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Düstere Prognosen

Jeder zweite Autohändler scheitert

Eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger zeichnet ein düsteres Bild für die deutsche Autoindustrie. Trotz der Abwrackprämie sind perspektivisch 90.000 Arbeitsplätze in Gefahr.

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Wenn die Abwrackprämie ausläuft, ist fast jeder zweite deutsche Händler akut von Insolvenz bedroht.
Die ersten Bilder des Skoda Superb Combi zeigen eine elegante Silhouette
Die Fensterfront endet hinten in einem spitzen Winkel
Die Rückleuchten fallen anders aus als bei der Limousine
LED-Leuchten gibt es aber nicht
Die Front des Combi dürfte wie bei der Limousine aussehen
Hinten hat die Limousine jedoch weit nach vorn reichende Leuchten
Der Fahrerplatz dürfte sich nicht von dem der Limousine unterscheiden (Bild: Cockpit der Limousine)
Längenvergleich: Geht man von gleichen Radstand aus (innere Linien), dann ist der Combi (oben) nur wenig länger als die Limousine (unten) - und das liegt seltsamerweise am vorderen Überhang, nicht am hinteren
Scharf gemacht: Peugeot bringt das 407 Coupé mit 240 Diesel-PS an den Start
Länge läuft: Mit 4,82 Meter übertrifft der Franzose seine Konkurrenten deutlich
Heckpartie mit integrierter Abrißkante
Typisches Merkmal der 407-Reihe ist die Frontpartie mit großem Kühlerschlund
Aus dieser Perspektive sind die fließenden Formen des 407 Coupé gut sichtbar
Relativ schlicht gibt sich die Heckpartie des 407 Coupé
Am Heck findet sich kein Hinweis auf den Sechszylinder-Diesel mit 240 PS
Gut zu erkennen: Die flache A-Säule des Zweitürers
Markante Kiemen vor den Vorderrädern
Die vorderen Parksensoren sind in den Frontspoiler integriert
C3: Beim Frontalaufprall sind die Passagiere jedoch relativ sicher
C3: Bei der Kindersicherheit erhielt der Franzose 74 Prozent der Maximalpunktzahl
C3: Schlechte Noten erhielt der neue Kleinwagen bei der Beurteilung der Schleudertrauma-Gefahr
Insight: Die Insassensicherheit stimmt - 90 Prozent der Maximalpunktzahl in dieser Disziplin
Insight: Beim seitlichen Pfahlaufprall wird der Brustkorb des Fahrers stark belastet
Insight: Der seitliche Aufprall der Barriere verlief glimpflich
Insight: Fahrer und Beifahrer werden beim Frontalaufprall gut geschützt
Insight: Gute Noten beim Schutz vor dem Schleudertrauma
Insight: 74 Prozent bei der Kindersicherheit
Sorento: Beim Frontalaufprall bleiben die Verletzungen im Rahmen
Sorento: Die Brustverletzungen des Fahrers beim Pfahlaufprall sind gerade noch akzeptabel
Sorento: Im Großen und Ganzen sind die Erwachsenen im neuen Sorento jedoch sicher (87 Prozent)
Sorento: Sitze und Kopfstützen schützen gut vor dem Schleudertrauma
Sorento: Sehr gutes Ergebnis bei der Kindersicherheit (84 Prozent)
Grand Scénic: Beim Frontalaufprall werden Fahrer und Beifahrer nur wenig belastet
Grand Scénic: Wenig Verletzungen auch beim seitlichen Pfahlaufprall
Grand Scénic: Sehr gutes Ergebnis bei der Sicherheit von erwachsenen Insassen (91 Prozent)
Grand Scénic: Mittelprächtiges Ergebnis in Bezug auf die Schleudertrauma- Sicherheit
Grand Scénic: 76 Prozent der Maximalwertung bei der Kindersicherheit
Yeti: Mit 92 Prozent der Bestwertung schneidet der Skoda auch bei der Erwachsenensicherheit gut ab
Yeti: Mittelmäßige Brustverletzungen beim seitlichen Aufprall des Pfahls
Yeti: Beim Frontalunfall werden die Dummies kaum beschädigt
Yeti: Gute Sicherheitsnoten für Sitze und Kopfstützen
Yeti: Die Sicherheit von Kindern im Sicherheitssitz ist in Ordnung (78 Prozent)
Legacy: 79 Prozent der Maximalpunktzahl bei der Insassensicherheit
Legacy: Beim seitlichen Pfahlaufprall wird die Brust des Fahrers stark belastet
Legacy: Beim Frontalcrash werden die Oberschenkel mittelschwer verletzt
Legacy: Auch in puncto Schleudertrauma ist das Ergebnis nicht optimal
Legacy: 73 Prozent bei der Kindersicherheit sind jedoch in Ordnung
Der dreitürige VW Polo ist ab Herbst 2009 verfügbar - zu Preisen ab 12.150 Euro
Gegenüber dem Fünftürer hebt er sich beispielsweise durch andere Seitenscheiben ab
Der Fünftürer ist bereits seit Juni 2009 auf dem Markt
Der Fünftürer hat ein kleines Seitenfenster mehr
Erstmals gibt es in der neuen Polo-Generation auch das Doppelkupplungsgetriebe DSG
Der Kofferraum ist bei Drei- und Fünftürer gleich groß. Die hier gezeigte, geteilt umklappbare Rückbank gibts erst ab Comfortline
Die B-Säule fällt beim Dreitürer (großes Bild) filigraner aus
Bei der neuen Version sind außerdem die Fronttüren größer und das kleine dritte Seitenfenster fehlt
Wie beim Golf und dem Polo-Fünftürer laufen die Scheinwerfer innen spitz zu
Hinten ist der Polo eindeutig vom Golf zu unterscheiden - anhand der eigenständigen Leuchten und notfalls auch über den Modellschriftzug
Die Rückleuchten erinnern vage an geschliffene rote Edelsteine
Den kleinen Dachspoiler haben Drei- und Fünftürer gemeinsam
Das Design wird geprägt durch die "Tornadolinie" - so nennt VW-Chefdesigner Walter de Silva die seitliche Linie knapp unterhalb der Fenster
Die Tornadolinie läuft hinten direkt auf eine Ecke der Rückleuchte zu
Während die untere Fensterlinie vorne parallel zur Tornadolinie läuft, strebt das hintere Fenster von ihr weg
Vorne entspringt die Tornadolinie aus der äußersten Spitze des Scheinwerfers
Nebelscheinwerfer, die auch als Abbiegelicht fungieren, gibt es für 180 Euro Aufpreis (Trendline und Comfortline)
Beim Highline sind Nebelscheinwerfer Serie, die Abbiegelichtfunktion kostet hier 80 Euro
Der Trendline hat serienmäßig 14-Zoll-Stahlräder, beim Comfortline sind sie einen Zoll größer. Der Highline hat dann 15-Zoll-Aluräder
Das Cockpit des Dreitürers unterscheidet sich nicht von dem des Fünftürers

