Machtwort des Kapitäns
Ballack fordert deutliche Steigerung
Michael Ballack reist nach einem erstklassigen Saisonstart mit dem FC Chelsea erhobenen Hauptes zur Länderspielwoche an. Nun erwartet er auch, dass sich das deutsche Team voll reinhängt.
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Gut gelaunt und zuversichtlich: Michael Ballack ist mit dem FC Chelsea ein Traumstart in der Premier League gelungen. Nun fordert er auch vom DFB-Team vollen Einsatz gegen Südafrika und Aserbaidschan.
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Die WM-Partien in Südafrika werden in zehn Stadien ausgetragen: Zwei davon stehen in Johannesburg, die anderen in acht weiteren Gastgeberstädten.
Soccer City in Johannesburg: Nachdem das ursprüngliche Stadion abgerissen wurde, entsteht nun auf seinem Fundament eine neue, größere Arena. Hier wird das Finale der WM 2010 steigen, ...
... bei dem etwa 94.700 Fans dabei sein können.
Das zweite Stadion in Johannesburg ist Ellis Park. Es wurde 1928 zunächst als Rugbystadion erbaut, 1982 dann abgerissen und ausschließlich für Rugbyspiele wieder neu gebaut.
Nun wird es aber auch für die Fußball-WM genutzt. Nur kleine Umbauten waren nötig, so dass bereits beim Confed Cup im Juni 2008 Spiele dort ausgetragen werden konnten.
Bloemfontein ist die Hauptstadt der Provinz Freestate und die sechstgrößte Stadt Südafrikas. Die WM-Spiele werden hier im Free-State-Stadion stattfinden.
Die Zuschauer können sechs Spiele von etwa 48.000 Plätzen aus verfolgen.
Architekt Robert Hormes, Projektleiter für den Bau von Kapstadts WM-Stadion, auf der Baustelle. Er hat im Auftrag des deutschen Architekturbüros Von Gerkan, Marg und Partner wesentlichen Anteil ...
... an der Gestaltung der hochmodernen Sportarena, die in Kapstadts Vorort Green Point errichtet wird.
Die Fans werden dort nur wenige Meter vom Ozean entfernt sein, mit der eindrucksvollen Kulisse der Kapstädter Berge im Hintergrund.
Nach der Fertigstellung kann das Green-Point-Stadion rund 70.000 Fans beherbergen.
Das Nelson-Mandela-Bay-Stadion ist für 46.000 Zuschauer ausgelegt und steht in Port Elizabeth. Es verfügt über 150 VIP- und 60 Business-Logen.
Das moderne Stadion wurde ebenfalls unter Federführung des deutschen Architekturbüros gebaut.
Beim Errichten mussten besonders die Witterungsbedingungen der Gegend beachtet werden. Das Dach dient nicht nur dem Schutz vor Regen, ...
... sondern soll vor allem auch den häufig auftretenden Wind abhalten.
Diese Grafik von R&L Architects Interiors zeigt das Mbombela Stadion in Nelspruit.
Es liegt ca. 7 Kilometer vom Stadtzentrum und 12 Kilometer vom Flughafen Kruger-Mpumalanga entfernt.
Das Stadion hat seinen Namen von der Kommune, zu der auch die Stadt Nelspruit gehört. Mbombela bedeutet wörtlich "viele Menschen zusammen auf kleinem Raum".
Die Architekten haben die klassische Form eines abgerundeten Rechtecks gewählt, so dass allen Zuschauern beste Sicht garantiert ist.
Durban: Das Moses-Mabhida-Stadion wird an der Stelle errichtet, wo früher das inzwischen abgerissene King's-Park-Stadion stand.
Optisch wird es von zwei großen Stahlbögen geprägt, die das gesamte Stadiondach überspannen.
Mit seinen drei Rängen wird es Bestandteil des King-Park-Sportzentrums in Durban, in dem man auch Rugby oder Golf spielen kann.
Das Stadion wird nach der Fertigstellung eine Kapazität von mindestens 70.000 Plätzen haben. Damit ist es das zweitgrößte der fünf neu gebauten WM-Arenen.
Rustenburg: Der Royal Bafokeng Sports Palace wurde nach dem Volk der Bafokeng benannt, das im Gebiet rund um Rustenburg lebt.
Zur WM 2010 können hier rund 42.000 Ballhungrige Platz nehmen.
