WM-Superlative
Seriensieger der Leichtathletik
Carl Lewis, Sergej Bubka oder Franka Dietzsch: Allesamt große Namen der Leichtathletik und alle haben für Rekorde bei Weltmeisterschaften gesorgt. N24.de fasst die Superlative zusammen.
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Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten! Diese Fingernägel sind für sich schon ein WM-Superlativ, doch die dazugehörige Sportlerin ist es auch. Die amerikanische Sprinterin Gail Devers ... ... ist die Frau mit den meisten WM-Siegen. Zwischen 1993 und 1999 heimste sie derer fünf ein. Die meisten Weltmeisterschaftsmedaillen nahm degagen ihre ... ... Dauerrivalin Merlene Ottey mit nach Hause. Insgesamt 14 Medaillen (3 x Gold, 4 x Silber, 7 x Bronze) ... ... gewann die Sprinterin aus Jamaika bei Weltmeisterschaften. Eine der bittersten Niederlagen setzte es für sie bei der WM 1993 in Stuttgart, als sich Ottey (l.) der neuen Weltmeisterin Gail Devers (r.) um weniger als Nasenlänge ... ... geschlagen geben musste. Die älteste WM-Teilnehmerin ist Ottey übrigens auch: Bei der WM 2007 in Osaka startete sie im Alter von 47 Jahren über 100 Meter - inzwischen für Slowenien. Sie musste ... ... aber bereits im Vorlauf die Segel streichen - und einsehen, dass sie ihren Leistungszenit weit überschritten hatte. Den Titel "Frau mit den meisten WM-Starts" konnte sie auch nicht mehr erringen, denn diesen ... ... hat sich bereits die deutsche Diskus-Queen Franka Dietzsch (Foto von 1997) gesichert. Neun Mal nahm die Neubrandenburgerin zwischen 1991 und 2007 an Weltmeisterschaften teil und es soll eine weitere ... ... hinzukommen. Bei der Heim-WM in Berlin will die 41-Jährige noch einmal zum großen Wurf ansetzen - danach ist aber Schluss mit dem Leistungssport. Heißt es. Auf neun WM-Teilnahmen kann allerdings auch 800-Meter-Spezialistin Mario Mutalo aus Mosambik zurückblicken. Sie hat ihre Karriere ebenso bereits beendet wie ... ... die deutsche Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss. Sie fuhr die meisten WM-Siege in Folge ein. Bei den drei Weltmeisterschaften zwischen 1995 und 1999 gab es keine, ... ... die ihr das Wasser reichen konnte. Olympiagold 1996 in Atlanta setzte dieser Siegesserie die Krone auf. Auch Carolina Klüft blickt auf drei WM-Siege in Serie zurück. Zwischen 2003 und 2007 war die Schwedin das Maß der Dinge im Mehrkampf. Noch einen Titel wird sie 2009 aber nicht draufsetzen: Ihre Karriere ... ... im Siebenkampf hat sie beendet und versucht es nun ausschließlich in der Sprunggrube. Allerdings ist sie verletzt und kann in Berlin gar nicht antreten. Auf lange Zeit unerreicht wird in jedem Fall der männliche WM-Seriensieger sein. Der Ukrainer Sergej Bubka räumte von 1983 bis 1997 alle sechs WM-Titel im Stabhochsprung in Folge ab. Er verbesserte insgesamt 35 Mal den Weltrekord und schaffte ... ... 43 Sprünge über die Sechs-Meter-Marke. Mit 6,14 Meter hält der inzwischen 46-Jährige weiterhin den Weltrekord im Stabhochsprung. Die meisten WM-Siege holte sich kein geringer als der "Leichtathlet des Jahrhunderts": Carl Lewis. 13 Jahre lang dominierte der Sprinter und Weitspringer das Wettkampfgeschehen, ... ... von 1983 bis 1991 fuhr er acht Siege bei Weltmeisterschaften ein. Gleichzeitig ist er auch Rekordhalter bei der Zahl der WM-Medaillen: Zu seinen ... ... acht Titeln kamen eine Silber- und eine Bronzemedaille hinzu. Dieser Erfolgsbilanz steht sein ... ... Sprinterkollege Michael Johnson in nichts nach. Mit seinem unvergleichlichen, gestreckten Laufstil fegte er über die Tartanbahnen und holte, ... ... sich zwischen 1991 und 1999 sogar neun Weltmeistertitel. Erfolgreich war er dabei über 200 und 400 Meter sowie mit der 4 x 400-Meter-Staffel. Die meisten WM-Teilnahmen hat aber ... ... ein weniger bekannter Athlet auf dem Konto: Der kanadische Geher Tim Berrett (l.) war zwischen 1991 und 2007 neun Mal bei Weltmeisterschaften am Start - ein Medaillengewinn gelang ihm allerdings nicht. Die letzte Leichtathletik-WM in Deutschland - 1993 in Stuttgart - war gleichzeitig die WM der Weltrekorde. In fünf Disziplinen fiel die weltweite Bestmarke, unter anderem ... ... im 110-Meter-Hürdensprint. Der Rekord von 12,91 Sekunden, aufgestellt vom Briten Colin Jackson, hielt bis zum Jahr 2004. Nun läuft die WM in Berlin: Zeit für neue historische Rekordwerte in der deutschen Hauptstadt. Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten! Berlin im Leichtathletikfieber: Das ist eher noch Wunschtraum als Wirklichkeit. Der nahezu Einzige, der sich fit präsentiert, ist Berlino - das Maskottchen der Leichtathletik-WM. Einige Absagen von Medaillenkandidaten musste der deutsche Leichtathletik-Verband zuletzt verkraften, doch Hoffnungsträger gibt es in jedem Fall. Und - Berlino macht's vor - wir wollen sie jubeln sehen! Große Chancen dazu ... ... rechnet sich das deutsche Leichtathletik-Traumpaar Carolin Nytra und Sebastian Bayer aus. Vor allem der Weitspringer ... ... überzeugte in diesem Jahr. Bei der Hallen-EM setzt er 8,71 Meter in die Sandgrube - deutscher Rekord, Europarekord und nur acht Zentimeter hinter dem Weltrekord von Carl Lewis. Bei der Deutschen Meisterschaft in Ulm verbesserte der 23-Jährige seine Freiluftleistung auf 8,49 Meter. Sein Ziel bei der WM ist das Finale - wir sagen: Da geht noch mehr! Zu kämpfen hatte dagegen seine Freundin, um überhaupt das WM-Ticket zu lösen. Erst Ende Juli beim Grand Prix in Monte Carlo unterbot Carolin Nytra die Qualifikationsnorm. Ein WM-Erfolg ... ... wäre für die Hürdensprinterin schon die Teilnahme am Endlauf. Ansonsten sind die Medaillenaussichten für deutsche Athleten ... ... in den Laufwettbewerben auf dem blauen Berliner Rund traditionell bescheiden bis nicht vorhanden. Die große Sprinthoffnung, ... ... "Cover Girl" Sina Schielke, ist nach ihrer Babypause und neuerlichen Verletzungen alles andere als in Form. Sie wird sich um Töchterchen Jaime kümmern - und die WM im Fernsehen anschauen. Zumindest auf der Langstrecke war die deutsche Medaille fest eingeplant - bis kurz vor der WM. Marathonläuferin Irina Mikitenko wollte am Tag ihres 37. Geburtstags (23. August) Gold in Berlin holen. Doch dann die Hiobsbotschaft: ... ... Mikitenko traf der Tod ihres Vater vor wenigen Wochen so sehr, dass an Wettkämpfe derzeit nicht zu denken ist. Eine Woche vor der Weltmeisterschaft sagte sie ihre Teilnahme ab, jubeln wird in Berlin eine andere. Ziemlich mau sieht's auch bei den Männern aus: Hier ruhen die Hoffnungen am ehesten noch auf 800-Meter-Neuling Robin Schembera, nachdem der Olympiasieger aus dem Jahr 2000, Nils Schumann (hinten), seine Karriere endgültig beendet hat. Gold wäre für die Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf ein etwas vermessenes Ziel, aber eine gute Platzierung sollte drin sein. Bei der letzten WM 2007 in Osaka ... ... überraschte sie mit Rang fünf, bei Olympia 2008 belegte sie Platz acht. Vielleicht geht in Berlin noch etwas mehr. Ganz bitter ist die