Leichtathletik-WM
Trotz Hochsprung-Krimis nur Bronze
Ariane Friedrich musste sich in Berlin ihrer ärgsten Rivalin Blanka Vlasic geschlagen geben. Für die deutsche Hochsprung-Hoffnung reichte es nur für Rang drei.
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Der Frust ist ihr anzusehen: Ariane Friedrich überwand bei der Leichtathletik-WM in Berlin nur die 2,02 Meter. Ihre Rivalin Blanka Vlasic sprang zwei Zentimeter höher.
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Berlin im Leichtathletikfieber: Das ist eher noch Wunschtraum als Wirklichkeit. Der nahezu Einzige, der sich fit präsentiert, ist Berlino - das Maskottchen der Leichtathletik-WM.
Einige Absagen von Medaillenkandidaten musste der deutsche Leichtathletik-Verband zuletzt verkraften, doch Hoffnungsträger gibt es in jedem Fall. Und - Berlino macht's vor - wir wollen sie jubeln sehen! Große Chancen dazu ...
... rechnet sich das deutsche Leichtathletik-Traumpaar Carolin Nytra und Sebastian Bayer aus. Vor allem der Weitspringer ...
... überzeugte in diesem Jahr. Bei der Hallen-EM setzt er 8,71 Meter in die Sandgrube - deutscher Rekord, Europarekord und nur acht Zentimeter hinter dem Weltrekord von Carl Lewis.
Bei der Deutschen Meisterschaft in Ulm verbesserte der 23-Jährige seine Freiluftleistung auf 8,49 Meter. Sein Ziel bei der WM ist das Finale - wir sagen: Da geht noch mehr!
Zu kämpfen hatte dagegen seine Freundin, um überhaupt das WM-Ticket zu lösen. Erst Ende Juli beim Grand Prix in Monte Carlo unterbot Carolin Nytra die Qualifikationsnorm. Ein WM-Erfolg ...
... wäre für die Hürdensprinterin schon die Teilnahme am Endlauf. Ansonsten sind die Medaillenaussichten für deutsche Athleten ...
... in den Laufwettbewerben auf dem blauen Berliner Rund traditionell bescheiden bis nicht vorhanden. Die große Sprinthoffnung, ...
... "Cover Girl" Sina Schielke, ist nach ihrer Babypause und neuerlichen Verletzungen alles andere als in Form. Sie wird sich um Töchterchen Jaime kümmern - und die WM im Fernsehen anschauen.
Zumindest auf der Langstrecke war die deutsche Medaille fest eingeplant - bis kurz vor der WM. Marathonläuferin Irina Mikitenko wollte am Tag ihres 37. Geburtstags (23. August) Gold in Berlin holen. Doch dann die Hiobsbotschaft: ...
... Mikitenko traf der Tod ihres Vater vor wenigen Wochen so sehr, dass an Wettkämpfe derzeit nicht zu denken ist. Eine Woche vor der Weltmeisterschaft sagte sie ihre Teilnahme ab, jubeln wird in Berlin eine andere.
Ziemlich mau sieht's auch bei den Männern aus: Hier ruhen die Hoffnungen am ehesten noch auf 800-Meter-Neuling Robin Schembera, nachdem der Olympiasieger aus dem Jahr 2000, Nils Schumann (hinten), seine Karriere endgültig beendet hat.
Gold wäre für die Siebenkämpferin Lilli Schwarzkopf ein etwas vermessenes Ziel, aber eine gute Platzierung sollte drin sein. Bei der letzten WM 2007 in Osaka ...
... überraschte sie mit Rang fünf, bei Olympia 2008 belegte sie Platz acht. Vielleicht geht in Berlin noch etwas mehr. Ganz bitter ist die Situation ...
... für ihren Mehrkampf-Kollegen, den Berliner Andre Niklaus. Der WM-Fünfte von 2007 wollte bei seiner Heim-WM groß auftrumpfen. Er muss allerdings verletzt passen.