Das Peter-Mokaba-Stadion in Polokwane ist mit 45.000 Plätzen eine der kleineren Arenen, die für die Fußball-WM komplett modernisiert und ausgebaut werden. Benannt ist das Stadion nach dem bedeutenden afrikanischen Politiker Peter Mokaba.
Pretoria: Die offizielle Hauptstadt der Republik Südafrika empfängt zur WM 2010 Fußballanhänger aus aller Welt im Loftus-Versfeld-Stadion.
Es ist bereits erprobt in der Austragung wichtiger Sportveranstaltungen, denn ...
... es gehörte zu den vier Austragungsorte des Konföderationen-Pokals. Kapazität: 52.000 Plätze.
Obwohl noch nicht alle Stadien fertig sind: Nach Ansicht von FIFA-Präsident Sepp Blatter ist Südafrika ...
... technisch bereit für die WM. "Ich bin stolz - und auch Südafrika kann stolz darauf sein - dass die technischen Anlagen bereit sein werden; daran gibt es keinen Zweifel", sagte er in einem Interview des südafrikanischen Fernsehsenders SABC1.
Damit kann die Vorfreude auf Südafrikas Fußballfest ja weiter steigen.
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Fußball ist in Südafrika äußerst populär - bei Jung und Alt.
Historisch bedingt ist die Sportart gerade in der schwarzen Bevölkerung Südafrikas am beliebtesten, ...
... da Fußball weniger stark von den ethnischen Abgrenzungen der Apartheid betroffen war als beispielsweise Rugby oder Cricket.
Schulkinder spielen mit einem selbstgebastelten Fußball.
Fans feuern ihre "Bafana Bafana" an, der Spitzname der südafrikanischen Nationalmannschaft. Der Zulu-Ausdruck bedeutet ...
... "Grüne Jungs" und spielt auf die Unerfahrenheit des südafrikanischen Teams zu seinen Anfangszeiten an.
Sie dürfen in keinem Stadion fehlen - die Vuvuzelas. Das Blasinstrument ist das Symbol des südafrikanischen Fußballs. Frei nach dem afrikanischen Sprichwort "Der Affe wird durch viel Krach erlegt" machen sie einen immensen Lärm, ...
... so dass sie ins Blickfeld einiger Spieler und Trainer geraten sind. Diese fordern ein Verbot der Vuvuzelas während der Fußball-WM 2010. Von FIFA-Präsident Blatter gab's dazu aber eine klare Absage.
Noch herrscht Ruhe im Free State Stadion in Bloemfontein, eines der Spielstadien der Fußball-WM. Nach umfangreichen Modernisierungen konnte es während des Confed Cups `09 seine Spieltauglichkeit beweisen.
Das offizielle Maskottchen der Fußball-WM 2010 ist dieser knuffige Leopard. Der Name "Zakumi" ist zusammengesetzt aus den zwei Buchstaben "ZA", die für Südafrika stehen, und "kumi", was in vielen afrikanischen Sprachen "zehn" bedeutet.
Neben Fußball ist Rugby die beliebteste Sportart in Südafrika. Sie wurde anfänglich aus Rassentrennungsgründen nur von Weißen gespielt, ist aber mittlerweile über jede ethnische Grenzen hinweg populär.
Südafrika ist der amtierende Rugby-Weltmeister und bezwang England 2007 im Finale der Rugby Union Weltmeisterschaft.
Die Küste Südafrikas umfasst eine Länge von 2.500 km und ...
... erstreckt sich über zwei Weltmeere, der Atlantische Ozean im Westen und der Indische Ozean im Osten.
Südafrikas Küstenstreifen lädt jede Menge weitere Sportbegeisterte ein: ...
Angefangen bei den Surfern vor Kapstadt, ...
... über die Kiteboarder, ...
... hin zu den Basejumpern und ...
... den Seglern des Volvo Ocean Race, die auf ihrer Segelregatta um die ganze Welt auch das Kap der Guten Hoffnung umrunden.
Auch die possierlichen Pinguine finden in drei Brutkolonien an der Küste Südafrikas ein Zuhause.
Von Ende Juli bis Anfang Dezember können an der Küste Südafrikas regelmäßig Wale beobachtet werden.
Ihr vermehrtes Auftreten führt hier auf der sogenannten "Whale Route" zu einem regelrechten Touristenboom.
Neben den Walen bietet der Kruger National Park die Gelegenheit weitere Vertreter der "Big Six", der sechs großen Säugetiere Afrikas, zu erleben.