Situation ... ... für ihren Mehrkampf-Kollegen, den Berliner Andre Niklaus. Der WM-Fünfte von 2007 wollte bei seiner Heim-WM groß auftrumpfen. Er muss allerdings verletzt passen. Noch schlimmer sieht es bei den Stabhochspringern aus, die bekanntlich immer für eine Medaille gut sind bzw. waren. Danny Ecker konnte sich nicht qualifizieren und auch der Überflieger des Jahres 2008, ... ... Raphael Holzdeppe, kam in diesem Jahr nicht in Tritt. Er scheiterte bei der DLV-Gala in Wattenscheid zwei Mal an der Einstiegshöhe, brach dann den Wettkampf ab - und machte einen Haken unter die Saison. Einzig verbliebener Hoffnungsträger ist Björn Otto: Er gewann jüngst das Inselspringen auf Norderney und zeigte sich damit fit für die WM. Wie er im Vergleich mit der Weltelite besteht, bleibt aber abzuwarten. Sie fährt dagegen nach Berlin, um ihr WM-Trauma zu überwinden. In Osaka 2007 legte Silke Spiegelburg einen klassischen "Salto Nullo" hin - drei Mal scheiterte sie an ihrer Einstiegshöhe und schied aus. In diesem Jahr kratzte sie ... ... aber bereits am deutschen Rekord und rechnet sich bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land einiges aus. Das gilt umso mehr ... ... für Deutschlands Vorzeige-Hochspringerin Ariane Friedrich. Die flippige Sportlerin brachte früher ihren Trainer zur Verzweiflung, weil sie lieber in die Disco als auf den Trainingsplatz ging. Inzwischen arbeitet sie professioneller und vor allem ... ... erfolgreicher. Bei Olympia wurde sie siebte, in diesem Jahr ist sie die Nummer eins. Bei der Hallen-EM fuhr sie den ersten großen Titel ein, beim ISTAF entriss sie mit übersprungenen 2,06 Meter Hochsprunglegende Heike Henkel ... ... den deutschen Rekord. Mit Spannung erwartet wird nun Friedrichs Duell mit der amtierenden Weltmeisterin, der Kroatin Blanka Vlasic. Hoch springen und sich vorne reinkatapultieren - das kann auch Raul Spank. Der Dresdner sprang sich in Peking erstmals ins Rampenlicht, wo er mit persönlicher Bestleistung (2,32 m) ... ... Fünfter wurde. Er gewann in diesem Jahr die DLV-Gala in Wattenscheid und schielt in Berlin auf eine Medaille. Diskuswerfer Robert Harting dagegen hat schon eine olympische Silbermedaille und will nun auch bei der WM zuschlagen. Allerdings stiftete er schon im Vorfeld viel Verwirrung, stellte in einem Interview ... ... Gedanken über die Legalisierung des Dopings an. Hintergrund: Sein Trainer sieht sich mit Dopingvorwürfen aus DDR-Zeiten konfrontiert. Ob Harting das alles im Berliner Diskusring einfach ausblenden kann? Das rabenschwarze letzte Jahr - ein enttäuschender Platz neun bei Olympia - will Hammerwerferin Betty Heidler vergessen machen und statt dessen lieber an ihren größten Triumph anküpfen: WM-Gold 2007 mit ... ... zwei Zentimetern Vorsprung. Heimspiel hat sie zudem: Die in Frankfurt/M. lebende 25-Jährige ist in Berlin geboren. Eine Medaille ist durchaus drin. Einen weiten Satz in die Grube wünscht sich Bianca Kappler. Letztes Jahr plagte sie sich mit einer Achillessehnenverletzung, musste operiert werden. Nun ist sie wieder fit, ließ ... ... bislang aber noch Konstanz vermissen. Vielleicht geht ja in Berlin der Knoten wieder auf. Zum Goldwurf könnte dagegen Steffi Nerius ansetzen: Die Speerwurf-Europameisterin von 2006 und Olympia-Fünfte von Peking träumt von ihrer siebten internationalen Medaille. Es wäre die Krönung zum Karriere-Ende für die 37-Jährige. In dieser Saison zeigte sie sich in konstant guter Form: Dreimal bezwang sie bereits ihre ärgste Konkurrentin aus dem eigenen Lager, ... ... Christina Obergföll. Diese haderte bislang mit sich und ihrer Leistung und beschwerte sich zuletzt lautstark über die schlechte Vermarktung der Leichtathletik-WM. In einem ihrer letzten Wettkämpfe vor der WM blieb sie ... ... zehn Meter unter ihrem Europarekord (70,03 Meter), den sie bei der WM 2005 in Helsinki aufgestellt und damit den großen Durchbruch geschafft hatte. Im letzten Jahr gewann sie Bronze bei Olympia ... ... und holte damit die einzige Olympia-Medaille für die deutschen Leichtathleten. Ihr Trainer hofft, dass sie bis zur WM das Gefühl für den Speer doch noch wiederfindet. Apropos Gefühl. Das wird bei ... ... der "Diskus-Oma" ganz groß sein. Die Heim-WM soll einer der letzten Wettkämpfe für die 41-jährige Diskuswerferin Franka Dietzsch werden. Dafür hat sie sich ... ... noch einmal richtig geschunden. Verletzungsbedingt musste sie letztes Jahr die Olympia-Teilnahme absagen, auch hinter dieser Saison steht bisher ein großes Fragezeichen. Dass es für eine WM-Medaille reicht, ... ... ist zwar eher unwahrscheinlich. Insgesamt sollte die Ausbeute der deutschen Athlethen im Vergleich zu den Olympischen Spielen aber doch deutlich steigen. Die Schuhe der deutschen Marke Puma scheinen der Grund für die Fabel-Zeit gewesen zu sein. Ein Küsschen ist da auf jeden Fall als Dankeschön drin. ... nach Bolts Weltrekord bei den Olympischen Spielen in Peking: Damals hatte er mit 9,69 Sekunden das Fachpublikum verblüfft. Der Jungspund ließ auch damals seiner Konkurrenz keine Chance. Bereits nach 80 Metern verlangsamte der Sprinter und trudelte sein Rennen aus. Sein Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Richard Thompson aus Trinidad und Tobago (9,89 Sekunden) und dem Dritten Walter Dix aus den USA mit 9,91 Sekunden war enorm, wie das Zielfoto beweist. Nach dem historischen Triumph schnappte sich Bolt, auch "Lightning Bolt" ob seiner Schnelligkeit gennant, eine Flagge seines Heimatlandes und... ... seine Schuhe und startete die obligatorische Ehrenrunde im olympischen "Vogelnest" in Peking. Bolt hatte erst rund zehn Wochen vor Olympia den Weltrekord über die 100-m-Strecke verbessert. Er gehört seitdem zum elitären Klub der "Schnellsten Männer der Welt". Einer der bekanntesten Sprinter war Jesse Owens (USA), Olympiasieger 1936 in Berlin mit 10,2 Sekunden - Weltrekord. 1935 war ihm das Kunststück gelungen, fünf Mal Weltrekord innerhalb von nur 45 Minuten zu laufen. Auch ein Deutscher ist in der 100-m-Bestenliste vertreten. Sein Name: Armin Hary. Er brauchte für die Strecke 1960 in Zürich 10,0 Sekunden. Unter zehn Sekunden schaffte Jim Hines die Sprintstrecke 1968 in Sacramento. Die Zeit des US-Amerikaners wurde bei 9,95 Sekunden gestoppt. Carl Lewis (USA) stellte mehrere Weltrekorde über die 100-m-Distanz auf. Der vom Welt-Leichtathletik-Verband IAAF als "Sportler des Jahrhunderts" geehrte Lewis erzielte seine Bestzeit 1991 in Tokio mit 9,86 Sekunden. 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul hatte Lewis bereits den Rekord auf 9,92 Sekunden geschraubt. Lewis gewann insgesamt zehn olympische Medaillen (9 x Gold, 1 x Silber). Lewis' Landsmann Leroy Burrell entriss ihm den Weltrekord zwei Mal: 1991 verbesserte er die Weltbestzeit auf 9,90 Sekunden, 1994 lief Burrell in Lausanne 9,85 Sekunden. 9,84 Sekunden benötigte der Kanadier Donovan Bailey für die 100 m. Er stellte den Rekord bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta auf. Der erste Mann unter der als "magisch" angesehenen Marke von 9,80 Sekunden war der US-Amerikaner Maurice Greene. 