Leichtathletik-WM

Bolt-Gold auch über 200 Meter

Bei der Leichtathletik-WM in Berlin hat Usain Bolt für eine weitere Sensation gesorgt. Dem Star-Sprinter gelang mit 19,19 Sekunden über 200 Meter nicht nur Gold, sondern auch eine neue Weltbestzeit.

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Das ist einfach unfassbar: Jamaikas Top-Sprinter pulverisiert bei der Leichtathletik-WM in Berlin seinen eigenen Weltrekord. In sagenhaften 9,58 Sekunden ...
... spurtet der Show-Meister allen - und vor allem seinem härtesten Konkurrenten Tyson Gay - davon.
Der Rekordrenner liefert dem Publikum das, was es sich von seinem Auftritt versprochen hatte: eine sportliche Höchstleistung und ...
... die dazugehörige Unterhaltungseinlage (Bolt beim Siegestänzchen mit Landsmann und Bronze-Gewinner Asafa Powell).
Was bleibt ist zunächst einmal Staunen - und Zweifel: Lag es nur am Schuhwerk? Die Doping-Diskussionen werden wieder entbrennen, ebenso wie ...
... nach Bolts Weltrekord bei den Olympischen Spielen in Peking: Damals hatte er mit 9,69 Sekunden das Fachpublikum verblüfft.
Der Jungspund ließ auch damals seiner Konkurrenz keine Chance. Bereits nach 80 Metern verlangsamte der Sprinter und trudelte sein Rennen aus.
Sein Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Richard Thompson aus Trinidad und Tobago (9,89 Sekunden) und dem Dritten Walter Dix aus den USA mit 9,91 Sekunden war enorm, wie das Zielfoto beweist.
Nach dem historischen Triumph schnappte sich Bolt, auch "Lightning Bolt" ob seiner Schnelligkeit gennant, eine Flagge seines Heimatlandes und...
... seine Schuhe und startete die obligatorische Ehrenrunde im olympischen "Vogelnest" in Peking.
Bolt hatte erst rund zehn Wochen vor Olympia den Weltrekord über die 100-m-Strecke verbessert. Er gehört seitdem zum elitären Klub der "Schnellsten Männer der Welt".
Einer der bekanntesten Sprinter war Jesse Owens (USA), Olympiasieger 1936 in Berlin mit 10,2 Sekunden - Weltrekord. 1935 war ihm das Kunststück gelungen, fünf Mal Weltrekord innerhalb von nur 45 Minuten zu laufen.
Auch ein Deutscher ist in der 100-m-Bestenliste vertreten. Sein Name: Armin Hary. Er brauchte für die Strecke 1960 in Zürich 10,0 Sekunden.
Unter zehn Sekunden schaffte Jim Hines die Sprintstrecke 1968 in Sacramento. Die Zeit des US-Amerikaners wurde bei 9,95 Sekunden gestoppt.
Carl Lewis (USA) stellte mehrere Weltrekorde über die 100-m-Distanz auf. Der vom Welt-Leichtathletik-Verband IAAF als "Sportler des Jahrhunderts" geehrte Lewis erzielte seine Bestzeit 1991 in Tokio mit 9,86 Sekunden.
1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul hatte Lewis bereits den Rekord auf 9,92 Sekunden geschraubt. Lewis gewann insgesamt zehn olympische Medaillen (9 x Gold, 1 x Silber).
Lewis' Landsmann Leroy Burrell entriss ihm den Weltrekord zwei Mal: 1991 verbesserte er die Weltbestzeit auf 9,90 Sekunden, 1994 lief Burrell in Lausanne 9,85 Sekunden.
9,84 Sekunden benötigte der Kanadier Donovan Bailey für die 100 m. Er stellte den Rekord bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta auf.
Der erste Mann unter der als "magisch" angesehenen Marke von 9,80 Sekunden war der US-Amerikaner Maurice Greene. 9,79 Sekunden 1999 in Athen.
Die 9,78 Sekunden von Tim Montgomery wurden ebenso als Weltrekord-Zeit annulliert, wie...
... die 9,83 (1987) und 9,79 Sekunden (1988) des Kanadiers Ben Johnson (l.) und die 9,77 Sekunden vion Justin Gatlin (USA/2006). Der Grund dafür hieß Doping.
Die neue Sprintmacht heißt nun nicht mehr USA, sondern Jamaika.
Spätestens in Peking hatte die Ära des "Lightning Bolt" begonnen. Das unterstrich der 22-Jährige in Berlin noch einmal eindrucksvoll.
Die Schuhe der deutschen Marke Puma scheinen der Grund für die Fabel-Zeit gewesen zu sein. Ein Küsschen ist da auf jeden Fall als Dankeschön drin.
... nach Bolts Weltrekord bei den Olympischen Spielen in Peking: Damals hatte er mit 9,69 Sekunden das Fachpublikum verblüfft.