Das größte Wildschutzgebiet Südafrikas umfasst mehr als 20.000 Quadratkilometer Fläche ...
... und lockt jährlich über vier Millionen Besucher an. Sie können hier zum Beispiel Elefanten sehen.
In kaum einem anderen Land der Welt werden jedoch Wildtiere wie die Elefanten derart kommerziell ausgeschlachtet wie in Südafrika.
So ist der Abschuss von Elefanten selbst im Kruger National Park offiziell erlaubt. Als Grund wird ihre Überpopulation angegeben, die angeblich die Artenvielfalt im National Park gefährdet.
Weniger gefährlich leben die weiteren tierischen Attraktionen wie die Löwen, ...
... Zebras, ...
... Kolibris und ...
.... Strauße.
Die Unterkünfte im Kruger National Park im Rahmen der Fußball-WM 2010 waren übrigens innerhalb von zwei Stunden nach Öffnung des Reservierungsbüros ausgebucht.
Das "Big Hole" in der südafrikanischen Stadt Kimberley ist ein riesiges von Menschenhand geschaffenes Erdloch. Es liegt mitten in der Stadt und ist wegen seiner Dimensionen und wegen der …
…Diamantengewinnung bekannt. In Kimberley und Umgebung waren im Jahr 1870 50.000 Menschen mit der Diamantengewinnung beschäftigt. Seit 1914 ist das "Big Hole" geschlossen.
Neben den industriellen Wirtschaftseinkünften wird in Südafrika vermehrt der Weinanbau betrieben.
Diese Tradition ist in Südafrika bereits über 300 Jahre alt, auch wenn südafrikanische Weine erst am Ende der 1980er Jahre in Europa populär wurden.
Neben Wein zählt der Tee zu einem wichtigen Exportgut. So ist Südafrika das einzige Land, das auf natürliche Weise die Teesorte Rotbusch (Rooibos) anbaut.
Der Rooibos-Strauch kommt ausschließlich am Westkap vor und der aus ihm gewonnene Tee ist wegen seiner wohltuenden Wirkung bekannt und beliebt.
Die größte Stadt Südafrikas ist Johannesburg mit mehr als drei Millionen Einwohnern.
Landeshauptstadt ist allerdings das rund 50 Kilometer nördlich gelegene Pretoria.
Trotzdem befindet sich hier die größte Börse Afrikas, die Johannesburg Securities Exchange.
Mit über 532 Bussen und täglich 90.000 Passagieren bietet die Johannesburg Metropolitan Bus Service, kurz Metrobus, die beste Möglichkeit durch die Stadt zu kommen - und sie nebenbei auch noch anzuschauen.
Von den Afrikanern gerne als "Mutterstadt" bezeichnet: Kapstadt ist die drittgrößte Stadt im Land.
Der Begriff "Mutterstadt" ist darauf zurückzuführen, dass Kapstadt die erste Stadtgründung in der südafrikanischen Kolonialzeit war.
Den Namen Kapstadt erhielt sie jedoch in Anlehnung an das 45 Kilometer südlich gelegene "Kap der Guten Hoffnung".
In Kapstadt befindet sich der Sitz des südafrikanischen Parlaments.
Seit 1994 ist dies die offizielle Flagge Südafrikas. Die unterschiedlichen Farben repräsentieren die verschiedenen Bevölkerungsgruppen des Landes. Rot, weiß und blau sind die Farben der weißen Bevölkerung, ...
... schwarz, grün und gelb die Farben der afrikanischen Bewegungen. Der zentrale zusammenlaufende grüne Streifen in Form eines liegenden "Y" symbolisiert die neugefundene Einheit des Landes nach dem Ende der Apartheid.
Die offizielle Währung in Südafrika ist der "Rand". Auf dem Foto ist der Krugerrand abgebildet, ebenfalls ein offizielles Zahlungsmittel Südafrikas, welches aber praktisch nicht genutzt wird.
Südafrika ist eine der weltweit am schwersten von der HIV-Epidemie betroffenen Regionen. Statistiken der Organisation UNAIDS gehen davon aus, dass jeder fünfte Erwachsene in Südafrika mit dem HIV-Erreger infiziert ist.
Als bedeutendster Kämpfer in der Anti-Apartheid-Bewegung Südafrikas gilt Nelson Mandela. Er war nach 27-jähriger politischer Gefangenschaft der erste schwarze Präsident des Landes. 1999 trat er als Präsident zurück.
