Luftgitarren-WM
Franzose wird Champion
"Gunther Love" gewann knapp vor "Hot Lixx Hoolahan" bei der Luftgitarren-Weltmeisterschaft 2009 in Finnland. Ein Franzose siegte, der deutsche Vertreter verfehlte die Medaillenplätze.
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"Gunther Love" ist Luftgitarren-Weltmeister. Der Franzose - mit bürgerlichem Namen Sylvain Quimene - holte sich in Finnland den Titel mit ganz knappem Vorsprung. Und er bewies, ...
... dass er nicht nur an der Luftgitarre die Nummer eins ist. Der deutsche Hoffnungsträger Christian "Heart Buckboard" Sweep landete auf Platz vier. Der Berliner ist dennoch ein wahrer Champion: ...
... Nach 2006 und 2008 wurde er in diesem Jahr zum dritten Mal deutscher Luftgitarrenmeister! Beim Wettbewerb im Berliner Lido ...
... zappelte sich die Konkurrenz mächtig einen ab, um dem Lokalmatadoren das Wasser zu reichen. Doch es reichte nicht. Zum schon sechsten Mal richtete die "German Air Guitar Federation" (ja, so etwas gibt es) ...
... den Contest aus. Und auch in den Jahren zuvor ging es zur Sache.
Wer die Bilder der vergangenen Meisterschaften sieht, erkennt dass es ...
... natürlich auch nicht alles gar so ernst genommen wird. Doch immerhin, einen echten Anreiz gibt es: ...
Der glückliche Gewinner darf zur Luftgitarren-WM nach Finnland fliegen …
... und es dort so richtig krachen lassen. Als Hauptpreis winkt eine eigens in den USA hergestellte handgefertigte Epiphone-Echtgitarre von EMP.
Was beim Luftgitarren-Contest zählt ...
… ist der perfekte, möglichst zum Rhythmus passende, Gesichtsausdruck, ...
… ein durchgestyltes Outfit und Beweglichkeit, ...
… der Wille, alles zu geben, ...
und absolute "Airness", also "Lufttauglichkeit".
Wenn man dann noch so beweglich ist, wie die Weltmeisterin von 2004, steht einem Sieg nichts mehr im Weg.
Deutscher Luftgitarrenmeister 2008 war Christian Sweep (Bild), …
… der bei der Weltmeisterschaft 2008 mit einer besonderen Showeinlage den dritten Platz abräumte.
Aber egal, ob man siegt oder nicht, das "Gitarren-Schauspiel" birgt für Zuschauer jede Menge Unterhaltung.
Und nicht nur der Musikfan von nebenan hat seinen Spaß. Auch Showgrößen, wie Klaus Meine von den Scorpions, rocken fleißig mit.
Der perfekte Ort zum Üben sind Open-Air-Festivals ...
... bei denen man sich den einen oder anderen Step vom Nachbarn abschauen kann.
Wir sind der Meinung: Wer ein Instrument spielt, das gar nicht vorhanden ist ...
... dabei einen Handstand macht oder die Bierflasche in die Performance einbezieht ...
... der hat vermutlich seinen Spaß, ...
... aber irgendwie auch einen Schatten. Trotzdem: Respekt und weiter so!
Video: Gitarren-Gott - Luftgitarren-WM in Finnland
Nein, das hier ist keine Karnevalsfeier. Das sind die Deutschen Meisterschaften im Luftgitarre-Spielen in Berlin. Ein schrilles Outfit ist Pflicht!
Ebenso unabdingbar: voller Einsatz
Aber worum geht es überhaupt? Nun, Ziel ist es, so rockermäßig und außergewöhnlich die Gitarre zu zupfen, wie es geht - allerdings ohne Gitarre. Paradox?
Iwo. Nur ein wenig ulkig.
Und so zappelten die Teilnehmer der Deutschen Meisterschaften um die Wette. Und sprangen, ...
... machten Liegestützen ...
und Spagat. Diese Dame, Sissi Staffer, trat allerdings außer Konkurrenz an. Sie war die Moderatorin der Show.
Die einzige weibliche Teilnehmerin war Anne Große Rüschkamp.
Sie schlug sich tapfer in der offenbar männerdominierten Disziplin.
Doch der Sieger wurde ein Mann: Christian Sweep, alias "heart buckboard", aus Berlin. Ähm, das ist natürlich nicht sein Gesicht.
Tsja, hier ist es auch nicht zu sehen. Damit müssen wir uns dann wohl abfinden. Aber Herr Sweep, das muss Ihnen doch nicht peinlich sein. Glückwunsch zum Meistertitel!
AC/DC is back mit "Black Ice" und nicht umsonst erinnert der Titel an das legendäre Album"Back in Black".
Der australische Fünfer um Angus und Malcolm Young präsentiert das was sie am besten können.
Unverwechselbare, knochentrockene Riffs umrahmt von selbstbewusst reduzierten Grooves und eben diesem Refrain zum mitgrölen.
Angefangen hatte alles irgendwann zwischen den Jahren 1973 und 1974. AC/DC gaben damals im Chequers Club in Sydney ein Konzert.
Allerdings beschränkte man sich seinerzeit auf schmackhafte Rock'n'Roll-Kost, angerichtet von den Rolling Stones, Chuck Berry und den Beatles.
Bei derart seichten Klängen hätte es keiner für möglich gehalten, dass diese Band mal zu den einflussreichsten in der Hardrock-Szene gehören würde.