Noch schlimmer sieht es bei den Stabhochspringern aus, die bekanntlich immer für eine Medaille gut sind bzw. waren. Danny Ecker konnte sich nicht qualifizieren und auch der Überflieger des Jahres 2008, ...
... Raphael Holzdeppe, kam in diesem Jahr nicht in Tritt. Er scheiterte bei der DLV-Gala in Wattenscheid zwei Mal an der Einstiegshöhe, brach dann den Wettkampf ab - und machte einen Haken unter die Saison.
Einzig verbliebener Hoffnungsträger ist Björn Otto: Er gewann jüngst das Inselspringen auf Norderney und zeigte sich damit fit für die WM. Wie er im Vergleich mit der Weltelite besteht, bleibt aber abzuwarten.
Sie fährt dagegen nach Berlin, um ihr WM-Trauma zu überwinden. In Osaka 2007 legte Silke Spiegelburg einen klassischen "Salto Nullo" hin - drei Mal scheiterte sie an ihrer Einstiegshöhe und schied aus. In diesem Jahr kratzte sie ...
... aber bereits am deutschen Rekord und rechnet sich bei der Weltmeisterschaft im eigenen Land einiges aus. Das gilt umso mehr ...
... für Deutschlands Vorzeige-Hochspringerin Ariane Friedrich. Die flippige Sportlerin brachte früher ihren Trainer zur Verzweiflung, weil sie lieber in die Disco als auf den Trainingsplatz ging. Inzwischen arbeitet sie professioneller und vor allem ...
... erfolgreicher. Bei Olympia wurde sie siebte, in diesem Jahr ist sie die Nummer eins. Bei der Hallen-EM fuhr sie den ersten großen Titel ein, beim ISTAF entriss sie mit übersprungenen 2,06 Meter Hochsprunglegende Heike Henkel ...
... den deutschen Rekord. Mit Spannung erwartet wird nun Friedrichs Duell mit der amtierenden Weltmeisterin, der Kroatin Blanka Vlasic.
Hoch springen und sich vorne reinkatapultieren - das kann auch Raul Spank. Der Dresdner sprang sich in Peking erstmals ins Rampenlicht, wo er mit persönlicher Bestleistung (2,32 m) ...
... Fünfter wurde. Er gewann in diesem Jahr die DLV-Gala in Wattenscheid und schielt in Berlin auf eine Medaille.
Diskuswerfer Robert Harting dagegen hat schon eine olympische Silbermedaille und will nun auch bei der WM zuschlagen. Allerdings stiftete er schon im Vorfeld viel Verwirrung, stellte in einem Interview ...
... Gedanken über die Legalisierung des Dopings an. Hintergrund: Sein Trainer sieht sich mit Dopingvorwürfen aus DDR-Zeiten konfrontiert. Ob Harting das alles im Berliner Diskusring einfach ausblenden kann?
Das rabenschwarze letzte Jahr - ein enttäuschender Platz neun bei Olympia - will Hammerwerferin Betty Heidler vergessen machen und statt dessen lieber an ihren größten Triumph anküpfen: WM-Gold 2007 mit ...
... zwei Zentimetern Vorsprung. Heimspiel hat sie zudem: Die in Frankfurt/M. lebende 25-Jährige ist in Berlin geboren. Eine Medaille ist durchaus drin.
Einen weiten Satz in die Grube wünscht sich Bianca Kappler. Letztes Jahr plagte sie sich mit einer Achillessehnenverletzung, musste operiert werden. Nun ist sie wieder fit, ließ ...
... bislang aber noch Konstanz vermissen. Vielleicht geht ja in Berlin der Knoten wieder auf.
Zum Goldwurf könnte dagegen Steffi Nerius ansetzen: Die Speerwurf-Europameisterin von 2006 und Olympia-Fünfte von Peking träumt von ihrer siebten internationalen Medaille. Es wäre die Krönung zum Karriere-Ende für die 37-Jährige.