Zu Zeiten der Apartheid eingeführt, sind Townships gigantische Wohngebiete, die die Größe von Städten erreichen können. Die hohe Bevölkerungsdichte und vorherrschende Armut verursachen eine hohe Kriminalität, die sich auch in Straßenkämpfen niederschlägt.
Im Mai 2008 erlebte Südafrika eine Welle der Fremdenfeindlichkeit (Xenophobie), die sich von den Townships in Johannesburg und anderen Städten ausbreitete. Das Elend der armen Slumbewohner hat sich in regelrechte Pogrome gegen ...
... Flüchtlinge und Einwanderer aus anderen afrikanischen Staaten, insbesondere Simbabwe und Mosambik, entladen – die Gewalt Armer gegen Ärmere.
Die Zulus sind die größte ethnische Gruppe in Südafrika. Sie umfassen heute ca. elf Millionen Menschen.
Dem kann sich auch das globale Social Network "Facebook" nicht verschließen - nach Kisuaheli wird es die Facebook-Seiten bald auch auf isiZulu, der Sprache der Zulus, geben. Der derzeit mächtigste Zulu ist …
… Jacob Zuma, der amtierende Staatspräsident Südafrikas. Er gilt als schillerndster Politiker des südlichen Afrikas. Der polygam lebende Zuma musste sich bereits Korruptions- und Vergewaltigungsvorwürfen stellen, die er jedoch unbeschadet abweisen konnte.
Die Wege der Prinzen William und Harry von Wales führten auch durch Südafrika. Sie haben an der Enduro Afrika teilgenommen, eine Rallye, deren Erlöse für einen wohltätigen Zweck gespendet wurden.
Harrys langjährige Freundin Chelsy hat ebenfalls einige Jahre in Südafrika gelebt. Geboren in Simbabwe, studierte sie in Kapstadt Wirtschaftswissenschaften. Seit Januar 2009 gehen beide getrennte Wege.
Er ist der bislang letzte Neuling in der Ära Joachim Löw: Der Stuttgarter Christian Träsch gab beim 7:2-Tespielsieg in Dubai gegen die Vereinigten Arabischen Emirate sein Debüt im Nationaltrikot.
In seiner gut dreijährigen Amtszeit hat der Bundestrainer damit bereits 29 Profis in die Nationalelf berufen.
Die Schar der Neulinge stieg während der Asienreise Anfang Juni 2009 noch einmal an, als zahlreiche Stammkräfte absagen mussten. So kam auch VfB-Stürmer Cacau ...
... zu seinem ersten Länderspieleinsatz. Erst kurz davor hatte er seinen deutschen Pass bekommen und konnte in Asien mit dem nun ehemaligen VfB-Kollegen Mario Gomez gemeinsam auf Torejagd gehen.
Der Wolfsburger Christian Gentner lieferte im Meisterschaftsendspurt eine derart überzeugende Leistung ab, dass er während der Asienreise sein Debüt geben durfte, genauso wie ...
... Schalkes Torhüter Manuel Neuer. Damit ist auch der harte Kampf um die Nummer eins im deutschen Tor mit Blickrichtung WM 2010 eröffnet.
Er war der erste Neuling unter Löw: Manuel Friedrich, damals noch beim FSV Mainz, inzwischen bei Bayer Leverkusen aktiv. Er lief im August 2006 erstmals für Deutschland auf.
Im selben Spiel stand auch Malik Fathi, damals Hertha BSC Berlin, erstmals für Deutschland auf dem Platz. Es blieb bis dato bei diesem einen Spiel, Fathi spielt inzwischen für Spartak Moskau.
Debütant im Oktober 2006 gegen Georgien: Der Bremer Clemens Fritz.
Auch HSV-Mittelfeld-Ass Piotr Trochowski lief in diesem Spiel erstmals für Deutschland auf, ...
... genauso wie Jan Schlaudraff, damals noch in Aachen unter Vertrag. Nach seinem desaströsen Jahr beim FC Bayern München geht er inzwischen für Hannover auf Torejagd - und ist vielleicht bald wieder ein Kandidat für Joachim Löw.
Auch der Wolfsburger Alexander Madlung lief 2006 erstmals für Deutschland auf. Bisher kam er auf zwei Einsätze.