Der Jungspund ließ auch damals seiner Konkurrenz keine Chance. Bereits nach 80 Metern verlangsamte der Sprinter und trudelte sein Rennen aus.
Sein Vorsprung vor dem Zweitplatzierten Richard Thompson aus Trinidad und Tobago (9,89 Sekunden) und dem Dritten Walter Dix aus den USA mit 9,91 Sekunden war enorm, wie das Zielfoto beweist.
Nach dem historischen Triumph schnappte sich Bolt, auch "Lightning Bolt" ob seiner Schnelligkeit gennant, eine Flagge seines Heimatlandes und...
... seine Schuhe und startete die obligatorische Ehrenrunde im olympischen "Vogelnest" in Peking.
Bolt hatte erst rund zehn Wochen vor Olympia den Weltrekord über die 100-m-Strecke verbessert. Er gehört seitdem zum elitären Klub der "Schnellsten Männer der Welt".
Einer der bekanntesten Sprinter war Jesse Owens (USA), Olympiasieger 1936 in Berlin mit 10,2 Sekunden - Weltrekord. 1935 war ihm das Kunststück gelungen, fünf Mal Weltrekord innerhalb von nur 45 Minuten zu laufen.
Auch ein Deutscher ist in der 100-m-Bestenliste vertreten. Sein Name: Armin Hary. Er brauchte für die Strecke 1960 in Zürich 10,0 Sekunden.
Unter zehn Sekunden schaffte Jim Hines die Sprintstrecke 1968 in Sacramento. Die Zeit des US-Amerikaners wurde bei 9,95 Sekunden gestoppt.
Carl Lewis (USA) stellte mehrere Weltrekorde über die 100-m-Distanz auf. Der vom Welt-Leichtathletik-Verband IAAF als "Sportler des Jahrhunderts" geehrte Lewis erzielte seine Bestzeit 1991 in Tokio mit 9,86 Sekunden.
1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul hatte Lewis bereits den Rekord auf 9,92 Sekunden geschraubt. Lewis gewann insgesamt zehn olympische Medaillen (9 x Gold, 1 x Silber).
Lewis' Landsmann Leroy Burrell entriss ihm den Weltrekord zwei Mal: 1991 verbesserte er die Weltbestzeit auf 9,90 Sekunden, 1994 lief Burrell in Lausanne 9,85 Sekunden.
9,84 Sekunden benötigte der Kanadier Donovan Bailey für die 100 m. Er stellte den Rekord bei den Olympischen Spielen 1996 in Atlanta auf.
Der erste Mann unter der als "magisch" angesehenen Marke von 9,80 Sekunden war der US-Amerikaner Maurice Greene. 9,79 Sekunden 1999 in Athen.
Die 9,78 Sekunden von Tim Montgomery wurden ebenso als Weltrekord-Zeit annulliert, wie...
... die 9,83 (1987) und 9,79 Sekunden (1988) des Kanadiers Ben Johnson (l.) und die 9,77 Sekunden vion Justin Gatlin (USA/2006). Der Grund dafür hieß Doping.
Die neue Sprintmacht heißt nun nicht mehr USA, sondern Jamaika.
Spätestens in Peking hatte die Ära des "Lightning Bolt" begonnen. Das unterstrich der 22-Jährige in Berlin noch einmal eindrucksvoll.
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Der kanadische Ex-Sprinter Ben Johnson galt – genauso wie sein größter Konkurrent Carl Lewis – als Ausnahmeathlet. 1988 kann Johnson Lewis bei den Olympischen Spielen in Seoul im 100-Meter-Lauf schlagen. Allerdings wird bei ihm kurz darauf …
… die Einnahme des muskelaufbauenden anabolen Steroids Stanozonol nachgewiesen. Die Sportwelt ist erschüttert. Johnson muss seine Goldmedaille an Lewis abtreten und wird zwei Jahre lang von Wettkämpfen ausgeschlossen.
Unwissentliches Doping-Opfer: Die frühere DDR-Athletin Heidi Krieger - 1986 Europameisterin im Kugelstoßen – wird seit ihrer Jugend im Rahmen des DDR-Dopingsystems so stark mit androgenen Hormonen versorgt, dass sich ihr Körper verändert.
Krieger unterzieht sich einer Geschlechtsumwandlung, wird zu "Andreas". Mit anderen betroffenen Sportlern tritt er im Jahr 2000 gegen den ehemaligen ostdeutschen Sportchef Manfred Ewald als Nebekläger auf. Ewald wird zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
Doping konnte ihr nie nachgewiesen werden, verstummen wollten die Gerüchte diesbezüglich aber nie. Als Florence Griffith Joyner 1998 unerwartet stirbt, heizt ihr Tod die Spekulationen wieder an.
"Die schnellste Frau der Welt" hält seit 1988 mit 10,49 und 21,34 Sekunden bis heute die Weltrekorde im 100- und 200-Meter-Lauf bei den Frauen. Mit Charme, Schönheit und Extravaganz – ihr Markenzeichen waren ihre bunt bemalten Fingernägel - wurde sie ...