In dieser Saison zeigte sie sich in konstant guter Form: Dreimal bezwang sie bereits ihre ärgste Konkurrentin aus dem eigenen Lager, ...
... Christina Obergföll. Diese haderte bislang mit sich und ihrer Leistung und beschwerte sich zuletzt lautstark über die schlechte Vermarktung der Leichtathletik-WM. In einem ihrer letzten Wettkämpfe vor der WM blieb sie ...
... zehn Meter unter ihrem Europarekord (70,03 Meter), den sie bei der WM 2005 in Helsinki aufgestellt und damit den großen Durchbruch geschafft hatte. Im letzten Jahr gewann sie Bronze bei Olympia ...
... und holte damit die einzige Olympia-Medaille für die deutschen Leichtathleten. Ihr Trainer hofft, dass sie bis zur WM das Gefühl für den Speer doch noch wiederfindet. Apropos Gefühl. Das wird bei ...
... der "Diskus-Oma" ganz groß sein. Die Heim-WM soll einer der letzten Wettkämpfe für die 41-jährige Diskuswerferin Franka Dietzsch werden. Dafür hat sie sich ...
... noch einmal richtig geschunden. Verletzungsbedingt musste sie letztes Jahr die Olympia-Teilnahme absagen, auch hinter dieser Saison steht bisher ein großes Fragezeichen. Dass es für eine WM-Medaille reicht, ...
... ist zwar eher unwahrscheinlich. Insgesamt sollte die Ausbeute der deutschen Athlethen im Vergleich zu den Olympischen Spielen aber doch deutlich steigen.
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Der kanadische Ex-Sprinter Ben Johnson galt – genauso wie sein größter Konkurrent Carl Lewis – als Ausnahmeathlet. 1988 kann Johnson Lewis bei den Olympischen Spielen in Seoul im 100-Meter-Lauf schlagen. Allerdings wird bei ihm kurz darauf …
… die Einnahme des muskelaufbauenden anabolen Steroids Stanozonol nachgewiesen. Die Sportwelt ist erschüttert. Johnson muss seine Goldmedaille an Lewis abtreten und wird zwei Jahre lang von Wettkämpfen ausgeschlossen.
Unwissentliches Doping-Opfer: Die frühere DDR-Athletin Heidi Krieger - 1986 Europameisterin im Kugelstoßen – wird seit ihrer Jugend im Rahmen des DDR-Dopingsystems so stark mit androgenen Hormonen versorgt, dass sich ihr Körper verändert.
Krieger unterzieht sich einer Geschlechtsumwandlung, wird zu "Andreas". Mit anderen betroffenen Sportlern tritt er im Jahr 2000 gegen den ehemaligen ostdeutschen Sportchef Manfred Ewald als Nebekläger auf. Ewald wird zu einer Bewährungsstrafe verurteilt.
Doping konnte ihr nie nachgewiesen werden, verstummen wollten die Gerüchte diesbezüglich aber nie. Als Florence Griffith Joyner 1998 unerwartet stirbt, heizt ihr Tod die Spekulationen wieder an.
"Die schnellste Frau der Welt" hält seit 1988 mit 10,49 und 21,34 Sekunden bis heute die Weltrekorde im 100- und 200-Meter-Lauf bei den Frauen. Mit Charme, Schönheit und Extravaganz – ihr Markenzeichen waren ihre bunt bemalten Fingernägel - wurde sie ...
... zum Publikumsliebling der USA. Gerüchte, dass ihre enorme Zunahme an Muskelmasse mit der Einnahme von Anabolika und Wachstumshormone zusammenhing, hielten sich hartnäckig.
Allerdings wurde sie niemals positiv getestet.
Da strahlte sie noch – später wurde sie als erste Sportlerin im Zusammenhang mit Doping zu einer Haftstrafe verurteilt: Ex-Weltklasse-Sprinterin Marion Jones bei den Leichtathletik-Weltmeisterschaften 2004 in Athen nach ihrem Sieg über 100 Meter.