9,79 Sekunden 1999 in Athen. Die 9,78 Sekunden von Tim Montgomery wurden ebenso als Weltrekord-Zeit annulliert, wie... ... die 9,83 (1987) und 9,79 Sekunden (1988) des Kanadiers Ben Johnson (l.) und die 9,77 Sekunden vion Justin Gatlin (USA/2006). Der Grund dafür hieß Doping. Die neue Sprintmacht heißt nun nicht mehr USA, sondern Jamaika. Spätestens in Peking hatte die Ära des "Lightning Bolt" begonnen. Das unterstrich der 22-Jährige in Berlin noch einmal eindrucksvoll. Die Olympischen Spiele im August 2008 waren Spiele der Superlative. Ob groß oder klein, ... ... Chinese oder Finnin - Olympia 2008 war ein voller Erfolg. Das ist auch an den Einschaltquoten zu erkennen: Allein die gigantische und spektakuläre Eröffnungsfeier im "Vogelnest" verfolgten 840 Millionen Chinesen live vor dem Fernseher. Zwei Wochen brannte das olympische Feuer im "Vogelnest" und leuchtete den Sportlern aus aller Welt bei ihren Höchstleistungen. Unangefochtener Star von Olympia 2008 in Peking ist Michael Phelps. Der 23-Jährige verzauberte die Öffentlichkeit mit seinem unnachahmlich-eleganten Schwimmstil. Der Amerikaner fischte insgesamt acht Goldmedaillen aus dem olympischen Schimmbecken. Rekord! 1972 hatte Phelps' Landsmann Mark Spitz sieben Mal Gold gewonnen. Die Spannweite von Phelps' Armen beträgt mehr als zwei Meter. In Peking schwamm der "Außerirdische" sieben Weltrekorde. Auf "lediglich" drei Weltrekorde brachte es der Jamaikaner Usain Bolt. Über 100 m lief "Lightning Bolt" die Fabel-Zeit von 9,69 Sekunden. Eine noch bessere Zeit verschenkte der Sprinter, weil er bereits nach 80 m das Tempo aus seinem Lauf nahm. Dennoch düpierte er seine Konkurrenz, wie das Zielfoto beweist. Das brachte Bolt Kritik von vielen Seiten ein, auch von IOC-Präsident Jaques Rogge. Über 200 m siegte "Gold-Bolt" erneut - wieder mit einem Weltrekord. Ob es an den goldfarbenen Puma-Spikes lag? Die ersten Doping-Vorwürfe machten die Runde. Bolt ließ sich davon aber nicht beirren und siegte auch noch mit Jamaikas 4x100-m-Staffel. Insgesamt gewann Jamaika sieben goldene Lauf-Medaillen. Dass Jamaika so golden punkten konnte, lag auch an der Schwäche der US-Athleten. Lediglich über 400 m konnten sie überzeugen. Über 100 m wurde Walter Dix zwar Dritter, die Staffel schied aber nach einem katastrophalen Wechselfehler vor dem Finallauf aus. Auch Deutschlands Leichtathleten enttäuschten bei Olympia in Peking. Egal ob Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler... ... oder Stabhochspringer Tim Lobinger - beide scheiterten bereits frühzeitig. Heidler im Vorkampf und Lobinger bei seinen wohl letzten Olympischen Spielen in der Qualifikation. Für Lichtblicke sorgten die beiden deutschen Hochspringer Raul Spank (5.) und Ariane Friedrich (7.). Beide konnten allerdings nicht in die Medaillenentscheidungen eingreifen. Bei Friedrich hatte der "Po-Muskel zugemacht". Im Hochsprung der Frauen holte sich überraschend die Belgierin Tia Hellebaut mit im ersten Versuch übersprungenen 2,05 m Gold. Ebenfalls übersprungene 2,05 m hatte Favoritin Blanka Vlasic aus Kroatien auf ihrem Konto. Da sie aber mehr Fehlversuche auf ihrem Konto hatte, reichte es nur für Silber. Es war die erste Niederlage der Kroatin nach 34 Siegen in Folge. Ähnlich dominant war die Russin Elena Isinbaeva vor den Olympischen Spielen in ihrer Disziplin, dem Stabhochsprung der Frauen. In Peking musste sie dann zwar kämpfen... ... gewann aber dennoch Gold... ... mit übersprungenen 5,05 m. Neuer Weltrekord - der insgesamt 24. ihrer Karriere. Sie will aber noch mehrere nachlegen. Ihr Ziel: Sergej Bubka zu überholen, der insgesamt 35 Mal Weltrekord gesprungen war. Im Stabhochspringen der Männer zog der Russe Jewgeni Lukjanenko nach einem harten Kampf gegen den Australier Steve Hooker (im Bild) den Kürzeren. Hooker gewann das erste Olympia-Stabhochsprung-Gold für Australien mit neuem olympischen Rekord von 5,90 m. Deutschlands einzige Medaille bei den Leichtathletik-Wettbewerben im Pekinger "Vogelnest" holte die Speerwerferin Christina Obergföll: Bronze. Auch Chinas Leichtathleten mussten Medaillen-Ausfälle verkraften. Einen Schockzustand unter den Chinesen löste Hürdensprinter Liu Xiang aus. Das fest eingeplante Gold Lius scheiterte an einer kränkelnden Achillessehne. Liu (r.) musste bereits im Vorlauf über 110 m Hürden die Segel streichen. Sein Abgang aus dem "Vogelnest" ist eines der Bilder dieser Olympischen Spiele. Ebenso wie die Tränen seines Trainers... ... und die Trauer unter seinen Millionen Fans. Die Werbeikone Liu musste sich danach vorwerfen lassen, nicht "gut genug" trainiert zu haben. Besser machte es der zweite chinesische Star Yao Ming. Der NBA-Star brachte mit seinen Körben vor allem das deutsche Basketball-Team zur Verzweiflung. Zwar hatte es Deutschlands Dirk "Dirkules" Nowitzki in der Schlussphase des vorentscheidenden Spiels gegen China in der Hand, seine Mannschaft noch einmal ins Spiel zu bringen. Sein Dreier kurz vor dem Ende blieb aber am Korb hängen. Deutschlands Basketballer waren damit bereits in der Vorrunde gescheiert und der olympische Traum von Dirk Nowitzki vorbei. Nowitzki hatte bei der Eröffnungsfeier die Ehre, die deutsche Fahne zu tragen und die 435 deutschen Sportler ins Stadion zu führen. "Es war gigantisch", sagte er später dazu. Bei der Abschlussfeier wurde dann einer Kanutin die Ehre zuteil, Deutschlands Olympioniken ins "Vogelnest" zu führen: Katrin Wagner-Augustin. Sie gewann mit dem Vierer-Kajak der Frauen (u.a. mit Fanny Fischer - der Nichte Birgit Fischers) Gold und zudem noch Bronze im Kajak-Einer. Dennoch war das Abschneiden in Peking für den Deutschen Kanu-Verband mit insgesamt sieben Medaillen, davon nur zwei Mal Gold, das schlechteste seit 24 Jahren. Der vierfache Olympiasieger Andreas Dittmer ging beispielsweise leer aus. Nichts vorzuwerfen haben sich aber die Kanuten Christian Gille und Tomasz Wylencek, die nach ihrem Canadier-Zweier-Rennen sogar ärztliche Hilfe brauchten. Wylencek hatte einen Kreislaufkollaps erlitten. Auch die deutschen Ruderer enttäuschten, allen voran das "Flaggschiff" des Verbands, der Achter. Er erreichte nicht einmal das Finale. Auch die deutschen Schwimmer schwammen lange Zeit hinterher. Doch dann sprang die Berlinerin Britta Steffen ins Wasser... ... und tauchte mit zwei Goldmedaillen wieder auf. Ein Traum wird wahr. Insgesamt gewannen deutsche Athleten in Peking 16 Goldmedaillen. Dabei waren Überraschungen wie der Triathlon-Triumph von Jan Frodeno... ... oder der Start-Ziel-Sieg der Mountainbikerin Sabine Spitz oder auch... ... das erste deutsche Gold im Modernen Fünfkampf seit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin durch Lena Schöneborn. Erwartet worden war dagegen das Gold der Dressur-Reiter-Equipe oder der Hockey-Herren. Die Hockey-Herren holten das einzige Gold bei den Ballsportarten. Sowohl die Handballer (Trainer Brand im Bild), als auch die Basketballer oder die Volleyballer enttäuschten. Im Handball konnten auch die Frauen nichts reißen: Aus in der Vorrunde. (Im Bild: Grit Jurack). Sportlich überzeugen konnten auch die Beach-Volleyballer(innen) nicht - auch wenn sie eine gute Figur bei ihren Spielen machten. (Im Bild: Laura Ludwig) Die Fußballerinnen, Weltmeister und angereist um Olympia-Sieger zu werden, wurden "nur" Dritte - zum dritten Mal in Folge. (Im Bild: Simone Laudehr) Bei den Fechtern gab es zwei Mal Gold zu bejubeln: Im Florett-Einzel durch Benjamin Kleibrink und im Degen-Einzel durch Britta Heidemann (im Bild). Im Judo kürte sich Ole Bischof zum Olympiasieger, im Kanu-Slalom wurde Alexander Grimm Erster und auch der "stärkste Mann" der Spiele kommt aus Deutschland: Matthias Steiner widmete seinen Sieg seiner vor einem Jahr bei einem Autounfall gestorbenen Frau. Im Turnen konnte Fabian Hambüchen die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Mit zwei Patzern am Reck - im Team-Mehrkampf und im Einzel-Mehrkampf - verspielte er jede Medaillenchance. Am Barren wurde Deutschlands Vorzeige-Turner dann Vierter. Und auch an seinem Lieblingsgerät, dem Reck, musste er lange warten, bis... ... er sich endlich das lang ersehnte Edelmetall umhängen konnte: Bronze. Dominiert wurden die Turn-Wettbewerbe - bei Frauen und Männern - von den Chinesen. Der Stolz war ihnen bei den Siegerehrungen anzusehen. (Im Bild: Yang Wei) Bei den Turnerinnen aus China halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass so manche von ihnen nich nicht bei den "Frauen" hätten starten dürfen. Die Geburtsdaten sollen überprüft werden. Peinlich für China war auch der "Milli Vanilli"-Auftritt bei der Eröffnungsfeier. Wegen ihrer schiefen Zähne durfte Yang Peiyi zwar singen, aber auf der Bühne stand ein anderes Mädchen - des schönen Scheins wegen. Für einen Skandal bei Olympia in Peking sorgte der Kubaner Angel Valodia Matos im Taekwondo. Im Bronze-Kampf rastete der 31-Jährige aus und versetzte dem Schiedsrichter Chakir Chelbat einen Tritt vor den Kopf. Matos wurde lebenslänglich gesperrt. Zehn Dopingfälle soll es bisher in Peking gegeben haben. Unter anderem wurde die polnische Siebenkämpferin Ludmilla Blonska (im Bild) erwischt. Der Olympia-Zweiten droht nun als Wiederholungstäterin eine lebenslange Sperre. Etwa 5.000 Tests wurden während der Spiele durchgeführt. Erwischt wurde dabei auch das deutsche Pferd Cöster von Spring-Reiter Christian Ahlmann. Ganz ohne Doping konnte die beinamputierte Südafrikanerin Natalie du Toit überzeugen. Sie schwamm im Langstrecken-Rennen der Frauen mit und wurde 16. Unvergessen wird auch der Auftritt des schwedischen "Tischtennis-Opas" Jörgen Persson bleiben. Der 42-Jährige war als Vierter bester Nicht-Chinese im Männer-Turnier. Deutschlands Tischtennis-Künstler Timo Boll hatte schon vorher die Segel streichen müssen. Im Team-Wettbewerb erkämpfte sich Boll aber gemeinsam mit Dimitrij Ovtcharov und Christian Süß (v.l.n.r.) Silber - der größte Erfolg für Deutschland seit 16 Jahren. Eine andere Bestmarke setzte Kirsty Coventry: Sie gewann eine Gold- und drei Silbermedaillen. Das war die gesamte Olympia-Ausbeute Simbabwes. Zwei Medaillen bei zwei Starts heimste der Schweizer Radsportler Fabian Cancellara ein: Gold im Einzelzeitfahren und Bronze im Straßenrennen an der chinesischen Mauer. Für die Sportgymnastin Almudena Cid waren es die vierten Olympischen Spiele. Die 28-jährige Spanierin könnte theoretisch auch noch 2012 in London die Bänder schwingen. Bei allen Olympischen Spielen seit 1992 hat der russische Wasserspringer Dmitri Sautin (im Bild) eine Medaille gewonnen. Mit Juri Kunakow erkämpfte er Silber im Synchronspringen vom 3-m-Brett. Für eine der schönsten Nebensachen der Welt... ... hatte der australische Wasserspringer Matthew Mitcham vor dem letzten Durchgang im Finale vom 10-m-Turm keine Augen. 114 Punkte konnte er maximal mit seinem letzten Sprung holen. 108 hätte er für den Sieg gebraucht. Am Ende wurden es mehr als 112 und Mitcham sicherte die erste australische Goldmedaille im Wasserspringen. Insgesamt gewannen die Sportler von Down Under 14x Gold, 15x Silber und 17x Bronze. Deutschland siegte 16 mal, gewann 10 Silber- und 15 Bronzemedaillen - insgesamt also 41x Edelmetall. Kein Grund für die Fans die Köpfe hängen zu lassen. Vor vier Jahren in Athen waren es insgesamt zwar 49 Plaketten, aber nur 13x Gold gewesen. Chinas Sportler erkämpften 51x Gold und insgesamt 110 Medaillen. Kein Wunder, dass das "Reich der Mitte" zufrieden mit den Olympischen Spielen in Peking sind. Da ändern auch die Proteste für ein freies Tibet nichts daran. Das Olympia in Peking auch einen politischen Aspekt hatte, bewiesen auch die Beach-Volleyballerinnen Andrezza Chagas (Rtvelo) aus Georgien, die Russinen Alexandra Shiryaeva und Natalya Uryadova sowie die Georgierin Cristine Santanna (Saka)... ... die mit einer freundschaftlichen Umarmung eine Friedensgeste an die Führer ihrer beiden Staaten schickten und so gegen den Kaukasus-Konflikts demonstrierten. IOC-Präsident Rogge ließ sich hingegen nicht zu einer Äußerung diesbezüglich hinreißen. Die nächsten Olympischen Sommerspiele finden 2012 in London statt. Großbritannien hat in Peking gezeigt, dass die Sportler vorbereitet sind: 19x Gold, 13x Silber und 15x Bronze. Eine der Goldmedaillen holte Bahn-Sprinterin Victoria Pendleton. Die 29. Olympischen Spiele in Peking sind vorbei. Zum Abschluss feierte sich das "Reich der Mitte" mit einer spektakulären Show noch einmal selbst. Der farbenprächtige Auftritt, bestehend aus... ... luftigen Elementen... ... und chinesischer Akrobatik, ... ... war eine mehrstündige Reminiszenz an die gezeigten sportlichen Leistungen in Peking, die... ... kaum jemanden kalt gelassen haben dürften (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Farbenpracht des "Vogelnests"... ...wird vielen Athleten... ... in Erinnerung bleiben - egal ob sie aus... ... Frankreich,... ... Kanada,... ... den USA oder, ... ... wie die Katrin Wagner-Augustin, aus Deutschland kommen. Die Kanutin war die deutsche Fahnenträgerin bei der Abschlussfeier. IOC-Präsident Jaques Rogge sprach von "außergewöhnlichen" Spielen,... ... die mit einem riesigen Feuerwerk offiziell beendet wurden. Das "Vogelnest" erstrahlte mitten in der Nacht in neuem Glanz. Das Olympische Feuer indes erlosch. Es wird - abgesehen von den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver - erst bei den Sommerspielen 2012 in London wieder erstrahlen. Die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs bot bereits in Peking einen kleinen Vorgeschmack auf Olympische Spiele nach britischer Art. Neben einem gemeinsamen Auftritt der Sängerin Leona Lewis mit Roger Plant von Led Zeppelin... ... schoss Fußball-Star David "Becks" Beckham einen Ball ins Publikum. In London selbst wurde vor dem Buckingham Palast gefeiert - ganz nach dem Motto: Zai jian Peking 2008 - Hello London 2012.