... zum Publikumsliebling der USA. Gerüchte, dass ihre enorme Zunahme an Muskelmasse mit der Einnahme von Anabolika und Wachstumshormone zusammenhing, hielten sich hartnäckig.
Allerdings wurde sie niemals positiv getestet.
Da strahlte sie noch – später wurde sie als erste Sportlerin im Zusammenhang mit Doping zu einer Haftstrafe verurteilt: Ex-Weltklasse-Sprinterin Marion Jones bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2004 in Athen nach ihrem Sieg über 100 Meter.
Vier Jahre zuvor hatte die Amerikanerin bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 fünf Medaillen geholt – der Höhepunkt ihrer Sportlerkarriere. Diese fand 2007 ein Ende, als Jones vor dem US-Bundesgericht zugab, zwei Jahre lang Steroide genommen zu haben
Die Vorwürfe hatte sie 2003 vor einem Untersuchungsausschuss noch abgestritten. Wegen zweimaliger Falschaussage wird Jones zu einer sechsmonatigen Haftstrafe und 800 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Ihre Medaillen werden ihr abgesprochen.
Sein Fall ging als die "Zahnpasta-Affäre" in die Geschichte ein. Dem Langstreckenläufer Dieter Baumann wurde 1999 bei einer Dopingkontrolle die Substanz Nadrolon nachgewiesen. Baumann, als vehementer Gegner des Dopings bekannt, beteuerte seine Unschuld.
In der Tat wurden in einer präparierten Zahnpastatube Baumanns anabole Steroide gefunden, eine von ihm eingereichte Haarprobe ist ohne Befund. Der deutsche Leichtathletik-Verband sprach den Olympiasieger von 1992 vom Vorwurf des Dopings frei.
Allerdings sperrt ihn der Internationale Leichtathletik-Verband IAAF bis Januar 2002. Danach wird Baumann 2002 noch einmal Vize-Europameister über 10.000 Meter, beendet ein Jahr später seine Karriere. Mittlerweile arbeitet er als Kabarettist.
Dreifache Europameisterin in Split 1990, ein Jahr später Doppel-Gold im 100- und 200- Meter-Lauf bei den Weltmeisterschaften in Tokio. Die Kurzstreckenläuferin Katrin Krabbe legte eine 1A-Sportlerkarriere hin.
1992 dann der Skandal: Eine Urinprobe überführt Krabbe der Einnahme des Dopingmittels Clenbuterol. Das Medikament steht zu der Zeit zwar noch nicht auf der offiziellen Dopingliste, trotzdem sperrt der Deutsche-Leichtathletik-Verband Krabbe für ein Jahr.
Wegen unsportlichen Verhaltens wird die Sperre von der IAAF bis August 1995 verlängert. Krabbes Karriere ist beendet. 2001 verpflichtet das Landgericht München die IAAF, Krabbe einen Schadensersatz in Höhe von 1,2 Millionen Mark zu zahlen.
Jan Ullrich, Tour-Sieger von 1997, verursacht 2002 einen Unfall unter Alkoholeinfluss. Im Anschluss wird er auch auf Amphetamine positiv getestet und für sechs Monate gesperrt. Ullrich führt den Befund auf die Einnahme von Ecstasy in einer Disco zurück.
Bis heute bestreitet Ullrich Vorwürfe, in den spanischen Dopingskandal kurz vor der Tour de France 2006 verwickelt zu sein. Nachdem Ullrich mit dem Arzt Eufemiano Fuentes, der mehrere Sportler gedopet haben soll, in Verbindung gebracht wird, ...
… wird der Radfahrer von der Tour ausgeschlossen. 2007 beendet er seine Laufbahn als professioneller Radfahrer, ein Jahr später wird das Doping-Verfahren gegen ihn eingestellt.
Stolz zeigt US-Sprinter Justin Gatlin bei den Weltmeisterschaften in Helsinki 2005 seine Goldmedaille. Ein Jahr später wird der Olympiasieger und Ex-Weltrekordler über 100 Meter wegen wiederholten Dopings zu einer achtjährigen Sperre verurteit.
Mittlerweile wurde die Sperre auf vier Jahre bis 2010 reduziert. Sein einstiger Weltrekord über 100 Meter wurde annuliert, ebenso wie seine Wettkampfergebnisse seit dem positiven Dopingtest 2006.
Ihr Fall beherrschte erst vor kurzem wieder die Schlagzeilen: Wegen erhöhter Blutwerte, aber ohne positiven Befunde für zwei Jahre gesperrt, darf Claudia Pechstein derzeit nicht an offiziellen Trainingsmaßnahmen teilnehmen.
Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird voraussichtlich bis Mitte August über den Eilantrag der gesperrten Eisschnelllauf-Olympiasiegerin über die Rückkehr ins Training entscheiden.