Vier Jahre zuvor hatte die Amerikanerin bei den Olympischen Spielen in Sydney 2000 fünf Medaillen geholt – der Höhepunkt ihrer Sportlerkarriere. Diese fand 2007 ein Ende, als Jones vor dem US-Bundesgericht zugab, zwei Jahre lang Steroide genommen zu haben
Die Vorwürfe hatte sie 2003 vor einem Untersuchungsausschuss noch abgestritten. Wegen zweimaliger Falschaussage wird Jones zu einer sechsmonatigen Haftstrafe und 800 Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt. Ihre Medaillen werden ihr abgesprochen.
Sein Fall ging als die "Zahnpasta-Affäre" in die Geschichte ein. Dem Langstreckenläufer Dieter Baumann wurde 1999 bei einer Dopingkontrolle die Substanz Nadrolon nachgewiesen. Baumann, als vehementer Gegner des Dopings bekannt, beteuerte seine Unschuld.
In der Tat wurden in einer präparierten Zahnpastatube Baumanns anabole Steroide gefunden, eine von ihm eingereichte Haarprobe ist ohne Befund. Der deutsche Leichtathletik-Verband sprach den Olympiasieger von 1992 vom Vorwurf des Dopings frei.
Allerdings sperrt ihn der Internationale Leichtathletik-Verband IAAF bis Januar 2002. Danach wird Baumann 2002 noch einmal Vize-Europameister über 10.000 Meter, beendet ein Jahr später seine Karriere. Mittlerweile arbeitet er als Kabarettist.
Dreifache Europameisterin in Split 1990, ein Jahr später Doppel-Gold im 100- und 200- Meter-Lauf bei den Weltmeisterschaften in Tokio. Die Kurzstreckenläuferin Katrin Krabbe legte eine 1A-Sportlerkarriere hin.
1992 dann der Skandal: Eine Urinprobe überführt Krabbe der Einnahme des Dopingmittels Clenbuterol. Das Medikament steht zu der Zeit zwar noch nicht auf der offiziellen Dopingliste, trotzdem sperrt der Deutsche-Leichtathletik-Verband Krabbe für ein Jahr.
Wegen unsportlichen Verhaltens wird die Sperre von der IAAF bis August 1995 verlängert. Krabbes Karriere ist beendet. 2001 verpflichtet das Landgericht München die IAAF, Krabbe einen Schadensersatz in Höhe von 1,2 Millionen Mark zu zahlen.
Jan Ullrich, Tour-Sieger von 1997, verursacht 2002 einen Unfall unter Alkoholeinfluss. Im Anschluss wird er auch auf Amphetamine positiv getestet und für sechs Monate gesperrt. Ullrich führt den Befund auf die Einnahme von Ecstasy in einer Disco zurück.
Bis heute bestreitet Ullrich Vorwürfe, in den spanischen Dopingskandal kurz vor der Tour de France 2006 verwickelt zu sein. Nachdem Ullrich mit dem Arzt Eufemiano Fuentes, der mehrere Sportler gedopet haben soll, in Verbindung gebracht wird, ...
… wird der Radfahrer von der Tour ausgeschlossen. 2007 beendet er seine Laufbahn als professioneller Radfahrer, ein Jahr später wird das Doping-Verfahren gegen ihn eingestellt.
Stolz zeigt US-Sprinter Justin Gatlin bei den Weltmeisterschaften in Helsinki 2005 seine Goldmedaille. Ein Jahr später wird der Olympiasieger und Ex-Weltrekordler über 100 Meter wegen wiederholten Dopings zu einer achtjährigen Sperre verurteit.
Mittlerweile wurde die Sperre auf vier Jahre bis 2010 reduziert. Sein einstiger Weltrekord über 100 Meter wurde annuliert, ebenso wie seine Wettkampfergebnisse seit dem positiven Dopingtest 2006.