Nach dem Ende der Abwrackprämie sind in der deutschen Autoindustrie einer Studie zufolge mehr als 90.000 Jobs in Gefahr. Insbesondere den Händlern droht eine Pleitewelle, wie aus einer Analyse der Unternehmensberatung Roland Berger hervorgeht. Bis zu 30.000 Stellen seien dort bedroht.

ZDK warnt vor Dramatisierung

Der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbande des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZDK), Axel Koblitz, sprach allerdings von einer massiven Überdramatisierung. "Wir können in keiner Weise bestätigen, dass jeder zweite Händler von der Insolvenz bedroht ist. Wir trauen unseren Unternehmen zu, durch die schwierige Phase hindurchzugehen", sagte Koblitz.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) bezeichnete die Prognose ebenfalls als nicht nachvollziehbar. Ein VDA-Sprecher sagte der AP, die Branche hoffe, dass der Export wieder anziehe und damit die erwartete Lücke im Inlandsgeschäft nach dem Ende der Abwrackprämie ausgleiche. Sollte die Weltwirtschaft nicht anspringen, seien ohnehin alle Vorhersagen hinfällig.

Lage der Autohändler besonders schwierig

Besonders schwierig ist der Studie zufolge die Situation für die Autohändler. "Wenn die Abwrackprämie ausläuft, bewegt sich das Insolvenzrisiko für die deutschen Automobilhändler auf etwa 30 bis 40 Prozent zu", hieß es. Bis zu 30.000 Stellen könnten dort wegfallen. Nach dem Ende des künstlichen Booms durch die Abwrackprämie werde die Nachfrage im kommenden Jahr um bis zu 25 Prozent einbrechen, sagte Roland Berger voraus.

Vor allem die großen Händlergruppen, die in der Vergangenheit viel investiert hätten, litten unter sinkenden Renditen. "Die Nachlässe für Neuwagen von bis zu 30 Prozent lassen die ohnehin schon marginalen Renditen im Handel unter die Nulllinie sinken", heißt es in der Studie. In den meisten Märkten sei die Netzdichte im Handel zu hoch und die durchschnittliche Rendite der Händler zu niedrig.

Deutlicher Rückgang der Neuzulassungen erwartet

Der Branchenverband ZDK erwartet nach Angaben von Koblitz zwar, dass es 2010 auf dem Inlandsmarkt deutlich abwärts gehen wird, danach sollte sich die Lage aber wieder normalisieren. Für das kommende Jahr rechnet der Verband mit Neuzulassungen deutlich unter der Drei-Millionen-Marke nach etwa 3,5 bis 3,7 Millionen im Jahr 2009. Darauf müsse sich der Handel einstellen. Die Unternehmen dürften sich nicht zu Preiskämpfen hinreißen lassen und sollten ihr Werkstattgeschäft pflegen. "Das ist die Konstante im Autohaus", sagte Koblitz.

An Spekulationen über einen möglichen Stellenabbau wolle man sich nicht beteiligen. Schon lange gebe es eine Konzentration im Handel, auch verbunden mit einem gewissen Rückgang bei den Arbeitsplätzen. Derzeit beschäftigt der Handel einschließlich der reinen Werkstätten 462.000 Menschen. Auch der Verband der Automobilindustrie gab keine Prognose zur Entwicklung der Mitarbeiterzahl ab.

Bis April war die Zahl der Beschäftigten in den Stammbelegschaften gegenüber dem Vorjahr leicht um 17.800 oder 2,4 Prozent auf 729.800 Mitarbeiter gesunken. Besonders betroffen waren die Zulieferer. IG-Metall-Chef Berthold Huber hatte jüngst erklärt, durch die Abwrackprämie würden rund 200.000 Menschen in der deutschen Automobilindustrie vor Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit bewahrt.

(dpa, N24)

28.08.2009 13:00 Uhr

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