Gegründet wurde der australische Kracher von Malcolm Young (l). Der hatte seine Band "The Velvet Underground" satt,...
...nahm seinen kleinen Bruder Angus – damals 15 Jahre alt – und gründete AC/DC (Alternating Current / Direct Current).
Der Kleine schmiss die Schule und widmete sich ganz und gar der Gitarre. Seinen Lebensunterhalt verdiente sich der Junge mit der Schuluniform mit Jobs als Pförtner und Schriftsetzer.
Bis die Band allerdings zu ihrem ersten legendären Schlag ausholt dauert es noch einige Zeit.
Der damalige Sänger David Evans war eine totale Fehlbesetzung. Nach zwei Flops fliegt er aus der Band und wird durch Ronald Belford "Bon Scott" ersetzt.
Seine Stimme wird zum Markenzeichen der Australier. Bis heute gibt es viele Fans die behaupten sein Gesang ist der pure Rock'n'Roll...
...und nach der bahnbrechenden "High Voltage" und "Highway To Hell" gab es nichts mehr.
Diese grandios verrauchte Stimme von Bon Scott erlischt am 19. Februar 1980. Er erstickt in London, nach reichlich Whisky, an seinem Erbrochenen.
Die Frage ob die Band aufhört oder weiter macht scheint keine Rolle zu spielen.
Bereits am 8. April rekrutiert man den Ex-Frontmann von "Geordie" Brian Johnson als Nachfolger.
Die neue Besetzung geht sofort ins Studio und spielt den Kracher "Back in Black" ein.
Die verachtenden Kommentare der Presse kommen postwendend. Allerdings spricht der Erfolg eine andere Sprache, denn das Album wird zum Megaseller.
Brian Johnson hat noch einige Zeit mit dem übergroßen Schatten seines Vorgängers zu kämpfen bis in die Fans in Herz schließen.
Jetzt passiert allerdings etwas Komisches. Anstatt den Erfolg mit guten Alben zu befeuern, schmeißt man mit "Flick Off The Switch" eine mittelmäßige Scheibe auf den Markt.
Bis 1990 schwächelt sich die Band so durch den Rock-Altag.
Das einzige was die Australier rettet, ist der Umstand, dass ihre Live-Gigs zu den besten der Rock-Welt gehören.
Nicht nur, dass sie den Ruf haben die lauteste Band der Welt zu sein, auch das Show-Programm von Angus Young ist der Hammer.
Dann aber zünden die fünf mit "The Razor's Edge" erneut eine Hard-Rock-Rakete. AC/DC ist nun wieder so angesagt wie seit zehn Jahren nicht mehr.
Eine triumphale Tour kreuz und quer über den Globus folgt und meißelt den Namen AC/DC für alle Zeiten in die Geschichtsbücher der Rockmusik.
2000 erscheint "Stiff Upper Lip". Danach ist nicht mehr viel von AC/DC zu hören.
Neuen Stoff gibt es gar nicht mehr. Vielmehr beschränken sich die in die Jahre gekommenen Australier mit Rückblicken auf die Bandgeschichte.
Aber jetzt, jetzt ist AC/DC wieder da. Wie schon erwähnt mit der "Black Ice".
Mit der ersten Single "Rock'n'Roll Train" erinnert die Band ganz stark an die auch hier immer wieder erwähnte "Back in Black".
Die zum Album gehörende Welttournee startet das Quintett übrigens am 28. Oktober in den USA.
Bereits im März rocken die Australier Deutschland. Und wie gesagt: AC/DC ist nicht mehr eine der meistgespielten Hardrock-Bands, aber immer noch einer der besten Live Acts der Welt.
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Mit seiner launigen Interpretation von "Animal" der finnischen Band Sweatmaster hat sich der Franzose Sylvain Quimene auf den Siegerthron der Luftgitarren-Weltmeisterschaft 2009 gerockt. Unter seinem Künstlernamen "Gunther Love" holte der 28-Jährige bei dem Wettbewerb im nordfinnischen Oulu mit 35,1 Punkten Platz 1. Damit lag er 0,3 Punkte vor dem Weltmeister des vergangenen Jahres, dem US-Amerikaner Craig "Hot Lixx Hoolahan" Billmeier, der sich punktgleich mit seinem Landsmann Andrew "William Ocean" Litz den zweiten Platz teilte.
Der deutsche Hoffnungsträger Christian "Heart Buckboard" Sweep landete auf Platz vier mit 34,3 Punkten. Beim Spielen der Luftgitarre tut man nur so, als würde man das Instrument in der Hand halten und darauf rocken. Eine fünfköpfige Jury entscheidet, bei wem das am besten aussieht.
Insgesamt waren 21 Wettbewerber in die Endausscheidung des Spektakels gekommen. Sie mussten einen einminütigen Song ihrer Wahl vorstellen. Die zehn Besten von ihnen kamen dann ins Finale und sollten alle den Titel "Animal" interpretieren. Dieses Stück war vorher geheim gehalten worden. Unter den Finalisten waren auch Musik-Fans aus den Niederlanden, Neuseeland, Großbritannien, Brasilien, Südafrika und den USA. Nur zwei Frauen schafften es in die Endausscheidung.
Die Luftgitarren-Weltmeisterschaft wird seit 1996 im finnischen Oulu ausgetragen. Den Organisatoren zufolge würden "alle Kriege aufhören, der Klimawandel gestoppt und alle schlechten Dinge verschwinden, wenn alle Menschen auf der Erde Luftgitarre spielen würden".
12.07.2009 12:10 Uhr
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