Ihr Fall beherrschte erst vor kurzem wieder die Schlagzeilen: Wegen erhöhter Blutwerte, aber ohne positiven Befunde für zwei Jahre gesperrt, darf Claudia Pechstein derzeit nicht an offiziellen Trainingsmaßnahmen teilnehmen.
Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird voraussichtlich bis Mitte August über den Eilantrag der gesperrten Eisschnelllauf-Olympiasiegerin über die Rückkehr ins Training entscheiden.
In einem Hochsprung-Krimi ist für Ariane Friedrich der Traum vom WM-Gold geplatzt und am Ende nur die Bronzemedaille herausgesprungen. Die 25-jährige Frankfurterin konnte am Donnerstagabend bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in Berlin vor rund 60.000 Zuschauern nur 2,02 Meter überwinden. Erfolgreich verteidigte ihre große Rivalin Blanka Vlasic mit 2,04 Meter ihren Titel, scheiterte aber danach an dem Versuch den 22 Jahre alten Weltrekord von Stefka Kostadinova (2,09 Meter) zu verbessern. Vizeweltmeisterin wurde Anna Tschitscherowa (Russland/2,02 Meter).
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An der Spree hatte der Hype um die Höhenjägerin begonnen, als sie am 14. Juni beim ISTAF in Berlin mit 2,06 Metern den 18 Jahre alten deutschen Rekord von Heike Henkel übertrumpfte - und nebenbei Blanka Vlasic besiegte. "Ich bin in der Form meines Lebens und habe keine Angst", sagte sie vor dem WM-Gipfeltreffen mit der Kroatin. In der Qualifikation demonstrierte die Hallen-Europameisterin diese Furchtlosigkeit: Ein Sprung über 1,95 Meter reichte für das Finale.
Mehr Konkurrenz als Freundschaft "Je mehr Höhen man springt, desto mehr Fehler kann man machen", lautet ihre Sprung-Philosophie. Im Kampf um die Medaille ging sie aber kein Risiko ein und startete schon bei 1,92 Meter; Vlasic stieg bei 1,87 Meter ein. Kritisch wurde es bei 2,02 Meter, die Friedrich erst im dritten Versuch meisterte. Als sie dann zweimal 2,04 Meter riss und Vlasic diese Höhe überwand, spielte die 1,79 Meter große und nur 57 Kilogramm leichte Athletin Alles oder Nichts, ließ die Latte auf 2,06 Meter legen - und scheiterte um Haaresbreite.
"Wir treiben uns gegenseitig zu besseren Leistungen an", sagte Friedrich über ihre Dauerrivalin. Die Rivalität der Überfliegerin lässt nicht viel Luft für eine emotionale Bindung. "Wir geben uns die Hand, manchmal sogar einen Kuss, reden ein bischen", sagte Vlasic über ihr kühles Verhältnis zu der Deutschen, "zu einer tieferen Freundschaft reicht es nicht". Getrübt wurde die Beziehung auch durch die Niederlage beim Golden-League-Finale 2008 in Brüssel, die die Kroatin eine halbe Million Dollar aus dem Jackpot gekostet hat.
Gut vorbereitet nach Berlin Die Kommissar-Anwärterin der hessischen Landespolizei hatte alles dafür getan, um im Olympiastadion erneut ein Glanzlicht für die deutsche Leichtathletik zu setzen. Ins Teamhotel brachte sie eine eigene Matratze mit, um keine Rückenprobleme zu bekommen, schottete sich am Tag vor dem Goldkampf im deutschen Trainingscamp Kienbaum ab und wechselte im Stadion ihre Sportsachen in der Kommandozentrale der Polizei. "Mein Manager Günter Eisinger hat alles abgeblockt, was mich nerven könnte", sagte Ariane Friedrich, der wegen ihrer Schroffheit und Schnoddrigkeit der Ruf als "arrogante Ziege" anhaftet.
(dpa, N24)
20.08.2009 21:46 Uhr