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Sie musste ... ... aber bereits im Vorlauf die Segel streichen - und einsehen, dass sie ihren Leistungszenit weit überschritten hatte. Den Titel "Frau mit den meisten WM-Starts" konnte sie auch nicht mehr erringen, denn diesen ... ... hat sich bereits die deutsche Diskus-Queen Franka Dietzsch (Foto von 1997) gesichert. Neun Mal nahm die Neubrandenburgerin zwischen 1991 und 2007 an Weltmeisterschaften teil und es soll eine weitere ... ... hinzukommen. Bei der Heim-WM in Berlin will die 41-Jährige noch einmal zum großen Wurf ansetzen - danach ist aber Schluss mit dem Leistungssport. Heißt es. Auf neun WM-Teilnahmen kann allerdings auch 800-Meter-Spezialistin Mario Mutalo aus Mosambik zurückblicken. Sie hat ihre Karriere ebenso bereits beendet wie ... ... die deutsche Kugelstoßerin Astrid Kumbernuss. Sie fuhr die meisten WM-Siege in Folge ein. Bei den drei Weltmeisterschaften zwischen 1995 und 1999 gab es keine, ... ... die ihr das Wasser reichen konnte. Olympiagold 1996 in Atlanta setzte dieser Siegesserie die Krone auf. Auch Carolina Klüft blickt auf drei WM-Siege in Serie zurück. Zwischen 2003 und 2007 war die Schwedin das Maß der Dinge im Mehrkampf. Noch einen Titel wird sie 2009 aber nicht draufsetzen: Ihre Karriere ... ... im Siebenkampf hat sie beendet und versucht es nun ausschließlich in der Sprunggrube. Allerdings ist sie verletzt und kann in Berlin gar nicht antreten. Auf lange Zeit unerreicht wird in jedem Fall der männliche WM-Seriensieger sein. Der Ukrainer Sergej Bubka räumte von 1983 bis 1997 alle sechs WM-Titel im Stabhochsprung in Folge ab. Er verbesserte insgesamt 35 Mal den Weltrekord und schaffte ... ... 43 Sprünge über die Sechs-Meter-Marke. Mit 6,14 Meter hält der inzwischen 46-Jährige weiterhin den Weltrekord im Stabhochsprung. Die meisten WM-Siege holte sich kein geringer als der "Leichtathlet des Jahrhunderts": Carl Lewis. 13 Jahre lang dominierte der Sprinter und Weitspringer das Wettkampfgeschehen, ... ... von 1983 bis 1991 fuhr er acht Siege bei Weltmeisterschaften ein. Gleichzeitig ist er auch Rekordhalter bei der Zahl der WM-Medaillen: Zu seinen ... ... acht Titeln kamen eine Silber- und eine Bronzemedaille hinzu. Dieser Erfolgsbilanz steht sein ... ... Sprinterkollege Michael Johnson in nichts nach. Mit seinem unvergleichlichen, gestreckten Laufstil fegte er über die Tartanbahnen und holte, ... ... sich zwischen 1991 und 1999 sogar neun Weltmeistertitel. Erfolgreich war er dabei über 200 und 400 Meter sowie mit der 4 x 400-Meter-Staffel. Die meisten WM-Teilnahmen hat aber ... ... ein weniger bekannter Athlet auf dem Konto: Der kanadische Geher Tim Berrett (l.) war zwischen 1991 und 2007 neun Mal bei Weltmeisterschaften am Start - ein Medaillengewinn gelang ihm allerdings nicht. Die letzte Leichtathletik-WM in Deutschland - 1993 in Stuttgart - war gleichzeitig die WM der Weltrekorde. In fünf Disziplinen fiel die weltweite Bestmarke, unter anderem ... ... im 110-Meter-Hürdensprint. Der Rekord von 12,91 Sekunden, aufgestellt vom Briten Colin Jackson, hielt bis zum Jahr 2004. Nun läuft die WM in Berlin: Zeit für neue historische Rekordwerte in der deutschen Hauptstadt. Klicken Sie auf das Bild, um die Galerie zu starten! Berlin im Leichtathletikfieber: Das ist eher noch Wunschtraum als Wirklichkeit. Der nahezu Einzige, der sich fit präsentiert, ist Berlino - das Maskottchen der Leichtathletik-WM. Einige Absagen von Medaillenkandidaten musste der deutsche Leichtathletik-Verband zuletzt verkraften, doch Hoffnungsträger gibt es in jedem Fall. Und - Berlino macht's vor - wir wollen sie jubeln sehen! Große Chancen dazu ... ... rechnet sich das deutsche Leichtathletik-Traumpaar Carolin Nytra und Sebastian Bayer aus. Vor allem der Weitspringer ... ... überzeugte in diesem Jahr. Bei der Hallen-EM setzt er 8,71 Meter in die Sandgrube - deutscher Rekord, Europarekord und nur acht Zentimeter hinter dem Weltrekord von Carl Lewis. Bei der Deutschen Meisterschaft in Ulm verbesserte der 23-Jährige seine Freiluftleistung auf 8,49 Meter. Sein Ziel bei der WM ist das Finale - wir sagen: Da geht noch mehr! Zu kämpfen hatte dagegen seine Freundin, um überhaupt das WM-Ticket zu lösen. Erst Ende Juli beim Grand Prix in Monte Carlo unterbot Carolin Nytra die Qualifikationsnorm. Ein WM-Erfolg ... ... wäre für die Hürdensprinterin schon die Teilnahme am Endlauf. Ansonsten sind die Medaillenaussichten für deutsche Athleten ... ... in den Laufwettbewerben auf dem blauen Berliner Rund traditionell bescheiden bis nicht vorhanden. Die große Sprinthoffnung, ... ... "Cover Girl" Sina Schielke, ist nach ihrer Babypause und neuerlichen Verletzungen alles andere als in Form. Sie wird sich um Töchterchen Jaime kümmern - und die WM im Fernsehen anschauen. Zumindest auf der Langstrecke war die deutsche Medaille fest eingeplant - bis kurz vor der WM. Marathonläuferin Irina Mikitenko wollte am Tag ihres 37. Geburtstags (23. August) Gold in Berlin holen. Doch dann die Hiobsbotschaft: ... ... Mikitenko traf der Tod ihres Vater vor wenigen Wochen so sehr, dass an Wettkämpfe derzeit nicht zu denken ist. Eine Woche vor der Weltmeisterschaft sagte sie ihre Teilnahme ab, jubeln wird in Berlin eine andere. Ziemlich mau sieht's auch bei den Männern aus: Hier ruhen die Hoffnungen am ehesten noch auf 800-Meter-Neuling Robin Schembera, nachdem der Olympiasieger aus dem Jahr 2000, Nils Schumann (hinten), seine Karriere endgültig beendet hat. Gold wäre für die Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf ein etwas vermessenes Ziel, aber eine gute Platzierung sollte drin sein. Bei der letzten WM 2007 in Osaka ... ... überraschte sie mit Rang fünf, bei Olympia 2008 belegte sie Platz acht. Vielleicht geht in Berlin noch etwas mehr. Ganz bitter ist die Situation ... ... für ihren Mehrkampf-Kollegen, den Berliner Andre Niklaus. Der WM-Fünfte von 2007 wollte bei seiner Heim-WM groß auftrumpfen. Er muss allerdings verletzt passen. Noch schlimmer sieht es bei den Stabhochspringern aus, die bekanntlich immer für eine Medaille gut sind bzw. waren. Danny Ecker konnte sich nicht qualifizieren und auch der Überflieger des Jahres 2008, ... ... Raphael Holzdeppe, kam in diesem Jahr nicht in Tritt. Er scheiterte bei der DLV-Gala in Wattenscheid zwei Mal an der Einstiegshöhe, brach dann den Wettkampf ab - und machte einen Haken unter die Saison. Einzig verbliebener Hoffnungsträger ist Björn Otto: Er gewann jüngst das Inselspringen auf Norderney und zeigte sich damit fit für die WM. Wie er im Vergleich mit der Weltelite besteht, bleibt aber abzuwarten. Sie fährt dagegen nach Berlin, um ihr WM-Trauma zu überwinden. In Osaka 2007 