Nach dem Zieleinlauf ging er in die Knie und schaute leicht ungläubig in den Himmel. Usain Bolt staunte am Donnerstagabend über sich selbst. Er ist wieder Weltmeister, er lief wieder Weltrekord, das 200-Meter-Finale der Leichtathletik-Weltmeisterschaft gewann er trotz leichtem Gegenwind in 19,19 Sekunden. Seine eigene Bestzeit von 2008 verbesserte er damit noch einmal um elf Hundertstel. Außerdem hatte zuvor nie jemand in der WM- Geschichte über diese Distanz einen derart großen Vorsprung herausgelaufen. Alonso Edward aus Panama (19,81) und Wallace Spearmon aus den USA (19,85) wirkten hinter Bolt nicht wie die beiden weiteren Medaillengewinner, sondern wie Statisten.

"Man muss aus jedem Lauf das Beste machen. Das versuche ich in jedem Rennen", sagte Bolt bescheiden. "Hier in Berlin ist es großartig. Das ist eine Super-Atmosphäre." Aus seiner Sicht war das Finale perfekt terminiert. Bolt konnte danach nicht nur auf seinen zweiten Titel und seinen zweiten Weltrekord bei dieser WM anstoßen, sondern auch gleich in seinen Geburtstag hineinfeiern. Der Ausnahmesprinter aus Jamaika wird am Freitag 23 Jahre alt. Eine ausschweifende Party hat er aber "nicht geplant", wie er sagte: "Ich will den Tag für mich haben und muss ja außerdem schon am Samstag wieder in der 4x100-Meter-Staffel laufen."