Mario Gomez feierte im Februar 2007 beim 3:1-Erfolg gegen die Schweiz seinen Einstand. Seine zwischenzeitlich torlose Durststrecke ging beim 7:2-Sieg gegen die Vereinigten Arabischen Emirate zu Ende: Der Neu-Bayern-Stürmer steuerte einen Viererpack bei.
Im selben Spiel gab der Stuttgarter Roberto Hilbert sein Debüt, er kommt bislang auf elf Einsätze im deutschen Trikot.
Gleich drei Leverkusener Spieler kamen im März 2007 gegen Dänemark zu ihrem ersten Einsatz: Simon Rolfes, ...
... genauso wie Stürmer Stefan Kießling ...
... und Gonzalo Castro.
Noch ein Leverkusener, der aber noch in Diensten des 1. FC Köln stand, als er sein erstes Länderspiel absolvierte: Patrick Helmes ist seit 2007 in der Nationalmannschaft dabei.
Der Schalker Christian Pander streifte sich im August 2007 erstmals das deutsche Trikot über. Es war ein Aufeinandertreffen mit England, Deutschland siegte 2:1.
Debütanten 2008 gegen Österreich: die Schalker Heiko Westermann...
... und Jermaine Jones. Der Mittelfeldspieler besitzt aber zwei Pässe und hat dem DFB die Freundschaft inzwischen aufgekündigt. Er kickt nun für die amerikanische Nationalmannschaft.
Dieser Dribbelkünstler überzeugte in seinem ersten Länderspiel-Einsatz gegen Weißrussland im Mai 2008: der (Noch)-Gladbacher Marko Marin.
Serdar Tasci vom VfB Stuttgart durfte bereits acht Mal Nationalmannschaftsluft schnuppern - erstmals im August 2008 gegen Belgien.
Im Kampf um die dauerhafte Nummer eins im deutschen Tor gab er einen überzeugenden Einstand: René Adler stand im Oktober 2008 beim 2:1-Sieg gegen Russland erstmals zwischen den Pfosten.
Er war bereits für die U21 im Einsatz und kam 2008 gegen England zu ersten Länderspielehren: der Hoffenheimer Marvin Compper.
Diese Hoffnungen hatte sich auch sein Vereinskollege Tobias Weis gemacht, das England-Spiel musste er sich aber von der Bank aus anschauen. Sein Debüt gab er 2009 während der Asienreise.
Noch ein Debütant 2008 gegen England: Abwehrspieler Marcel Schäfer, der vier Jahre lang in Diensten des TSV 1860 München stand und 2007 nach Wolfsburg wechselte. Dort fiel er in der Meisterschaftssaison mit guten Leistungen auf.
Auch er mischt mit im Kampf um den Platz im deutschen Tor: Bremens Keeper Tim Wiese kam gegen England 2008 zu seinem ersten Länderspieleinsatz.
Der Hoffenheimer Andreas Beck schlüpfte im Februar 2009 erstmals ins Nationaldress. Seinen ersten Einsatz bekam er im Testspiel gegen Norwegen, das die Deutschen 0:1 verloren.
Bei diesem Grottenkick absolvierte auch Mesut Özil sein erstes Länderspiel. Es blieb bislang das einzige - der DFB-Pokal, den er später mit Werder Bremen holte, dürfte darüber etwas hinwegtrösten.
Fußball-Fan sein, ist eine Herzensangelegenheit. Klubbesitzer sein, ist purer Luxus. Und immer mehr ...
... Milliardäre leisten ihn sich. Jüngstes Beispiel: Real Madrids neuer Klubpräsident Florentino Perez. Der Spanier will die "Königlichen" zu den "Neo-Galaktischen" machen - in Anlehnung an die Ära mit Fußballikonen wie Zidane, Figo und Beckham. Dafür ...
... will Perez 300 Millionen Euro in die Hand nehmen. Nach Kaka (r.) für 65 Millionen Euro soll auch Cristiano Ronaldo kommen. Für mehr als 90 Millionen Euro lässt ManU den Portugiesen ziehen. Ole Perez! Die N24.de-Rangliste der "Soccer Billionaires":
Rang zehn geht an Philip Anschutz. In den Medien meidet er Auftritte und lässt eher seine Teams sprechen. Laut "Forbes" beläuft sich sein Vermögen auf acht Milliarden Dollar. "Seine" Fußballteams sind ...
... L.A. Galaxy um den englischen Superstar David Beckham, Houston Dynamo und Hammarby IF, schwedischer Erstligist. In Deutschland ist Anschutz vor allem als Erbauer der ...
