Geisteswissenschaft trifft Politik: Venezuelas Staatschef Chávez hat den US-Philosophen Chomsky empfangen. Für Chávez ist Chomsky "ein Kämpfer gegen die imperialistische Hegemonie".
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Der linksgerichtete US-Philosoph Noam Chomsky hat Venezuelas Staatschef Hugo Chávez in Caracas besucht. "Es war an der Zeit, dass Du uns besuchst, es war an der Zeit, dass das venezolanische Volk Dich hört und Dich sieht", begrüßte Chávez den Geisteswissenschaftler im Präsidentenpalast.
Chomsky als Kämpfer gegen imperialistische Hegemonie begrüßt
Chávez hob hervor, dass Chomskys Thesen und Vorstellungen in Venezuela sehr bekannt seien. Schließlich sei der Philosoph und Linguist "einer der Intellektuellen, die sich am meisten im Kampf gegen die imperialistische Hegemonie einsetzen", sagte der sozialistische Staatschef mit Blick auf die USA. Er selbst habe "nicht eines, sondern mehrere Bücher von Chomsky" gelesen.
Chomsky lobt Chávez und kritisiert US-Pläne
Chomsky bedankte sich für den Empfang und lobte Chávez als einen Staatschef, der "eine andere Welt" schaffen wolle. "Das Bewegende ist zu sehen, wie Venezuela gerade diese mögliche Welt schafft, und den Mann zu sehen, der diesen Wandel inspiriert hat", sagte der Wissenschaftler.
Chomsky übte während seines Besuchs in Caracas Kritik an dem Vorhaben der US-Armee, Militärstützpunkte in Kolumbien für den Kampf gegen den Drogenhandel zu nutzen. Der US-Regierung gehe es in Wirklichkeit nicht um den Anti-Drogen-Kampf, sondern darum, ihren Einfluss in Lateinamerika zu wahren, sagte er auf einer Konferenz. Auch Chávez ist ein erbitterter Gegner der US-Pläne.