Bolts Lieblingsdisziplin

Mit der kann Bolt in Berlin seine dritte Goldmedaille gewinnen. Aber schon jetzt ist diese WM für ihn eine Woche der Superlative. Nach Maurice Greene (1995), Justin Gatlin (2001) und Tyson Gay (2007) ist er der dritte Sprinter, der bei einer Weltmeisterschaft über 100 und 200 Meter gewann. Mit diesen beiden Titeln und zwei Weltrekorden hat er bereits 320.000 US-Dollar an Prämien vom Weltverband IAAF sicher. Außerdem holte er das vierte Sprint-Gold für Jamaika bei dieser WM. Die Karibik-Insel hat den großen Nachbarn USA damit in diesem Bereich endgültig abgehängt.

Bolts neuerliche Dominanz überraschte am Donnerstag niemanden mehr. Auch weil Titelverteidiger Tyson Gay verletzt fehlte, hatten die 60.000 Zuschauer vorab nur noch darüber diskutiert, ob der Jamaikaner erneut Weltrekord laufen würde oder nicht. Bolt selbst hatte im Vorfeld nicht daran geglaubt. Dabei läuft er die 200 Meter nach eigenen Angaben lieber als den Kurzsprint. "Nach der klassischen Lehre betrachtet ist er über diese Strecke noch stärker als über 100 Meter", erklärte der deutsche Lauf-Bundestrainer Rüdiger Harksen. "Mit seinen langen Beinen kann er aus der Kurve heraus noch einmal richtig beschleunigen." Ex-Weltmeister Frankie Fredericks traut Bolt sogar zu, die 200 Meter in weniger als 19 Sekunden zu laufen.

Bolt-Hype in Berlin

In Berlin ist in den vergangenen Tagen ein regelrechter Bolt-Hype ausgebrochen. Die Stadt überlegt sogar, den Superstar ihrer WM nach den Titelkämpfen in einer besonderen Art zu ehren. "Es gibt die Idee, das zu machen", bestätigte Senatssprecher Richard Meng am Donnerstag. Die Zuschauer tun das bereits auf ihre Weise: Sie feiern Bolt, wann immer er auf der Laufbahn oder Anzeigetafel zu sehen ist. Besonders beliebt im Stadion ist ein gelber Fanartikel seines Ausrüsters: Der zeigt Bolts Arme bei seiner typischen Jubelgeste. Den "Bogenschützen" gab er am Donnerstag auch nach seinem zweiten WM-Triumph.

Walker holt Gold über 400 Meter Hürden

Vor Bolt hatte am Donnerstag bereits die Olympiasiegerin Melaine Walker weiteres Gold nach Jamaika geholt. Über 400 Meter Hürden deklassierte sie erneut die gesamte Konkurrenz und setzte sich in 52.42 Sekunden in einer Zeit durch, die noch nie vor ihre eine Weltmeisterin schaffte. Es war der erste WM-Titel für die Karibik-Insel auf dieser Distanz. Bereits in Peking hatte sie im Olympia-Finale über eine Sekunde Vorsprung auf die Konkurrenz verbucht.

Die Weltjahresbeste Lashinda Demus aus den USA konnte ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden und belegte mit deutlichem Abstand in 52,96 Sekunden den Silberrang vor Josanne Lucas aus Trinidad und Tobago (53,20). Die Glanzzeiten der Deutschen über 400 Meter sind lange her. Bärbel Broschat bei einer 1980 in Utrecht ausgetragenen WM- Entscheidung, da diese Disziplin damals noch nicht olympisch war, und Sabine Busch 1987 erkämpften die beiden einzigen Titel noch für die DDR. In Berlin war Jonna Tilgner aus Bremen erwartungsgemäß im Halbfinale ausgeschieden.

(dpa, N24)

20.08.2009 20:56 Uhr

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