... O2-Arena in Berlin bekannt. Dort spielen seine ...
... "Eisbären", Deutschlands ...
... vierfacher Eishockey-Champion, auch Titelträger 2009.
Platz neun schafft Dietmar Hopp. Der SAP-Gründer, geschätzte 8,5 Milliarden Dollar (etwa 6 Milliarden Euro) schwer, engagiert sich in seiner Heimatregion Rhein-Neckar und unterstützt dort die Sport- und Jugendarbeit. Sein bekanntestes Ziehkind ...
... heißt TSG Hoffenheim. Dort soll er in den vergangenen Jahren rund 170 Millionen Euro investiert haben. Herausgekommen ist bisher ein neues Stadion und der Titel des Herbstmeisters - und das Maskottchen "Hoffe".
Sportlich noch weit vor Hoffenheim rangiert Arsenal London, unter anderem mehrfacher englischer Meister und Pokalsieger. Mit dem Buch "Fever Pitch" und dem gleichnamigen Film wurde den "Gunners" ein Denkmal gesetzt. Auch ...
... dank des Geldes von Alisher Usmanov. Der Milliardär (geschätztes Vermögen 9,3 Milliarden Dollar) ist derzeit größter Aktionär des Klubs.
Platz sieben geht an Silvio Berlusconi. Der italienische Medienmogul und Ministerpräsident, dessen Vermögen bei 9,4 Milliarden Dollar liegen soll, ist seit 1986 "Presidente" des ...
... AC Mailand. Seinen Millionen ist so mancher Titel zu verdanken, seinen Gehältern so mancher Stareinkauf - wie Brasiliens Superstar Ronaldinho (l.). Berlusconis neueste Eroberung ...
... hat mit "Milan" aber nichts zu tun. Noemi, blutjung und wohl seit längerem mit Berlusconi "befreundet".
Hätten sie die Herren auf dem Bild erkannt? Links: Paul Allen, rechts: Bill Gates. Microsoft-Gründer. Allen ist auch Fußball-Fan, in den USA Soccer genannt. Sein Team ...
... sind die Seattle Sounders. Allen sitzt auf etwa 16 Milliarden Dollar.
Francois Pinault belegt Rang fünf. Sein Vermögen beträgt geschätzte 16,9 Milliarden Dollar. Es stammt zum Großteil aus den Gewinnen des Luxuskonzerns PPR, zu dem auch der Sportartikler Puma gehört. Seine Leidenschaft heißt aber ...
... Stade Rennes.
Amancio Ortega macht auch in Mode und Luxus: Sein Firmenimperium nennt sich Inditex, dazu gehört beispielsweise die Kette ...
... Zara und die floriert. Ortegas Vermögen beläuft sich derzeit auf 20,2 Milliarden Dollar. Der Spanier versucht seit Jahren ...
... Deportivo La Coruna erfolgreich zu machen.
Lakshmi Mittal ist Inder und macht in Stahl (ArcelorMittal). 20,5 Milliarden Dollar beträgt laut "Forbes" sein Vermögen. Eigentümer ist er von den ...
... Queen's Paar Rangers - neben Formel-1-Boss Bernie Ecclestone und Renault-Teamchef Flavio Briatore. Kein Wunder, dass die Fans schon ein wenig größenwahnsinnig erscheinen.
Auch bei Chelsea hat man (noch) keine Geldsorgen. Der Grund heißt ...
... Roman Abramowitsch. Der Milliardär sitzt auf geschätzten 23,5 Milliarden Dollar, trotz Scheidung. Damit kann sich der Russe auch noch einen ...
... Hubschrauber samt ...
... Jacht dazu leisten - und das Gehalt für den derzeit wohl besten ...
... deutschen Fußballspieler Michael Ballack. "You can't mess with the Blues." Lediglich ...
... Oleg Deripaska (im Bild rechts mit Russlands Präsident Medwedew) hat unter den Fußballfans dieser Welt noch mehr Kohle (geschätzte 28 Milliarden Dollar). Die steckt er vorzugsweise in den (noch) nicht so erfolgreichen russischen Klub Kuban Krasnodar.