legte Silke Spiegelburg einen klassischen "Salto Nullo" hin - drei Mal scheiterte sie an ihrer Einstiegshöhe und schied aus. In diesem Jahr kratzte sie ... ... aber bereits am deutschen Rekord und rechnet sich bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land einiges aus. Das gilt umso mehr ... ... für Deutschlands Vorzeige-Hochspringerin Ariane Friedrich. Die flippige Sportlerin brachte früher ihren Trainer zur Verzweiflung, weil sie lieber in die Disco als auf den Trainingsplatz ging. Inzwischen arbeitet sie professioneller und vor allem ... ... erfolgreicher. Bei Olympia wurde sie siebte, in diesem Jahr ist sie die Nummer eins. Bei der Hallen-EM fuhr sie den ersten großen Titel ein, beim ISTAF entriss sie mit übersprungenen 2,06 Meter Hochsprunglegende Heike Henkel ... ... den deutschen Rekord. Mit Spannung erwartet wird nun Friedrichs Duell mit der amtierenden Weltmeisterin, der Kroatin Blanka Vlasic. Hoch springen und sich vorne reinkatapultieren - das kann auch Raul Spank. Der Dresdner sprang sich in Peking erstmals ins Rampenlicht, wo er mit persönlicher Bestleistung (2,32 m) ... ... Fünfter wurde. Er gewann in diesem Jahr die DLV-Gala in Wattenscheid und schielt in Berlin auf eine Medaille. Diskuswerfer Robert Harting dagegen hat schon eine olympische Silbermedaille und will nun auch bei der WM zuschlagen. Allerdings stiftete er schon im Vorfeld viel Verwirrung, stellte in einem Interview ... ... Gedanken über die Legalisierung des Dopings an. Hintergrund: Sein Trainer sieht sich mit Dopingvorwürfen aus DDR-Zeiten konfrontiert. Ob Harting das alles im Berliner Diskusring einfach ausblenden kann? Das rabenschwarze letzte Jahr - ein enttäuschender Platz neun bei Olympia - will Hammerwerferin Betty Heidler vergessen machen und statt dessen lieber an ihren größten Triumph anküpfen: WM-Gold 2007 mit ... ... zwei Zentimetern Vorsprung. Heimspiel hat sie zudem: Die in Frankfurt/M. lebende 25-Jährige ist in Berlin geboren. Eine Medaille ist durchaus drin. Einen weiten Satz in die Grube wünscht sich Bianca Kappler. Letztes Jahr plagte sie sich mit einer Achillessehnenverletzung, musste operiert werden. Nun ist sie wieder fit, ließ ... ... bislang aber noch Konstanz vermissen. Vielleicht geht ja in Berlin der Knoten wieder auf. Zum Goldwurf könnte dagegen Steffi Nerius ansetzen: Die Speerwurf-Europameisterin von 2006 und Olympia-Fünfte von Peking träumt von ihrer siebten internationalen Medaille. Es wäre die Krönung zum Karriere-Ende für die 37-Jährige. In dieser Saison zeigte sie sich in konstant guter Form: Dreimal bezwang sie bereits ihre ärgste Konkurrentin aus dem eigenen Lager, ... ... Christina Obergföll. Diese haderte bislang mit sich und ihrer Leistung und beschwerte sich zuletzt lautstark über die schlechte Vermarktung der Leichtathletik-WM. In einem ihrer letzten Wettkämpfe vor der WM blieb sie ... ... zehn Meter unter ihrem Europarekord (70,03 Meter), den sie bei der WM 2005 in Helsinki aufgestellt und damit den großen Durchbruch geschafft hatte. Im letzten Jahr gewann sie Bronze bei Olympia ... ... und holte damit die einzige Olympia-Medaille für die deutschen Leichtathleten. Ihr Trainer hofft, dass sie bis zur WM das Gefühl für den Speer doch noch wiederfindet. Apropos Gefühl. Das wird bei ... ... der "Diskus-Oma" ganz groß sein. Die Heim-WM soll einer der letzten Wettkämpfe für die 41-jährige Diskuswerferin Franka Dietzsch werden. Dafür hat sie sich ... ... noch einmal richtig geschunden. Verletzungsbedingt musste sie letztes Jahr die Olympia-Teilnahme absagen, auch hinter dieser Saison steht bisher ein großes Fragezeichen. Dass es für eine WM-Medaille reicht, ... ... ist zwar eher unwahrscheinlich. Insgesamt sollte die Ausbeute der deutschen Athlethen im Vergleich zu den Olympischen Spielen aber doch deutlich steigen. Die Schuhe der deutschen Marke Puma scheinen der Grund für die Fabel-Zeit gewesen zu sein. Ein Küsschen ist da auf jeden Fall als Dankeschön drin. ... nach Bolts Weltrekord bei den Olympischen Spielen in Peking: Damals hatte er mit 9,69 Sekunden das Fachpublikum verblüfft. Der Jungspund ließ auch damals seiner Konkurrenz keine Chance. Bereits nach 80 Metern verlangsamte der Sprinter und trudelte sein Rennen aus. Sein Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Richard Thompson aus Trinidad und Tobago (9,89 Sekunden) und dem Dritten Walter Dix aus den USA mit 9,91 Sekunden war enorm, wie das Zielfoto beweist. Nach dem historischen Triumph schnappte sich Bolt, auch "Lightning Bolt" ob seiner Schnelligkeit gennant, eine Flagge seines Heimatlandes und... ... seine Schuhe und startete die obligatorische Ehrenrunde im olympischen "Vogelnest" in Peking. Bolt hatte erst rund zehn Wochen vor Olympia den Weltrekord über die 100-m-Strecke verbessert. Er gehört seitdem zum elitären Klub der "Schnellsten Männer der Welt". Einer der bekanntesten Sprinter war Jesse Owens (USA), Olympiasieger 1936 in Berlin mit 10,2 Sekunden - Weltrekord. 1935 war ihm das Kunststück gelungen, fünf Mal Weltrekord innerhalb von nur 45 Minuten zu laufen. Auch ein Deutscher ist in der 100-m-Bestenliste vertreten. Sein Name: Armin Hary. Er brauchte für die Strecke 1960 in Zürich 10,0 Sekunden. Unter zehn Sekunden schaffte Jim Hines die Sprintstrecke 1968 in Sacramento. Die Zeit des US-Amerikaners wurde bei 9,95 Sekunden gestoppt. Carl Lewis (USA) stellte mehrere Weltrekorde über die 100-m-Distanz auf. Der vom Welt-Leichtathletik-Verband IAAF als "Sportler des Jahrhunderts" geehrte Lewis erzielte seine Bestzeit 1991 in Tokio mit 9,86 Sekunden. 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul hatte Lewis bereits den Rekord auf 9,92 Sekunden geschraubt. Lewis gewann insgesamt zehn olympische Medaillen (9 x Gold, 1 x Silber). Lewis' Landsmann Leroy Burrell entriss ihm den Weltrekord zwei Mal: 1991 verbesserte er die Weltbestzeit auf 9,90 Sekunden, 1994 lief Burrell in Lausanne 9,85 Sekunden. 9,84 Sekunden benötigte der Kanadier Donovan Bailey für die 100 m. Er stellte den Rekord bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta auf. Der erste Mann unter der als "magisch" angesehenen Marke von 9,80 Sekunden war der US-Amerikaner Maurice Greene. 