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Trotz herber Verluste

CDU bleibt bei Wahlkampfstrategie

Auch nach den Schlappen bei den Landtagswahlen will die CDU-Spitze ihre Strategie zum Bundestagswahlkampf nicht ändern. Die Bewältigung der Wirtschaftskrise wird auch weiter im Mittelpunkt stehen.

Trotz der Rückschläge bei den Landtagswahlen will die CDU-Spitze die Strategie für die Schlussphase des Bundestagswahlkampfs nicht ändern. Dafür sprachen sich in der Präsidiumssitzung am Montag mehrere Spitzenpolitiker aus. Zuvor hatte es aus der Partei erste Forderungen nach Kurskorrekturen gegeben. Die Bundeskanzlerin und CDU-Vorsitzende Angela Merkel kritisierte auf dem Treffen namentlich den Vorsitzenden der Mittelstands-Union Josef Schlarmann, der den bisherigen Unions-Wahlkampf als profillos bezeichnet hatte.

Wirtschaftskrise steht im Mittelpunkt

Im Präsidium habe es keinen Widerspruch dagegen gegeben, die Frage der Bewältigung der Wirtschaftskrise in den Mittelpunkt zu stellen, hieß es weiter. Mehrere Teilnehmer warnten davor, auf die möglichen rot-rot-grünen Bündnisse in Thüringen und dem Saarland mit einer Rote-Socken-Kampagne zu antworten. Wohl müsse sich die Union aber als Garant der Stabilität darstellen.

Althaus wirkt resigniert

Teilnehmer beschrieben den Auftritt von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus als eher resigniert. Seinen Rücktritt, über den in Berlin bereits spekuliert wird, habe Althaus aber nicht erklärt. Der zweite Verlierer des Superwahlsonntags, Saarlands Ministerpräsident Peter Müller, habe hingegen deutlicher gemacht, um eine Regierungsmehrheit kämpfen zu wollen. Müller habe ausdrücklich auch von der Variante einer Jamaika-Koalition - also eines Bündnisses der Union mit Grünen und FDP - gesprochen. Vor der Sitzung hatten sich mehrere Spitzenpolitiker für einen engagierteren Wahlkampf ausgesprochen.

CDU will Engagement verstärken

Die CDU will nach den teils massiven Verlusten bei den Landtagswahlen ihr Engagement im Wahlkampf verstärken. "Dieses Wahlergebnis am Wochenende ist ein Weckruf", sagte Hessens Ministerpräsident Roland Koch. Die CDU hatte am Sonntag in Thüringen und im Saarland ihre absoluten Mehrheiten verloren, in Sachsen aber ihre Vormachtstellung verteidigt. Auch bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen war die Union trotz Verlusten mit Abstand stärkste Partei geworden. Niedersachsens Regierungschef Christian Wulff hält das Rennen noch für offen.

Sympathiewerte in Wählerstimmen ummünzen

"Wir müssen die hohen Sympathiewerte der Kanzlerin in Wählerstimmen ummünzen", sagte er. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers glaubt aber "nicht, dass die Leute einen aggressiven Wahlkampf wollen". Die Ausgangslage für die Wahl hat sich nach Einschätzung von CSU- Landesgruppenchef Peter Ramsauer auch nicht verändert. «Wir haben es mit einer extrem schwachen SPD zu tun", sagte er. Schlarmann hatte in der "Financial Times Deutschland" ein klares Wachstums-Konzept von Merkel gefordert. Das CDU-Präsidiumsmitglied Philipp Mißfelder verlangte in der "Leipziger Volkszeitung" ein deutliches Bekenntnis zur FDP.

(dpa, N24)

31.08.2009 13:18 Uhr

Bundestagswahl - Zitate

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Linke-Fraktionschef Gregor Gysi

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