Die Kritiker ins Abseits gestellt, die Mitspieler in die Pflicht genommen und den Bundestrainer nach dem Streit um die Nominierungen gestärkt: DFB-Kapitän Michael Ballack hat vor dem Treffen der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Montagabend in Köln ein Machtwort gesprochen und mit Blick auf den ersehnten Titel bei der WM 2010 in Südafrika die Marschrichtung bis zum Gruppen-Finale gegen Russland am 10. Oktober in Moskau vorgegeben.
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"Wir müssen uns deutlich steigern, wenn wir um den WM-Titel mitspielen wollen. Mit Blick auf das Spiel in Russland müssen wir unser Niveau aus dem Hinspiel wieder erreichen. Davon sind wir im Moment noch weit entfernt", sagte Ballack. Und weiter: "Wir müssen mit zwei guten Spielen gegen Südafrika und Aserbaidschan zeigen, dass wir in der Gruppe zu Recht vor Russland an erster Stelle stehen."
Netzer-Kritik ist "lächerlich" Der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler vom FC Chelsea reiste am Montag mit reichlich Selbstbewusstsein im Gepäck zum Treffen der Nationalmannschaft in der Domstadt. Seine zwei Treffer in den ersten vier Spielen für die mit zwölf Punkten perfekt in die neue Spielzeit gestarteten Blues haben ihm offenbar Auftrieb gegeben. "Lächerlich", bezeichnete Ballack die unter anderem auch von Ex-Nationalspieler Günter Netzer geäußerte Kritik, dass er beim dreimaligen Welt- und Europameister als Kapitän auf dem Platz seinem Führungsanspruch nicht aureichend gerecht würde.
Auch die anhaltende Aufregung wegen der Nichtnominierungen von Torwart Tim Wiese und Angreifer Stefan Kießling für das Länderspiel gegen Südafrika in Leverkusen am kommenden Samstag (20.45 Uhr) sowie vier Tage später für das WM-Qualifikationsspiel gegen Aserbaidschan in Hannover (20.45 Uhr) sieht Ballack gelassen. Der "Capitano" ist überzeugt, dass Bundestrainer Joachim Löw sein Aufgebot nur nach Leistungskriterien auswählt.
"Der Bundestrainer hat mehrfach betont: Es darf nur nach Leistung gehen. Wenn man in der Nationalmannschaft spielen will, muss man sich immer wieder auf höchstem Niveau beweisen und Topleistungen bringen. Die Nationalelf ist etwas ganz Besonderes", sagte Ballack.
Mehr deutsche Spieler zu ausländischen Topklubs An eine Vorentscheidung in der Torwart-Frage zugunsten von Robert Enke glaubt Ballack indes noch nicht. Vor allem der Bremer Wiese könnte sich mit starken Leistungen in der Europa League und der Bundesliga noch empfehlen. "Es wird sich zeigen, wer sich im Tor der Nationalmannschaft am Ende durchsetzt. Internationale Spiele auf hohem Niveau sind für jeden Spieler immer wichtig", sagte Ballack und fügte mit Blick auf seine letzten elf Jahre in der Champions League in Folge hinzu: "Es ist für mich enorm wichtig, dass ich mich jedes Jahr mit den besten Spielern der Welt auf höchsten Niveau messen kann. Dadurch hat man vielmehr Spiele in einer Saison auf allerhöchstem Niveau. Davon profitiert dann auch die Nationalmannschaft."
Deshalb wünscht sich der Nationalmannschaftskapitän wie zuletzt auch Teammanager Oliver Bierhoff, dass in Zukunft wieder mehr deutsche Spieler den Weg zu einem ausländischen Spitzenklub suchen. "Es wäre schön, wenn auch andere deutsche Spieler den weg zu einem Topklub im Ausland finden würden. Ich spiele seit 1998 durchgehend in der Champions League. Und wir sind nicht zufällig 1990 Weltmeister geworden, als sieben Spieler in Italien gespielt haben", meinte Ballack.
Bis zur WM 2010 in Südafrika werden zwar kaum neue Legionäre dazukommen, dennoch glaubt Ballack, dass die DFB-Auswahl im Falle der Qualifikation auch am Kap der guten Hoffnung wieder ein gewichtiges Wort um den Titel mitsprechen wird. "Erstmal müssen wir uns qualifizieren. Aber eine deutsche Mannschaft zählt immer zu den Favoriten, weil wir durch starken Einsatz und dank einer guten Organisation so manche Schwäche ausgleichen können. Deshalb sind wir auch bei der EM ins Finale gekommen", sagte Ballack.
(SID, N24)
31.08.2009 12:46 Uhr