerspecht" Stücke fürs Regal zu Hause abhacken.

Vor Mauerstücken am Potsdamer Platz DDR-Visum

An den wenigen anderen Plätzen in Berlin, wo Mauer-Reste noch sichtbar sind, drängen sich die Menschen. Patricia Ruiz (25), Studentin aus Asunción in Paraguay, überlegt sich mit ihrer Freundin, ob sie sich von einem Mann in Volkspolizei-Uniform ein "Original DDR-Visum mit Stempel" in den Reisepass einheften lassen soll, gegen Gebühr in Euro, versteht sich. Der Mann, der nicht gern fotografiert werden will, bedient seine Kunden direkt vor sechs Mauer-Segmenten am Potsdamer Platz. Die trübe Nebel- und Regensuppe über Berlin wird hier aufgehellt durch fast pausenlose Foto-Blitzlichter. Sarah fotografiert Mareike, Mareike fotografiert Sarah vor der Mauer, dann lachen beide und schreiben mit dickem Filzer unter einen gelben Graffiti-Rest: "Sarah und Mareike waren hier, 23. Februar 2009".

Bernauer Straße: Trostloser Ausflug ins Niemandsland

"Bis 2011 soll die Gedenkstelle erweitert und ausgebaut werden", heißt es für die Besucher lapidar. Daneben hängt an einem Gitter an der Bernauer Straße eine Werbung: Taxi-Tour zur Mauer, 60 Euro, 2 Stunden. Hier, wo nach dem Mauerbau Menschen aus Häuserfenstern in den Westen sprangen und einige den Tod fanden, soll die zentrale Gedenkstätte des Senats entstehen. Der politische Streit tobt noch. Der heutige Anblick in eine Art Niemandsland ist trostlos. Nichts erinnert wirklich an die Mauer, selbst die Graffiti sind überspachtelt, die 40 Meter lange Mauer-Front wirkt wie eine harmlose Hauswand irgendwo in Berlin-Steglitz. Missmutig stapfen die wenigen Touristen vorbei, die die von allen S- und U-Bahnstationen weit abgelegene historische Stätte gefunden haben. Eis und riesige Wasserlachen erlauben kaum einen Blick auf die Stelltafeln.

East Side Gallery - Fotos von der Mauer unter Lebensgefahr

118 Künstler aus 21 Ländern bemalten die Mauerstücke an der Mühlenstraße in Friedrichshain. Die 1990 eröffnete Gallery ist mit einer Länge von mehr als 1300 Metern die größte in Berlin am Stück erhalten gebliebene Mauerfläche. Nachdem der Zahn der Zeit unbarmherzig an den Bildern nagte - weltweit besonders bekannt sind der innige Honecker-Breschnew-Kuss und der Trabi, der durch die Mauer "bricht" - begann im Oktober 2008 die fast 2,5 Millionen Euro teure Sanierung. Das gefährlichste Abenteurer ist das Fotografieren. Weil der Gehweg dort recht schmal ist, springen immer wieder Touristen auf die Fahrbahn und lichten in Sekunden die Gallery-Graffiti unter Lebensgefahr ab.

Checkpoint Charlie und Brandenburger Tor - Magnete ohne Mauer

Auch ohne einen einzigen Stein oder Betonbrocken aus der Mauer sind die Schauplätze am Checkpoint Charlie und am Brandenburger Tor unumstritten die ersten Anziehungspunkte für Millionen von Touristen aus Deutschland und der Welt. Aber auch hier wünschten sich viele Gäste einen Teil der Mauer zum Anschauen zurück. Die Mitarbeiter an den Tresen im «Raum der Stille» und im Souvenirladen auf der anderen Tor-Seite bestätigen, dass täglich oft Menschen nach der Mauer fragen. Das Foto vom Berlin-Besuch mit einem als Amerikaner oder Russen verkleideten Studenten am Checkpoint Charlie oder vorm Tor ist vielen nur ein schwacher Ersatz. Die Mauer, so der einhellige Wunsch, muss zum Vorzeigen für zu Hause mit drauf. Ein paar farbige oder anders geformte Pflastersteine oder ein im Boden glänzendes Metallband interessieren kaum.

(Hans-Rüdiger Bein, dpa, N24)

23.09.2010 12:06 Uhr

Chronik: Deutsche Teilung - Deutsche Einheit

öffnenschließen8. Mai 1945 Mit dem Ende des zweiten Weltkriegs werden Deutschland und Berlin in vier Sektoren unterteilt. Für Berlin gilt: Die USA, Großbritannien und Frankreich kontrollieren den Westteil, die Sowjetunion des Ostteil der Stadt.

öffnenschließen23. Juni 1948 Mit der Währungsreform in Berlin wird die Stadt in zwei verschiedene Währungszonen gespalten.

öffnenschließen24. Juni 1948 Beginn der Berlin-Blockade: Die Sowjetunion unterbindet die Versorgung des komplett von der Sowjetischen Besatzungszone umgebene Westberlin. Die Westmächte reagieren mit der Einrichtung einer Luftbrücke. Fast ein Jahr später, am 12. Mai 1949 endet die Blockade.

öffnenschließen23. Mai 1949 Die Bundesrepublik Deutschland wird gegründet.

öffnenschließen7. Oktober 1949 Als Reaktion auf die Bundesrepublik erfolgt die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik. Hauptstadt wird Ost-Berlin.

öffnenschließen26. Mai 1952 Die Grenzen zwischen Ost- und Westdeutschland sowie zwischen Westberlin und der DDR werden geschlossen. Die Sektorengrenzen innerhalb Berlins bleiben passierbar.

öffnenschließen17. Juni 1953 In der DDR kommt es zu einem Arbeiteraufstand. Sowjetische Panzer helfen, die Revolte blutig niederzuschlagen.

öffnenschließen11. Dezember 1957 DDR-Bürger dürfen ihr Land nicht ohne Erlaubnis verlassen. Wer sich dem widersetzt, wird von nun an mit bis zu drei Jahren Gefängnis bestraft.

öffnenschließen13. August 1961 In der Nacht vom 12. zum 13. August wird die Sektorengrenze um Westberlin komplett abgeriegelt. Gleichzeitig wird mit dem Bau der Mauer begonnen. Sie wird bis 1989 bestehen bleiben.

öffnenschließen10. September 1989 Die ungarische Regierung öffnet die Grenze zu Österreich und ermöglicht somit dort wartenden DDR-Flüchtlingen die Ausreise in den Westen.

öffnenschließen9. November 1989 Die Berliner Mauer fällt.

öffnenschließen3. Oktober 1990 Tag der deutschen Wiedervereinigung: Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes. Die Volkskammer beschließt die Auflösung der DDR.

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