9,79 Sekunden 1999 in Athen. Die 9,78 Sekunden von Tim Montgomery wurden ebenso als Weltrekord-Zeit annulliert, wie... ... die 9,83 (1987) und 9,79 Sekunden (1988) des Kanadiers Ben Johnson (l.) und die 9,77 Sekunden vion Justin Gatlin (USA/2006). Der Grund dafür hieß Doping. Die neue Sprintmacht heißt nun nicht mehr USA, sondern Jamaika. Spätestens in Peking hatte die Ära des "Lightning Bolt" begonnen. Das unterstrich der 22-Jährige in Berlin noch einmal eindrucksvoll. Die Olympischen Spiele im August 2008 waren Spiele der Superlative. Ob groß oder klein, ... ... Chinese oder Finnin - Olympia 2008 war ein voller Erfolg. Das ist auch an den Einschaltquoten zu erkennen: Allein die gigantische und spektakuläre Eröffnungsfeier im "Vogelnest" verfolgten 840 Millionen Chinesen live vor dem Fernseher. Zwei Wochen brannte das olympische Feuer im "Vogelnest" und leuchtete den Sportlern aus aller Welt bei ihren Höchstleistungen. Unangefochtener Star von Olympia 2008 in Peking ist Michael Phelps. Der 23-Jährige verzauberte die Öffentlichkeit mit seinem unnachahmlich-eleganten Schwimmstil. Der Amerikaner fischte insgesamt acht Goldmedaillen aus dem olympischen Schimmbecken. Rekord! 1972 hatte Phelps' Landsmann Mark Spitz sieben Mal Gold gewonnen. Die Spannweite von Phelps' Armen beträgt mehr als zwei Meter. In Peking schwamm der "Außerirdische" sieben Weltrekorde. Auf "lediglich" drei Weltrekorde brachte es der Jamaikaner Usain Bolt. Über 100 m lief "Lightning Bolt" die Fabel-Zeit von 9,69 Sekunden. Eine noch bessere Zeit verschenkte der Sprinter, weil er bereits nach 80 m das Tempo aus seinem Lauf nahm. Dennoch düpierte er seine Konkurrenz, wie das Zielfoto beweist. Das brachte Bolt Kritik von vielen Seiten ein, auch von IOC-Präsident Jaques Rogge. Über 200 m siegte "Gold-Bolt" erneut - wieder mit einem Weltrekord. Ob es an den goldfarbenen Puma-Spikes lag? Die ersten Doping-Vorwürfe machten die Runde. Bolt ließ sich davon aber nicht beirren und siegte auch noch mit Jamaikas 4x100-m-Staffel. Insgesamt gewann Jamaika sieben goldene Lauf-Medaillen. Dass Jamaika so golden punkten konnte, lag auch an der Schwäche der US-Athleten. Lediglich über 400 m konnten sie überzeugen. Über 100 m wurde Walter Dix zwar Dritter, die Staffel schied aber nach einem katastrophalen Wechselfehler vor dem Finallauf aus. Auch Deutschlands Leichtathleten enttäuschten bei Olympia in Peking. Egal ob Hammerwurf-Weltmeisterin Betty Heidler... ... oder Stabhochspringer Tim Lobinger - beide scheiterten bereits frühzeitig. Heidler im Vorkampf und Lobinger bei seinen wohl letzten Olympischen Spielen in der Qualifikation. Für Lichtblicke sorgten die beiden deutschen Hochspringer Raul Spank (5.) und Ariane Friedrich (7.). Beide konnten allerdings nicht in die Medaillenentscheidungen eingreifen. Bei Friedrich hatte der "Po-Muskel zugemacht". Im Hochsprung der Frauen holte sich überraschend die Belgierin Tia Hellebaut mit im ersten Versuch übersprungenen 2,05 m Gold. Ebenfalls übersprungene 2,05 m hatte Favoritin Blanka Vlasic aus Kroatien auf ihrem Konto. Da sie aber mehr Fehlversuche auf ihrem Konto hatte, reichte es nur für Silber. Es war die erste Niederlage der Kroatin nach 34 Siegen in Folge. Ähnlich dominant war die Russin Elena Isinbaeva vor den Olympischen Spielen in ihrer Disziplin, dem Stabhochsprung der Frauen. In Peking musste sie dann zwar kämpfen... ... gewann aber dennoch Gold... ... mit übersprungenen 5,05 m. Neuer Weltrekord - der insgesamt 24. ihrer Karriere. Sie will aber noch mehrere nachlegen. Ihr Ziel: Sergej Bubka zu überholen, der insgesamt 35 Mal Weltrekord gesprungen war. Im Stabhochspringen der Männer zog der Russe Jewgeni Lukjanenko nach einem harten Kampf gegen den Australier Steve Hooker (im Bild) den Kürzeren. Hooker gewann das erste Olympia-Stabhochsprung-Gold für Australien mit neuem olympischen Rekord von 5,90 m. Deutschlands einzige Medaille bei den Leichtathletik-Wettbewerben im Pekinger "Vogelnest" holte die Speerwerferin Christina Obergföll: Bronze. Auch Chinas Leichtathleten mussten Medaillen-Ausfälle verkraften. Einen Schockzustand unter den Chinesen löste Hürdensprinter Liu Xiang aus. Das fest eingeplante Gold Lius scheiterte an einer kränkelnden Achillessehne. Liu (r.) musste bereits im Vorlauf über 110 m Hürden die Segel streichen. Sein Abgang aus dem "Vogelnest" ist eines der Bilder dieser Olympischen Spiele. Ebenso wie die Tränen seines Trainers... ... und die Trauer unter seinen Millionen Fans. Die Werbeikone Liu musste sich danach vorwerfen lassen, nicht "gut genug" trainiert zu haben. Besser machte es der zweite chinesische Star Yao Ming. Der NBA-Star brachte mit seinen Körben vor allem das deutsche Basketball-Team zur Verzweiflung. Zwar hatte es Deutschlands Dirk "Dirkules" Nowitzki in der Schlussphase des vorentscheidenden Spiels gegen China in der Hand, seine Mannschaft noch einmal ins Spiel zu bringen. Sein Dreier kurz vor dem Ende blieb aber am Korb hängen. Deutschlands Basketballer waren damit bereits in der Vorrunde gescheiert und der olympische Traum von Dirk Nowitzki vorbei. Nowitzki hatte bei der Eröffnungsfeier die Ehre, die deutsche Fahne zu tragen und die 435 deutschen Sportler ins Stadion zu führen. "Es war gigantisch", sagte er später dazu. Bei der Abschlussfeier wurde dann einer Kanutin die Ehre zuteil, Deutschlands Olympioniken ins "Vogelnest" zu führen: Katrin Wagner-Augustin. Sie gewann mit dem Vierer-Kajak der Frauen (u.a. mit Fanny Fischer - der Nichte Birgit Fischers) Gold und zudem noch Bronze im Kajak-Einer. Dennoch war das Abschneiden in Peking für den Deutschen Kanu-Verband mit insgesamt sieben Medaillen, davon nur zwei Mal Gold, das schlechteste seit 24 Jahren. Der vierfache Olympiasieger Andreas Dittmer ging beispielsweise leer aus. Nichts vorzuwerfen haben sich aber die Kanuten Christian Gille und Tomasz Wylencek, die nach ihrem Canadier-Zweier-Rennen sogar ärztliche Hilfe brauchten. Wylencek hatte einen Kreislaufkollaps erlitten. Auch die deutschen Ruderer enttäuschten, allen voran das "Flaggschiff" des Verbands, der Achter. Er erreichte nicht einmal das Finale. Auch die deutschen Schwimmer schwammen lange Zeit hinterher. Doch dann sprang die Berlinerin Britta Steffen ins Wasser... ... und tauchte mit zwei Goldmedaillen wieder auf. Ein Traum wird wahr. Insgesamt gewannen deutsche Athleten in Peking 16 Goldmedaillen. Dabei waren Überraschungen wie der Triathlon-Triumph von Jan Frodeno... ... oder der Start-Ziel-Sieg der Mountainbikerin Sabine Spitz oder auch... ... das erste deutsche Gold im Modernen Fünfkampf seit den Olympischen Spielen 1936 in Berlin durch Lena Schöneborn. Erwartet worden war dagegen das Gold der Dressur-Reiter-Equipe oder der Hockey-Herren. Die Hockey-Herren holten das einzige Gold bei den Ballsportarten. Sowohl die Handballer (Trainer Brand im Bild), als auch die Basketballer oder die Volleyballer enttäuschten. Im Handball konnten auch die Frauen nichts reißen: Aus in der Vorrunde. (Im Bild: Grit Jurack). Sportlich überzeugen konnten auch die Beach-Volleyballer(innen) nicht - auch wenn sie eine gute Figur bei ihren Spielen machten. (Im Bild: Laura Ludwig) Die Fußballerinnen, Weltmeister und angereist um Olympia-Sieger zu werden, wurden "nur" Dritte - zum dritten Mal in Folge. (Im Bild: Simone Laudehr) Bei den Fechtern gab es zwei Mal Gold zu bejubeln: Im Florett-Einzel durch Benjamin Kleibrink und im Degen-Einzel durch Britta Heidemann (im Bild). Im Judo kürte sich Ole Bischof zum Olympiasieger, im Kanu-Slalom wurde Alexander Grimm Erster und auch der "stärkste Mann" der Spiele kommt aus Deutschland: Matthias Steiner widmete seinen Sieg seiner vor einem Jahr bei einem Autounfall gestorbenen Frau. Im Turnen konnte Fabian Hambüchen die in ihn gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Mit zwei Patzern am Reck - im Team-Mehrkampf und im Einzel-Mehrkampf - verspielte er jede Medaillenchance. Am Barren wurde Deutschlands Vorzeige-Turner dann Vierter. Und auch an seinem Lieblingsgerät, dem Reck, musste er lange warten, bis... ... er sich endlich das lang ersehnte Edelmetall umhängen konnte: Bronze. Dominiert wurden die Turn-Wettbewerbe - bei Frauen und Männern - von den Chinesen. Der Stolz war ihnen bei den Siegerehrungen anzusehen. (Im Bild: Yang Wei) Bei den Turnerinnen aus China halten sich hartnäckig die Gerüchte, dass so manche von ihnen nich nicht bei den "Frauen" hätten starten dürfen. Die Geburtsdaten sollen überprüft werden. Peinlich für China war auch der "Milli Vanilli"-Auftritt bei der Eröffnungsfeier. Wegen ihrer schiefen Zähne durfte Yang Peiyi zwar singen, aber auf der Bühne stand ein anderes Mädchen - des schönen Scheins wegen. Für einen Skandal bei Olympia in Peking sorgte der Kubaner Angel Valodia Matos im Taekwondo. Im Bronze-Kampf rastete der 31-Jährige aus und versetzte dem Schiedsrichter Chakir Chelbat einen Tritt vor den Kopf. Matos wurde lebenslänglich gesperrt. Zehn Dopingfälle soll es bisher in Peking gegeben haben. Unter anderem wurde die polnische Siebenkämpferin Ludmilla Blonska (im Bild) erwischt. Der Olympia-Zweiten droht nun als Wiederholungstäterin eine lebenslange Sperre. Etwa 5.000 Tests wurden während der Spiele durchgeführt. Erwischt wurde dabei auch das deutsche Pferd Cöster von Spring-Reiter Christian Ahlmann. Ganz ohne Doping konnte die beinamputierte Südafrikanerin Natalie du Toit überzeugen. Sie schwamm im Langstrecken-Rennen der Frauen mit und wurde 16. Unvergessen wird auch der Auftritt des schwedischen "Tischtennis-Opas" Jörgen Persson bleiben. Der 42-Jährige war als Vierter bester Nicht-Chinese im Männer-Turnier. Deutschlands Tischtennis-Künstler Timo Boll hatte schon vorher die Segel streichen müssen. Im Team-Wettbewerb erkämpfte sich Boll aber gemeinsam mit Dimitrij Ovtcharov und Christian Süß (v.l.n.r.) Silber - der größte Erfolg für Deutschland seit 16 Jahren. Eine andere Bestmarke setzte Kirsty Coventry: Sie gewann eine Gold- und drei Silbermedaillen. Das war die gesamte Olympia-Ausbeute Simbabwes. Zwei Medaillen bei zwei Starts heimste der Schweizer Radsportler Fabian Cancellara ein: Gold im Einzelzeitfahren und Bronze im Straßenrennen an der chinesischen Mauer. Für die Sportgymnastin Almudena Cid waren es die vierten Olympischen Spiele. Die 28-jährige Spanierin könnte theoretisch auch noch 2012 in London die Bänder schwingen. Bei allen Olympischen Spielen seit 1992 hat der russische Wasserspringer Dmitri Sautin (im Bild) eine Medaille gewonnen. Mit Juri Kunakow erkämpfte er Silber im Synchronspringen vom 3-m-Brett. Für eine der schönsten Nebensachen der Welt... ... hatte der australische Wasserspringer Matthew Mitcham vor dem letzten Durchgang im Finale vom 10-m-Turm keine Augen. 114 Punkte konnte er maximal mit seinem letzten Sprung holen. 108 hätte er für den Sieg gebraucht. Am Ende wurden es mehr als 112 und Mitcham sicherte die erste australische Goldmedaille im Wasserspringen. Insgesamt gewannen die Sportler von Down Under 14x Gold, 15x Silber und 17x Bronze. Deutschland siegte 16 mal, gewann 10 Silber- und 15 Bronzemedaillen - insgesamt also 41x Edelmetall. Kein Grund für die Fans die Köpfe hängen zu lassen. Vor vier Jahren in Athen waren es insgesamt zwar 49 Plaketten, aber nur 13x Gold gewesen. Chinas Sportler erkämpften 51x Gold und insgesamt 110 Medaillen. Kein Wunder, dass das "Reich der Mitte" zufrieden mit den Olympischen Spielen in Peking sind. Da ändern auch die Proteste für ein freies Tibet nichts daran. Das Olympia in Peking auch einen politischen Aspekt hatte, bewiesen auch die Beach-Volleyballerinnen Andrezza Chagas (Rtvelo) aus Georgien, die Russinen Alexandra Shiryaeva und Natalya Uryadova sowie die Georgierin Cristine Santanna (Saka)... ... die mit einer freundschaftlichen Umarmung eine Friedensgeste an die Führer ihrer beiden Staaten schickten und so gegen den Kaukasus-Konflikts demonstrierten. IOC-Präsident Rogge ließ sich hingegen nicht zu einer Äußerung diesbezüglich hinreißen. Die nächsten Olympischen Sommerspiele finden 2012 in London statt. Großbritannien hat in Peking gezeigt, dass die Sportler vorbereitet sind: 19x Gold, 13x Silber und 15x Bronze. Eine der Goldmedaillen holte Bahn-Sprinterin Victoria Pendleton. Die 29. Olympischen Spiele in Peking sind vorbei. Zum Abschluss feierte sich das "Reich der Mitte" mit einer spektakulären Show noch einmal selbst. Der farbenprächtige Auftritt, bestehend aus... ... luftigen Elementen... ... und chinesischer Akrobatik, ... ... war eine mehrstündige Reminiszenz an die gezeigten sportlichen Leistungen in Peking, die... ... kaum jemanden kalt gelassen haben dürften (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die Farbenpracht des "Vogelnests"... ...wird vielen Athleten... ... in Erinnerung bleiben - egal ob sie aus... ... Frankreich,... ... Kanada,... ... den USA oder, ... ... wie die Katrin Wagner-Augustin, aus Deutschland kommen. Die Kanutin war die deutsche Fahnenträgerin bei der Abschlussfeier. IOC-Präsident Jaques Rogge sprach von "außergewöhnlichen" Spielen,... ... die mit einem riesigen Feuerwerk offiziell beendet wurden. Das "Vogelnest" erstrahlte mitten in der Nacht in neuem Glanz. Das Olympische Feuer indes erlosch. Es wird - abgesehen von den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver - erst bei den Sommerspielen 2012 in London wieder erstrahlen. Die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs bot bereits in Peking einen kleinen Vorgeschmack auf Olympische Spiele nach britischer Art. Neben einem gemeinsamen Auftritt der Sängerin Leona Lewis mit Roger Plant von Led Zeppelin... ... schoss Fußball-Star David "Becks" Beckham einen Ball ins Publikum. In London selbst wurde vor dem Buckingham Palast gefeiert - ganz nach dem Motto: Zai jian Peking 2008 - Hello London 2012.
(IKR, N24)
14.08.2009 14:02 Uhr
WM-Superlative
Seriensieger der Leichtathletik












